Start Im Test Testbericht: Erster Eindruck zum Moto G der dritten Generation (2015)

Testbericht: Erster Eindruck zum Moto G der dritten Generation (2015)

Das neue Moto G ist da, und somit eines der Smartphones, auf das viele Geeks und Android-Fans im Einsteiger-Segment gewartet haben. Doch das neue Moto G ist mit einer UVP von 249 Euro bei weitem kein Einsteiger-Gerät mehr. Ob es für den neuen Preis auch mehr zu bieten hat oder sogar das Gegenteil der Fall ist, verrät dir unser Testbericht.

Die Moto G-Reihe ist mittlerweile als feste Größe in der Android-Fangemeinde etabliert. Die erste Generation verkaufte sich damals in 2013 unglaublich gut und war bis dato Motorolas meistverkauftes Android Smartphone. Das Geheimnis des Erfolges der Reihe, ist der außerordentlich gute Gegenwert den der Kunde für wenig Geld erhält. Bei der zweiten Generation betrieb man vorsichtige Produktpflege, und brachte einige sinnvolle Ergänzungen wie zum Beispiel Dual-SIM.

Ende Juli wurde nun die dritte Generation des “Klassikers” vorgestellt und ging auch gleich in den Verkauf. Ob sie den „Spirit“ der Vorgänger behält, und ob die Neuerungen diesmal gravierender ausfallen und vor allem: Ob sich der Umstieg von einem der Vorgänger lohnt, erfahrt ihr in unserem Testbericht über die Variante mit 8 GByte Speicher und 1 GByte RAM.

Die 16/2GB Version gibst nur über den MotoMaker, mit dem ihr jetzt auch das G nach euren wünschen designen könnt
Die Version mit 2 GByte RAM und 16 GByte ROM-Speicher gibt es nur über den MotoMaker, mit dem ihr jetzt auch das G nach euren Wünschen designen könnt

Allgemeines

Vorweg gesagt: Zubehörseitig ist auch bei dieser Generation wieder gähnende Leere in der Verpackung angesagt. Ausschließlich ein USB-Kabel liegt bei. Kein Netzteil. Keine Ohrhöhrer, die als Antenne für das eingebaute Radio dienen könnten. Die Kopfhörerbuchse ist oben. Laut der Produkbeschreibung bei Amazon soll dem Moto G auch ein Headset beiligen, dabei dürfte es sich aber um einen Copy&Paste-Fehler handeln. Bei meinem Moto G war definitiv keines dabei, auch kein Ladeadapter.

Auch dieses Jahr ist das Zubehör mager
Auch dieses Jahr fällt das Zubehör sehr mager aus. Laut Amazon gibt es aber normalerweise ein Headset dazu.

Neuigkeiten gibt es dafür vom Innenleben zu berichten. Wo in den ersten beiden Generation noch der gleiche Prozessor seinen Dienst verrichtete, wurde dieses Mal upgegradet und der Nachfolger Snapdragon 410 verbaut, ein 64-Bit fähiger Vierkern-Prozessor der auf 1,4 GHz getaktet seinen Dienst verrichtet. Flankiert wird dieser von einer Adreno 306 GPU die mit 400 MHz taktet. Diese Kombination reicht völlig aus um das System flüssig anzutreiben, auch Spiele laufen flüssig. Ausgestattet ist das 64-Bit-Gerät allerdings mit der 32-Bit-Version von Lollipop 5.1.1. Dafür haben wir nur ein Kopfschütteln übrig.

Dieses Jahr kommen zwei Speichervarianten auf den Markt, die sich im verbauten Arbeitsspeicher unterscheiden. Da gibt es einmal eine 8-GByte-Version mit 1 GByte RAM an der Seite und noch eine 16-GB-Version mit 2 GByte RAM. Letztere kann man jedoch bisher ausschließlich über Motorola beziehen. Ansonsten sind die beiden Geräte technisch identisch. Der praktische Dual-SIM-Slot ist im Vergleich zum Vorgänger leider weggefallen. Auch den zweiten Lautsprecher hat man schlicht gestrichen und den dafür dem Moto X spendiert, was ja beim Moto X auch sinnvoll ist, aber schade beim Moto G.

