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Im Test – Fitbit Versa 3, die Smartwatch mit integriertem GPS und Telefonie

Fitbit Versa 3 Icon | Android-User.de

Im Februar des Jahres 2019 habe ich mir die Fitbit Versa Classic geholt. Diese ist mir immer noch ein treuer Begleiter. Doch das Christkind scheint ein Telefonat von mir mitgeschnitten zu haben, in dem ich mich über die Vorzüge der Fitbit Versa 3 ausließ, welche im August dieses Jahres (2020) vorgestellt wurde. Jedenfalls lag das gute Stück am Heiligen Abend, eingewickelt in rosa Papier, unter meinem Weihnachtsbaum. Und da trifft es sich gut, dass ein Testbericht der Versa 3 sich nahtlos auf Android-User.de einfügt ;-)

Fitbit Versa 3 – Unboxing

Im rosefarbenen Karton befindet sich die Fitbit Versa 3 in rosegold mit rosefarbenem Armband (Größe S). Das Armband selbst besitzt nun einen Druckknopf, um die Uhr zu schließen. Ebenfalls ist keine Metall-Öse mehr vorhanden, um das Armband zu schließen. Des Weiteren befindet sich im Karton noch das Ladekabel, welches ebenfalls keine Ladeschale mehr aufweist wie bei der Versa Classic. Auch ist ein längeres Armband (Größe L) sowie ein Quick Start Guide vorhanden.

Fitbit Versa 3 – Spezifikationen

Lieferumfang:Fitbit Versa 3, Klassisches Armband (Größen S und L), Ladekabel
Sensoren und KomponentenIntegriertes GPS + GLONASS, Rot- und Infrarotsensoren zur Überwachung der Sauerstoffsättigung (SpO2), Dreiachsiger Beschleunigungsmesser, Höhenmesser, Umgebungslichtsensor,
Mikrofone, Lautsprecher, NFC-Chip, Vibrationsmotor, Optischer Herzfrequenzsensor,
Temperatursensor (Anzeige von Abweichungen der Hauttemperatur nur mit Fitbit Premium)
AkkuBis zu 6 Tage Akkulaufzeit (abhängig von Nutzungsverhalten, AoD-Display u.a.)
Akkutyp: Lithium-Polymer
Ladezeit (10–80 %): ca. 40 Minuten, Schnellladefunktion: 12 Minuten Laden für 1 Tag Akkulaufzeit
WLAN802.11b/g/n 2,4 GHz
Bluetooth5.0
Abmessungen/Gewicht40,48 × 40,48 × 12,35 mm (L × B × H), 41g
SpeicherSpeichert 7 Tage detaillierte Bewegungsdaten im Minutentakt
Speichert die Tagesgesamtwerte der letzten 30 Tage
Speichert Herzfrequenzwerte im Trainingsmodus jede Sekunde, ansonsten alle fünf Sekunden
WasserdichtWasserabweisend bis 50 m Tiefe, sollte nicht im Whirlpool oder in der Sauna getragen werden
UmgebungBetriebstemperatur: -20° bis 60 °C, Maximale Betriebshöhe: 8.535 m
DisplayAmoled-Display
Displaygröße1,58 Zolll
Displayauflösung336 × 336 Pixeln

Fitbit Versa 3 – Design/Aussehen

Im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen Versa Classic und Versa 2 hat sich die Fitbit Versa 3 kaum verändert. Die Uhr ist zwar minimal größer, jedoch bleibt das quadratische Design bestehen. Einzig die Display-Ecken sind etwas mehr abgerundet. Rund um das Display befindet sich der Aluminium-Rahmen (in unserem Fall in rosegold), welcher anschließend in das Silikonarmband übergeht. Am Display befindet sich in der Draufsicht links der ehemalige Drucktaster, welcher nun einem sensorischen Button gewichen ist. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber er funktioniert (manchmal ein wenig zu gut, da sich so manche Handbewegung auf die sensorische Taste auswirkt). Auf der Unterseite befindet sich die diversen Sensoren für die Herzfrequenzmessung.

Fitbit Versa vs. Fitbit Versa 2 vs. Fitbit Versa 3

Fitbit Versa 3 – Inbetriebnahme

Da ich bereits die Fitbit Versa Classic mit meinem Smartphone sowie dem Fitbit Konto verknüpft habe, wird die Fitbit Versa 3 direkt von der App/dem Smartphone erkannt und ich kann per Knopfdruck die Geräte wechseln. Die Versa wird zuerst mit dem Ladekabel verbunden, welches magnetisch auf der Rückseite haftet. Da Bluetooth auf meinem Smartphone aktiviert ist, werden sogleich 4 Ziffern auf dem Display der Versa 3 angezeigt, welche ich in der Fitbit-App eingebe. Anschließend wird die Uhr mit der App verbunden. Hier gab es dann allerdings ein Problem, dass die Uhr zwar erkannt und verbunden war, jedoch eine nötige Aktualisierung nicht eingespielt werden konnte. Da ich das „Problem“ jedoch schon von der alten Versa kenne (beim Umzug vom Pixel 2 XL auf das Pixel 5) hilft hier ganz einfach:

Smartphone neu starten, eventuell Bluetooth und WLAN neu starten, App neu starten und auch die Versa 3 durch einen fünfsekündigen Druck auf den Touch-Button neu starten ;-) – anschließend wird alles wie gehabt erkannt, die Verbindung zu deinem WLAN findet statt (für das eventuelle Überspielen von Musik). Danach kann aktualisiert werden. Die Aktualisierung kann bis zu 20 Minuten dauern (zumeist ist sie jedoch nach 10 Minuten beendet). Danach ist die Versa 3 startklar. Sämtliche Einstellungen (bis auf den Wecker) wurden von der vorherigen Versa Classic übernommen.

