Start Magazin Tipp: Fette WhatsApp-Funktionen, kursiv ins Licht gerückt

Tipp: Fette WhatsApp-Funktionen, kursiv ins Licht gerückt

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Der meistgenutzte, aber auch meistkritisierteste Messenger WhatsApp befindet sich so ziemlich auf jedem Smartphone. Wir schreiben täglich Unmengen an Textnachrichten, versenden Bilder, Videos oder Gifs, telefonieren über VoIP oder machen Videoanrufe. Schauen uns den Status unserer Kontakte an und freuen uns über blaue Häkchen, oder ob jemand online ist. Doch WhatsApp hat noch ein wenig mehr zu bieten, außer den genannten Funktionen. Und so wollen wir in unserem heutigen Tipp-Artikel ein wenig näher auf den Messenger eingehen.

Inhaltsangabe:
WhatsApp Geschichte
Schriftarten ändern
Schreibmaschinenschrift
Fett gedruckt
Kursiv
Durchgestrichen
Schriftgröße ändern
Standortinformation weitergeben
Dokumente versenden
Kontaktdaten austauschen
Audio versenden
Nachrichten an mehrere Personen versenden ohne einen Gruppenchat aufzumachen
Komplette Chats per E-Mail versenden
Verknüpfung auf dem Home-Screen erstellen
WhatsApp Hintergrund verändern
Alle versendeten Medien, Dokumente und Links einzeln anzeigen lassen
Backup in GoogleDrive
Nachrichten bearbeiten
Suchfunktion
Kontakte blockieren, Lesebestätigung entfernen und Chats stummschalten
WhatsApp Web
Ende-zu-Ende Verschlüsselung
2 Faktor Authentifizierung
Chats fixieren
Statusfunktion
Das ist im Kommen

WhatsApp Geschichte

Der Messenger WhatsApp wurde 2009 vom kalifornischen Unternehmen WhatsApp Inc. gegründet und ist seit 2014 Teil der Facebook-Maschinerie. Zuerst nur als App ist WhatsApp mittlerweile nach einer Verknüpfung auch über deinen PC nutzbar. Seit 2015 ist es möglich mittels VoIP zu telefonieren. WhatsApp trug seinen Teil dazu bei, dass heute so gut wie keine SMS mehr verschickt werden. Der Dienst zählt weltweit mehr als eine Milliarde Nutzer, davon rund 37 Millionen in Deutschland.

Schriftarten ändern

Jeder Mensch kann sein Smartphone personalisieren. Auch die Smartphone-Schrift kann festgesetzt werden. Allerdings ist diese Schrift nur intern auf das eigene Smartphone begrenzt, d.h. nur du kannst diese Schriftart sehen. Mit WhatsApp hast du aber die Möglichkeit, die Schrift der WhatsApp-Nachrichten zu ändern, sodass es auch der Empfänger angezeigt bekommt.

Du kannst die Schrift intern auf deinem Smartphone ändern. Diese wird aber bei anderen nicht angezeigt.

WhatsApp in Schreibmaschinenschrift

Um die Schreibmaschinenschrift einzustellen muss vor und hinter jeder Nachricht dreimal das Sonderzeichen ` (der französische Accent Grave) einfügen. Dann verändert sich das Schriftbild sowohl bei Dir als auch bei Deinem Empfänger.
Hallo ```Welt```

3 Accent Grave vor und hinter einem Wort lassen es aussehen, wie mit der Schreibmaschine geschrieben.

WhatsApp FETT gedruckt

Um ein Wort oder einen Satz fett hervorzuheben muss vor und hinter dem hervorzuhebenden Satz oder dem hervorzuhebenden Wort ein Sternchen gesetzt werden.
Hallo *Welt*

Ein Stern vor und hinter einem Wort oder einem Satz schreiben dieses dann fett gedruckt.

WhatsApp Kursiv

Um Textstellen oder Wörter kursiv zu schreiben muss vor und hinter dem Satz oder dem Wort ein Unterstrich _ gesetzt werden.
Hallo _Welt_

Ein Unterstrich schreibt den Text in kursiver Schrift.

