Start Im Test Im Test: Reolink Argus Pro

Im Test: Reolink Argus Pro

395
0

Von Reolink hatten wir schon einige Kameras für einen ausgiebigen Test in der Redaktion. Unter anderem die Reolink Argus 2 sowie das Solarpanel, die Reolink Argus Outdoor/Indoor Smart Security Cam sowie die Reolink C1 Pro Indoor Smart Home Camera. Alle eint die einfache Montage und Bedienung. Nun haben wir freundlicherweise für einen weiteren Testbericht die Reolink Argus Pro mit Solarpanel in die Redaktion bekommen. Diese kann ebenfalls über das Solarpanel mit Strom versorgt werden.

Unboxing

Die Reolink Argus Pro wird in einem schwarzen Karton geliefert. Auf dem Karton sind ein Hinweis zur App sowie Infos zur Kamera aufgedruckt. Inliegend befinden sich die Kamera mit einem wiederaufladbaren 5200 mAh Li-Ion Akku, einer Schutzhülle aus Silikon, Befestigungsmaterial (Schrauben und ein Band) sowie ein Standfuß. In einem separaten Umschlag liegen der Quick Start Guide, Bohrschablone, Aufkleber als Hinweis für eine Überwachung und ein Hinweisheft für die Nutzung des wiederaufladbaren Akkus.

Die Reolink Argus Pro wird mit verschiedenem Zubehör geliefert.

Unboxing und Aussehen Reolink Solar Panel

Das Solar Panel wird zusammen mit einem Standfuß, Befestigungsmaterial sowie einem Quick Start Guide geliefert. Das Panel ist aus schwarzem, stabilen Plastik gefertigt.

Das Solarpanel wird mit Ladekabel und Befestigung geliefert.

Auf der Vorderseite ist die Solarzelle verbaut. Die Befestigungsmöglichkeit für den Standfuß ist auf der Rückseite mittig zu finden. Hier ist ebenfalls das 4 Meter lange USB-Kabel zu finden, welches später mit der Reolink Argus 2 verbunden wird, um diese mit Strom zu versorgen beziehungsweise den Akku wieder aufzuladen.

Das Solarpanel in der Rückansicht.
Das Solarpanel in der Frontansicht.

Aussehen Reolink Argus Pro

Die Reolink Argus Pro ist aus weißem Plastik und hat auf der Unterseite ein Gewinde, um mit dem Standfuß verschraubt zu werden. Auf der Rückseite klippst du den wiederaufladbaren Akku an die Kamera. Der Akku kann entweder über das mitgelieferte USB-Kabel oder über das Solarpanel aufgeladen werden.

Auf der Rückseite wird der Akku eingeklippst.
Der Akku hat unten die Pins für eine Verbindung mit der Kamera.
Auf der Rückseite des Akkus befindet sich unter einer Silikonklappe der Ladeport.

In der Draufsicht auf der rechten Seite befindet sich, unter einer Silikonklappe verborgen, der Slot für die Micro-SD Karte sowie der Button für einen Reset. Die Kamera selbst besitzt auf der Vorderseite am oberen Rand den Tageslichtsensor.

Die Kamera wird mit dem Akku zusammengesetzt.
Auf der Seite der Kamera unter einer Silikonklappe sitzt der Port für die SD Karte.

Direkt darunter befindet sich die Kameralinse. Unter der Linse ist die Status-LED (rot = WLAN Verbindung fehlgeschlagen, blau = WLAN Verbindung erfolgreich) sichtbar und darunter das Mikrofon. Die große Fläche unter dem Mikrofon beherbergt den PIR-Bewegungssensor. Am unteren Ende sitzt der Lautsprecher.

Vorne sitzen die Linse sowie der PIR-Sensor.
Die blaue LED signalisiert die erfolgreiche WLAN-Verbindung.

