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Sicherheitstipps für dein Android Smartphone, die du beachten solltest

Android-Geräte galten lange Zeit, aufgrund ihrer hohen Verbreitung, dem offenen Betriebssystem und den unterschiedlichen Versionen, als unsicher, bzw. anfälliger für Schadangriffe als iOS. Wobei auch immer der Anwender eine Rolle spielt. Daher ist es wichtig, sämtliche gängigen Sicherheitstipps im Umgang mit den Geräten zu beachten. In unserem Artikel zeigen wir dir mögliche Gefahren auf und geben dir Tipps, wie du dich und dein Android-Gerät vor Angriffen schützt.

Android Sicherheit Beitragsbild

Wieso ist Android ein beliebtes Ziel für Angreifer?

Immer wieder tauchen neue Betrugsmaschen und gefährliche Malware im Internet auf, die sich vorrangig auf Android, bzw. auf Gerät mit älteren Android-Versionen fokussieren. So waren zuletzt ganze 5,5 Millionen Nutzer weltweit von einem einzigen Angriff betroffen. Die Folgen sind oft dramatisch und führen bis hin zum Verlust aller Daten und Konten.

Die folgenden Aspekte machen Android zum idealen Ziel:

  • Android hat einen Marktanteil von über 70 % im Bereich Smartphones
  • Die meisten Hersteller stellen Sicherheitsupdates nach zwei, maximal drei Jahren ein
  • Das offene Betriebssystem erlaubt es, Apps von externen Quellen zu installieren.
  • Die Regeln im Play Store sind nicht ganz so strikt, wie im App Store. 

Alle diese Gründe spielen Hackern in die Hände und bieten eine riesige Angriffsfläche. Insbesondere die Tatsache, dass ein Großteil aller Android-Geräte noch auf veralteten Versionen des Betriebssystems läuft, macht es Angreifern ausgesprochen leicht.

Wie kann man sich dennoch ausreichend schützen?

Die folgenden Tipps für die Sicherheit sollte jeder Android-Nutzer beachten, um sich vor Schadsoftware und Angriffen aus dem Internet schützen zu können.

Aktuelle Version nutzen und Sicherheitsupdates aktivieren

Derzeit ist noch Android 14 als aktuelle Android Version vorhanden, wird aber im Oktober 2024 von Android 15 abgelöst. Während die Google Pixel Phones hier als Erstes profitieren und das Update direkt bei der Veröffentlichung erhalten, müssen sich Nutzer anderer Android-Smartphones noch gedulden. Die Pixel Phones erhalten das pure Android, ohne angepasste Nutzeroberfläche, wie es zum Beispiel bei Samsung, OnePlus, Xiaomi u.a. der Fall ist. Und diese Anpassungen anderer Hersteller sorgen auch für die Verzögerung der Versions-Verteilung. Wobei Samsung seine Flaggschiffe noch ähnlich schnell wie die Pixel Phones versorgt, weitere Geräte aber zum Teil Monate auf den Rollout der neuen Version warten müssen. 

Wichtiger als eine halbwegs aktuelle Betriebssystemversion ist jedoch der Punkt Sicherheitsupdates. Diese gibt es bei den Pixel Phones seit dem Pixel 8 zusammen mit Versionsupdates, 7 Jahre lang. Jeden Monat bekommt dein Gerät ein Sicherheitsupdate und alle 3 Monate gibt es einen Pixel Feature Drop, der weitere neue Funktionen auf dein Smartphone bringt. 

Der Rollout von Updates erfolgt automatisch per OTA (Over-the-Air). Nach einem erfolgten Update musst du lediglich einen Neustart deines Smartphones bestätigen und bist wieder auf der sicheren Seite. 

Sobald dein Smartphone keine Unterstützung mehr erhält, kann es zwar noch weiter benutzt werden, ist jedoch ein Sicherheitsrisiko. Das heißt, du solltest keine Bankgeschäfte oder ähnliches mehr darauf machen und vielleicht über eine Neuanschaffung nachdenken. 

