Start Magazin Tipp: Tipps & Tricks rund um Google Photos

Tipp: Tipps & Tricks rund um Google Photos

900
0

Die meisten von uns nutzen ihr Smartphone ja auch als Kameraersatz. Schleppten wir damals immer noch unsere Digitalkameras mit uns herum, so werden diese dank immer besser werdenden Smartphone-Kameras nicht mehr benötigt. Um die Fotos zu speichern und zu organisieren nutzen viele von uns Google Photos. In einem vorangegangenen Tipp-Artikel haben wir die Sicherung deiner Bilder mit Google Photos schon einmal beleuchtet. Heute geben wir noch ein paar weitere Tipps.

Google Photos archivieren

Die Übersicht von Google Photos ist vollgestopft mit diversen Bildern und Schnappschüssen. Wenn du dort ein wenig Ordnung hineinbringen möchtest besteht nun die Möglichkeit, Bilder zu archivieren. Diese sind dann immer noch gespeichert, befinden sich jedoch nicht mehr in der Übersicht, sonder in einem eigenen Archiv-Ordner. Von dort können sie jederzeit wieder ans Tageslicht geholt werden.

Fotos können aus der Übersicht entfernt und in ein Archiv verschoben werden.

Fotos mit anderen teilen

Es soll Fotos geben, auf denen sich nicht nur einzelne Personen im Selfie-Modus befinden. Und diese Gruppenfotos können ebenfalls mit anderen geteilt werden. Allerdings wird das oftmals vergessen. Google Fotos hat im letzten Jahr die Funktion Suggested Sharing spendiert bekommen. Diese basiert wiederum auf künstlicher Intelligenz und erkennt automatisch eine Reihe zusammenhängender Fotos. Hast du schon einmal Fotos mit anderen geteilt kann es sein, dass du nun von Google Photos Personen vorgeschlagen bekommst, um deine Bilder zu teilen. Sofern du das erste Mal Bilder mit anderen teilst klickst du in der App am unteren Bildschirmrand auf die Teilen-Funktion. Hier sind die Alben zu sehen, welche du eventuell schon einmal mit anderen geteilt hast.

Du teilst Bilder mit anderen Kontakten.

Um ein neues Album beziehungsweise Fotos zu teilen klickst du auf den Plus-Button “Jetzt Inhalte teilen”. Du wählst nun Fotos aus und klickst auf den Weiter-Button oben rechts. Als nächstes gibst du einen Empfänger an und verschickst bei Bedarf noch eine Nachricht. Der Empfänger erhält einen Link unter dem er die Bilder abrufen kann. Sollte er ebenfalls Google Photos nutzen sind die Bilder unter dem Teilen-Button abrufbar. Von dort kann eine Weiterbearbeitung erfolgen. Die Bilder können heruntergeladen und in deinem Google Drive gespeichert werden.

Du wählst Bilder aus und gibst danach die E-Mail-Adresse des Kontaktes ein.
Jedes erhaltene Bild kannst du runterladen, um es in deinem Google Photos zu speichern.

Heruntergeladene Bilder markierst du bei Bedarf über den Herz-Button als Favorit, Kommentierst sie oder suchst mit dem Google LENS-Button nach ähnlichen Fotos im Netz. Das Kommentieren der Bilder kann bei dem kompletten Album oder auch nur bei einzelnen Bildern erfolgen. Über die drei Punkte gelangst du in das Menü der Teilen-Funktion. Hier teilst du das Album weiter, wählst einzelne Bilder aus oder kopierst über den Menü-Punkt “Option” den Link zum teilen des Albums. Weiterhin kann hier das Album verlassen werden.

Im Menü der Teilen Funktion kann das Album auch wieder verlassen werden.

Speicherplatz freigeben

Mit Google Photos kommt der Normalnutzer eigentlich nie in die Bredouille nicht mehr genügend Speicherplatz zu haben. Denn sobald der Speicher deines Smartphones zur Neige kannst du bei Google Photos die Funktion “Speicherplatz freigeben” nutzen. Diese ist im Menü abrufbar und löscht Bilder vom Speicher deines Smartphones, welche aber weiterhin in der Google Photos-App abrufbar sind. Du erhältst per Klick sofort eine Übersicht des Speicherplatzes, welcher auf deinem Gerät freigegeben werden kann. Nachdem der Speicher frei ist befinden sich die Fotos immer noch in der Cloud, wo du sie bei Bedarf immer wieder erneut herunterladen kannst.

Google schlägt vor, Speicher freizugeben und die Bilder vom Gerät zu löschen.

