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Sicherheitslücken und mobile Cyberattacken unter Android nehmen zu

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Ca. 75 % der Smartphone-Nutzer weltweit haben Android als Betriebssystem auf ihrem Gerät installiert. Wenn du ebenfalls zu dieser Mehrheit der Android-Nutzer gehörst, ist es wichtig, dass du dir auch der möglichen Gefahren bewusst bist. Denn während zum Beispiel iOS ein geschlossenes Betriebssystem ist, handelt es sich bei Android um ein offenes Betriebssystem, was es dadurch auch anfälliger für Sicherheitslücken macht. Erfahre im Folgenden, welche Gefahren bzw. Sicherheitslücken das sein können und wie du dich schützen kannst.

Vorsicht vor böswilligen und gefälschten Apps im Play Store

Im Allgemeinen bist du mit einem Android-Smartphone ähnlichen Gefahren ausgesetzt, als wenn du online auf einem PC unterwegs bist. Allerdings gibt es bestimmte Cyberbedrohungen, die vor allem Nutzer von Smartphones treffen können. iPhones werden zwar als etwas sicherer angesehen – so wird Android 47-Mal häufiger von Malware bedroht als iOS –, aber gänzlich geschützt bist du auch als iPhone-Nutzer nicht. 

Im Google Play Store warten Millionen Apps auf dich, und nicht alle davon sind harmlos. So wurde allein im Jahr 2023 mehr als 600 Millionen Mal Schadsoftware heruntergeladen. Zwar prüft Google mit der Funktion Play Protect alle Apps, die in den Play Store gelangen bzw. sich auf deinem Smartphone befinden, doch immer wieder schaffen es Anwendungen auch durch diesen Filter.

Wo finde ich Google Play Protect?

Google Play Protect ist bereits auf deinem Smartphone vorhanden und scannt dein Smartphone automatisch nach einer bestimmten Zeit. Um manuell einen Scan durchzuführen, rufst du den Play Store auf, tippst auf dein Profilbild oben rechts und siehst anschließend die Option Play Protect. Per Tipp darauf startest du auf der Übersichtsseite den Scan.

Über den Play Store findest du die Option Play Protect und scannst dein Gerät nach Sicherheitslücken

Eine weitere Möglichkeit, Play Protect bzw. den Sicherheitshub aufzurufen ist über die Einstellungen deines Smartphones. Dort klickst du anschließend auf Sicherheit & Datenschutz. Über den Sicherheitshub kannst du dein komplettes Smartphone prüfen. Hier werden dann auch fehlende Schutzmaßnahmen wie PIN o.ä. angezeigt. Über die Option App-Sicherheit wird angezeigt, dass Play Protect aktiv ist. Per Klick darauf gelangst du ebenfalls wieder zur Play Protect Übersichtsseite, ein weiterer Klick bringt dich auch hier zum Scan.

Apps vor dem Download auf ihre Seriosität prüfen

Im Mai 2023 fanden Experten heraus, dass fast 200 Android-Apps von der Malware mit dem Namen Spinok befallen waren. Die betroffenen Anwendungen wurden etwa 450 Millionen Mal aus dem Play Store heruntergeladen! Das war der bis dahin größte Fund.

Deshalb ist es für dich wichtig, vor dem Download einer App diese auf ihre Seriosität zu prüfen. Denn selbst vermeintlich bekannte Anwendungen können sich als Betrug erweisen. Vor allem das beliebte und plattformübergreifende Spiel Minecraft wird immer wieder gerne von Hackern genutzt, um eine schädliche Kopie davon im Play Store zu vertreiben, die dem Original zum Verwechseln ähnlich sieht. 

Manchmal können nur kleine Details auf eine Fälschung hinweisen, wie ein falscher Name. Deshalb schau dir vor dem Download die App genau an:

  • Ist der Name korrekt geschrieben?
  • Wer ist als Entwickler angegeben?
  • Wirken die Bewertungen authentisch?