Spezifikationen

  • Größe: 21,7 x 15,9 x 15,5 cm
  • Gewicht: 998g
  • Videoqualität: 1080p Full HD bei 15 Bildern/Sek.
  • Bildsensor: CMOS Bildsensor
  • Videoformat: H.264
  • Sichtfeld: Feste Linse, 130° diagonal
  • Nachtsicht: bis zu 10 m
  • Digitaler Zoom: 12fach digitaler Zoom
  • Audio: 2 Wege Audio
  • PIR: Erfassungsabstand bis 9 m, Erfassungswinkel: bis 120° horizontal
  • Warnungen: per EMail, Push-Mitteilung und Sprache
  • Kabellos: Standard IEEE 802.11b / g / n, Frequenz: 2,4 GHz, Sicherheit WEP / WPA-PSK / WPA2-PSK
  • Akku: 5200 mAh, nutzbar mit Solarpanel oder auch per Micro USB Kabel (5V/2A)
  • Speicher: unterstützt 64 GB Micro SD Karte, oder Reolink Cloud
  • Betriebstemperatur: -10°C – 55°C/Wetterfest

Aufbau und Installation der Reolink Argus Pro

Zuerst installierst du die Reolink-App. Danach setzt du den Akku in die Kamera ein. Sofort ertönt eine Stimme: “Camera has been startet up. Please run Reolink App, add the camera and set it up/Die Kamera wurde bereits gestartet. Bitte öffnen sie die Reolink App und fügen sie die Kamera hinzu, um sie einzurichten”. In der App klickst du auf den Plus-Button, um ein neues Gerät hinzuzufügen.

Solltest du zuerst die Kamera gestartet haben ertönt eine Ansage, um die App zu starten.
Per Klick auf den Plus-Button fügst du eine neue Kamera der App hinzu.

Auf der Rückseite der Kamera befindet sich ein QR-Code, welchen du nun mit der App einscannst. Nun wählst du aus, dass du eine WLAN-Verbindung mit der Kamera aufbauen möchtest. Die App fragt, ob du die Stimme der Kamera gehört hast. Du bejahst, um danach deine WLAN-Infos einzugeben.

Du scannst den Code der Kamera.

Nun erscheint auf deinem Smartphone ein QR-Code, welchen du mit der Kamera einscannst. Ein kurzer Ton ist zu hören, die Kamera hat die WLAN-Einstellungen übernommen. Die Verbindung steht.

Die Kamera verbindet sich mit deinem Router.

Danach erfolgt noch die Geräteinitialisierung in der du im ersten Schritt ein Passwort erstellst. In Schritt zwei benennst du deine Kamera und wählst aus, ob die Sommerzeit aktiviert werden soll. Danach ist die Initialisierung fertig und auf der Startseite der App erscheint ein Standbild der letzten Kamera-Aufnahme.

Montage

Die Reolink Argus Pro kann entweder mit dem mitgelieferten Standfuß an einer Fläche angebohrt, oder über den Gurt befestigt werden. Zuerst wird dafür die Montageplatte per Knopfdruck vom Standfuß gelöst (Vorsicht, hier ist ein wenig Geschick notwendig). Danach kann die Montageplatte mit den Schrauben an der Fläche oder mittels Gurt an einem Baumstamm angebracht werden; wobei mir hier die Gurtversion nicht ganz so gut gefällt, da sich der Gurt immer wieder ein Stück gelöst hat.

Der Gurt wird durch die Montageplatte gezogen.
Die Kamera wird per Gurt an einem Baum befestigt.

Überwachung und Einstellungen

Auf der Startseite der App wird das letzte Bild der Kamera angezeigt, oder falls diese einmal nicht verbunden sein sollte. Weiterhin wird hier der Akkustand angezeigt. Auch den PIR-Sensor für die intelligente Bewegungsüberwachung aktivierst oder deaktivierst du hier.

Auf der Startseite ist entweder das Live-Bild oder ein schwarzes Bild, wenn die Verbindung gerade nicht gefunden werden kann.

Über den Zahnrad-Button gelangst du in die Kamera-Einstellungen. In den Kamera-Einstellungen findest du die Geräte-Infos. Bei Bedarf vergibst du hier einen neuen Gerätenamen. Um Familienangehörige zur Kamera hinzuzufügen klickst du auf den Teilen-Button. Ist die Option Push-Mitteilungen aktiviert können diese Mitteilungen empfangen werden. Die Funktion Hilfe klärt Fragen rund um die Überwachung. Auch der Batteriestatus wird hier abgelesen. WLAN und Netzwerkstatus konfigurierst du hier ebenfalls.

Über den Zahnrad-Button gelangst du in die Einstellungen.

Unter Video&Audio änderst du die Anzeige der Kamera. Das heißt, du gibst an, ob der Kameraname auf dem Überwachungsbild zu sehen ist oder änderst die Namensposition. Auch das Datum kann beliebig an das Bild angepasst werden. Mit den Optionen Rotation und Spiegeln stellst du das Kamerabild auf den Kopf oder spiegelst es von links nach rechts. Die Option Anti-Flackern ändert die Lichtfrequenz der Kamera.

