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MWC16: Hinter den Kulissen – Die vielleicht wichtigsten inoffiziellen Infos vom Mobile World Congress

Was auf der Showbühne gezeigt wird, ist eine Sache. Doch was bei den Smartphone-Herstellern, bei Android und bei den Providern tatsächlich abgeht, eine andere. Android User hat auf dem MWC16 ein paar interessante Informationen mitbekommen und weiß unter anderem auch, warum die meisten Marshmallow-Smartphones erst ab Mai erscheinen.

Der Mobile World Congress ist für mich als Blogger in dreifacher Hinsicht interessant: Ich kann live die Vorstellung brandneuer Geräte wie des LG G5 oder des Samsung Galaxy S7 verfolgen, mir vor Ort ein Bild der Geräte verschaffen, die in den kommenden Monaten — vielleicht — auf den deutschen Markt kommen werden, und ich kann mich mit vielen Partner vor Ort offiziell und inoffiziell unterhalten. Der letzte Teil kommt in der Berichterstattung oft etwas zu kurz, denn Android User gibt nicht viel auf Leaks und Gerüchte. Einige der Informationen möchte ich aber dennoch in diesem Artikel mit euch teilen.

Android 6.0 war eine Zumutung

Seit Ende September 2015 steht Android 6.0 „Marshmallow“ offiziell für alle Partner von Google zum Download bereit. Doch die neuen Smartphones mit Android 6 lassen weiterhin auf sich warten (mal abgesehen von HTC mit seinem A9). Viele der jetzt gezeigten Smartphones, werden erst im Mai oder sogar erst im Juni/Juli auf den deutschen Markt kommen. Angesprochen auf diese lange Verzögerung haben mir zwei Partner unabhängig voneinander erklärt, dass Android 6.0 schlicht zu viele Bugs enthielt und man sich bei Google um Bugfixes bemüht habe, was die ganze Entwicklung nach hinten verschoben habe. Zitat: „Es waren so viele Bugs drin, dass wir Google kontaktieren mussten.“ Auch bei Android 5 gab es dieses Problem, man habe jedoch die Fehler von Lollipop nicht wiederholen wollen. Start für die eigentliche Entwicklung war deshalb nicht der Oktober 2015, sondern der Dezember 2015 mit Android 6.0.1.  Es gibt tatsächlich praktisch keine nicht Nexus-Geräte mit Android 6.0, alle Hersteller setzen auf 6.0.1.

„Es waren so viele Bugs drin, dass wir Google kontaktieren mussten.“

Auch dass Samsung jetzt bereits das Update für Android 6.0.1 nachschiebt, bestätigt dieses Gerücht. Generell sehen die meisten Hersteller die Updates eh relativ gelassen. Ein Noname-Hersteller aus China meinte sogar: „Wir haben einen großen Auftrag bekommen, bei dem explizit Android 4.4 verlangt wurde und werden noch lange bei Android 5.1 bleiben.“

The Next big Thing: 5G erst nach 2020

Die meisten von uns besitzen wohl erst seit einem Jahr oder vielleicht seit 2 Jahren ein 4G/LTE-Smartphone, die Industrie denkt aber schon in 5G. Doch hier dürfte sich die Markteinführung noch um ein paar Jahre gedulden, auch wenn Asien — wie immer — uns meilenweit voraus ist. Grund für die Verzögerung: Die Umstellung ist mit enormen Investitionen seitens der Provider verbunden, die zum Teil immer noch daran sind, ihre 4G-Netze auf/auszubauen. 5G dürfte aber tatsächlich das nächste Big Thing werden, denn all die anderen Features eines Smartphones lassen kaum Spielraum nach oben offen. Mal abgesehen von LG mit dem G5 und dem modularen Schacht oder dem Cat S60 mit seiner innovativen Wärmebildkamera. Laut Flir wird das Cat S60 übrigens Schule machen, ihr könnt euch also schon auf weitere Smartphones mit Wärmebildkamera einstellen.

Angesprochen auf 5G haben einige Smartphone-Hersteller noch überhaupt keinen Plan, andere rechnen nicht mit ersten Modellen vor 2020. Insofern wird uns 5G wohl in den kommenden 4 Jahren einfach noch als Buzzword begleiten, bis es dann in zehn Jahren auch tatsächlich angekommen ist.

