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Tipp: Android Entwickleroptionen aktivieren und im Detail erklärt

Die Android Entwickleroptionen sind nicht nur für Entwickler interessant. Auch als normaler Benutzer kannst du darüber dein Smartphone optimieren. In unserem Artikel erklären wir dir, was genau hinter den Entwickleroptionen steckt, wie du sie aktivierst und geben dir einige Tipps, was du damit alles machen kannst.

Android Entwickleroptionen im Detail erklärt.
Das Wichtigste in Kürze
  • Aktivierung: 7-mal auf die Build-Nummer tippen (Google Pixel: „Über das Telefon“, Samsung: „Softwareinformationen“).
  • Wichtige Funktionen: USB-Debugging für PC-Verbindungen, Animationen anpassen, Fehlerberichte erstellen.
  • Achtung: Änderungen können das System instabil machen – nur nutzen, wenn Funktionen bekannt sind.

Inhaltsverzeichnis

Android Entwickleroptionen aktivieren

Die Entwickleroptionen aktivieren ist sehr simpel. Wir zeigen dir, wie du die Entwickleroptionen auf Google Pixel Smartphones und auf Samsung Galaxy Smartphones aktivierst:

Google Pixel Smartphones

  1. Gehe in die Einstellungen
  2. Scrolle ganz nach unten und öffne den Menüpunkt Über das Telefon
  3. Klicke hier sieben Mal auf die Build-Nummer
  4. Es erscheint die Meldung: Der Entwicklermodus wurde aktiviert
  5. Gehe in den Einstellungen auf System => Entwickleroptionen und aktiviere/deaktiviere sie über den Schieberegler

Samsung Galaxy

  1. Gehe in die Einstellungen
  2. Öffne den Menüpunkt Telefoninfo
  3. Klicke hier auf den Menüpunkt Softwareinformationen
  4. Klicke hier sieben Mal auf die Build-Nummer
  5. Es erscheint die Meldung: Der Entwicklermodus wurde aktiviert
  6. Gehe zurück auf die Hauptseite der Einstellungen
  7. Öffne den neuen Menüpunkt Entwickleroptionen (ganz unten) und aktiviere/deaktiviere sie über den Schieberegler

Das können die Entwickleroptionen

Wie der Name schon sagt, sind die Entwickleroptionen in erster Linie für Entwickler gedacht. Mit aktiviertem USB-Debugging ist es für den Entwickler so möglich, die selbst entwickelte App über den PC aus Android Studio heraus direkt auf dem Smartphone zu installieren. Hier werden in einer Konsole bzw. Logfile dann auch direkt Fehler oder andere Meldungen angezeigt.

Auch wenn du den Bootloader entsperren, den Recovery-Modus aufrufen, das Smartphone rooten, oder eine CustomRom installieren möchtest, musst du hierfür im Vorfeld die Entwickleroptionen sowie USB-Debugging aktivieren.

Die Android Entwickleroptionen im Detail erklärt

Allgemeine Entwickleroptionen

Fehlerbericht abrufen

Mit dieser Option wir dein kompletter Fehler- und Statusbericht deines Smartphones erstellt. Dieser wird mit einer beliebigen App als Textdatei an eine von dir angegebene E-Mail-Adresse versendet. Du kannst hierbei auswählen, ob es ein interaktiver Bericht oder ein vollständiger Bericht sein soll.

Passwort für Desktop-Sicherung

Mit dem Desktop-Sicherungspasswort richtest du einen Passwortschutz für Backups von Anwendungsdaten ein. Diese können von Entwicklern mit entsprechenden Programen und Befehlen erstellt und eingelesen werden.

Aktiv lassen

Ist diese Option aktiviert, bleibt dein Smartphone während des Ladens immer an und wird dabei nie in den Ruhezustand versetzt. Das kann praktisch sein, wenn du zum Beispiel gerade dein Smartphone einrichtest, oder ein großes Update aufspielst.

