Start Aktuell MWC: LG beweist Innovationsfreude mit dem modularen LG G5 und seinen Freunden

MWC: LG beweist Innovationsfreude mit dem modularen LG G5 und seinen Freunden

LG hat heute in Barcelona das LG G5 vorgestellt. Dabei handelt es sich nicht nur um das neueste Flaggschiff von den Koreanern, sondern auch um das erste Smartphone, das einen modularen Ansatzt nicht nur in der Theorie verfolgt, sondern diesen auch in die Praxis umsetzt. Das LG G5 kann sich bereits jetzt gute Aussichten auf den Preis für das innovativste Smartphone auf dem MWC sichern.

„Play more!“ Unter diesem Slogan stand der heutige G5-Event von LG, auf dem LG in Barcelona sein neuestes Smartphone, das G5 vorgestellt hatte. LG meint mit dem mehr spielen aber nicht einfach Android-Games, sondern einen spielerischen Umgang mit dem Smartphone selbst und entsprechenden Zubehörgeräten. Denn diese stehen im Zentrum des neuen G5. LG nennt sie deshalb „Freunde“, weil sie sich gut mit dem G5 vertragen. Solche Freunde sind zum Beispiel die neue 360° Kamera, der kleine LG Roboter „Rolling Bot“ oder das B&O Play Audiomodul für 32-Bit-Musikqualität auf dem G5.

Das offizielle Pressefoto des LG G5.
Das offizielle Pressefoto des LG G5.

Doch zurück zum eigentlichen Smartphone: LG hat sich beim G5 für ein Unibody-Gehäuse aus Metall und einem wechselbaren Akku entschieden. Um quasi die Quadratur des Kreises zu erreichen, fiel die Wahl deshalb auf eine auf den ersten Blick etwas seltsame Lösung: Der Akku wird einfach von unten in das Gerät eingeschoben und schon ist das G5 einsatzbereit. Wer schon einmal einen Akkuschrauber in den Fingern hatte, weiß wie das funktioniert. Im Unterschied zum Akkuschrauber muss das LG-Smartphone für diesen Vorgang allerdings neu gestartet werden. Ein Micro-Akku, der das G5 für die Dauer des Wechsels bei Strom und guter Laune hält, den hat LG vergessen. Das wird aber den meisten Nutzern egal sein, da man ja auch üblicherweise beim Austauschen des Akkus sein Smartphone kurz ausschalten und anschließend wieder einschalten muss.

Beim Design hat sich LG für eine Lösung entschieden, die dem Nexus 5X recht nahe kommt, allerdings in Aluminium und mit der etwas breiteren Kamera. Breiter deshalb, weil LG nicht nur eine Hauptkamera, sondern gleich deren zwei verbaut hat. Die 13-MP-Kamera auf der linken Seite schießt ganz normale Fotos, die 8-MP-Cam zur Rechten ist hingegen mit einem Weitwinkelobjektiv ausgestattet, das laut LG 135° festhält. Frontseitig ist ebenfalls eine 8-MP-Cam verbaut, allerdings ohne besonderes Weitwinkel-Objektiv.

Zwei Kameras hat LG dem G5 spendiert. Rechts die normale 13-MP-Kamera, links das modul mit Weitwinkel-Objektiv.
Zwei Kameras hat LG dem G5 spendiert. LInks die normale 13-MP-Kamera, rechts das modul mit Weitwinkel-Objektiv.

Für genügend Power sorgen unter der Haube der Snapdragon 820 mit 4 GByte RAM und eine Adreno 530-GPU. Der wechselbare Akku besitzt eine Kapazizät von 2800 mAh, was für das 5,3″ große QHD-Display ( IPS Quantum Display, 2560 x 1440 / 554ppi) eher am unteren Limit liegt, auch wenn Android 6.0 durch den Doze-Modus deutlich weniger Akku benötigt als die Vorgängeversionen und LG durch den sogenannten Low Power Location Estimation Modus bis zu 42 Prozent Energie bei Apps einsparen will, die den Standort benötigen.

Die Spaltmaße zwischen Alu-Gehäuse und Akku-Abdeckung sind minimal. Der Button dient dazu, die Batterie zu wechseln.
Die Spaltmaße zwischen Alu-Gehäuse und Akku-Abdeckung sind minimal. Der Button dient dazu, die Batterie zu wechseln.

Erwähnenswert ist auch, das sich LG vom Rear Key verabschiedet hat, allerdings nicht ganz: Denn der Fingerabdruck-Sensor dient auch gleichzeitig als Power-Button. LG-Nutzer wissen jedoch, dass man die Einschalttaste dank des Doppeltippens nur recht selten braucht.

32 GByte Speicher sind fest verbaut, sie lassen sich via microSD-Slot um bis zu 2 TByte erweitern. NFC, USB Type C und Bluetooth 4.2 sind ebenfalls mit an Bord.

Genauer Preis und genaue Verfügbarkeit liegen noch nicht fest, aber auch das G5 wird in der Größenordung 650 Euro UVP liegen und ab April soll es verfügbar sein.

Android User meint…

LG zeigt Mut, indem es nicht einfach eine „verbesserte Version“ des LG G4 auf den Markt bringt, wie das die meisten Hersteller mit ihren Top-Geräten inzwischen bereits seit Jahren tut. Ob sich dieser Mut ausbezahlen wird, hängt einerseits von den Partnern ab, die LG noch ins Boot holen kann. Denn von den heute gezeigten Erweiterungen konnte weder das Cam Plus Modul von LG rundum überzeugen, noch das extra Sound-Modul von B&O. Andererseits hängt es auch von der Strapazierfähigkeit des Battery Slots selbst ab. Denn sollten sich dort schon nach wenigen Wochen oder Monaten der Nutzung erste Anzeichen eines Wackelns zeigen, dann ist das Konzept wohl gescheitert. Fest steht für uns: Ohne zusätzliches Modul sieht das LG G5 wirklich top aus und die zweite Kamera ist eine echte Bereicherung für Foto-Fans. Wir freuen uns in jedem Fall schon auf einen ausführlichen Test mit dem LG G5.

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