Der in heutigen Zeiten relativ magere interne Speicher lässt sich glücklicherweise wieder per microSD erweitern, offiziell 32 GByte zusätzlicher Speicher sind hier möglich, mangels 64-Bit-Betriebssystem ist bei 64 GByte definitiv Schluss.

Eine klasse und sinnvolle Verbesserung ist die neue IPX7-Zertifikation, somit ist das Gerät gegen Spritzwasser und zeitweiliges Untertauchen geschützt. Für Dich bedeutet das, falls Dir dein Handy mal ins Wasser fällt und Du es gleich wieder herausfischt, stehen deine Chancen nicht schlecht dass es das überlebt. Auch wenn es mal anfängt zu regnen, während man telefoniert, ist das nicht weiter schlimm. Finde ich persönlich sehr beruhigend. Und die Schutzklasse finde ich auch völlig ausreichend, eine höhere ist nicht unbedingt sinnvoller.

Denn genau auf diesen kurzen Moment kommt es mir ja auch nur an. Ich persönlich kenne niemanden der wirklich mit seinem Handy Schwimmen oder Duschen geht, oder gar Unterwasserfotografie betreibt. Bedenkt man die Preisklasse ist das ganze natürlich noch viel stärker. Der Schutz wird durch Gummidichtungen realisiert die sich unter der Plastikabdeckung befinden. Damit das auch funktioniert muss man natürlich penibel darauf achten, dass die Abdeckung auch genau angebracht ist. Ein Aufkleber auf dem Backcover erinnert euch nochmal daran und zeigt zur Sicherheit ein How-to, unbedingt achten solltest Du auf den Bereich um die Kamera.

Gummidichtungen sorgen für die IPX7-Zertifizierung
Gummidichtungen sorgen für die IPX7-Zertifizierung.

Durch die physische Abdichtung verzichtet Motorola beim neuen Moto G nun auf das Nano-Coating, das bisher bei allen Motorola-Modellen zum Einsatz kam. Wenn die Klappen also nicht dicht sind, ist das neue Moto G 2015 schlechter gegen eindringendes Wasser geschützt, sind sie hingegen dicht, dann laut Papier besser.

Ein ganz klarer Punkt der die Reihe bisher ausgemacht hat, und sie auch so erfolgreich werden ließ, war der niedrige Preis. Der liegt bei der  dritten Generation mit 249,- Euro (UVP) leider etwas höher und vor allem über der magischen 199-Euro-Grenze. Dafür hat Motorola auch zwei, wie ich finde, wichtige Verbesserungen an genau den richtigen Stellen vorgenommen: Kamera und Wasserdichtigkeit. Auf der anderen Seite wird der Straßenpreis, zumindest von der kleinen Variante, ziemlich sicher relativ schnell auf unter 200 Euro sinken. Das zeigt zumindest die Erfahrung. Der aktuelle Amazon-Preis für das Moto G liegt bei 229 Euro für die weiße oder schwarze Version. Du kannst aber auch die anpassbare Variante als MotoMaker-Code bei Amazon für 249 Euro kaufen.

Die Performance von der kleinen Version war jetzt nicht schlecht, trotzdem würde ich im Zweifelsfall immer zur Version mit mehr RAM und ROM greifen. Fairerweise muss man sagen das die 279 € (UVP) kostet, man für 299 € aber schon das wesentlich besser ausgestattete Moto X der zweiten Generation bekommt. Dieses ist jedoch nicht wasserfest.

Design und Verarbeitung

Beide Vorgänger bestachen durch ein zwar einfaches aber schickes Design. Sie waren griffig und sahen einfach gut aus. Im großen und ganzen hat man das beibehalten. Designtechnisch hat man dieses Jahr den neu hinzugekommenden Dual-LED Blitz, die Kamera und das Moto-Logo durch ein Element verbunden. Das passt einfach nicht dorthin finde ich. Dadurch geht der cleane Look verloren den die Rückseite vorher hatte, und es wirkt ein klein wenig billig und wie eine Kopie von LG. Glücklicherweise kann man aber jetzt auch wie beim großen Bruder Moto X, hier die Farben im Motomaker variieren und dem Gerät dadurch eine persönliche Note verleihen. So kann man diesen unnützen Balken wenigstens als Farbakzent nutzen.