Bluetooth HCI Snoop-Protokoll aktivieren

Ist diese Option aktiviert, kann ein ausführliches Protokoll für die Datenübertragung und Kommunikation über Bluetooth erstellt werden. Für Bluetooth HCI (Host Controller Interface) wird ein Log erstellt und in der Datei btsnoop_hci.log gespeichert.

OEM Entsperrung

OEM Entsperrung oder auch Bootloader-Entsperrung ist eine Option, welche als Sicherheitsfunktion gegen das unberechtigte Entsperren des Bootloaders dient. Standardmäßig ist sie deaktiviert. Die Option steuert, ob der Bootloader durch eine OEM-Routine (vom Hersteller bereitgestellte Entsperrprozedur des Bootloaders, OEM = Original Equipment Manufacturer) entsperrt werden kann oder nicht. Ist die Option deaktiviert und man versucht den Bootloader zu entsperren, verweigert dieser das mit einer Fehlermeldung.

Aktive Dienste

Bei den aktiven Diensten wird ersichtlich, welche App gerade auf dem Smartphone wie viel Speicher in Verwendung hat. Weiterhin werden dir hier Informationen zum derzeit freien Arbeitsspeicher angezeigt. Über den Tab am oberen Bildschirmrand kann auch eine Anzeige der Prozesse im Cache stattfinden. Damit wird ersichtlich, welche Apps das System gerade automatisch in den Hintergrund verschoben hat.

DSU Loader

Der DSU Loader (Dynamic System Update) ermöglicht das Testen neuer Android-Versionen auf dem Gerät, ohne das Hauptsystem zu ändern. Es installiert temporäre System-Updates in einer separaten Partition, die nach dem Testen wieder entfernt werden können.

Demomodus der System-UI

Der Demomodus der System-UI aktiviert einen Modus, in dem die Statusleiste ein standardisiertes Aussehen erhält. Das bedeutet, dass Icons für Netzwerk, Akku und Uhr auf einen idealen Zustand gesetzt werden, was für Präsentationen oder Screenshots nützlich ist, um eine konsistente und ungestörte Anzeige zu gewährleisten.

Kacheln für Schnelleinstellungen für Entwickler

Aktiviert zusätzliche Kacheln in den Schnelleinstellungen, die speziell für Entwickler nützlich sind, wie Optionen für das Debugging oder das Anzeigen von Leistungsdaten.

Android Entwickleroptionen Kachen für Schnelleinstellungen für Entwickler

Folgende Schnelleinstellungen sind möglich:

  • Layoutgrenzen anzeigen
  • HWUI-Rendering-Profil
  • Linksläufiges Layout erzwingen
  • Fensteranimationsfaktor
  • Winscope Trace
  • Sensoren aus
  • Debugging über WLAN
  • Finertippen visualisieren

Debugging

USB-Debugging

Ermöglicht die Kommunikation zwischen einem Android-Gerät und einem PC, auf dem das Android SDK installiert ist, um Apps zu installieren und Logdateien zu übertragen. Weiterhin wird es benötigt um CustomRoms aufzuspielen, das Smartphone zu rooten, oder den Bootloader zu entsperren.

Debugging über WLAN

Ermöglicht das Debuggen von Android-Apps über eine WLAN-Verbindung ohne die Notwendigkeit, das Gerät mit einem USB-Kabel zu verbinden. Erfahrungsgemäß klappt es per USB-Kabel allerdings besser.

Verknüpfung zu Fehlerbericht

Im Ein-/Aus-Menü wird eine Option zum Erstellen eines Fehlerberichts angezeigt.

Ausführliche Protokollierung aktivieren

Schließt zusätzliche gerätespezifische Anbieterprotokolle in die Fehlerberichte mit ein, die private Informationen enthalten, den Akkuverbrauch erhöhen und zusätzlichen Speicher benötigen können.

