Start Magazin Sicher surfen mittels VPN über Chrome und Co

Sicher surfen mittels VPN über Chrome und Co

VPN Icon | Android-User.de
(Bildquelle: Logo Vektor erstellt von fullvector https://de.freepik.com/)

Wer im Internet keine Spuren hinterlassen möchte, der erledigt sämtliche Aktivitäten mittels VPN, einem virtuellen privaten Netzwerk. Anbieter für ein VPN gibt es einige im Netz. Diese bieten kostenlose Testzugänge oder Abonnements für die Dauernutzung als App oder Erweiterung für deinen Browser. Doch was genau ist eigentlich ein VPN?

Der Schutz deiner Privatsphäre

Noch vor kurzem brachte man ein VPN wohl eher mit dem Tor-Browser, dem Darknet oder anonymen Hackern in Verbindung. Denn mit einem VPN kann man unerkannt im Netz unterwegs sein. Warum sollte man also ein solches Tool einsetzen, wenn man als normaler Nutzer nichts zu verbergen hat? Mittlerweile wurde, unter anderem durch die neue Urheberrechtsreform und der Sammelwut von Unternehmen, ein VPN für den Nutzer in ein völlig anderes Licht gerückt.

Jede Eingabe in Suchmaschinen, die Beiträge, die du dir auf Facebook ansiehst, oder die Internetseiten, die du mit deinem Browser besuchst – all diese Daten werden von Unternehmen im Hintergrund mittels Cookies und Tracking-Tools gesammelt. Es wird ein Profil von dir angelegt, worüber es dann z.B. möglich ist, personalisierte Werbung anzuzeigen. Aber das ist noch das kleinste Übel. Die Unternehmen sehen, wie oft du eine Seite ansurfst, auf welche Folgeseiten du gehst, woher du kommst und welche Bestellungen du tätigst. Natürlich hat man erst einmal nichts zu verbergen. Aber sollte ein Unternehmen wirklich wissen, ob du dich über pikante Krankheiten im Internet informierst? Nicht selten werden solche gesammelten Daten weiterverkauft. Dann ist es überspitzt formuliert nur eine Frage der Zeit, bis dich der Personalchef eines potentieller Arbeitgebers während des Vorstellungsgesprächs aus dem Grund komisch ansieht, weil er evtl mehr weiß, als er wissen sollte?

Über VPN sicher im Internet surfen

Was genau bringt hierbei ein VPN? Du sitzt nun vor deinem PC und gibst in die Adresszeile des Browsers eine URL ein, welche mit https beginnt. Eine https-Verbindung (du erkennst sie an dem grünen Schloss links neben der URL) ist eine sichere, private und verschlüsselte Verbindung. Dies gilt jedoch nur für die versendeten Daten wie zum Beispiel Passwort, PIN, Kondodaten, oder den Datenaustausch mit der jeweiligen Internetadresse. Deine Identität schützt https allerdings nicht. Und auch der Inkognito-Modus in deinem Browser bringt dir keinen Datenschutz.

Deine Identität kann durch die IP-Adresse zurückverfolgt werden. Du hast z.B. einen Mobilfunk- oder DSL-Vertrag mit einem Internet-Anbieter. Wenn du ins Internet gehst, dann weist dein Internet-Anbieter dir (bzw. deinem Gerät) eine eindeutige IP-Adresse zu. Über diese IP-Adresse sieht dein Internet-Provider nun u.a., wann du welche Internetseiten aufgerufen hast. Diese Daten werden protokolliert und mehrere Monate lang gespeichert. Somit kann der Provider das IP-Protokoll einsehen und falls benötigt Auskunft über dich und dein Surfverhalten geben.

Um also deine IP zu verschleiern ist ein VPN notwendig. VPNs gibt es als App/Anwendung oder als Browser-Erweiterung. Die Anbieter von VPNs befinden sich meist in Ländern, in denen kein Zwang zur Herausgabe und zum Weiterleiten von Nutzer-Daten herrscht. In den Ländern, in denen die VPN-Anbieter sich meist befinden, greift auch das deutsche Gesetz nicht.

Die Verwendung von VPNs sind hierbei ziemlich einfach. Zunächst musst du dich für einen VPN-Provider entscheiden. Hier hatten wir bereits über Surfshark berichtet. Auch Avira APN war bereits ein Thema bei uns. Hast du einen VPN-Provider gefunden und die entsprechende App installiert, wird dir zunächst eine Liste möglicher VPN-Server angezeigt, mit denen du dich verbinden kannst. Hier klickst du einfach einen Server an und sobald die Verbindung steht, läuft dein gesamter Datenverkehr, den du z.B. über dein Smartphone tätigst, über diesen VPN. Dein Internet-Provider sieht also nicht mehr deine Internet-Aktivitäten, sondern ausschließlich, dass du dich mit dem VPN verbunden hast. Einzig die Übertragungsgeschwindigkeit kann hier variieren, wenn du z.B. einen weit entfernten VPN-Server nutzt. Dies kannst du aber mittels eines Speed-Tests überprüfen.

Auch bei der Nutzung eines öffentlichen WLANs kann man nur zur Nutzung des VPNs raten, da eine Kommunikation dadurch dann sicherer ist. Weiterhin ist es auch möglich, mittels VPN auf Informationen aus Ländern zuzugreifen, die in deiner Heimat eventuell nicht zugänglich sind. Auch Filme die an deinem Standort blockiert werden, können gegebenenfalls über ein VPN mit einer Verbindung über ein anderes Land abgerufen werden.

Fazit

War das VPN früher eher ein Tool für Hacker und Nutzer des Darknets, ist es mittlerweile salonfähig und das aus gutem Grund. Mittels VPN kannst du weitestgehend unbekannt im Internet surfen. Keiner wird dich später mit Werbung boykottieren, Daten abgreifen oder sammeln. Und auch die Nutzung ist einfach und für jeden geeignet. Warum schreibe ich hier „weitestgehend“? Beim Surfen werden, wie bereits beschrieben, Cookies auf deinem Rechner gespeichert. Über diese lässt sich dann doch ein Bezug zu dir herstellen. Deswegen solltest du Cookies nach dem Beenden des Browsers im Besten Fall automatisch löschen.

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