Starke Passwörter wählen und Passwort-Manager einsetzen

Schwache Passwörter gelten nicht nur auf Android-Geräten als eines der größten Sicherheitsrisiken überhaupt. Das kann eine der zahlreichen Apps auf dem Handy betreffen oder vielleicht sogar den obligatorischen Google-Account. Kurze Passwörter mit beliebten Begriffen oder Namen sind dabei besonders anfällig, da Hacker sie schnell knacken.

Abhilfe bietet dann ein moderner Passwort-Manager, wie zum Beispiel NordPass. Ein Passwort-Manager erstellt starke Passwörter und speichert diese anschließend zur sicheren Verwahrung in einem verschlüsselten Tresor. Du musst dir dann nicht mehr zig verschiedene Passwörter merken, sondern lediglich ein einziges, um deinen Passwort-Safe wieder zu öffnen. Das Eintragen der Passwörter bei der Anmeldung in Apps oder auf Webseiten erfolgt dann auch automatisch.

Apps von externen Quellen mit viel Vorsicht behandeln

Viele Nutzer schätzen die Offenheit von Android, weil es ihnen erlaubt, ihr Betriebssystem und ihr Benutzererlebnis komplett zu individualisieren. Es gibt unzählige schicke Oberflächen oder tausende von atemberaubenden Themes, die du über den Play Store herunterladen kannst. Zudem erlaubt Android das sogenannte Sideloading, also das Herunterladen und Installieren von Apps aus alternativen App-Stores.

Einerseits bietet das noch mehr Spielraum bei der Individualisierung. Andererseits sind nicht alle Quellen seriös und verbreiten gerne Schadsoftware. Wer also diese Möglichkeit nutzen möchte, sollte unbedingt auf eine seriöse Herkunft der App achten. Falls Malware auf das Handy gelangt, bleibt einem fast nur noch das komplette Zurücksetzen des Systems.

Phishing-Angriffe frühzeitig erkennen und umgehen

Angreifer visieren gerne Android-Nutzer an, weil die Verbreitung von Schadsoftware besonders einfach gelingt. Schließlich erlaubt es das offene Betriebssystem, Daten und Anwendungen herunterzuladen und auszuführen. Sie möchten also mithilfe von Phishing-Attacken, den Nutzer zu einem leichtsinnigen Verhalten verleiten.

Sie nutzen dabei eine falsche Identität und einen Vorwand. So kommen viele solcher Nachrichten mit der dringenden Bitte, auf einen Link zu klicken oder einen Anhang herunterzuladen. Oft handelt es sich dann um eine getarnte APK-Datei, die nach dem Ausführen das komplette System infiziert.

Vorsicht ist aber bei allem geboten, nicht nur auf Android, sondern auch auf deinem PC bzw. allen Geräten, die mit dem Internet verbunden sind. 

  • Klicke nie einfach auf Links in einer E-Mail, sondern kopiere den Link erst und füge ihn zum Beispiel in der Adresszeile des Browsers ein, um zu sehen, ob es sich um einen echten Link handelt
  • Schau dir die Absender-Adresse einer E-Mail genau an
  • Nutze den Spam-Schutz in deiner Telefon- und Messenger-App.
  • Aktiviere Google Play Protect, um dein Android Smartphone auf schädliche Apps zu überprüfen und dich vor potenziell schädlichen Apps zu warnen.

Fazit: Mit ein paar Maßnahmen ist Android absolut sicher

Android galt früher als eher unsicheres Betriebssystem, erfüllt aber schon lange alle modernen Sicherheitsanforderungen ab Werk. Diese musst du als Nutzer nur noch anwenden, dann hast du eigentlich nichts zu befürchten: 

  • Bereitgestellte Updates herunterladen und installieren, nach dem Ende des Update-Zeitraums evtl. über ein neues Gerät nachdenken
  • Apps nur aus seriösen Quellen installieren
  • Spam-Schutz auf deinem Android-Gerät aktivieren
  • Google Play Protect zertifizierte Geräte kaufen
  • Passwort-Manager mit starken Passwörtern nutzen
  • nie einfach auf E-Mail-Links/Links klicken, sondern vorher überprüfen, ob die Links tatsächlich zum angegeben Ziel führen (auch auf WhatsApp, es gibt keine Job-Angebote, kostenlose Grills oder 5 Millionen Euro umsonst)


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