Die Telekom zeigt auf dem MWC16 zwar ein 5G-Testnetz, bis es aber zum echten Betrieb kommt, dürften noch Jahre vergehen (Bild: Telekom)

Die Chinesen wollen gar keine Smartphones verkaufen

Immer mehr Marken aus China kommen direkt unter ihrem Brand zu uns nach Deutschland und Europa. Huawei und ZTE muss ich euch als Leser von Android User wohl nicht mehr vorstellen. Auch diese zwei Firmen fingen als kleine Smartphone-Hersteller für Vodafone, o2 und die Telekom an, um später unter ihrem eignen Brand auf den Markt zu kommen. Doch nun folgen viele Chinesen ihrem Vorbild, zum Beispiel Meizu, Oppo, Phicomm oder Gigaset. Doch was diese Firmen eigentlich in Deutschland möchten, ist gar nicht der Verkauf von möglichst vielen Smartphones. Denn dazu ist der Markt viel zu klein: alleine in Shenzhen leben mehr Leute als in der Schweiz, und Stückzahlen unter einer Million interessieren eigentlich nicht. Worum geht es dann?

„Wenn unsere Smartphones in Zürich verkauft werden, dann sind wir in China berühmt!“

Wenn ein reicher Geschäftsmann aus China Gigaset kauft und anschließend offizieller Sponsor des FC Bayerns wird oder wenn Oppo offiziell beim FC Barcelona einsteigt, dann geht es nur um eines: Reputation, Anerkennung, Stolz. Der Erfolg in Deutschland und Europa dient dazu, im Heimatmarkt China noch stärker dazustehen, noch mehr Erfolg zu haben.

Oppo ist seit September 2015 Sponsor des FC Barcelona. Dass die Smartphone-Marke hierzulande kaum jemand kennt, stört das Mangement keinesfalls. Hauptsache man weiß es in China selbst.
Oppo ist seit September 2015 Sponsor des FC Barcelona. Dass die Smartphone-Marke hierzulande kaum jemand kennt, stört das Mangement keinesfalls. Hauptsache man weiß es in China selbst.

Gedanken darüber sollten sich alle Firmen machen, die vom Smartphone-Verkauf in Europa leben. Denn wie oben erwähnt, geht es all diesen Firmen nicht darum, aktuell in Europa mit ihren Android-Geräten Geld zu verdienen, sondern die Aktion dient — laut meinen Quellen — einzig und alleine dem Prestige!

Feature Phones sind noch lange nicht tot

Erst kam das Auto, dann der Zweitwagen. Und genauso funktioniert das auch mit dem Telefon. Das iPhone oder Android-Smartphone im oberen Preissegment ist dabei der Mercedes oder BWM, der am Wochenende oder abends ausgefahren wird, fürs Einkaufen tut es auch ein Golf oder Mini oder eben ein Featurephone, das quasi in Bereitschaft im Handschuhfach liegt. Warum die Feature Phones aber in diesem Jahr ein riesiges Revival erleben werden, hängt mit zwei Gründen zusammen: erstens sind die kleinen Dinger cool und praktisch, denn man kann damit prima telefonieren und chatten. Zweitens gibt es inzwischen viele Featurephones unter 30 Euro mit 3G-Modem, die man auch als Hotspot benutzen kann. Anstatt sich also einen portablen Hotspot für das Tablet oder das Notebook zu kaufen, greift man einfach zu einem günstigen Feature-Phone.

„Feature Phones mit Wifi-Hotspot-Funktion sind das ideale Zweitgerät für wenig Geld!“

Android User angeblich im Besitz der drei ganz besonderen Android-PINs

Auch dieses Jahr schaffte es Google mit seinen Android-PINs in allen Hallen und auf allen Ständen präsent zu sein, ohne dazu einen eigenen großen Stand betreiben zu müssen. Es gab auch tolle weitere Aktionen vom Android-Team, zum Beispiel heiße Schokolade mit Marshmallow oder Alu-Wasserflaschen mit eigenem Androidify-Charakter.

Das Highlight waren aber klar die 87 PINs die man dieses Jahr an den diversen Ständen und vom Android-Team selbst ergattern konnte. Jeden Tag gab es zudem einen ganz speziellen PIN als Prämie, wenn man besonders fleißig gesammelt hatte. Und angeblich — kann auch nur ein Gerücht sein — ist Android User im Besitzt der drei Marshmallow-PINs mit Bronze-, Silber- und Gold-Krone.

Auch dieses Jahr gab es wieder sehr viele und sehr schöne Android-PINs zum Sammeln. Im Vordergrund einer der drei Special PINs. Bild: Android auf Google+

Sollte sich das als wahr herausstellen, dann könnte es auch stimmen, dass man über das Teilen dieses Beitrag auf Social Media Netzen sich eine gewisse Chance auf einen Gewinn dieser drei PINs ausrechnen kann. Stay tuned!

Wie eingangs erwähnt. Alle Informationen sind inoffiziell und können auch genausogut falsch sein ;-)

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