Start Aktuell Ab 1. Juli 2017 kein anonymer Verkauf mehr von Prepaid-Karten

Ab 1. Juli 2017 kein anonymer Verkauf mehr von Prepaid-Karten

553
9
Teilen

Was beim Abschluss eines Mobilfunkvertrages schon Normalität ist, greift nun auch auf die Prepaid-SIM-Karten über. Denn als Teil des im vergangenen Sommers verabschiedeten Anti-Terror-Pakets dürfen ab dem 1. Juli 2017 keine Prepaid-SIM-Karten ohne vorherigen doppelten Identitätscheck verkauft werden. Dieser Identitätscheck ist verpflichtend für die Mobilfunkbetreiber.

In Deutschland waren im Jahr 2016 rund 60 Millionen Prepaid-SIM-Karten aktiv. Ab 1. Juli 2017 legt der Paragraf 111 des Telekommunikationsgesetzes fest, dass beim Erwerb einer Prepaid-SIM-Karte ein geeignetes Dokument zur Identifikation (Personalausweis) vorgelegt werden muss. Der Anbieter muss die so erhobenen Daten speichern. Außerdem erfassen die Sicherheitsbehörden bei der Aktivierung der Karte, ob der Käufer auch der spätere Nutzer ist.

Durchführung

Sofern der Kunde seine Prepaid-SIM in einem Shop ersteht, bittet ihn der Verkäufer ab 01.07.2017 zur Ausweiskontrolle. Bei einem Online-Kauf oder dem Erwerb einer Prepaid-SIM in einem Supermarkt ist es möglich eine Video-Identifikation über Internet durchzuführen. Dazu wird der Kunde per Video-Anruf mit einem Mitarbeiter des Anbieters verbunden. Über diesen und die Webcam/Kamera erfolgt die Ausweiskontrolle sowie der Abgleich der angegebenen Daten. Als dritte Möglichkeit steht noch das Post-Ident-Verfahren zur Auswahl. Hier geht der Kunde in eine Postfiliale und lässt seine Identität via Ausweiskontrolle von einem Angestellten der Post prüfen.

Welche Daten werden registriert?

  • Name
  • Anschrift
  • Geburtsdatum
  • Art des Ausweises
  • Ausweisnummer
  • ausstellende Stelle des Identitätsdokuments

Fazit

Auch wenn es nun mit etwas mehr Aufwand verbunden ist eine Prepaid-SIM-Karte zu erwerben, soll es doch zu unser aller Sicherheit sein. Allerdings sind relativ viele SIM-Karten in Umlauf, welche nicht mehr gebraucht werden, deren Nummern aber immer noch aktiv sind. Somit könnte hier wieder ein neuer Markt für gebrauchte SIM-Karten entstehen. Und im EU-Ausland (Österreich, Tschechien, u.a.) ist der Erwerb immer noch ohne Identitätsprüfung möglich. Das heißt, Karten können dort erworben und hier in Deutschland eingesetzt werden.

  • Helge

    Aloha, bitte richtig stellen: Ein Kauf ist weiterhin ohne ID-Check immer möglich, nur die nachfolgende Registrierung der Pre-Paid-SIM-Karte erfordert die Identitätsprüfung. Beim Marktführer ALDITALK ist es kein Problem, das Starterset zu kaufen und dann den Rest danach zu erledigen!

  • Stimmt, jetzt ist das noch kein Problem. Es ist aber auch noch nicht der 1. Juli. Der Artikel ist so schon korrekt.

  • Helge

    Das sehe ich leider überhaupt nicht so: Es ist inhaltlich komplett falsch und irreführend kommuniziert für die Branche zu sagen, ein (Ver-)Kauf sei nicht mehr anonym möglich. Natürlich kauft jeder Kunde das „Paket“ anonym. Er sagt nicht an der Kasse, wer er selbst ist(abseits von Onlineverkäufen bzw. bei Käufen im Discounter/Store)…

  • Aber genau das ist doch der Punkt. Ab dem 01.07. kannst Du Prepaid-Simkarten eben nur noch durch Vorlage eines Ausweises kaufen. Und auch an der Kasse wird jeder beim Erwerb einer Prepaid-Simkarte einen Ausweis vorlegen müssen.

    Der Händler muß die Aussage treffen können: „Okay, der Kunde vor mir ist der selbe wie auf dem Dokument“. Diese Daten werden aufgeschrieben und an das Bundesamt für Verfassungsschutz übermittelt. Sollte das Paket für Kinder gekauft werden, muß der Händler die Daten des Erwachsenen aufnehmen. Dieser bürgt dann für das Kind.

    Das haben ja mittlerweile einige Seiten recherchiert. Meinst Du, die liegen damit alle falsch?

    http://www.prepaid-karte-vergleich.de/ausweispflicht.html
    http://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Handy-Prepaid-Karten-Ausweis-Pflicht-18141895.html

  • Helge

    Falsch – bei ALDI wird das Starterset anonym gekauft und fertig! Welchen Weg der Registrierung und der Identifizierung der Kunde wählt geschieht im Nachgang! Er kann z. B. ohne Identifikation in der Filiale die Registrierung und Identifikation online erledigen – die Wege habt ihr ja korrekt geschrieben. Aber mitnichten wird zum Beispiel beim Marktführer des Segmentes bzw. ALDITALK schon beim Kauf die Vorlage eines Ausweises verlangt!!! Entscheidet sich der Kunde dazu das in der Filiale machen zu wollen, dann geschieht das NACH dem Kauf.

  • Wir haben mal bei Aldi angerufen: Aldi verkauft die Karten und wird direkt vor Ort über ein Tablet die Registrierung durchführen.

    Du kannst auch gerne selbst noch einmal nachfragen. Hier ist die Nummer: 01806-567830.

  • Helge

    man, man, man – und? Wurde mitgeteilt, dass man das Starterset nicht bekommt, wenn man sich nicht ausweisen kann??? Davon einmal abgesehen, die Option „Registrierung vor Ort in der ALDI Filiale“ unterstützt nur ALDI Süd. Was glaubt ihr denn machen die ALDI Nord Kunden? Sie kaufen das Starterset und fertig. NOCHMAL: Beim Kauf ist es nicht Pflicht sich auszuweisen! Deswegen ist die Aussage: „Kein anonymer Verkauf mehr für PrePaid-Karten falsch“! Die Anonymität wird erst bei der Registrierung selbst aufgehoben!

  • Mensch Helge, Dich stört also nur die Überschrift? … dabei ist die so ein guter Aufhänger 😉

  • Marcel

    Wir geben mal wieder unsere Privatsphäre auf für pseudo Sicherheit.