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MWC16: MicroSD und wasserfest: Samsung erneuert das Galaxy S6 als S7 und S7 edge

Samsung hat heute in Barcelona seine zwei neuen Flaggschiffe, das Galaxy S7 und das Galaxy S7 edge vorgestellt. Äußerlich hat sich bei den neuen Galaxy-Modellen nicht viel getan, im Innern ist aber quasi kein Stein auf dem anderen geblieben.

Evolution statt Revolution lautet die Devise bei vielen Smartphone-Herstellern seit Jahren und an diese Devise hält sich auch Samsung beim Galaxy S7 und dem Galaxy S7 edge, den neuen Top-Modellen der Koreanern. Doch zum Glück bleibt es nicht nur bei dem kleinen Schrittchen Evolution, sondern Samsung bringt auch zwei Kernfunktionen mit, die beim S6 dem Rotstift zum Opfer gefallen sind: Den Kartenslot für microSD-Speicherkärtchen und die Wasserfestigkeit nach IP68. Der neue Slot lässt sich — theoretisch — auch als Dual-SIM-Slot benutzen (Hybrid-Slot), das ist aber laut inoffiziellen Informationen für Deutschland nicht geplant.

Neben der Nano-SIM enthält der Einschub an der Oberseite des Galaxy S7 auch Platz für eine microSD-Speicherkarte. Dual-SIM ist für Deutschland nicht geplant.
Neben der Nano-SIM enthält der Einschub an der Oberseite des Galaxy S7 auch Platz für eine microSD-Speicherkarte. Dual-SIM ist für Deutschland nicht geplant.

Last but not least verspricht uns Samsung mit dem Galaxy S7/edge auch eine radikal verbesserte Kamera mit dem schnellsten Autofokus aller Zeiten, einer sensationellen f/1.7-Blende und das sogar bei einem rein optisch geschrumpften Kamera-Modul. Doch das ist eine kleine optische Täuschung, denn das S7 hat in der Dicke um einen Millimeter zugelegt (7,9 statt 6,9), wodurch das Kamera-Modul tatsächlich nicht mehr so stark hervorsteht. Auch beim Gewicht gibt sich das größere Galaxy S7 mit 152g gegenüber 138g klar zu erkennen. Diese Änderungen sind aber absolut gut gelungen: Das S7 liegt gut in der Hand und wirkt keinesfalls größer oder sogar fetter als der Vorgänger.

Beim neuen Galaxy S7 (links) steht das Kameramodul weniger weit heraus, weil das S7 etwas dicker ist als das Galaxy S6 (rechts).
Beim neuen Galaxy S7 (links) steht das Kameramodul weniger weit heraus, weil das S7 etwas dicker ist als das Galaxy S6 (rechts).

Auch für Geeks hält das Galaxy S7 genügend Futter bereit. Mit dem Exynos 8890 setzt Samsung auf einen big.LITTLE-Chipsatz mit zwei Vierkern-CPUs aus eigener Herstellung (4xM1 von Samsung und 4xCortex A53). Alternativ kommt ein Snapdragon 820 zum Einsatz, für Europa ist aber ziemlich sicher der Exynos im 14nm-Verfahren gesetzt.

Zudem unterstützt die verbaute Mali T880-GPU bereits den neuen Grafikstandard Vulkan, den das Chronos-Konsortium vor rund einer Woche verabschiedet hat.

Android User meint…

Samsung hat auf seine Kunden gehört und den microSD-Slot wieder zurückgebracht. Auch ist das Galaxy S7 jetzt wieder offiziell wasserfest nach IP68. Beim S6 gab es zwar ein Nanocoating und somit eine Art permanenter Schutz gegen Wasser, offiziell war es jedoch nicht gegen Wasser zertifiziert. Innovativ zeigt sich Samsung einzig bei der Kamera: Hier hat man wohl weiterhin die beste aller Smartphone-Kameras, auch wenn LG im G5 gleich doppelt moppelt und zusätzlich zum normalen Objektiv noch ein Weitwinkelobjektiv verbaut hat. Bei Samsung muss man dieses zusätzlich dazukaufen (und hat dann auch nicht die Wahl innerhalb der App). Bei Apple würden wir jetzt schreiben: egal, es wird sich eh toll verkaufen. Bei Samsung sind wir uns da nicht so sicher. Dennoch: Samsung wird ziemlich sicher auch mit dem Galaxy S7 das meistverkaufte Android-Smartphone stellen, einzig am Preis könnte es noch scheitern. Denn 699 Euro für ein Gerät mit 32 GByte internem Speicher sind dann doch recht viel, für das Galaxy S7 edge werden sogar 799 Euro fällig. Da hilft es wenig, dass man als Vorbesteller eine Gear VR geschenkt bekommt.

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