Start Magazin Root-Apps für Android, die auf keinem gerooteten Smartphone fehlen dürfen – Teil...

Root-Apps für Android, die auf keinem gerooteten Smartphone fehlen dürfen – Teil 3

Wir waren wieder auf der Suche nach interessanten Root-Apps und stellen sieben besonders tolle hier vor. Dabei sind auch dieses Mal populäre Apps und weniger bekannte Tools. Wenn du ein Root-User bist und die eine oder andere passende App noch nicht gefunden hast, dann wirst du in unserem Artikel bestimmt fündig.

Ein gerootetes Android-Gerät ohne die passenden Anwendungen macht nur halb so viel Spaß. Gut, dass der Google Play Store über ein breites Repertoire an praktischen Root-Apps verfügt. Vom Ändern einer bestimmten Farbe im System bis zum Einbauen eines neuen Features. Dank den unterschiedlichen Root-Apps besitzt der User die freie Auswahl, den geschätzten Androiden nach den eigenen Wünschen zu modifizieren.

Doch um sich erstmal durch die Menge an Apps durchzuwühlen und anschließend im besten Fall die genau richtige App zu finden, braucht es Zeit, viel Zeit. Zeit, in der man sich um wesentliche Dinge kümmern könnte: etwa das Übertakten des Prozessors oder dem Rausschmiss einer liebgehassten Funktion. Damit du nicht noch mehr wertvolle Zeit vergeudest, haben wir diese kleine Serie gestartet, in der wir uns Root-Anwendungen einmal genauer anschauen und vorstellen. Vielleicht findest du dabei genau die App, nach der du schon lange gesucht hast.

Dies ist der dritte Teil zu den besten Root-Apps für Android. Den ersten Teil findest du über diesen Link, den zweiten Teil erreichst du über diesen Link.

1. Recently von Chainfire

icon-recentlyEigentlich müssten wir in dieser Serie fast alle Apps von Chainfire vorstellen, denn jede ist für sich genommen ein kleines Kunstwerk. Als besonders praktisch im täglichen Einsatz und mit Android 5 oder neuer erweist sich Recently. Damit verringerst du die Liste der aktiven Apps auf die Anwendung, die auch tatsächlich aktiv sind.

Wenn du Android 5 oder bereits Android 6 „Marshmallow“ benutzt, dann kennst du das Problem bestimmt: Der Fensterbutton für das Multitasking zeigt nicht nur alle Chrome-Tabs an, sondern auch alle Apps, die du in den vergangenen x Tagen jemals gestartet hast. Das ist beim aktiven Multitasking nicht wirklich hilfreich, denn meistens muss man sehr lange scrollen, um an die gewünschte App zu gelangen. Zudem gibt es von Google selbst keine Möglichkeit, alle Apps auf einmal zu beenden.

Oben rechts den Schalter umlegen, und schon sind nur noch die Apps im Fenstermenü sichtbar, die auch aktiv sind.
Oben rechts den Schalter umlegen, und schon sind nur noch die Apps im Fenstermenü sichtbar, die auch aktiv sind.
Diese Liste sieht doch deutlich aufgeräumter aus als ohne Recently...
Diese Liste sieht doch deutlich aufgeräumter aus als ohne Recently…

In beiden Fällen schafft Recently Abhilfe: Ist die App aktiv (oben links einfach den Schalter umlegen), dann werden nur noch die Apps aufgeführt, die auch tatsächlich am Laufen sind. Zudem kannst du auf Wunsch einen Button anzeigen lassen, um alle Apps zu beenden. Recentyl ist gratis. Einige Funktionen gibt es nur gegen Spende via In-App-Kauf.

[root] Recently
[root] Recently
Entwickler: Chainfire
Preis: Kostenlos+

2. System App Entferner (ROOT)

icon-system-app-enferner

Titanium Backup haben wir ja bereits im ersten Teil unserer Serie vorgestellt. Auch damit lassen sich nicht erwünschte Apps entfernen. Einfacher klappt dies jedoch mit dem System App Entferner vom chinesischen Entwickler Jumobile. Die App listet nach dem Start (und nach Erlangen der Root-Rechte) sämtliche vorinstallierten Anwendungen auf und bietet diese zum Löschen an. Dabei gibt es keine Unterschiede zwischen gut und böse, du kannst also auch den Play Store oder das Google Dienste Framework löschen, allerdings stehst du dann ohne Custom Recovery recht blöde da. Deshalb solltest du den orangefarbenen Hinweis von wegen „sollte behalten werden“ ernst nehmen.

Die Hinweise bezüglich "sollte behalten werden" nimmst du am besten Ernst.
Die Hinweise bezüglich „sollte behalten werden“ nimmst du am besten Ernst.
Zu jeder App kannst du dir detaillierte Informationen anzeigen lassen.
Zu jeder App kannst du dir detaillierte Informationen anzeigen lassen.