WhatsApp durchstreichen

Um Wörter oder Textstellen durchzustreichen muss vor und hinter dem Wort/dem Satz jeweils eine Tilde ~ (alt n) stehen
Hallo ~Welt~

Durchgestrichen ist das Wort, wenn du eine Tilde davor und dahinter setzt.

Schriftgröße in WhatsApp ändern

Um die Schriftgröße zu ändern rufst du WhatsApp auf und klickst auf die drei Punkte. Dort wählst du die Einstellungen und den Chat aus. Mit der Option Schriftgröße für Chat-Fenster findest du drei Möglichkeiten, um die Schriftgröße einzustellen: Klein, mittel groß. Nach der Auswahl wird die Schriftgröße direkt übernommen.

Die Schriftgrößen können geändert werden.

Standortinformation weitergeben

Du möchtest deinen Kontakten zeigen, wo du dich gerade befindest, um dich dort mit ihm zu treffen. Mit WhatsApp kannst du ganz einfach über die App eine Karte mit deinem Standort versenden und umgehst so eventuell komplizierte Wegbeschreibungen. Dazu öffnest du den Chat des Kontaktes, dem du deinen Standort mitteilen möchtest und klickst auf das Icon mit der Büroklammer in der Antwort-Zeile. Es öffnen sich verschiedene Optionen, welche du nun über WhatsApp versenden kannst (unter anderem Dokumente, Bilder von Kamera oder Galerie, Audio-Dateien, Kontakte, oder eben den Standort).

Per Klick auf die Büroklammer können Dokumente, Bilder, Audios, Standort, oder Kontaktdaten versendet werden.

Per Klick auf die Option Standort wird die Karte von Google Maps geladen. Der Standort muss freigegeben werden und wird bis auf wenige Meter genau ermittelt. Du klickst nun nur noch auf aktuellen Standort senden und dein Kontakt bekommt ein Bild deines Standortes gesendet. Per Klick darauf wird der Kontakt ebenfalls auf Google Maps weitergeleitet und kann sich direkt dorthin führen lassen.

Mit Whats-App versendest du deinen Standort, so dass dein Kontakt dich leicht finden kann.

Dokumente versenden

Ebenfalls mit einem Klick auf die Büroklammer in einem geöffneten Chat versendest du Dokumente. Du gelangst zu deinem Download-Ordner. Per Klick auf die Option “andere Dokumente durchsuchen” können Bilder, Videos und Audiodateien, welche sich auf deinem Gerät befinden, versendet werden. Unter “Letzte” finden sich alle zuletzt erstellten Bild- und Textdateien. Des Weiteren kann hier ein Zugriff auf Google Drive erfolgen, um dortige Dateien über WhatsApp weiterzuleiten.

Dokumente werden ebenfalls ganz einfach versendet.

Kontaktdaten austauschen

Um einem WhatsApp-Kontakt die Kontaktdaten eines anderen WhatsApp-Nutzers aus deiner Kontakt-Liste weiterzuleiten, erfolgt ebenfalls innerhalb des Chats ein Klick auf die Büroklammer. Per Klick auf die Option Kontakt wirst du zu deiner WhatsApp-Kontaktliste weitergeleitet. Du wählst einen Kontakt aus den du weiterleiten möchtest und versendest diesen so an einen anderen Kontakt.

Die Kontaktdaten können über den Chat direkt abgespeichert werden.

Audio versenden

Über die Büroklammer und die Option Audio können Musiktitel, welche sich auf deinem Smartphone befinden, oder Tonaufnahmen die du direkt über den WhatsApp-Recorder aufnimmst, versendet werden. Die Dauer der Aufnahmen beträgt bis zu 15 Minuten. Des Weiteren wird die Aufnahme nicht sofort versendet, sondern kann zuerst noch von dir angehört und eventuell korrigiert werden.

Mit dem WhatsApp Recorder können Nachrichten von bis zu 15 Minuten Länge aufgenommen werden.