Inspektion der Attribute anzeigen

Zeigt direkt auf dem Gerätebildschirm entwicklungsbezogene Informationen zu den Ansichten einer App an, wie zum Beispiel Layout-Attribute und andere Eigenschaften.

Bytecode von debug-fähigen Apps prüfen

Erlaubt die Überprüfung des Bytecodes von installierten Apps, die das Debugging erlauben. Bytecode ist eine für die Java Virtual Machine (JVM) optimierte Codeform, die von Android genutzt wird, um Apps auszuführen. Diese Option dient der Analyse der Sicherheit und Funktionalität der App.

GPU-Debug-Ebenen zulassen

Ermöglicht das Festlegen spezifischer GPU-Debug-Informationen, die von Apps angefordert werden können, um die Grafikleistung zu analysieren und zu optimieren.

Grafiktreiber-Einstellungen

Erlaubt die Auswahl zwischen verschiedenen Grafiktreiberoptionen, wie dem systemweiten Treiber, einem vom Spiel spezifizierten Treiber oder einem für Entwicklungs- und Testzwecke vorgesehenen Treiber. Diese Einstellung ermöglicht es Entwicklern, die Kompatibilität und Leistung ihrer Anwendungen unter unterschiedlichen Grafiktreiberkonfigurationen zu testen und zu optimieren.

Aktualisierungsrate anzeigen

Zeigt in der linken oberen Bildschirmecke die aktuelle Bildschirmaktualisierungsrate in Hz (Hertz) an, was hilfreich ist, um die Leistung und Flüssigkeit der Bildschirmdarstellung in Echtzeit zu überwachen.

Maximale Aktualisierungsrate erzwingen

Erzwingt die Verwendung der höchstmöglichen Bildschirmaktualisierungsrate auf dem Gerät, unabhängig von den Anforderungen der laufenden Apps oder den Energieeinsparungseinstellungen.

Das Erzwingen der maximalen Aktualisierungsrate kann für Entwickler und Tester nützlich sein, um die Leistung und das Verhalten ihrer Apps unter optimalen Bedingungen zu beurteilen. Es hilft auch, visuelle Glätte und Reaktionsfähigkeit in grafikintensiven Anwendungen oder Spielen zu maximieren. Bei der Verwendung dieser Option wird allerdings der Akkuverbrauch stark erhöht.

Mock Modem zulassen

Ermöglicht die Simulation einer Modemverbindung auf dem Gerät, was Entwicklern hilft, das Verhalten ihrer Apps unter verschiedenen Netzwerkbedingungen zu testen, ohne eine reale Modemverbindung nutzen zu müssen.

Ablaufverfolgung

Ermöglicht das Aufzeichnen und Analysieren der App-Leistung durch detaillierte Protokollierung von Systemereignissen und Funktionen. Dies hilft Entwicklern, Engpässe zu identifizieren und die Effizienz ihrer Anwendungen zu verbessern.

Netzwerke

Drosselung der WLAN-Suche

Begrenzt die Häufigkeit, mit der Apps im Hintergrund nach WLAN-Netzwerken suchen können. Diese Einstellung hilft, den Akkuverbrauch zu reduzieren und die Auswirkungen von Apps auf die Systemleistung zu minimieren.

Hardwarebeschleunigung für Tethering

Ermöglicht es, die Leistung für Tethering (also das Teilen des Internet-Zugangs) zu verbessern, indem die Rechenkraft der Hardware genutzt wird. Das macht das Teilen der Internetverbindung schneller und effizienter.

Standard-USB-Konfiguration

Ermöglicht die Auswahl der Standardaktion, die ausgeführt wird, wenn ein Android-Gerät über USB mit einem anderen Gerät verbunden wird, wie zum Beispiel nur Laden, Dateiübertragung oder USB-Tethering.

Eingabe

Fingertippen visualisieren

Mit der Option Fingertipps anzeigen bekommst du ein visuelles Feedback in Form eines kleinen Kreises, wo du mit deinem Finger hintippst. Das ist besonders nützlich, wenn du eine Bildschirmaufnahme startest und zeigen möchtest, wo du auf dem Bildschirm tippst.

