5. August 2021
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Handyvertrag: Lohnt sich der Wechsel zum 5G-Tarif?

Streamen oder Datenpakete in sekundenschnelle unterwegs herunterladen ist für viele von uns immer noch ein Traum. Allerdings beginnt derzeit das große Umrüsten auf den neuen Mobilfunkstandard 5G, welcher das mobile Netz unterwegs auf ein neues Level hebt. Ob sich ein Wechsel bei einem bestehenden Vertrag auf einen 5G Tarif für dich lohnt, erfährst du hier.

Lohnt sich der Wechsel zum 5G-Tarif?

Die Netzanbieter rüsten massiv auf! Dabei setzen sie große Hoffnungen auf 5G, die fünfte Generation des Mobilfunkstandards, der seit 2019 langsam, aber stetig an Verbreitung gewinnt. Damals versteigerte die Bundesnetzagentur (BNetzA) die dafür notwendigen Frequenzbänder.

Auch die Smartphone-Hersteller stellen sich darauf ein und bringen ihre Flaggschiffe mit 5G Unterstützung auf den Markt. So ist das Samsung Galaxy S mit 5G-Datenfunk bestückt und das iPhone 12 stellt eine kinoreife Dolby Vision zur Verfügung. Doch ist der 5G-Tarif jetzt schon interessant für Kunden, welche ihr Smartphone wechseln möchten oder reicht die alte Technologie noch aus?

Was kann 5G?

5G verspricht kürzere Reaktionszeiten und schnellere Downloads. Das ist aber bei Weitem noch nicht alles. Es soll der nächste Schritt in die Zukunft sein. Dabei weitet sich die Kommunikation auf das Internet der Dinge aus (IoT). Waren bisher “nur” Menschen untereinander vernetzt, sollen damit auch Geräte und Maschinen integriert werden. 

Doch wie weit ist diese Zukunft noch entfernt? Das jetzige 4G mit dem aktuellen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) erfüllt derzeit fast alle Bedürfnisse von Privatkunden und stellt für Datenaustausch und Streaming eine ausreichende Datenrate bereit. Zurzeit reitet 5G oft noch Huckepack auf 4G. Die Verbindung wird über den aktuellen Standard aufgebaut und nur der Datentransport über 5G gemanagt. In diesem Falle bleibt von der viel gepriesenen Latenz oder Reaktionsgeschwindigkeit wenig bemerkbar.

5G noch nicht komplett ausgebaut

Bislang sind noch relativ wenige echte 5G-Antennen präsent. Vieles, was von den Mobilfunkanbietern als 5G deklariert wird, wird noch über 4G- und 3G-Antennen abgewickelt. Trotzdem ist die Verbindung schnell, aber noch weit entfernt von dem, was 5G letztlich zu leisten vermag.

Der Kunde kann also bisher noch nicht den gesamten Mehrwert ausschöpfen, den 5G verspricht. Allerdings entsteht ihm auch kein Schaden, besteht für Kunden mit Pioniercharakter doch ein entscheidender Vorteil. Im 5G-Netz ist man bislang noch ziemlich allein unterwegs. Aufgrund der wenigen Nutzer surft der Einzelne schnell, da die Bandbreite nur mit wenigen geteilt werden muss.

Was passiert mit 3G und 4G?

Selbst 4G ist in Deutschland bis heute nicht überall verfügbar. So muss Telefónica noch letzte Auflagen der Bundesnetzagentur erfüllen. Auch die Konkurrenten haben bisher keine komplette Netzabdeckung erzielt. 4G bleibt also noch einige Zeit erhalten, wird aber durch 5G leistungsfähiger.

3G allerdings wird zum Jahresende abgeschaltet. Besitzer eines Tarifes mit diesem Standard werden bei der Telekom, Vodafone und Telefonica kostenfrei und automatisch auf 4G hochgestuft.

Stadtbewohner generell im Vorteil

Um die Qualitäten von 5G voll ausschöpfen zu können, bedarf es Glasfaserleitungen von den Sende- und Empfangsanlagen bis zu den Masten. Deshalb sind vor allem in Ballungsräumen und großen Städten die Netze 5G-kompatibel ausgebaut. Dabei hat die Telekom die Brust vorne, zumal schon einige größere Verkehrswege bestückt sind.

Laut BNetzA läuft der Netzausbau wie geplant. Zumindest im Vergleich mit den vorherigen Standards UMTS (Universal Mobile Telecommunication System) für 3G als auch LTE für 4G geht es bei 5G deutlich schneller. Dabei bleibt es den Anbietern selbst überlassen, welche Technik sie anwenden. Bis 2022 müssen alle Hauptverkehrswege in Deutschland sowie 98 % der Haushalte mit einer Bandbreite von 100 Megabit/Sekunde ausgestattet sein.

Was kostet 5G?

Die Telekom als größter Anbieter schaltet nahezu alle Tarife für 5G frei, zumindest dort, wo dieses Netz verfügbar ist. Die Preise beginnen bei 40 Euro im Monat für sechs Gigabyte. Bei Vodafone gelten 5G-Tarife nur im Inland, wobei für vier Gigabyte 30 Euro monatlich aufgerufen werden.

Telefónicas Prime-Tarif für unbegrenztes Datenvolumen beläuft sich auf 50 Euro/Monat. 1&1 Drillisch bietet für die ersten sechs Monate Sondertarife an, die bei 20 Euro beginnen und sich danach annähernd verdoppeln.

Fazit

Wer sich jetzt schon ein Smartphone kompatibel mit 5G anschaffen möchte, sollte sich vorher über Vergleichsportale über die Konditionen informieren. Bisher sind die Vorteile des Standards nur in den ausgebauten Gebieten voll zu genießen, diese wachsen aber stetig. 

Wer das Handy nur zum Alltagsgebrauch benötigt, dem ist mit LTE noch einige Zeit gedient. Wer auf superschnellen Internetverkehr angewiesen ist oder “von Anfang an dabei sein will”, für den ist der 5G-Tarif ein Muss.

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