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Im Test: Phicomm Energy 2

Mit dem Energy 2 bringt Phicomm einen würdigen Nachfolger für das Energy L auf den deutschen Markt. In unserem Testbericht erfährst du, was das Phicomm-Smartphone für knapp 160 Euro zu bieten hat und ob sich der Kauf lohnt.

Zum aktuellen Amazon-Preis von 152,50 Euro bekommst du mit dem Energy 2 ein solides Einsteiger-Smartphone mit 5-Zoll-Display, 2 GByte RAM, Dual-SIM-Support und 16 GByte internem Speicher. Damit gehört das Energy 2 zu den günstigsten Smartphones mit der Kombination von 2 GByte RAM und 16 GByte Speicher, wenn man von Direktimporten aus China einmal absieht.

Phicomm selbst stammt ebenfalls aus China, besitzt aber wie Huawei oder ZTE eine Niederlassung in Deutschland (in Unterhaching bei München). Das bringt den großen Vorteil mit, dass Garantiefragen — sofern ein Problem mit dem Gerät auftreten sollte — quasi vor Ort erledigt werden können.

Der erste Eindruck

Für den ersten Eindruck zum Gerät liest du dir am besten unseren Testbericht zum Phicomm Energy L durch. Denn sowohl hinsichtlich der Abmessungen und Hauptcharakteristika sind die beiden Geräte identisch. Kommst du also auch mit 1 GByte RAM und 8 GByte internem Speicher klar, dann gibt es das Energy L bereits ab 115 Euro (Amazon-Preis). Dieser Testbericht fällt denn auch etwas weniger umfangreich aus als die üblichen Tests, da wir praktisch alle Punkte bereits beim Energy L erwähnten.

Durch den zusätzlichen Arbeitsspeicher reagiert das Energy 2 spürbar flotter als der Vorgänger und bekommt auch beim Download großer Apps keine Probleme. Dank der kaum angepassten Android-Oberfläche bleiben zudem auch etwas mehr als 10 GByte Speicher für deine Apps, Daten und Musik frei. Der zusätzliche Speicher wirkt sich auf die recht niedrigen Benchmark-Werte des Energy 2 nicht aus, denn dafür ist weiterhin der verbaute Snapdragon 210 verantwortlich.

Weiterhin ungetrübt gut ist die Verarbeitungsqualität des Phicomm Energy 2: Es gibt keinerlei störende Spaltmaße und das Gerät fühlt sich wertig an.

Solide verarbeitet aber mit Schwächen bei der Kamera. Das Energy 2 von Phicomm ist ein typisches Einsteigergerät.
Solide verarbeitet aber mit Schwächen bei der Kamera. Das Energy 2 von Phicomm ist ein typisches Einsteigergerät.

Gut zu wissen. Das Phicomm Energy 2 verfügt über zwei SIM-Slots und einen microSD-Einschub. Im Unterschied zu vielen anderen Smartphones kannst du damit also zwei SIM-Karten und eine Speichererweiterung nutzen, nicht entweder oder. Bei den Slots ist aber fest vorgegeben, welcher via LTE ins Netz geht und welcher nur für GSM-Daten ausgelegt ist. Du kannst die Karten somit nicht softwareseitig steuern, sondern musst diese manuell tauschen, falls du mit beiden surfen möchtest.

Bekannte Schwächen

Wie sein Vorgänger zeigt auch das Energy 2 bei der Kamera, woran Phicomm gespart hat. Die Frontkamera ist nicht wirklich zu gebrauchen und verdient lediglich das Prädikat „vorhanden“. Auch die 8-MP-Hauptkamera weiß nicht wirklich zu gefallen und erinnert mich persönlich an die Kamera des ersten Moto G: Sie macht Bilder, aber keine schönen Fotos. Das ist aber in dieser Preisklasse weiterhin üblich.

Leider verfügt das Energy 2 noch über eine weitere Schwäche: Es kommt 2016 von Haus aus mit Android 5.1.1 Lollipop und wird vermutlich kein Update auf Marshmallow bekommen. Das ist nicht mehr zeitgemäß, auch wenn es am vorinstallierten Lollipop-System nichts auszusetzen gibt.

Auf dem Phicomm Energy 2 ist praktisch keinerlei Bloatware installiert.
Auf dem Phicomm Energy 2 ist praktisch keinerlei Bloatware installiert.

Darüber hinaus musst du beim Phicomm Energy 2 auf WLAN 802.11a/ac verzichten und bekommst nur die üblichen B/G/N-Kanäle auf 2,4 GHz.

Nexux-Nutzer willkommen: Die von Phicomm benutzte Oberfläche ist clean und simpel.
Nexux-Nutzer willkommen: Die von Phicomm benutzte Oberfläche ist clean und simpel.

Nicht ganz nachvollziehen kann ich weiterhin, warum Phicomm die Menütaste links und den Zurückbutton rechts platziert, obwohl man beim Launcher sehr nahe an AOSP dran ist. Aber an diese Anordnung der Sensortasten kann man sich recht schnell gewöhnen.

Das Display lässt sich auch bei Sonnenlicht noch ablesen.
Das Display lässt sich auch bei Sonnenlicht noch ablesen. Die Sensortasten sind nicht beleuchtet, aber gut zu erkennen.

Fazit

Das Energy 2 von Phicomm hätte so etwas wie das neue Moto G werden können. Dazu hätte Phicomm lediglich eine leicht bessere Kamera verbauen und dem Gerät Android 6.0 spendieren müssen. So bleibt auch dieses Phicomm-Gerät ein typisches 0815-Smartphone, das zwar ein überdurchschnittliches Preisleistungsverhältnis bietet, aber sich nicht wirklich von der Masse an Geräten um 150 Euro herum abhebt.  Wenn dein Budget bis 150 Euro geht, solltest du ihm aber definitiv eine Chance geben. Im direkten Vergleich mit dem Energy L lohnen sich die rund 30 Euro Aufpreis für das neue Energy 2, weil das System dank der 2 GByte RAM deutlich flotter reagiert.

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