System App Entferner ist gratis und finanziert sich über Anzeigen. Es gibt die App auch zum Preis von 1,38 Euro ohne Reklame.

System App Entferner (root needed)
System App Entferner (root needed)
Entwickler: Jumobile
Preis: Kostenlos+

3. Wifi key recovery

icon-wifi-key-recoveryMit deinem Smartphone hast du dich bereits erfolgreich ins WLAN deiner Freundin eingeloggt, aber jetzt müsstest du mit dem Notebook online gehen. Kein Problem, schließlich speichert Android ja die Passwörter. Aber wie kommst du wieder an das Passwort heran, wenn sich die Checkbox für Passwörter anzeigen nicht aktivieren lässt? Ganz einfach: mit der App Wifi Key Recovery vom Entwickler Inversion. Sie liest die Passwörter ohne Hack direkt aus der Datei wpa_supplicant.conf aus. Die einzige Magie, die die App anwendet, besteht darin, dass sie auch weiß, an welcher Stelle man die passende Datei findet. Denn je nach Hersteller, Android-Version und ROM befindet sich der Schlüssel an einer anderen Stelle. Die meisten Hersteller legen die benötigten Informationen unter /data/wifi oder /data/misc/wifi ab.

Wenn du also deinen eigenen WPA- oder WEP-Key nicht mehr weißt, dann hol dir die App Wifi key recovery. Die App ist gratis und verzichtet auf Reklame.

[ROOT] Wifi key recovery
[ROOT] Wifi key recovery
Entwickler: Inversion
Preis: Kostenlos
  • [ROOT] Wifi key recovery Screenshot
  • [ROOT] Wifi key recovery Screenshot
  • [ROOT] Wifi key recovery Screenshot

4. AFWall+

icon-afwallplusEine Firewall ist eine praktische Sache, wenn auf dem Smartphone Internetverkehr entsteht, den man lieber nicht hätte. Nun gibt es dazu mehrere Lösungen für Android, von denen AFWall+ aus mehreren Gründen zu den besten gehört: Zunächst steht der Quellcode der App unter einer freien Lizenz, das Design sieht nicht altbacken aus und — am wichtigsten — AFWall+ arbeitet direkt mit iptables zusammen, benutzt also die im Linux-Kernel integrierte Firewall und nicht irgendeine externe VPN-Lösung, die wenig vertrauenserweckend wirkt.

Zu den weiteren besonderen Features gehört die Unterstützung für den Gerätemanager. Damit lässt sich verhindern, dass die App ohne Erlaubnis einfach so gelöscht wird. Zudem lassen sich die Filterregeln für die Firewall exportieren und importieren.

Je nach Gewohnheit arbeitest du mit einer Whitelist oder einer Blacklist für die Verbindungen.
Je nach Gewohnheit arbeitest du mit einer Whitelist oder einer Blacklist für die Verbindungen.
Die App lässt sich auch weitgehend dem eigenen Geschmack anpassen, was das Aussehen angeht.
Die App lässt sich auch weitgehend dem eigenen Geschmack anpassen, was das Aussehen angeht.

AFWall+ ist gratis und kommt ohne Werbung aus, du kannst den Entwickler aber mit einer Spende unterstützen. Die App ist in zahlreiche Sprachen übersetzt. Wenn Root und Firewall, dann kommt eigentlich nur AFWall+ in Frage!

AFWall+ (Android Firewall +)
AFWall+ (Android Firewall +)
Entwickler: ukpriya
Preis: Kostenlos

5. LiveBoot

Du biicon-livebootst Linux-Nutzer? Dann wird dich LiveBoot von Chainfire (einmal mehr) wohl nicht umhauen, aber Spaß macht es dennoch. Für alle anderen: LiveBoot ist einfach der Hammer! Die App zeigt dir beim Start keine döse Animation eines Herstellerlogos sondern die zentralen Informationen des Android-/Linux-Systems an. Also die Ausgabe von dmesg und logcat. Deine Freunde werden staunen, wie du dein Android-Smartphone so gehackt hast :-) Kombiniert mit einem transparenten Boot-Logo des Herstellers sieht das schon recht geil aus. LiveBoot funktioniert nicht auf allen Systemen, es gibt aber eine Testfunktion in der App, die recht sicher voraussagt, ob es mit der Anzeige auf deinem Gerät  klappt.  Auf Wunsch kannst du die Ausgabe der Log-Informationen auch gleich in eine Datei schreiben lasssen. Das verlangsamt aber den Boot-Vorgang enorm und sollte deshalb nur zur Fehlersuche benutzt werden.