Zeigerposition

Die Option Zeigerposition gibt Informationen zur aktuellen Touch-Eingabe (Position, Größe oder Druck). Ebenfalls wird der Verlauf der Touch-Eingaben eingeblendet.

Android Entwickleroptionen Zeigerposition anzeigen
Die Zeigerposition zeigt ein visuelles Feedback der Eingabe.

Bildschirmdarstellung

Oberflächenaktualisierungen hervorheben

Ist die Option aktiviert beginnt das komplette Display bei jeder Aktualisierung/jedem Fingertipp lila zu blinken.

Layoutgrenzen anzeigen

Mit dieser Option kann die Layoutgrenze, also die Größe aller angzeigten Elemente einer App, angezeigt werden. So wird ersichtlich, welches Element wo, warum und wie in der App seine Position erhält.

Android Entwickleroptionen Layoutgrenzen einblenden

Linksläufiges Layout erzwingen

Bei Aktivierung wird die Bildschirmausrichtung Right-to-Left (RTL) erzwungen. Das heißt, alles was vorher auf der rechten Displayseite war ist nun auf der linken Seite.

Android Entwickleroptionen RTL Layout erzwingen

Fensteranimationsfaktor

Passt die Geschwindigkeit der Fensteranimationsübergänge auf dem Gerät an. Eine niedrigere Einstellung beschleunigt die Übergänge, während eine höhere Einstellung sie verlangsamt, was für die visuelle Fehlerbehebung oder persönliche Präferenz nützlich sein kann.

Übergangsanimationsfaktor

Ermöglicht die Anpassung der Geschwindigkeit von Übergangsanimationen zwischen Apps und innerhalb der Benutzeroberfläche. Eine Verringerung beschleunigt die Animationen, während eine Erhöhung sie verlangsamt, was das Testen von Animationen oder die Anpassung an persönliche Vorlieben erleichtert.

Animationsdauerfaktor

Steuert die Dauer von Animationen im gesamten System. Durch Anpassen dieses Wertes kann die Länge von Animationen verkürzt oder verlängert werden, was hilft, das Nutzererlebnis zu personalisieren oder das Verhalten von Animationen während der Entwicklung und des Tests zu untersuchen.

Sekundäre Displays simulieren

Mit dieser Option können andere Displays, Bildschirmgrößen und Auflösungszahlen simuliert werden.

Geringste Breite

Hier steht eine Zahl in dp angegeben. Die Einheit dp ist eine abstrakte Einheit, welche je nach Pixeldichte variiert. Sie hat eine Basispixeldichte von 160 dpi. Das bedeutet, dass 1dp auf einem 160 dpi Bildschirm einen Pixel darstellt. Auf einem 320 dpi Bildschirm beansprucht es schon 2 Pixel. dp skaliert gemäß der vorhandenen Pixeldichte und sorgt so dafür dass alle Komponenten auf dem Smartphone für den Nutzer immer gleich aussehen.

Display-Aussparung

Ermöglicht die Simulation verschiedener Bildschirmaussparungen (Notches) oder Display-Ecken auf dem Gerät. Diese Option ist besonders für Entwickler hilfreich, um zu sehen, wie ihre App mit verschiedenen Bildschirmformen und -ausschnitten umgeht und sicherzustellen, dass das Layout und die Benutzeroberfläche korrekt angepasst werden.

Mögliche Display-Aussparungen:

  • Gemäß Standard fürs Gerät
  • Aussparung in der Ecke
  • Doppelte Aussparung
  • Ausschnitt für Punch-Hole-Display
  • Hohe Aussparung
  • Aussparung für Wasserfall-Display
  • Ausblenden
  • Apps unterhalb des Aussparungs-Bereichs darstellen

Hardwarebeschleunigtes Rendering

Aktualisierungen von Ansichten hervorheben

Markiert Bereiche des Bildschirms, in denen Ansichten (Views) aktualisiert werden, indem ein Farbblitz angezeigt wird. Diese Funktion ist nützlich für Entwickler, um zu erkennen, wie oft und wo genau auf dem Bildschirm Neudarstellungen erfolgen, was bei der Leistungsoptimierung und Fehlersuche hilft.