Nachrichten an mehrere Personen versenden ohne einen Gruppenchat aufzumachen

Manchmal ist es nur eine einzige Nachricht, die an viele Personen gesendet werden soll. Zum Beispiel hast du deine Telefonnummer gewechselt. Das möchtest du mehreren Kontakten mitteilen. Dazu kannst du eine neue Gruppe erstellen ala “Ich habe eine neue Telefonnummer” und fügst dafür sämtliche Teilnehmer hinzu. Oder aber du nutzt die Funktion Broadcast. Dazu öffnest du WhatsApp und klickst auf die drei Punkte oben rechts. Hier findest du “Neuer Broadcast”. Du wählst ebenfalls alle Kontakte (mindestens 2) aus, denen du die Nachricht zukommen lassen möchtest. Du schreibst die Nachricht und versendest sie. Keiner muss dafür ungefragt einer Gruppe hinzugefügt werden. Der Broadcast hat als Icon eine Flüstertüte.

Mit einer Broadcast-Liste können Nachrichten an mehrere Leute geschickt werden, ohne eine Gruppe zu erstellen.

Komplette Chats per E-Mail versenden

Es gibt sie tatsächlich: Menschen, welche noch keinen Messenger benutzen. Ich habe so eine Person in meinem Freundeskreis und immer, wenn es darum geht, ihm alles, was in einem Gruppenchat besprochen wurde, weiter zu leiten ist die Funktione “Chats per E-Mail versenden” sehr hilfreich. Dazu rufst du den Chat auf, welchen du versenden möchtest und klickst auf die drei Punkte. Dort klickst du auf die Option “Mehr” und wählst danach “Chat per E-Mail versenden” aus. Du kannst nun auswählen, ob du den Chat mit den darin befindlichen Medien (angehängte Medien vergrößern die E-Mail) oder ohne Medien versenden möchtest. Mit deiner bestätigten Auswahl landest du in deinem E-Mail-Postfach. Dort gibst du die E-Mail-Adresse des Empfängers ein und klickst auf senden. Der Empfänger bekommt nun den kompletten Chat als Text-Datei gesendet.

Per E-Mail können ganze Chats an “Nicht-WhatsApp-Nutzer” versendet werden.

Chat-Verknüpfung auf dem Homescreen erstellen

Kontakte, mit denen du oft chattest befinden sich ja meist ziemlich weit oben in deiner Liste. Um allerdings das Suchen nach einem Kontakt komplett zu umgehen kannst du eine Verknüpfung für deinen Homescreen erstellen, um den Chat direkt und ohne Umwege aufzurufen. Dazu rufst du ebenfalls den Chat auf, von dem du eine Verknüpfung erstellen möchtest und klickst innerhalb des Chats auf die drei Punkte. Dort klickst du auf die Option “Mehr”, um danach “Verknüpfung hinzufügen” auszuwählen. Somit gelangst du nun mit einem Klick auf das Profilbild des Kontaktes auf deinem Homescreen direkt zu dessen Chat.

Kontakte können per Verknüpfung auf den Homescreen gelegt werden, um diese schneller zu erreichen.

WhatsApp-Hintergrund verändern

WhatsApp hat im Original einen eher langweiligen Hintergrund. Diesen kannst du zum Einen mit WhatsApp-Wallpapern, welche du aus dem Play-Store herunterlädst, ändern, oder aber du nutzt deine eigenen Bilder als Hintergrund. Dazu öffnest du WhatsApp und klickst auf die drei Punkte. Du wählst die Einstellungen aus und dort die Option Chats. Hier wiederum wählst du Hintergrund aus und hast nun die Möglichkeit auf deine Galerie zuzugreifen, um eigene Bilder zu nutzen. Es werden aber zuerst alle WhatsApp-Bilder angezeigt. Um zu deinen Fotos beziehungsweise deiner Foto-Galerie zu gelangen, klickst du auf die drei Punkte und wählst Galerie, Google Fotos oder eines der anderen angezeigten Medien aus. Des Weiteren können einfarbige Hintergründe genutzt werden, WhatsApp Hintergründe (die heruntergeladenen Wallpaper), der Standardhintergrund (Figuren auf beigem Hintergrund) oder kein Hintergrund (grau).

Verschiedene Hintergründe können eingestellt werden.

