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Warum müssen personenbezogene Daten geschützt werden?
Öffentlich verfügbare persönliche Daten bergen Risiken. Dazu gehören unter anderem Identitätsdiebstahl, ungewollte Kontaktaufnahmen oder auch gezielte Werbeanzeigen. Daher solltest du sparsam mit deinen Daten umgehen. Gib nur so viele Informationen frei, wie für einen Dienst tatsächlich notwendig sind. Denn einmal öffentlich ins Internet gestellte Informationen sind weltweit zugänglich und lassen sich nur schwer wieder löschen.
Schritt 1: Identifiziere deine digitalen Spuren
Die einfachste Art, deine digitalen Spuren zu identifizieren ist das Suchen deines Namens über die großen Suchmaschinen wie zum Beispiel Google oder Bing. Hier wird dir angezeigt, auf welchen Webseiten du evtl. noch angemeldet bist oder aktiv warst. Auch Bilder oder ähnliches sind so auffindbar. Notiere dir die Webseiten, auf denen die personenbezogenen Daten auftauchen.
Schritt 2: Opt-Out-Formulare nutzen
Viele Webseiten bieten Opt-Out-Formulare an, mit denen du die Entfernung deiner Daten beantragen kannst.
Schritt 3: Löschen und Deaktivieren von alten Profilen
- Social-Media-Profile bereinigen: Deaktiviere oder lösche alte Profile, die du nicht mehr nutzt. Überprüfe deine aktiven Accounts und stelle die Privatsphäre-Einstellungen so ein, dass nur Freunde oder Follower deine Inhalte sehen können. Entferne Daten wie Telefonnummer, Geburtsdatum, Wohnort.
- Alte Accounts schließen
- Ungewollte Einträge entfernen: Hast du dich in Foren oder auf Plattformen registriert, die du nicht mehr nutzt? Sofern du noch die Login-Daten hast, melde dich an, lösche deine Beiträge oder fordere die Löschung deines Accounts samt Beiträgen.
Schritt 4: Kontaktiere die Webseitenbetreiber
Findest du persönliche Daten auf Websites, die nicht von dir verwaltet werden, wende dich direkt an die Betreiber. Die meisten Websites bieten Kontaktformulare oder E-Mail-Adressen für solche Anfragen. Verweise auf dein Recht auf Datenlöschung gemäß der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, falls du in der EU lebst.
Schritt 5: Nutze Tools für mehr Kontrolle
- Google Suchergebnisse bereinigen: Über den Support kannst du einen Antrag auf Entfernung von Inhalten aus der Google Suche beantragen. Im Formular musst du die zu prüfenden URLs angeben und ggf. Screenshots mitschicken. Google greift hier aber nur ein, wenn sich deine persönlichen Daten auf den Webseiten nur gegen Bezahlung entfernen lassen.
- Automatisierte Dienste nutzen: Dienste wie Incogni haben die Möglichkeit, deine personenbezogenen Daten automatische bei mehreren Betreibern gleichzeitig zu entfernen.

Schritt 6: Datenlecks vermeiden
Um zukünftige Datenlecks zu verhindern, solltest du folgende Punkte berücksichtigen:
- Datensparsamkeit: Teile online nur die notwendigsten Informationen.
- Sichere Passwörter: Verwende starke, einzigartige Passwörter für jedes Konto.
- Regelmäßige Überprüfung: Überprüfe regelmäßig, welche Informationen über dich online verfügbar sind.
Schritt 7: Nutzung von Postfächern und temporären Telefonnummern
- Postfach einrichten: Verwende ein Postfach anstelle deiner privaten Adresse, um deine Wohnadresse zu schützen.
- Temporäre Telefonnummern: Nutze Apps oder Dienste, die temporäre Telefonnummern bereitstellen, um deine echte Nummer zu schützen.
Dein Recht auf Privatsphäre
Dank Datenschutzgesetzen wie der DSGVO hast du das Recht, personenbezogene Daten löschen zu lassen. Nutze diese Möglichkeit, um die Kontrolle über deine Informationen zurückzugewinnen.
Fazit
Personenbezogene Daten gehören dir – und du hast das Recht, zu entscheiden, was mit ihnen geschieht. Mit ein wenig Geduld und den richtigen Schritten kannst du deine digitalen Spuren minimieren und deine Privatsphäre schützen.