Aktualisierungen von Hardwareschichten hervorheben

Visualisiert die Nutzung von Hardwareschichten durch Apps, indem Bereiche, die Hardwareschichten verwenden, farblich hervorgehoben werden. Dies hilft Entwicklern zu erkennen, wo Optimierungen nötig sind, um die Grafikleistung zu verbessern und Ressourcen effizienter zu nutzen.

GPU-Overdraw debuggen

Zeigt farbliche Überlagerungen an, um zu visualisieren, wie oft Bereiche des Bildschirms von der Grafikprozessoreinheit (GPU) mehrfach gezeichnet werden. Dies hilft Entwicklern, ineffiziente Zeichnungsvorgänge zu identifizieren und die App-Leistung durch Reduzierung unnötiger Überzeichnungen zu optimieren.

Nichtrechteckige Zuschnitte debuggen

Ermöglicht die visuelle Hervorhebung von Bereichen auf dem Bildschirm, die durch nichtrechteckige Zuschnitte (Clipping) betroffen sind. Auf dem Display befindet sich ein Ausschnittsbereich. Dieser verhindert das Zeichnen von Objekten außerhalb der Grenze des Bereichs. Mit der Option schaltest du es aus, um nicht rechteckige Display-Bereiche zu erstellen.

4x MSAA erzwingen

Aktiviert 4x Multi-Sample Anti-Aliasing (MSAA) für OpenGL ES Spiele und Anwendungen, um die Bildqualität zu verbessern, indem Kanten von Objekten geglättet werden. Dies kann allerdings die Leistung beeinträchtigen und den Energieverbrauch erhöhen.

HW-Overlays deaktivieren

Schaltet Hardware-Overlays aus und zwingt die Anzeige dazu, alle Inhalte über die GPU zu rendern. Dies kann bei der Diagnose und Behebung von Darstellungsproblemen helfen, kann aber auch die Leistung beeinträchtigen, da es die GPU stärker belastet.

Farbraum simulieren

Damit wird die Rot-Grün-Sehschwäche beziehungsweise Blau-Gelb-Sehschwäche simuliert. Somit ist ersichtlich, wie Nutzer mit dieser Sehschwäche die Smartphone-Oberfläche wahrnehmen und wo die Entwickler gegebenenfalls nachbessern müssen.

Android Entwickleroptionen Farbraum simulieren

Medien

USB-Audiorouting deaktivieren

Mit dieser Option deaktivierst du das automatische Routing zu USB-Audio-Peripheriegeräten. Das AudioRouting definiert eine Schnittstelle zur Steuerung von Routing-/Routing-Benachrichtigungen in AudioTrack- und AudioRecord-Objekten.

Einstellungen für Medientranscodierung

Bietet Optionen zur Konfiguration der automatischen Transcodierung von Medienformaten, die von bestimmten Apps oder Diensten nicht unterstützt werden. Diese Einstellung ermöglicht es, Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden, indem Medien in ein unterstütztes Format umgewandelt werden, bevor sie geteilt oder abgespielt werden.

Folgende Einstellungen sind verfügbar:

  • Standardeinstellung für Transcodierung überschreiben
  • Transcodierung aktivieren
  • Voraussetzen, dass Apps moderne Formate unterstützen
  • Benachrichtigungen zur Transcodierung anzeigen
  • Cache für Transcodierung deaktivieren

Monitoring

Striker Modus aktiviert

Der Strikte Modus richtet sich eher an Entwickler. Ist er aktiviert, wird kurz ein roter Rahmen eingeblendet, sobald der Main-Thread durch eine andere Aktion blockiert wird, welche ebenfalls viel Rechenleistung benötigt.