Wenn du mit einer Person sehr oft am Chatten bist, befinden sich mit ziemlicher Sicherheit sehr viele Medien, Dokumente oder Links in diesem Chat. Um diese nicht einzeln herauszusuchen gibt es die Option “Medien anzeigen” lassen. Dazu rufst du den Chat auf und klickst dort auf die drei Punkte. Mit der Auswahl der Option “Medien” werden alle verfügbaren Medien, Dokumente und versendeten Links in Tabs und nach Monaten sortiert angezeigt.

Medien und Dokumente können für jeden Kontakt einzeln angezeigt werden.

WhatsApp-Backup in Google Drive

Gerade wenn du dein Smartphone neu aufsetzt oder einfach nur deinen Chat-Verlauf sichern möchtest, musst du ein Backup erstellen. Bei WhatsApp wird das automatisch einmal am Tag gemacht. Das Backup wird in deinem Cloud-Speicher abgelegt. Um manuell ein Backup zu erstellen oder zu sehen, wann das letzte automatische Backup erfolgt ist, rufst du WhatsApp und die Einstellungen auf. Dort klickst du wieder auf “Chat” und hier auf die Option “Chat-Backup”. Du siehst, wann das letzte Backup gemacht wurde und kannst über den Button “sichern” ein manuelles Backup machen

Nachrichten bearbeiten

Um Nachrichten aus den Chats weiterzuleiten tippst du lange mit dem Finger auf die betreffende Nachricht. Am oberen Bildschirmrand erscheinen verschiedene Optionen zum Weiterbearbeiten. Das Weiterleiten gelingt mit einem Klick auf den nach rechts zeigenden Pfeil. Das Icon mit den zwei Dokumenten kopiert eine Nachricht und legt diese im Zwischenspeicher ab. Das Mülleimersymbol entfernt die Nachricht aus dem Chat, nicht aber aus dem Chat des Kontaktes, an den sie gesendet wurde. Mit einem Klick auf den Info-Button bekommst du die Information, wann die Nachricht geschrieben und zugestellt sowie gelesen wurde.

Über die Nachrichten-Info siehst du, wann eine Nachricht zugestellt und wann diese gelesen wurde.

Ebenfalls kann die Nachricht mit dem Sternen-Button als Favorit markiert werden. Diese findest du dann per Klick auf den Namen des Chat-Partners direkt über der Option “Verschlüsselung”. Favoriten-Nachrichten werden ebenfalls in einer gesonderten Liste gespeichert.

Nachrichten können mit einem Stern markiert werden, um in der Favoritenliste gespeichert zu werden.

Mit dem Pfeil-Button nach links öffnest du die Nachricht erneut, um einen weiteren Text hinzuzufügen. Die Nachricht wird dann erneut plus dem neu hinzugefügten Text noch einmal versendet.

Der Pfeil-Button nach links öffnet eine Nachricht erneut, um sie mit einem weiteren Text zu versehen und noch einmal zu versenden.

Suchfunktion in WhatsApp

WhatsApp kann deine Textnachrichten nach bestimmten Worten durchsuchen. Du rufst WhatsApp auf und klickst auf die Lupe am oberen Bildschirmrand. Dort gibst du ein Wort, oder einen Textteil ein. WhatsApp durchsucht alle verfügbaren Chats nach dem von dir gesuchten Wort.

Mit der Suchfunktion können alle,…

Um nur einen bestimmten Chat zu durchsuchen rufst du diesen auf und klickst auf die drei Punkte. Dort wählst du die Option “Suchen” aus und gibst ebenfalls ein Wort ein. Du bestätigst deine Eingabe mit der Lupe auf der Tastatur und WhatsApp durchsucht diesen Chat nach Nachrichten mit dem von dir eingegebenen Wort.

… oder einzelne Chats nach Schlagwörtern durchsucht werden.

Kontakte blockieren, Lesebestätigung entfernen und Chats Stummschalten

Um einen Kontakt zu blockieren rufst du die Einstellungen in WhatsApp auf und klickst dort auf die Option Account. Hier wählst du den Datenschutz aus, um WhatsApp für dich zu personalisieren. Du gibst zum Beispiel an, wer sehen darf, wann du zuletzt online warst, wer dein Profilbild sehen darf, die Info und deine Statusmeldung. Ebenfalls können hier die Lesebestätigungen (blaue Häkchen) für deine WhatsApp-Nachrichten entfernt werden.

