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Worauf musst du bei Handyverträgen achten

OnePlus Icon | Android-USer.de
(Bildquelle: OnePlus)

So ziemlich jeder hat heutzutage ein Smartphone. Während wir vor 20 Jahren noch mit Prepaid-Karten ausgekommen sind, Klingeltöne bei Jamba und ähnlichen Anbietern für teures Guthaben auf die Handys geladen haben, läuft die Sache heute meist anders: Das Smartphone ist, anders als das Handy, immer mehr unsere Schaltzentrale. Damals wurde telefoniert und SMS gesendet (Abrechnung pro SMS), heute hängen wir oftmals an den Messengern oder betreiben Videotelefonie. Die Kosten sind dabei in der Flatrate unseres Mobilfunkanbieters enthalten. Wir schauen uns daher einmal die Vorteile eines Handyvertrages an.

Handyverträge damals und heute

Wer ein Smartphone erwerben möchte, muss sich zusätzlich zur Auswahl des Gerätes noch die Frage nach Vertrag oder Prepaid-Karte stellen. Vor mehr als 20 Jahren waren Verträge noch fast unbezahlbar, das hat sich Gott sei Dank geändert.

  • 1992 zum Beispiel kostete ein Vertrag mit Handy im Durchschnitt 2000 D-Mark. Die Grundgebühr lag bei etwa 80 D-Mark und Telefonate kosteten 2 D-Mark pro Minute.
  • 1995 kostete ein Vertrag 42 D-Mark Grundgebühren und 1,99 D-Mark pro Gesprächsminute. SMS waren am Anfang noch kostenlos.
  • ab 2005 erst 35 Cent pro Minute in alle Netze, dann 19 Cent pro Minute in alle Netze über Simyo
  • Jetzt nur noch 5 Cent die Minute

Da es bis Anfang der 2000er also fast unbezahlbare Verträge gab, nutzten ziemlich alle eine Prepaid-Karte, da hier die Kosten im Rahmen blieben beziehungsweise übersichtlich waren. Man ging einfach in ein Geschäft und kaufte sich die „Telefonkarte“ in einem bestimmten Wert, schaltete sie durch das Eintippen eines Codes in das Handy frei und konnte SMS schreiben und telefonieren. War der Betrag aufgebraucht, war das Handy bis zur nächsten Aufladung stumm. Allerdings ist es heute auch nicht mehr möglich einfach so anonym (wie damals) eine Prepaid-Karte im Geschäft zu erwerben. Dies funktioniert mittlerweile nur noch per Post ID/Vorlage des Personalausweis.

Zumeist nutzen wir auch gar keine Prepaid-Karte mehr, da ein Handyvertrag mittlerweile für alle erschwinglich ist. Außerdem entscheidet auch nicht mehr der Gesprächsminutenpreis über einen günstigen Vertrag, da das klassische Telefonieren durch die Messenger immer mehr ins Hintertreffen gerät. Heute sind vor allem die Kosten der mobilen Daten ein entscheidender Faktor bei der Auswahl des Vertrages.

Ein weiterer Punkt bei Abschluss eines Vertrages sind die Konditionen. So bekommst du oftmals ein modernes Smartphone und einen guten Tarif für eine günstige monatliche Rate.

Auf was musst du bei einem Handyvertrag achten?

Unter der Vielzahl von Anbietern wie z.B. O2, T-Mobile, 1&1, yourfone, blau.de und anderen hast du nun die Qual der Wahl. Sie alle überbieten sich teilweise mit tollen Angeboten zu günstigen Preisen. Du musst dich entscheiden, ob du einen teureren Vertrag mit gutem Service und LTE Highspeed, oder einen günstigeren mit gewissen Abstrichen abschließen möchtest. Weiterhin musst du wissen, welches Netz du in deinem Umkreis benötigst. Denn ein Vertrag im D1 Netz bringt dir rein gar nichts, wenn in deinem Zuhause nur eine Abdeckung von O2 gegeben ist. Hier kann sich das Herumfragen in deinem Bekanntenkreis lohnen, mit welchem Netz diese am Besten bedient sind. Ein weiterer Punkt, auf den du achten musst, ist der Anbieter. Einer der großen, Telekom (D1), Telefonica (O2) oder Vodafone (D2), oder lieber einen der kleinen Anbieter, welche sich die Netze der großen Anbieter anmieten und diese zu kleinen Preisen an die Kunden weitergeben, dabei aber keinen Service anbieten.

Attraktive Flatrates zu günstigen Preisen

Vor einigen Jahren war es also nicht so einfach möglich, eine mobile Flatrate zu bezahlen, außer du hast dich zum Club der Millionäre gezählt. Inzwischen hat sich diese Situation geändert, da Smartphones einen Massenmarkt einnehmen und demzufolge kann sich auch jeder Nutzer einen Handyvertrag leisten. Attraktive Flats kosten bei günstigen Smartphones oft nur zwischen 10 bis 20 Euro im Monat. Erst in Verbindung mit einem höherpreisigen Smartphone steigt auch hier der Preis. Du als Nutzer hast immer die Möglichkeit, deine Flatrate individuell auf dich zuzuschneiden. Als Gamer benötigst du zum Beispiel auch unterwegs eine sehr gute mobile Verbindung.

Ermöglichen eines subventionierten Smartphones

Die aktuellen Smartphone-Flaggschiffe wie zum Beispiel das OnePlus 8 Pro und andere kann und vor allen Dingen will sich nicht jeder leisten. Denn die Preise für die Flaggschiff-Geräte schießen momentan durch die Decke, sodass hier schnell an die 1000 Euro oder mehr fällig werden. Also stellt hier ein Vertrag die einzige Option dar, um solch ein Flaggschiff-Gerät als Neugerät sein Eigen zu nennen.