Fotos wiederfinden

In Zeiten von Smartphone-Kameras geht das Fotografieren sehr schnell. Und so sammeln sich Unmengen an Fotos auf deinem Smartphone beziehungsweise in der Cloud. Doch wie willst du ein Bild wiederfinden, von dem du kein Datum mehr im Kopf hast. Du weißt nur ungefähr, wer oder was darauf zu sehen ist. Hier hilft die praktische Suchfunktion, welche Bilder anhand von Begriffen wiederfindet. Am oberen Bildschirmrand tippst du einmal ins Leere, um die schon vorhandenen Vorschläge aufzuklappen. Hier sind Orte verzeichnet (anhand deiner Google-Routenplanung), Selfies, Videos, Screenshots, Filme und vieles mehr.

Du gibst einen Begriff in die Suchleiste ein und Google Photos zeigt passende Bilder.

Weiterhin gibst du eigene Begriffe an und schon werden alle dazu passenden Bilder angezeigt. Allerdings hat es Google nicht so mit der Genauigkeit. Aus Meerschweinchen und kleinen Babys werden schnell mal Hunde und eine Einschulung mit Schultüte wird überraschend unter Bier zugeordnet. Nicht perfekt aber es funktioniert einigermaßen.

Nicht immer stimmt das Ergebnis mit dem gesuchten Begriff überein.

Fotosuche mit Emojis

Fotos können ebenfalls gefunden werden, wenn du in der Suchleiste einen Emojis eingibst. Bei mir ergab die Suche mit einem lachenden Emojis lauter fröhlich lachende Menschen auf den Bildern. Auch ein Blumenstrauß-Emojis zeigte Ergebnisse von Blumenbildern beziehungsweise Personen, welche Blumen in der Hand halten, an.

Auch durch die Eingabe von Emojis können Bilder angezeigt werden.

Fotos mit Label versehen

Um ein Foto mit einem Label zu versehen rufst du dieses auf und klickst auf die drei Punkte oben rechts. Dort findest du den Info-Button. Per Klick darauf erfährst du, wann das Bild aufgenommen wurde, an welchem Standort, mit welchem Gerät oder welche Blende genutzt wurde. Unterhalb des Titels befindet sich eine Leerzeile in welche du deine Beschreibung des Fotos, das Label, eingibst. Somit kann das Bild immer unter dieser Beschreibung gefunden werden.

Um ein Label zu vergeben klickst du innerhalb des Bildes auf die drei Punkte und den Info-Button.
Nun vergibst du einen Titel.

Gesichtserkennung aktivieren

Die Gesichtserkennung von Google Photos ist standardmäßig nicht in Deutschland verfügbar. Es scheitert an den deutschen Datenschutzbestimmungen. Jedoch ist die Gesichtserkennung schon in deutscher Sprache programmiert und kann mit einem Trick dennoch aktiviert werden: Du wählst dich über ein VPN (F-Secure Freedome VPN – die App kann 4 Tage kostenlos getestet und muss erst danach abonniert werden) mit einer IP-Adresse in den USA ein und öffnest dann deine Google Photos App. In den Einstellungen erscheint sofort eine neue Option: Ähnliche Gesichter gruppieren/Einstellungen für Gesichtergruppierung verwalten. Du aktivierst die Option für Personen und Personen und Haustiere und kappst danach die VPN. Die Gesichtserkennung bleibt aktiviert, auch wenn du jetzt wieder über eine deutsche IP-Adresse in Netz gehst.

Über VPN kannst du die Gesichtersuche auch für Deutschland freischalten.
Du wählst Gesichtsgruppierung und Haustiere mit Personen anzeigen aus.

Als nächstes tippst du auf die Option Alben am unteren Bildschirmrand. Hier findet sich jetzt am oberen Bildschirmrand ein Album mit dem Titel Personen. Dort werden dann alle erkannte Gesichter hinterlegt, nach denen du suchen kannst. Bis die Gesichtserkennung funktioniert kann es aber ein paar Tage oder auch Wochen dauern.

Es kann ein wenig dauern, bis die Gesichter angezeigt werden.

Gerade das Scannen alter Fotos hat nicht gerade eine hohe Priorität. Neue Fotos sollen allerdings gleich gescannt werden. Weiterhin zeigt Google Photos jedes erkannte Gesicht an, auch das einer Werbeperson auf einem Plakat im Hintergrund eines Fotos. Um diese Gesichter nicht noch einmal angezeigt zu bekommen markierst du sie und klickst dann auf den Button ausblenden. Die Gesichter werden nun nicht mehr angezeigt.