Unter “Datenschutz” stellst du ein, wer welche Informationen von dir sehen darf.

Des Weiteren befindet sich hier die Liste der blockierten Kontakte. Ein Klick darauf und du fügst über den Kontakt-Button oben rechts die Kontakte aus deiner WhatsApp-Liste hinzu, welche du blockieren möchtest. Um den Kontakt wieder freizugeben rufst du ebenfalls die Liste auf und markierst den blockierten Kontakt. Ein Kontext-Menü öffnest sich mit der Option “Kontakt freigeben”. Per Klick darauf entfernst du die Person aus der Liste. Solltest du einmal eine Nachricht einer unbekannten Nummer empfangen, kann diese direkt im Chat als Spam gemeldet oder blockiert werden.

Du kannst Kontakte blockieren, um keine Nachrichten mehr von ihnen zu erhalten.
Blockierte Kontakte können auch wieder freigegeben werden.

Um einen Chat oder eine Gruppe stummzuschalten rufst du diese auf und klickst auf den Namen am oberen Bildschirmrand. Dort findest du dann die Option Stummschalten. Der Chat kann für 8 Stunden, 1 Woche oder 1 Jahr stummgeschaltet werden.

Chats können für einen bestimmten Zeitraum stumm geschaltet werden.

Mit WhatsApp Web WhatsApp am PC nutzen

Um das lästige Tippen auf dem kleinen Smartphone-Display zu umgehen gibt es die Möglichkeit, WhatsApp Web zu nutzen. Dazu rufst du über den Browser WhatsApp auf. Es wird nun ein Barcode angezeigt. Auf deinem Smartphone öffnest du ebenfalls WhatsApp und klickst auf die drei Punkte. Hier findest du die Option WhatsApp Web. Ein Barcode Scanner öffnet sich. Mit diesem scannst du den Code auf dem PC-Bildschirm. WhatsApp kann nun auf dem PC genutzt werden. Über den Plus-Button in der App können weitere PCs hinzugefügt werden, auf denen du WhatsApp nutzen möchtest.

Um WhatsApp auch auf dem PC zu nutzen verbindest du dein Smartphone per Code
mit dem PC.
Nach dem Abscannen des Codes ist eine Verbindung zwischen deinem Smartphone und dem PC hergestellt.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Mit dem Thema Sicherheit und Daten abgreifen ist das so eine Sache. Auch WhatsApp verspricht eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung deiner Nachrichten. Diese ist automatisch aktiviert. Die Technik beruht auf dem “Signal”-Protokoll von Open Whisper Systems. Dieses vereint mehrere Schichten der Verschlüsselung. Nachrichten in Gruppenchats werden individuell verschlüsselt. WhatsApp verschlüsselt die Daten zusätzlich auch auf dem Weg zu den zentralen Chat-Servern. Somit könnten zwar die Mobilfunk-Provider den Datenverkehr abfangen, aber weder Nachrichten mitlesen, noch erkennen, mit wem die Kommunikation stattfindet. Allerdings ist der Quellcode von WhatsApp nicht öffentlich (bei Signal schon) und steht somit nicht für eine Sicherheitsüberprüfung durch unabhängige Organisationen bereit.

Für jeden WhatsApp-Chat gibt es eine Sicherheitsnummer. Ändert sich diese Sicherheitsnummer einmal, kannst du dir über die WhatsApp-Einstellungen und den Account unter Sicherheit eine Sicherheitsbenachrichtigung anzeigen lassen. Ebenfalls kannst du die Verschlüsselung mit einem Chat selbst überprüfen, indem du dessen Namen anklickst und dort die Option “Verschlüsselung”. Es erscheint ein Barcode sowie eine 60-stellige Sicherheitsnummer. Der Code kann nun von deinem Kontakt gescannt werden, oder du leitest diesen weiter (rechter oberer Bildschirmrand).

Die Nachrichten werden mit einer Sicherheitsnummer verschlüsselt.