Die Kosten

Bei einem Vertrag erwirbst du für einen festen Preis ein monatliches Kontingent an mobilen Daten. Das heißt, du weißt ziemlich genau, welche Kosten am Monatsende auf dich zukommen. Was du allerdings deaktivieren musst ist die Datenautomatik. Denn sofern diese aktiviert ist kann es passieren, dass du in eine Kostenfalle tappst. Wenn der Monat nämlich noch nicht zu Ende ist, du jedoch schon dein Datenkontingent aufgebraucht hast, wird bei aktivierter Datenautomatik automatisch zusätzliches Kontingent freigeschaltet, welches du dann teuer bezahlen musst. Sofern die Funktion jedoch deaktiviert ist, hast du nur die Möglichkeit zusätzliches Kontingent zu buchen oder eben bis Monatsende etwas langsamer unterwegs zu sein.

Eine weitere Kostenfalle bei einem Vertragsabschluss können zum Beispiel die Kosten für eine Ersatz-SIM-Karte oder eine neue PIN sein. Der größte Hauptkritikpunkt bei einem Handyvertrag ist die eigentlich geforderte Datenflatrate. Denn eine echte Datenflat ist für den Normalnutzer immer noch unbezahlbar. Das von dir gebuchte Datenvolumen ist daher im Grunde eine Mogelpackung. Denn sobald du das gebuchte Datenvolumen wie oben bereits erwähnt überschreitest, wird die Internetverbindung gedrosselt oder eben automatisch (bei aktivierter Datenautomatik) teuer erhöht.

Die Kosten variieren ebenfalls nach Anbietern. So bekommst du bei kleinen Anbietern günstige Verträge, welche monatlich gerade einmal fünf Euro kosten. Schließt du deinen Vertrag bei großen Anbietern im D1 Netz ab, können aus den monatlichen 5 Euro schnell 40 Euro monatlich werden, die sich je nach gebuchtem Datenvolumen erhöhen.

Achtung bei Zusatzoptionen

Einige Verträge bieten Zusatzoptionen an, welche sich am Anfang toll anhören. Zum Beispiel gibt es eine Testversion eines Internet Virenprogramms oder verschiedene Auslandstarife. Entweder ist bei Vertragsabschluss das Häkchen automatisch gesetzt und der Kunde bekommt es gar nicht richtig mit, oder man wird geradezu gezwungen die Zusatzoption mitzunehmen, da sonst kein Vertragsabschluss zu Stande kommt. Problem bei diesen Test/Zusatzversionen: Sie sind nur am Anfang bei Abschluss des Vertrages für eine bestimmte Zeit kostenlos. Anschließen schlagen sie mit Gebühren auf deiner Rechnung auf. Hier musst du nach Vertragsabschluss genau schauen, ob ein Zusatzangebot mitgenommen wurde und dieses direkt wieder kündigen, um nicht in eine Kostenfalle zu tappen.

Flexible Gestaltung möglich

Noch vor einigen Jahren wurden Handyverträge abgeschlossen, um durch diese an das begehrte neue Smartphone zu gelangen. Heute gibt es jedoch auch andere interessante Extras.

Eine Neuheit ist zum Beispiel ein Vertrag mit Auszahlung. Dabei erhältst du als Nutzer bei Abschluss des Vertrages kein Smartphone, sondern bekommst Geld auf dein Konto überwiesen. Wie hoch diese Betrag ausfällt ist von Anbieter zu Anbieter verschieden.

Auch gibt es sogenannte erweiterte Verträge. Hier kannst du als Nutzer anstelle eines Smartphones deinen Vertrag upgraden und zum Beispiel eine weitere Flatrate hinzu buchen.

Somit kannst du dir genau den Vertrag auswählen, welcher deinen Vorstellungen entspricht.

Monatlich kündbar oder zwei Jahre Laufzeit?

Noch vor ein paar Jahren hast du entweder ein Prepaid-Handy genutzt oder einen Vertrag abgeschlossen. Mit einem Vertrag warst du an eine Laufzeit von zwei Jahren gebunden. Und sofern du den Vertrag nicht rechtzeitig gekündigt hast/oder immer noch nicht rechtzeitig kündigst, verlängert sich dieser automatisch um weitere zwei Jahre. Das hat sich mittlerweile geändert und es gibt deutlich mehr Auswahl. Es gibt Tarife mit monatlicher Kündigungsfrist (wobei hier oft noch ein geringer Bereitstellungspreis von 10 Euro dazukommt) oder auch ganz ohne Kündigungsfrist. Weiterhin sind auch Verträge ohne festgelegte Laufzeit möglich. Möchtest du zu deinem Vertrag ein subventioniertes Handy so ist es jedoch unumgänglich eine Mindestlaufzeit von einem Jahr festzulegen.

Fazit

Ein Handyvertrag hat heutzutage viele Vorteile und ist schnell abgeschlossen. Du musst nur genau schauen, dass das Angebot zu deiner Handynutzung passt und dass die Datenautomatik deaktiviert ist, um am Monatsende keine unliebsame Überraschung zu erhalten. Weiterhin gilt, je länger du dich an einen Anbieter bindest, desto attraktiver sind die Konditionen zu denen du deinen Vertrag abschließt. Dies gilt jedoch nur für den Anfang, denn wenn andere Anbieter mehr Datenvolumen zum selben Preis anbieten hängst du noch immer in deinem Zweijahresvertrag zu den vorher festgelegten Konditionen fest.

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