Hier kann zum Beispiel die Anzeige geändert werden.

Klickst du auf Qualität änderst du die Auflösung, Bildrate sowie maximale Bildrate bei einem klaren oder einem flüssigen Bild.

Sobald du eine SD-Karte eingelegt hast wird diese in den Einstellungen angezeigt. Du aktivierst hier auch den PIR-Sensor und gelangst bei aktiviertem PIR in dessen Einstellungen. In den PIR-Einstellungen erstellst du einen Zeitplan, erhöhst oder verringerst die Sensibilität des Sensors und wählst die Art des Alarms aus (E-Mail senden, Kamera Sirene oder Aufnahme) sobald eine Bewegung erkannt wurde.

Nun können in den Einstellungen noch das Passwort geändert, die Infrarot-Lichter sowie die Status-LED manuell aktiviert, die E-Mail-Einstellungen geändert sowie die Option automatisches Update ausgewählt werden.

Über die System-Einstellungen gelangst du zu Datum und Zeit oder setzt die Kamera zurück. Ebenfalls findet sich am Ende der Einstellungen noch der Button Gerät löschen, um die verbundene Kamera aus der App zu entfernen.

In den Einstellungen kann die Kamera auch zurückgesetzt werden.

Um nun auf der Startseite vom Standbild der Kamera zur Liveansicht zu gelangen klickst du entweder auf das Standbild, oder auf den Play-Button am rechten unteren Bildschirmrand. In der Liveansicht befinden sich unterhalb des Bildes verschiedene Bearbeitungsmöglichkeiten.

Über den Pause-Button pausierst du die Live-Ansicht, der Kamera-Button erstellt einen Schnappschuß der derzeitigen Überwachung, der Video-Button nimmt ein Video der Überwachung auf, der kleine “Fenster-Button” ändert die Anzeige von klar zu flüssig, der “Bilderrahmen-Button” ändert die Bildfarbe von automatisch/schwarz-weiß/bunt und über den Pfeil-Button vergrößerst du das Bild auf Displaygröße.

Per Klick auf das Standbild gelangst du zur Live-Ansicht.
Das Livebild kann bildschirmfüllend vergrößert werden.
Unterhalb des Live-Bildes befinden sich verschiedene Möglichkeiten, um das Bild zu bearbeiten.

Über den Talk-Button sprichst du mit der überwachten Person. Die Gesprächsqualität ist sehr gut. Der Lautsprecher wird bei Bedarf über den Button oberhalb des Live-Bildes stumm geschaltet. Ganz rechts oben befindet sich noch der Channel-Button. Mit diesem kann der Kamera-Übertragungskanal geändert werden.

Der Playback-Button kann nur genutzt werden, sofern eine SD-Karte eingelegt ist. Mit diesem können die erstellten Videos erneut angeschaut werden.

Auf der Startseite gelangst du weiterhin noch in das Menü der App. Dort findest du den Reolink Shop mit weiteren Angeboten, erfährst News rund um Reolink oder registrierst deine Kamera bei Reolink, um von der zweijährigen Garantie mit garantierten Software-Updates oder, sofern du Amazon-Reviews verfasst, eine zusätzliche 6-Monatige Garantie zu bekommen.

Zu guter Letzt gelangst du über das Menü noch in die App-Einstellungen. Dort gibst du an, ob die Live-Übertragung beim Start der App automatisch aktiviert, eine Warnung für den Datenverbrauch erfolgen, neue Geräte automatisch per LAN hinzugefügt werden, Hardware dekodiert wird, ein Passwortschutz besteht oder schaust dir den Speicherpfad an.

Über das App-Menü gelangst du in die App-Einstellungen.

Fazit

Die Reolink Argus Pro ist wie gewohnt schnell und einfach zu installieren. Die kabellose Kamera kann im Innen- sowie im Aussenbereich genutzt werden. Dank mitgelieferter Silikonhülle ist die Kamera vor Wind und Wetter geschützt. Auch die Ton- und Gesprächsqualität ist gut. Durch das Solarpanel muss man auch keine Angst mehr haben, dass der Kamera irgendwann der Saft ausgeht.

Die Reolink Argus Pro mit Solarpanel ist zum Preis von 143,99 Euro bei Amazon erhältlich.