Auch WhatsApp Web nutzt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, bedient sich dabei aber eines Tricks: Die Nachrichten werden nämlich nicht im Browser, sondern auf dem Smartphone entschlüsselt. Denn die Verbindung zwischen WhatsApp Web und dem Smartphone besteht ja mittels QR-Code und kann somit eine separat verschlüsselte Verbindung aufbauen. Ist das Smartphone abgeschaltet oder es besteht keine Internetverbindung, funktioniert auch WhatsApp Web nicht mehr.

Jedoch ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei WhatsApp nur sichergestellt, sofern die gesendete Nachricht auch empfangen wurde. Steckt die Nachricht irgendwo fest und konnte nicht gesendet werden (Empfänger wechselt gerade während der Übertragung das Smartphone oder die SIM-Karte) wird die Nachricht von WhatsApp später erneut ohne Abfrage gesendet (Signal zum Beispiel sendet diese Nachricht nicht noch einmal, sondern es kommt eine Meldung, dass diese Nachricht nicht versendet werden konnte). Der Empfänger aber hat mittlerweile einen anderen Sicherheitsschlüssel. Dieses könnte wiederum von den WhatsApp-Servern missbraucht werden, um die Nachricht abzufangen beziehungsweise für andere zugänglich zu machen. Jedoch gibt es zur Zeit keine Belege dafür, dass WhatsApp diese Sicherheitslücke schon einmal ausgenutzt hat.

Ebenfalls werden von den verschlüsselt versendeten Nachrichten, Bildern und Videos auf dem Empfängergerät nur die Textnachrichten verschlüsselt gespeichert. Bilder und Videos zum Beispiel werden unverschlüsselt in einem ungeschützten Bereich deines Smartphones gespeichert (zum Beispiel SD-Karte). Und auf diesen ungeschützten Bereich haben die meisten anderen installierten Apps ebenfalls Zugriff denen du die Berechtigung für den SD-Karten-Zugriff gegeben hast. So kann es möglich sein, dass andere Apps die Daten auslesen können, Inhalte verändern können oder sie auch versenden können.

Doch auch die beste Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nützt nichts, wenn das Smartphone ungesichert (keine PIN, keine Geräteverschlüsselung) jemand Fremden in die Hände fällt.

WhatsApp mit Zwei-Faktor-Authentifizierung schützen

Vor ein paar Wochen hatten wir ja schon einmal über die Zwei-Faktor-Authentifizierung berichtet. Dazu öffnest du die App und klickst auf die drei Punkte. Hier wählst du die Einstellungen und den Account aus. Mit der Option “Verifizierung in zwei Schritten” legst du einen 6-stelligen PIN fest, den du dir gut merken musst. Für den Notfall und auch zur Deaktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung muss eine E-Mail-Adresse angegeben werden. Der 6-stellige PIN muss immer dann angegeben werden, sofern du WhatsApp auf einem neuen Gerät benutzen möchtest. Der Code wird alle 7 Tage abgefragt und muss von dir bestätigt werden, um die Gefahr zu minimieren, dass eine andere Person deinen Account nutzt. Sollte die PIN unbekannt oder vergessen worden sein (und es ist keine Notfall-E-Mail vorhanden), ist WhatsApp für dieses Gerät 7 Tage lange gesperrt und kann erst danach erneut verifiziert werden.

WhatsApp Chats fixieren

Bis zu drei Chats können bei WhatsApp über die Pinn-Nadel fixiert werden. Das heißt, sie werden immer an den ersten drei Stellen der Chat-Liste stehen. Dazu markierst du einen Chat, welchen du fixieren möchtest. Am oberen Bildschirmrand erscheint eine Pinn-Nadel. Per Klick darauf ist der Chat fixiert, was auch mit einer hinzugefügten Pinn-Nadel angezeigt wird. Um den Chat wieder zu lösen markierst du ihn ebenfalls lange und entfernst dann die Pinn-Nadel.

Bis zu drei Chats können angepinnt und damit hervorgehoben werden.

WhatsApp Statusfunktion

WhatsApp bietet zum Einen dein Profilbild mit einer von dir hinterlegten Info (frühere Statusmeldung ala Ich bin glücklich, ich bin toll ,Herzchen, Blume, Smiley) oder der Standard-Info “Hey there, I´m using WhatsApp” und zum Anderen die Option Status.

In deinem Profil findest du die von dir hinterlegte Info sowie die Telefonnummer. Diese ist für andere sichtbar.