HWUI-Rendering-Profil

Das GPU Rendering für Profil zeigt anhand von Balken Informationen zur Performance deines Smartphones. Das heißt du siehst, ob dein System die Benutzeroberfläche flüssig anzeigen kann. Jeder der gezeigten Balken steht für ein Frame und zeigt an, wie lange das System benötigt es zu berechnen und anzuzeigen. Die grüne 16-Millisekunden-Linie ist hierbei die Grenze. Bleiben die Balken darunter, können sie 60 Bilder pro Sekunde anzeigen und das Smartphone läuft ohne Ruckler. Sind die Balken über der Linie, benötigt das Smartphone für diesen Frame mehr als 16 Millisekunden und erreicht somit die 60 Bilder pro Sekunde nicht.

Android Entwickleroptionen GPU Rendering

Apps

Aktionen nicht speichern

Ist die Option aktiv, wird die Aktivität sofort gelöscht, sobald der Nutzer diese beendet. Entwickler können damit feststellen, ob eine programmierte Anwendung ihre Daten korrekt speichert, sobald diese nicht mehr im Vordergrund ausgeführt wird. So kann geprüft werden, ob eine App auch nach einer Unterbrechung (etwa durch einen Anruf, einer Message) noch auf dem aktuellen Stand ist.

Limit für Hintergrundprozesse

Damit lässt sich ein Limit für die Hintergrundprozesse festlegen. Per Klick darauf öffnet sich ein Kontextmenü, in dem du angibst, ob das Hintergrundprozesslimit ein Standardlimit, höchstens 1 (wahlweise 2,3 oder 4) Prozess (e), oder keine Hintergrundprozesse angezeigt werden.

Hintergrundprüfung

Die Hintergrundprüfung läuft bzw. lief in Kombination mit der Berechtigung „Im Hintergrund ausführen“. Über die Hintergrundprüfung schränkst du Apps ein, die im Hintergrund laufen dürfen.

Beispiel:

  • Du hast WhatsApp installiert. In den App-Informationen von WhatsApp ist „Hintergrundaktivität zulassen“ aktiviert.
  • In den Entwickleroptionen ist die „Hintergrundprüfung“ aktiviert. → WhatsApp kann im Hintergrund laufen.
  • Du deaktivierst die „Hintergrundprüfung“ in den Entwickleroptionen. → WhatsApp kann nicht mehr im Hintergrund laufen, obwohl die Einstellung in den App-Informationen immer noch auf „Hintergrundaktivität zulassen“ steht.

Die Hintergrundprüfung selbst lässt sich mittlerweile aber nicht mehr aktivieren/deaktivieren, da sich die Hintergrundaktivitäten in den regulären Einstellungen unter Einstellungen -> Apps -> Akkunutzung -> Hintergrundnutzung zulassen -> viel detaillierter anpassen lassen.

Sperrung des externen Speichers für alle Apps aufheben

Ist es aktiviert, ermöglicht es jeder qualifizierten App, Daten auf einen externen Speicher zu schreiben, unabhängig von den Manifest-Werten.

Aktivitätengröße darf immer angepasst werden

Ist es aktiviert, wird die Größe aller Aktivitäten an den Mehrfenstermodus angepasst, unabhängig von den Manifest-Werten.

Tipp – Smartphone schneller machen

Wie du dein Smartphone über die Entwicklereinstellungen schneller machen kannst, erfährst du in diesem Artikel in einer Schritt für Schritt Anleitung.

Fazit

Die Entwickleroptionen verbergen viele Möglichkeiten, die Performance des Smartphones zu verbessern oder Probleme zu identifizieren. Allerdings sind es immer noch Entwickleroptionen und du solltest ein klein wenig Ahnung von dem haben, was du da tust. Wenn du also nicht weißt, für was etwas gut ist – Finger weg, da einige Optionen auch zu einem instabilen System führen können.


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