Der Grill für den Mono-Lautsprecher hat Motorola jetzt versenkt. Früher stand er etwas hervor.
Der Grill für den Mono-Lautsprecher hat Motorola jetzt versenkt. Früher stand er etwas hervor.

Auch die gewölbte Geräterückseite ist erhalten geblieben. Die kann i Moto Maker graviert werden, und es lässt sich ein Begrüßungstext und eine Wallpaper aussuchen. Schöpft ihr alle Möglichkeiten voll aus, liegt ihr dann allerdings bei 309 Euro. Hier sei nochmal das Moto X 2nd Generation, das vorjährige Flaggschiff erwähnt. Genau wie bei diesem liegt das Motorola Logo auf der Rückseite in einer Vertiefung. Beim X sorgt die, trotz der Größe, für ein exzellentes Handling. Beim vorliegenden Gerät ist sie leider nicht tief genug um den gleichen Effekt zu erzielen.

Die Verarbeitung ist aber wie bei den Vorgängern absolut tadellos. Es knarzt rein gar nichts, die Spaltmaße sind gering. Lautsprecher und Mikrofon sind dieses Mal als Vertiefung designt, das sieht wirklich gut aus, ist aber leider perfekt um Schmutz und Staub geradezu anzuziehen und festzuhalten.

Performance und Software

Ausgeliefert wurde mein Gerät (von Amazon) mit der 32-Bit-Version von Lollipop 5.1.1, wie bei Motorola üblich mit fast purem Android. Ausschließlich die bekannten Moto-Apps sind vorinstalliert. Von Bloatware kann man hier aber nicht sprechen. Ganz im Gegenteil. Motorola versucht, nach eigenen Angaben, das pure Android nur durch Apps zu ergänzen die dem Nutzer wirklich helfen. Und das muss man ihnen wirklich bescheinigen: Moto Action, Moto Infos, Moto Migrate, das sind alles Anwendungen die euch im Alltag echt helfen. Und das out of the box. Ansonsten findest Du wie gesagt absolut pures Android vor, das stellt einen großen Vorteil dieses Gerätes dar, und ist in seiner Preisklasse ein Alleinstellungsmerkmal.

Auch in der Mittelklasse gibst die volle Moto-Packung
Auch in der Mittelklasse gibst die volle Moto-Packung

Das Navigieren durch die Menüs geht sehr flott, auch wenn der Snapdragon 410 mit 23000 Zählern bei AnTuTu eher schlecht abschneidet. Die rund 2000 Punkten beim HTML-5-Test von Vellamo, und auch die restlichen Ergebnisse des Vellamo-Benchmarks zeigen aber, dass die verbaute CPU genügend Power besitzt.

Im heimischen WLAN funktioniert der Seitenaufbau, trotz fehlendem ac-Standard schnell. Die Empfangsstärke ist ausreichend gut. Genau wie in den Jahren zuvor unterstützt das Moto allerdings auch nur wieder das mancherorts sehr überlaufene 2,4GHz-Band. Auf der mobilen Seite hat es LTE CAT4 verbaut, womit ihr bei entsprechendem Datentarif mit bis zu 150MBit Download surft.

Trotz fehlendem ac-Wlan ist es absolut flott unterwegs
Trotz fehlendem ac-Wlan ist es absolut flott unterwegs.
LTE Cat4 ist dieses Mal gleich von Anfang an dabei
LTE Cat4 ist dieses Mal gleich von Anfang an dabei.
Auch unterwegs ist man schnell unterwegs
Auch unterwegs ist man dank LTE schnell unterwegs.

Display

Hier hat sich im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert. Verbaut wird ein 5 Zoll großes IPS-HD Display mit 1.280 x 720 Pixel (320ppi) welches subjektiv einen guten Kontrastwert aber keine hundertprozentige Blickwinkelstabilität gewährleistet. Schwarz ist eher grau, ich habe allerdings auch schon Geräte gesehen bei denen das gravierender ausfiel. Geschützt wird es durch Corning Gorilla Glass 3. Der Touch reagiert flott auf alle Eingaben und der Finger gleitet gut übers Display. Hier gibt es rein gar nichts zu meckern. Die Ränder sind nun nicht die schmalsten, aber gehen für die Preisklasse in Ordnung, genau wie die maximale Helligkeit. Wenn man genau hinschaut kann man eine leichte Streifenbildung beobachten.

