Start Aktuell Sonnenfinsternis am 20. März: Forscher warnen vor Blindheit durch Selfies

Sonnenfinsternis am 20. März: Forscher warnen vor Blindheit durch Selfies

Am Freitag ist es wieder einmal soweit und eine Sonnenfinsternis überdeckt zwischen 9 und 12 Uhr Europa. Auch hierzulande wird das Spektakel zu sehen sein. Am schönsten hoch oben im Norden,  so nebenbei aber auch bei uns in München. Wie bei jeder Sonnenfinsternis gilt auch hier: Schaue nie direkt in die Sonne.  Dieses Mal dürften aber auch viele Handys auf die Sonne zeigen!

Die letzte größere Sonnenfinsternis war 1999. Damals gab es noch kaum Kamerahandys und Selfies schon gar nicht. Forscher warnen deshalb davor, sich am Freitag ohne Schutz vor die Kamera zu stellen und ein Bild der Sonne  oder ein Selfie von der Sonne und von sich selbst zu erhaschen. Allzu leicht könnte man dabei ungewollt auch in die Sonne oder über die Spiegelung auf dem Smartphonedisplay zu lange in das Sonnenlicht schauen und sich so eine bleibende Verletzung an der Netzhaut zuziehen, die bis zu Blindheit führen kann, wie The Telegraph schreibt.

Das Gefährliche besteht dabei nicht am Selfie oder dem Foto der Sonne, sondern daran, dass das Auge ausgetrickst wird. Es glaubt, dass weniger Licht vorhanden ist und schließt sich nicht automatisch genügend. In Wirklichkeit ist die Strahlung aber trotz leichter Dunkelheit weiterhin sehr hoch. Deshalb bringt es auch nichts, für das perfekte Sonnenfinsternisselbstportrait eine Sonnenbrille zu tragen: Einzig und allein Schutzbrillen mit den entsprechenden Filtern, die extra für eine Sonnenfinsternis gemacht sind, bieten genügend Schutz.

Wer’s nicht glaubt: einfach mal heute versuchen ein Foto von sich selbst und der Sonne zu machen. Das spiegelt extrem im Display und reicht schon, um für ein paar Minuten lang lediglich ein paar bunte Flecken anstelle eines scharfen Bildes zu sehen. Und das, obwohl hier der natürliche Schutzmechanismus des Auges funktioniert. Also am besten das Smartphone entweder per Fernauslöser benutzen oder es einfach mal links liegen lassen und das Naturschauspiel genießen. Fotos wird es im Internet eh mehr als genug geben ;-)

Solche Aufnahmen wie hier 2011 über dem Chiemsee lassen sich nur mit professionellem Equipment und entsprechender Vorbereitung erstellen. Foto: Sgbeer, wikimedia.org, CC BY-SA 3.0
Solche Aufnahmen wie hier 2011 über dem Chiemsee lassen sich nur mit professionellem Equipment und entsprechender Vorbereitung erstellen. Foto: Sgbeer, wikimedia.org, CC BY-SA 3.0

Keine Angst haben müssen alle, die das Handy nur als Monitor für das Geschehen benutzen und die Sonnenfinsternis zum Beispiel mit der Re Camera von HTC oder den WiFi-Objektiven von Sony ablichten. Ein Android-Smartphone eignet sich bei professionellen Spiegelreflexkameras ebenfalls optimal als sichere Möglichkeit, um mit Apps wie DSLR Controller oder PhotoIRmote Fotos zu schießen, ohne direkt durch den Sucher schauen zu müssen.

 

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