LiveBoot ist simpel gestrickt und bietet in der Gratisversion nur das Kernfeature.
LiveBoot ist simpel gestrickt und bietet in der Gratisversion nur das Kernfeature.
Ungefähr so oder noch hübscher könnte auch dein Boot-Bildschirm schon bald aussehen.
Ungefähr so oder noch hübscher könnte auch dein Boot-Bildschirm schon bald aussehen.

LiveBoot ist gratis und verzichtete auf Anzeigen. Wie bei den meisten Apps von Chainfire kannst du den Entwickler via In-App-Kauf unterstützen oder die Pro-Features für lau freischalten (PseudoPro).

[root] LiveBoot
[root] LiveBoot
Entwickler: Chainfire
Preis: Kostenlos+

6. Root Booster

icon-root-boosterMit dieser App vom tschechischen Entwicker Dominik Nožka verlängerst du auf Wunsch die Akkulaufzeit deines Androiden oder richtest das Smartphone auf möglichst gute Performance ein. Die App ändert dazu automatisch einige Kern-Einstellungen an deinem Gerät, sie eignet sich somit auch für alle, die mit den Einstellungen von Device Control oder anderen Root-Tuning-Apps überfordert sind. Allerdings bietet Root Booster nur die grundlegenden Funktionen gratis an. Wenn du also zum Beispiel den Akkusparmodus auswählst, dann schickt die App zwar alle Prozesse in einen Tiefschlaf, kümmert sich dabei aber auch nicht darum, dass du ja vielleicht eingehende Benachrichtigungen erhalten möchtest.

Die Basismodi der App sind gratis, du musst dann aber mit kleinen Einschränkungen leben.
Die Basismodi der App sind gratis, du musst dann aber mit kleinen Einschränkungen leben.
Für alle drei Extremmodi möchte der Entwickler gerne 2,90 Euro haben. Das ist ein fairer Preis.
Für alle drei Extremmodi möchte der Entwickler gerne 2,90 Euro haben. Das ist ein fairer Preis.

 

Die komplette Funktionalität bietet nur der Extrem-Modus für 2,90 Euro. Da die App jedoch durchs Band recht gute Bewertungen im Play Store bekommt, lohnt sich ein Blick auf Root Booster in jedem Fall, wenn du noch mit Android 5.x unterwegs bist.

Root Booster
Root Booster
Entwickler: Dominik Nožka
Preis: Kostenlos+

7. Kernel Adiutor

icon-kernel-adiutorDu willst alles aus deinem Android-Smartphone herausholen? Dann brauchst du einen Custom Kernel und diese App vom Entwickler Willi Ye. Der Kernel Adiutor ist die Nonplusultra-App, wenn es um das Tunen des vorinstallierten oder eines alternativen Kernels geht. Und damit du auch gleich siehst, was sich mit einem eignen Kernel so alles noch anstellen lässt, bietet der Kernel Adiutor auch gleich ein paar entsprechende Kernel zum Download an. Doch auch mit dem Standard-Kernel lassen sich ein paar Einstellungen vornehmen, ein Custom-Kernel ist jedoch klar besser für das Modding.

Neben grundlegenden Einstellungen wie CPU-/GPU-Frequenzen, Auswahl des Schedulers und Memory Management bietet der Kernel Adiutor auch einen Editor für die Build.prop Dateien und ein komplettes Backup-Tool sowie Zugriff aufs Recovery von der App aus. Auch auf die init.d-Scripte kannst du mit dem Kernel Adiutor zugreifen.

Über den Build.prop Editor dürften sich vor allem ROM-Köche freuen.
Über den Build.prop Editor dürften sich vor allem ROM-Köche freuen.
Auch Backups und das Flashen von Firmware-Dateien ist über die App möglich.
Auch Backups und das Flashen von Firmware-Dateien ist über die App möglich.

Wenn du von alldem nur Bahnhof verstanden hast, dann ist der Root Booster klar die bessere App, bist du aber ein echter Android-Tuning-Fan, dann wirst du viel Freude an Kernel Adiutor haben. Die App ist gratis, Open Source und verzichtet auf Anzeigen.

Kernel Adiutor (ROOT)
Kernel Adiutor (ROOT)
Entwickler: Willi Ye
Preis: Kostenlos

Fortsetzung folgt…

Die Zahl an Root-Apps im Play Store ist recht groß. Wir werden diese Artikelserie deshalb laufend fortführen, um dir stets die neuesten und besten Root-Apps zu präsentieren.

Danke, dass du Android User mit dem Kauf dieses Artikels unterstützt! Falls du Fragen zum Artikel haben solltest, dann erreichst du den Android-User-Support über eine Mail an andy@android-user.de. Bitte im Betreff der E-Mail den Support-Code 109474 eingeben.

 

Kommentiere den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here