Kamera

Bei beiden Vorgängermodellen war die Kamera ein großer Kritikpunkt, Motorola scheint glücklicherweise auf die Nutzer zu hören, und hat sie dieses Jahr gehörig verbessert. Zum Einsatz kommt jetzt eine 13MP Hauptkamera mit einer f/2.0-Blende sowie einem CCT-Doppel-LED Blitz der für eine natürlichere Farbdarstellung sorgen soll. Draußen bei Tageslicht macht die Kamera für ihre Preisklasse wirklich außergewöhnlich gute Fotos mit einem hohen Dynamikumfang. Das bedeutet auch in Schattenbereichen kann man Details noch gut erkennen.

Doch auch Drinnen und mit Kunstlicht fallen die Ergebnisse erstaunlich gut aus. Hier weisen die Fotos allerdings einen leichten Rotstich auf, den sie draußen nicht zeigen. Insgesamt liefert die Kamera eine wirklich gute Qualität, und ist mit Moto Action sprichwörtlich „im Handumdrehen“ einsatzbereit. Der Autofokus ist recht fix, und man kann schnell hintereinander mehrere Schüsse eines Motivs anfertigen. Hervorheben muss ich auch, dass abends und nachts stimmunsvolle Bilder gelingen. Die lichtstarke Blende leistet wirklich hervorragende Ergebnisse. Was mich persönlich während des Testens gestört hat, ist das ein Tip auf’s Display standardmäßig die Fotoaufnahme auslöst, statt die manuelle Fokussierung. Das lässt sich jedoch im Menü ändern. Man kann einen festen Fokus dann mit dem Finger verschieben. Selbst wenn man das Handy dann bewegt bleibt der Fokus auf der voreingestellten Position. Auf RAW-Support und die Camera2-API hat Motorola hingegen verzichtet.

Die Kamera ist sehr gut, mit camera2 API wäre sie noch besser
Die Kamera ist sehr gut, mit camera2 API wäre sie noch besser.

Vorinstalliert ist die einfache Google Kamera App die sich sehr gut und leicht bedienen lässt, deren Funktionsumfang aber eher gering ist. Alternativ gibt es im Play Store andere gute Kamera-Apps wie zum Beispiel Camera Zoom FX oder Manual Camera.

Mit letztgenannter könnt ihr testen ob euer Smartphone Google’s neue Camera2 API unterstützt. Würde es das tun, könntet ihr mit speziellen Kamera-Apps wie halt Manual Camera, und einer Android LP Version Features wie RAW-Fotografie, manuelle Belichtungszeit und vieles mehr nutzen. Die Kamera des neuen Moto G3 unterstützt das aber leider nicht. Was ich sehr schade finde, hier könnte man sonst noch eine ganze Menge mehr aus der guten Knipse rausholen.

Die FullHD-Videoaufnahmen weisen eine knackige Schärfe und einen genauso hohen Dynamikumfang wie beim fotografieren auf. Der Autofokus funktioniert zuverlässig. Während der Testaufnahmen stotterte die Aufnahme auf dem Bildschirm, beim Abspielen nachher war davon jedoch nichts zu sehen. Aufgrund der fehlenden Bildstabilisation muss man jedoch eine ruhige Hand haben. Nach einer halben Stunde filmen hatte sich das Gerät spürbar erwärmt, war aber nicht unangenehm heiß. Hier ein paar Testfotos:

MotoG-Eisdiele

MotoG-Wochenmarkt

MotoG-Marktblumen

 

Da die sehr gute Kamera in dieser Preisklasse meiner Meinung nach ein Hauptaspekt für eine Kaufentscheidung ist, werde ich sie noch die ganze 32. Kalenderwoche hindurch testen und die Fotos auf mein Google+ Profil hochladen. Bei Interesse könnt ihr da einfach vorbeischauen. Die Sammlung heißt „MotoG3-Testfotos“.