Ebenso kann die Download-Zahl dir einen Hinweis liefern. Eine App wie Minecraft, die erst 10.000-mal heruntergeladen wurde, ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass es sich nicht um das Original handelt.

Sicherheits-Apps scannen dein Smartphone auf Viren

Des Weiteren gibt es auch verschiedene Sicherheits-Apps, wie zum Beispiel Avira Security Antivirus, welche dein Smartphone auf Viren scannen. Wobei hier aber auch das auf deinem Smartphone vorhandene Play Protect bereits greift. Aber auch bei Virenscannern gilt, darauf zu achten, dass die App von einem seriösen Anbieter stammt.

Google Play Protect

Vorsicht in öffentlichen WLAN-Hotspots

WLAN-Hotspots gibt es inzwischen an den meisten öffentlichen Orten, wie in Hotels, an Flughäfen oder Bahnhöfen. Viele nutzen diese Netzwerke, um unterwegs mobile Daten zu sparen. So praktisch das im ersten Moment scheinen mag, ist doch Vorsicht geboten. Denn selten sind die Hotspots ausreichend gesichert, und böswillige Akteure, die sich im selben WLAN-Netzwerk aufhalten, nutzen diese Schwachstellen nur allzu gern aus. Das ist übrigens kein alleiniges Problem für Android-Smartphone, sondern kann genauso gut iPhone-Nutzer betreffen.

Vermeide daher öffentliche WLAN-Hotspots, wenn möglich. Alternativ kannst du aber ein VPN einrichten, um dich zu schützen. Ein VPN (Virtuelles Privates Netzwerk) verschlüsselt deinen Datenverkehr und sorgt dafür, dass Angreifer keine Chance haben, deine Daten abzugreifen. Entscheide dich unbedingt für einen seriösen VPN-Anbieter, um Betrugsversuche (siehe oben) oder einen Verkauf deiner Daten an Dritte zu vermeiden.

Vorsicht vor Sicherheitslücken bei Android

Regelmäßig warnt Google vor Sicherheitslücken bei Android. Letztes Jahr traten beispielsweise gleich mehrere – teils kritische – Sicherheitslücken auf, bei denen es Angreifern sogar möglich war, vollständige Kontrolle über ein Gerät zu erhalten. 

Sobald eine solche Schwachstelle bekannt ist, warnt Google in der Regel davor und stellt zeitnah ein Update zur Verfügung. Um sicherzugehen, dass du keine wichtige Aktualisierung verpasst, solltest du aktivieren, dass sich Updates automatisch installieren, sobald sie zur Verfügung stehen. Ist dein Smartphone an eine Stromquelle angeschlossen, geschieht dies normalerweise über Nacht.

Vorsicht vor Diebstahl oder Verlust

Des Weiteren kann es passieren, dass dein Android Smartphone gestohlen wird oder du es verlierst. Hier ist die Funktion „Mein Gerät finden“ hilfreich, allerdings nur, wenn du mit deinem Google Account angemeldet, der Standort deines Smartphones aktiv ist und du die Berechtigung zum Standortzugriff gegeben hast. Ist das Smartphone ausgeschaltet, besteht immer noch die Möglichkeit, dass du dir über das Web den letzten georteten Standort deines Gerätes anzeigen lässt. Ebenfalls ist über das Web eine weitere Interaktion möglich, zum Beispiel, dass du das Gerät klingeln lässt oder es aus der Ferne sperrst und die Daten löschst.

Mein Gerät finden ist über die Einstellungen → Sicherheit & Datenschutz → Gerätesuche aufrufbar.

Fazit

Android ist ein offenes und damit anpassbares Betriebssystem. Diese Offenheit ist aber auch anfälliger für Sicherheitslücken. Allerdings kannst du eine Menge dafür tun, damit diese Offenheit nicht ausgenutzt wird. Auch Google selbst verbessert die Sicherheit der Software mit jeder neuen Android-Version sowie den monatlichen Sicherheitsupdates oder Google Play Updates, sodass Sicherheitslücken immer weniger ausgenutzt werden können.


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