Diese findest du nach dem Öffnen der App am oberen Bildschirmrand. Hier sind schon erstellte Meldungen deiner Kontakte zu finden. Du selbst kannst mit einem Klick auf “Mein Status” beziehungsweise den grünen Button am rechten unteren Bildschirmrand selbst eine Statusmeldung erstellen. Du hast die Möglichkeit ein neues Bild oder Video zu erstellen oder ein schon gemachtes Foto aus deiner Kamera für die Statusmeldung zu nutzen. Nach dem Erstellen des Bildes (oder der Auswahl) kannst du das Bild noch bearbeiten. Du schneidest es zu, “klebst” Emojis darauf, oder versiehst es mit einem Text.

Du fügst eigene Statusmeldungen hinzu.

Nachdem du deine Statusmeldung freigegeben hast ist diese für 24 Stunden für alle deine Kontakte (außer diejenigen, für die du den Status über den Datenschutz gesperrt hast) sichtbar. Solltest du noch eine weitere Statusmeldung erstellen bleibt die erste trotzdem bis zum Ende der 24-Stunden-Frist bestehen. Du selbst kannst allerdings auch sehen, wer sich alles aus deiner Kontaktliste deine Statusmeldung angeschaut hat. Dazu klickst du auf die drei Punkte hinter deinem Status. Es erscheint ein Auge mit einer Zahl. Per Klick darauf werden alle Kontakte angezeigt, die sich deinen Status angesehen haben sowie die Uhrzeit, wann sie das getan haben.

Diese Statusmeldung verschwinden nach 24 Stunden wieder.
Über das Auge neben der Statusmeldung siehst du, wer von deinen Kontakten die Meldung angesehen hat.

Per Klick auf den Pfeil-Button kannst du das Status-Bild an deine Kontakte weiterleiten. Deine Kontakte wiederum können auch auf dein Status-Bild antworten. Unterhalb des Status-Bildes ist ein Antwort-Button. Die lesenden Kontakte klicken darauf und können so das Bild verkleinert mit einer Message an dich senden.

Du kannst jeden Status beantworten.

Das ist im Kommen

Shortcuts für WhatsApp auf Android. In der aktuellen Beta-Version sind diese Shortcuts schon vorhanden. Somit wird es nicht mehr ganz so lange dauern, bis diese auf allen unterstützten Smartphones ankommen.
Shortcuts sind Funktionen, welche du nur durch einen langen Tipp auf das App-Icon aufrufst. So funktioniert dies zum Beispiel schon bei deinen Kontakten oder bei Hangouts (beziehungsweise fast allen Google-Apps). Dabei klappen sich eine oder mehrere Funktionen auf, welche direkt genutzt werden können, ohne über Umwege die App komplett aufzurufen.

Textstatus-Meldungen mit buntem Hintergrund, welche ebenfalls nach 24 Stunden wieder verschwinden. Dazu wird dann auch auf den Status-Tab geklickt und dort Status erstellen. Hier wird sich dann über dem grünen Status-Symbol noch ein Stift-Symbol befinden. Mit diesem erstellst du dann einen Textstatus mit Emoji.
Diese Funktion ist seit dem 09.09.2017 verfügbar.

Mit dem Update kam das neue Bleistift-Symbol bei der Statusmeldung.
Seit dem Update kann nun auch ein Textstatus hinterlegt werden.

WhatsApp wird Multitaskingfähig. Während eines Chats können YouTube-Videos schwebend abgespielt werden. Die Version 2.17.265 liefert eine Bild-im-Bild-Funktion für Videoanrufe. Das heißt das Bild mit dem Video-Chat lässt sich irgendwo auf dem Display platzieren während im Hintergrund eine andere App genutzt wird. Nutzbar wird diese Funktion allerdings erst mit Android 8.0 Oreo.

Alle neuen Funktionen werden von WhatsApp in der Beta-Version zum testen zur Verfügung gestellt. Hier kannst du Tester für die Beta-Version werden.

Fazit

Der Messenger WhatsApp kann weit mehr als nur ein paar Bilder und Textnachrichten versenden. Mit jeder neuen Version kommen weitere Features hinzu.