 

Akkuleistung

Gleich vorweg: Das Moto G unterstützt weiterhin kein drahtloses Laden via Qi und auch kein Quick Charge.

Die Videoaufnahme gegen Ende zog nochmal deutlich mehr Strom
Im Stresstest von 9 bis 16 Uhr: Die Videoaufnahme gegen Ende zog nochmal deutlich mehr Strom.

Mit einer Kapazität von 2470 mAh ist der fest verbaute Stromspeicher im Vergleich dieses Jahr angewachsen, generell jedoch so mittelmäßig dimensioniert. Der Laufzeit zugute kommen hier natürlich der nicht allzu starke Prozessor und das einfache Display. Mich selbst könnte man als Power User bezeichnen, und ich bin mit meinem alltäglichen Nutzungsprofil und einer Akkuladung absolut nicht über den Tag gekommen. Komme ich aber auch mit meinem Moto X 2 nicht, und keinem Android davor. Das heisst nun also nicht dass der Akku nicht ausreichend bemessen ist. Ich denke im Normalgebrauch schlägt er sich durchaus gut.

Ich konnte mich mal einen Tag etwas zusammenreißen und kam dann auf knapp 12 Stunden Laufzeit, was in meinen Augen für eine normale Nutzung mit Whats App, Twitter Google+, Nachrichten und etwas Musik hören eigentlich ein ganz guter Wert ist. Damit dürfte man locker über den Tag kommen. Erst recht wenn man mal auf Energiesparmodus stellt, falls man das Handy für länger weglegt. Der erreicht nämlich eine grandiose Deep Sleep-Zeit. Ihr findet ihn seit Android 5.0 im Burgermenü der Akku-Einstellungen. Die erreichte Screen-on-Time im Stresstest lag bei knapp über 5 Stunden, die Restakkuladung bei 5%.

Die SOT ist ordentlich für die Preisklasse
Die SOT ist ordentlich für die Preisklasse.

Bei genauem Hinschauen der Statistik dürfte dir aber auch aufgefallen sein, dass meine mobile Netzwerkverbindung den Farbcode „Rot“ aufweist (sprich, es steht hier nicht allzu gut um die Netzabdeckung). Das saugt natürlich noch einmal extrem am Akku. Wenn du Otto Normalnutzer bist mit einer guten Netzabdeckung, dann kommst du ziemlich sicher problemlos auf 24 Stunden Laufzeit bei drei bis vier Stunden Display-Zeit.

Fazit

Aufgrund seines Alleinstellungsmerkmals, eines der Geräte zu sein, mit denen man immer auf einer aktuellen Android Version fährt, kann man es schlecht mit anderen Geräten in dieser Preisklasse vergleichen. Andere Hersteller updaten hier gar nicht. Dieses Argument hat schonmal ordentlich Gewicht. Fest steht aber auch, der WOW-Effekt durch den niedrigen Preis ist in diesem Jahr verloren gegangen. Das dürfte Motorola einige Käufer kosten, der fehlende zweite SIM-Slot ebenfalls. Denn den gibt es inzwischen bei praktisch allen anderen Herstellern im gleichen Preissegment.

Für mich ist das Gerät ist seinen Preis aber weiterhin wert. Das Preis- Leistungsverhältnis ist gefühlt zwar nicht mehr so stark wie bei den beiden Vorgängern. Dafür bietet die IPX7-Zertifizierung aber auch einen echten Mehrwert. Eine gewisse Wasserdichtigkeit ist bei jedem Handy sinnvoll, ganz egal welcher Preisklasse es angehört. Wirklich stark verbessert wurde außerdem die bisher etwas schwache Kamera, die nun eine wirklich tolle Bildqualität abliefert. Hier hat Motorola, wie auch schon in den letzten Jahren das richtige Fingerspitzengefühl bewiesen und hat an den richtigen Schrauben gedreht. Die Verarbeitung ist wieder tadellos.

Das Moto G wurde über die Jahre stetig in sinnvoller Weise weiterentwickelt. Zusammen mit dem puren Android und den garantierten, schnellen und langfristigen Updates auf die neueste Android-Version, ist es in dieser Preisklasse zwar nicht mehr unangefochten, aber immer noch eine klare Kaufempfehlung wert!

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