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CyanogenMod 13.0 auf Basis von Android 6 Marshmallow ist fertig

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Ⓒ baibaz, 123rf.com

Etwas länger als ursprünglich geplant dauerte das erste Release von CM 13.0, seit heute Nacht gibt es nun endlich die ersten Builds für zahlreiche Geräte. CM 13.0 basiert auf Android 6.0.1 und bringt neben den Verbesserungen von Marshmallow die bekannten Zusatzfunktionen von CyanogenMod.

CyanogenMod 13 gibt es natürlich schon eine Weile, aber nur als so genannte Nightly Builds, die einmal mehr einmal weniger gut funktionieren. Bei der jetzt veröffentlichten Version handelt es sich um das erste offizielle Release mit Android 6.0.1 „Marshmallow“ (r17) als Grundlage. Wenn du bisher noch CyanogenMod 12.1 auf deinem Smartphone benutzt hast und es ein CM-13.0-Build für deinen Androiden gibt, dann ist jetzt der passende Zeitpunkt für ein Update da! Die entsprechenden Firmware-Dateien sind in der Mache und können jeden Moment unter https://get.cm erscheinen.

Die Neuerungen von CyanogenMod 13.0 fallen recht umfangreich aus, schließlich handelt es sich um einen großen Versionssprung. So hat das Team zum Beispiel die Quick Settings komplett überarbeitet, um näher am AOSP-Code dran zu sein. Auch die bisherigen Power-Save-Profile finden sich nun in den Quick-Settings, nicht mehr in den Einstellungen.

Auf den ersten Blick wirken die Schnelleinstellungen wie unter der AOSP-Version von Marshmallo.
Auf den ersten Blick wirken die Schnelleinstellungen wie unter der AOSP-Version von Marshmallow.
Was bei Nexus-Geräten den System-UI-Tuner freischaltet, öffnet bei CM 13.0 die Quicksettings.
Was bei Nexus-Geräten den System-UI-Tuner freischaltet, öffnet bei CM 13.0 die Quicksettings.

Sie sind aber in der Grundeinstellung nicht zu sehen. Um die Kacheln hinzuzufügen bzw. zu bearbeiten, musst du unter CyanogenMod 13.0 den gleichen „Trick“ wie für den System-UI-Tuner von Google anwenden. Also das Zahnrad für die Einstellungen ein paar Sekunden lang gedrückt halten, und anschließend öffnet sich der Editor.

Das Angebot an verfügbaren Kacheln fällt sehr umfangreich aus.
Das Angebot an verfügbaren Kacheln fällt sehr umfangreich aus.
Nur über die entsprechende Kachel kommst du in CyanogenMod 13 an alle fünf Akkumodus-Profile heran.
Nur über die entsprechende Kachel kommst du in CyanogenMod 13 an alle fünf Akkumodus-Profile heran.

Komplett aus CM 13.0 entfernt wurde der verschlüsselte SMS-Client Whisperpush und der spezielle Qualcomm-SMS-Client. CM 13.0 nutzt jetzt die Messenger-App aus dem AOSP-Zweig.

Auch den „Advanced Mode“ hat man aus den Einstellungen gestrichen, neu befinden sich alle Einstellungen direkt sichtbar im Hauptmenü, es gibt nichts mehr zu entsperren.

Starke Unterschiede gibt es auch bei den Berechtigungen und den so genannten CM Protected Apps. Hier hat das CyanogenMod-Team die Neuerungen von Android 6 größtenteils übernommen, so zum Beispiel den Fingerprint-Support, aber auch gleich in die eigenen Features implementiert, zum Beispiel für die App-Sperre oder den Privacy Guard. Auch ein Sicherheitsleck haben die Entwickler gestopft: Bisher war es über den Umweg des Play Stores möglich, eine gesperrte App zu starten (einfach im Play Store den Button „Öffnen“ auswählen). Diesen Workaround gibt es unter CM 13.0 nicht mehr.

CyanogenMod bleibt auch bei Android 6.0 beim vertikalen App-Drawer.
CyanogenMod bleibt auch bei Android 6.0 beim vertikalen App-Drawer.

Wenn du ein Gerät mit Snapdragon-Prozessor besitzt, dann bekommst du mit CM 13.0 auch eine neue Kamera App „Snap Camera“. Alle anderen Androiden bleiben bei der Camera-2-App aus CM 12.1.

Last but not least lässt sich unter CyanogenMod 13.0 dank der Neuerung in Marshmallow eine microSD-Karte als interner Speicher, externer Speicher oder für eine gemischte Nutzung formatieren.

Unter CysanogenMod 13.0 kannst du eine microSD-Karte auch als internen Speicher formatieren.
Unter CysanogenMod 13.0 kannst du eine microSD-Karte auch als internen Speicher formatieren.

CM-12.1-Nutzer dürfen sich hier also auf sichtbare und spürbare Neuerungen freuen. Aktuell noch nicht verfügbar ist das Cyanogen-Apps-Pack (C-Apps). Hier rechnen die Entwickler mit einer Veröffentlichung innerhalb einer Woche. Dann dürfen wir wohl auch mit Cyanogen OS 13 für das Lenovo ZUK Z1, das Wileyfox Storm und für das Aquaris X5 sowie weitere Cyanogen-OS-Geräte wie das OnePlus One rechnen.

Installation je nach Ausgangslage

Bevor du dich jetzt vor lauter Freude ans Flashen machst: Die Firmware-Dateien sind noch nicht ganz fertig, erscheinen aber in den kommenden Stunden auf http://get.cm. Je nach aktuellem Build führt (neben dem Full-Wipe) ein anderer Weg zum Erfolg. Falls du bereits die Nightly Builds benutzt, dann empfiehlt das CM-Team, bei den Nightlies zu bleiben, da die aktuellen Nightlies auf einer neueren Android-Version basieren (r22) als das jetzt veröffentlichte Release (r17). In diesem Fall musst du also einen Full-Wipe durchführen, um CM 13.0 Release 1 zu installieren.

„Falls du eine aktuelle Nightly-Build Version von CM13.0 benutzt, dann führe unter keinen Umständen ein Update durch!“

Wenn du noch CyanogenMod 12.1 benutzt, dann kannst du einfach die aktuelle Version von CM 13.0 für dein Gerät installieren. Zuvor solltest du dir aber das neueste Custom-Recovery für deinen Androiden holen, damit bei der Installation garantiert nichts schief läuft.

Vorsicht bei Nexus 5X, Nexus 6P und Nexus 9!

Ebenfalls Vorsicht geboten ist bei der Installation des neuen CM 13.0 Releases auf einem der neuen Nexus-Geräte bzw. auf dem Nexus 9. Diese drei Geräte bringen für die proprietären Treiber eine separate Partition mit, die CyanogenMod bei der Installation zwar unangetastet lässt, auf die das System aber für die bestmögliche Funktionsweise angewiesen ist. Dazu ist es nötig, dass du vor der Installation von CM 13.0 dein Nexus-Gerät auf die neueste Firmware aktualisiert, sonst klappt das Zusammenspiel zwischen proprietärer Firmware-Partition und CM 13.0 nicht. Die Firmware ist unter anderem für die Kamera-Software unabdingbar. CyanogenMod 13.0 zeigt bei der Installation eine Fehlermeldung an, wenn die darunterliegende Nexus-Firmware nicht die neueste ist.

Das bedeutet auch, dass du vor der Installation von CyanogenMod 13.0 zuerst Android 6.0.1 von Google installieren musst, falls du aktuell die Developer Preview von Android N benutzen solltest!