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Huawei – Trump gibt grünes Licht für unempfindliche Waren

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Huawei steht seit Mai auf der US-Handels-Blacklist, was bedeutet, es darf kein Handel zwischen Huawei und den USA getrieben werden. Daher ist das Huawei Mate 30 das erste Smartphone, welches nicht von Google lizensiert werden konnte. Nun hat Trump mal wieder mit der grünen Fahne gewedelt.

Huawei – Handelsverbot soll angeblich gelockert werden

Im Mai hat Google Huawei mit sofortiger Wirkung die Android Lizenz entzogen. Ein Drama, dass sich nun über den ganzen Sommer hinzieht.

Es gab eine eine 90tägige Frist mit Ausnahmegenehmigungen, mit der Huawei mit bestehenden Lieferanten aus den USA interagieren konnte. Auf dem G20 Gipfel im Juni in Osaka ließ Trump dann einen Waffenstillstand verlauten indem er sagte, dass die USA weiterhin Technologien an Huawei verkaufen dürften. Passiert ist seitdem jedoch nichts. Die im August ablaufende Gnadenfrist wurde um weitere 90 Tage bis zum 16. November verlängert. Eine weitere Verlängerung gilt als unwahrscheinlich. Es liegt nur an Trump, der die bereits vorliegenden Anträge von US-Firmen auf Ausnahmegenehmigungen freigeben muss.

Nicht nur Huawei sondern auch die komplette Industrie leidet unter den Folgen des Handelsstreites zwischen den USA und China. Trotz mittlerweile 13 Treffen zwischen den USA und China wurde noch keine Einigung erzielt. Diverse US-Firmen haben bereits ihre Produktion verlagert oder Produkte aus China über Umwegen in die USA gebracht, um das Handelsverbot zu umgehen. Auch plant die US-Regierung Strafzölle auf eingeführte Notebooks und Elektronik-Produkte aus China. Google hat sich als neuen Produktionsstandort für Notebooks, Smart-Speaker und auch die Pixel 4 Geräte für Thailand und Vietnam entschieden.

In einem Bericht der New York Times ist zu lesen, dass die Trump-Regierung nach Gesprächen in der ersten Oktoberwoche plant, bald Lizenzen zu erteilen beziehungsweise diese freizugeben (was sie ja schon im Juni in Osaka bekannt gab), die es einigen amerikanischen Unternehmen erlauben, dem chinesischen Telekommunikationsgiganten Huawei unempfindliche Waren zu liefern. Unter „unempfindliche Waren“ könnte auch die Android-Lizenz fallen. Und somit auch Google wieder als Handelspartner ins Gespräch kommen, um die Huawei Smartphones mit den Google Play Services und anderen Google Diensten zu versorgen.

Ein Sprecher der Handelsabteilung, die für die Lizenzen verantwortlich ist, sagte in einer E-Mail, dass „der Status quo ab sofort gilt“.

Sollte das wirklich so sein und Google dürfte wieder liefern beziehungsweise hat den Ausnahmeantrag bei der US-Regierung eingereicht (was es bestimmt getan hat) wäre es nur eine Frage von ein paar Tagen, bis man hier in Europa die Mate 30-Reihe mit Google-Diensten erhalten könnte. Man hätte dann wirklich ein Smartphone mit toller Hardware und Software, die man hier auch gebrauchen könnte und müsste nicht, wie bisher versuchen mit verschiedenen Workarounds die Play-Dienste aufzuspielen.

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