Unter dem Tab Alben findet sich nun auch die Personensuche.
Sofern es dann funktioniert werden hier die erkannten Gesichter angezeigt.

Hast du die Gesichtserkennung aktiviert musst du dir allerdings im Klaren darüber sein, dass Google deine Fotos analysiert und scannt. Die Namen, welche du dann den Personen zuordnest, sind damit auch bei Google bekannt. Du entscheidest über die Privatsphäre anderer Menschen die aber nichts davon wissen und das ist in Deutschland ohne Einverständnis der fotografierten Personen (sofern es nicht du selbst bist) nicht erlaubt.

Google Lens

Googles künstliche Intelligenz, zu der auch Google Lens gehört, sucht auf Bildern und Sehenswürdigkeiten nach weiteren Informationen. Vormals war Google Lens nur exklusiv für die Pixel Phones verfügbar. Mittlerweile kann die App aber von allen Androiden ab Version 6.0 heruntergeladen werden. Nach dem Download kann es aber auch etwas dauern, bis Google Lens einsatzbereit ist. Auf den Pixel-Phones wählst du Google Lens direkt im Menü der Kamera aus. Du hältst dein Phone an das zu scannende Objekt (Gegenstand oder Text) und tippst auf das Display. Lens macht einen Vorschlag, um was es sich handeln könnte. Du bewertest mit Daumen hoch oder Daumen runter. Danach sucht Lens nach Ergebnissen aus dem Netz.

Du aktivierst Google Lens und hältst das Objekt in die Kamera.
Google Lens macht aus einem Meerschweinchen schnell mal einen Terrier ;-)

Auf allen anderen Androiden lädst du die App herunter, öffnest sie und meldest dich mit deinem Google Konto an. Weiterhin erteilst du die Berechtigung, dass Google Lens Sprach- & Audioaktivitäten aufzeichnen darf (Big Brother is watching you). Die App kann nun direkt genutzt werden. Jedoch nicht, wie beim Pixel, direkt aus der Kamera-App heraus, sondern als eigenes Programm. Sollte Lens nicht sofort funktionieren kann es helfen, die Google-App zu aktualisieren.

Google Photos Assistent

Der Google Photos Assistent wird ebenfalls in der App am unteren Bildschirmrand aufgerufen. Mit dem Assistent erstellst du neue Alben, Filme, Animationen oder Collagen. Um ein Album zu erstellen suchst du dir einfach die Bilder aus, welche in das Album hinein sollen und vergibst einen Titel. Per Klick auf den Button “Album erstellen” wird das Album fertiggestellt und ist nun unter dem Tab Alben aufgeführt. Auch einen Film kannst du ganz leicht erstellen. Hierfür hat Google diverse Vorschläge, wie zum Beispiel “Sie wachsen so schnell heran”, “Miezi-Film”, “Hundi-Film” (keine Ahnung welcher Entwickler solch bekloppte Namen vergibt), “In liebevoller Erinnerung” und vieles mehr. Einige Film-Ideen sind zwar schon länger bekannt (Muttertags-/Vatertagsfilm, Film zum Valentinstag), waren jedoch bei mir erst sichtbar, nachdem ich mich per VPN in Amerika eingewählt hatte. Einige Filme lassen sich ebenfalls nur erstellen, wenn Gesichtergruppen erkannt wurden, wobei es hier wieder hakt, da die Gesichtergruppen zwar freigeschaltet sind, jedoch noch nicht erkannt werden.

Einige Filme sind auch erst nach der Nutzung eines VPNs sichtbar.

Ebenfalls können mit dem Assistenten noch Animationen und Collagen erstellt werden. Dafür wählst du dir die benötigten Fotos (2-50 Stück) aus und klickst auf erstellen. Weiterhin hat der Assistent Vorschläge für dich, um Inhalte zu archivieren oder vergangene Tage neu zu entdecken. Es werden Fotos für Alben vorgeschlagen oder Fotos stilisiert. Diese Vorschläge kannst du prüfen und bei Bedarf speichern.

Über den Assistent erstellst du Collagen oder kleine Filme.

Fazit

Google Photos hat eigentlich ziemliche viele coole Funktionen. Jedoch sind einige davon in Deutschland aufgrund der Datenschutzbestimmungen nicht zugelassen und können nur mit einem Trick freigeschaltet werden. Aber selbst, wenn die Funktionen freigeschaltet sind kann es dauern, bis sie auch wirklich funktionieren. Google Photos hakt also noch an allen Ecken und Enden und das, obwohl die App schon seit einigen Jahren auf dem Markt ist.