Die Versa 3 kann über das Handgelenk Anrufe annehmen und auch beantworten. Die Erlaubnis erteilst du während der Einrichtung. Das Smartphone muss sich für die Anrufannahme und Beantwortung in deiner Nähe befinden, das Telefonieren erfolgt dann per Bluetooth über das eingebaute Mikrofon sowie den Lautsprecher der Versa. Dabei ist mir persönlich der Lautsprecher jedoch zu leise. Das Telefonieren war für mich nur in einer sehr ruhigen Umgebung möglich. Der Anrufer hat mich jedoch sehr gut und klar verstanden.

Für alle Nutzer, welche ihre erste Fitbit nutzen wird der Einrichtungsprozess noch einmal hier beschrieben. Du lädst dir einfach die Fitbit-App auf dein Smartphone, verbindest die Uhr mit dem Ladekabel und fügst sie anschließend in der App hinzu. Ebenfalls findest du in unserem vorherigen Test-Artikel die Infos, wie du deine Benachrichtigungen einstellst sowie deine Schlafenszeit und weitere Einstellungen.

Fitbit Versa 3 13 | Android-User.de
Sämtliche Einstellungen werden übernommen
Fitbit Versa 3 34 | Android-User.de
Die Aufzeichnung geht nahtlos weiter

Fitbit Versa 3 – Bedienung

Die Versa 3 verfügt, wie auch ihre Vorgänger, über ein Touch-Display, welches du durch Wisch-Gesten bedienst. Das Display selbst ist kontrastreicher als die Vorgängermodelle und reagiert gefühlt schneller. Mittels Wischgeste nach rechts rufst du die Schnelleinstellungen auf. Per Wischgeste nach links gelangst du zu verschiedenen Einstellungen, dem Wecker und vielem mehr. Wischst du auf der Startseite nach oben werden die Grundstatistiken aufgerufen (Schritte, Aktivität, Etagen, Strecke u.a.). Wischst du nach unten zeigen sich eventuell vorhandene Nachrichten. Sämtliche Eingaben auf dem Display müssen per Doppeltipp bestätigt werden. Um schnell auf die Startseite zurückzugelangen tippst du auf den Touch-Button an der Seite der Uhr.

Des Weiteren kann die Versa 3 auf Amazon Alexa als Sprachassistent zugreifen, der Google Assistant, welchen man ja eigentlich durch die Übernahme von Fitbit durch Google vermuten sollte wird zwar angezeigt, ist aber in Deutschland erst ab Anfang 2021 verfügbar. Die Einrichtung von Alexa erfolgt über die App, welche mit deinem Alexa Account verknüpft werden muss. Anschließend kannst du per Alexa deinen Wecker stellen, das Wetter abrufen und vieles mehr.

Eine weitere Neuerung ist das Beantworten von WhatApp-Nachrichten per Spracheingabe über das eingebaute Mikrofon. Sofern eine Nachricht ankommt, wird diese direkt auf dem Display angezeigt. Die Anzeige ist hierbei sehr viel heller und kontrastreicher als bei vorherigen Fitbit-Uhren. Die Antwort kann per Emoji, Mikrofon oder per Text erfolgen. Text und Emoji werden vorher in der App hinterlegt und können dann ausgewählt werden. Die Beantwortung per Sprache gelingt ohne Probleme.

Ebenfalls verfügt die Fitbit Versa 3 über ein integriertes GPS. Das bedeutet, sobald du Joggen gehst oder eine andere „laufende Sportart“ kannst du diese auf der Uhr starten und der Weg wird automatisch per GPS aufgezeichnet und später in der App ausgelesen. Das Smartphone kann dabei zu Hause bleiben und muss nicht mehr mitgenommen werden.

Die Versa ist dabei mit verschiedenen Sportprofilen ausgestattet. Hier ist von Bootcamp über Laufband bis hin zu Tennis und Yoga wirklich für jeden etwas dabei. Und solltest du einmal nicht fündig werden kannst du über die App eigene Sportprofile erstellen. In jedem Profil findest du verschiedene Einstellungsmöglichkeiten. So zum Beispiel eine Vibration, wenn deine Zielherzfrequenz erreicht wurde, verschiedene Einheiten und Ziele. Nach Beendigung eines Trainings siehst du dir sämtliche Daten direkt in der App an. Diese werden nach Strecke, Standard, Herzzonen und vielem mehr aufgeschlüsselt.

Fitbit Versa 3 – Trackingfunktionen

Im Bereich Tracking bietet die Versa 3 keine wesentlichen Neuerungen an. Es finden sich sämtliche Features, die von den Vorgängermodellen bekannt sind:

  • Schritte
  • Etagen
  • gelaufene Kilometer
  • Kalorien
  • Zonenminuten
  • Achtsamkeit
  • Schlaf
  • Training/automatische Trainingserkennung
  • Puls/Herzfrequenz
  • stündliche Aktivität
  • Gesundheit für Frauen (optional)
  • Gewicht (optional)
  • Ausreichend Wasser trinken (optional)
  • Ernährung (optional)

Mit der Fitbit 3 (beziehungsweise auch der Sense) gelangen noch die Gesundheitswerte in die App. Hierbei werden die Atemfrequenz (AF) die Herzfrequenzvariabilität (HFV), Hauttemperatur, Sauerstoffsättigung (SpO2) und Ruheherzfrequenz (RHF) während deines Schlafs aufgezeichnet. Um die Sauerstoffsättigung auch während des Schlafs auf dem Ziffernblatt zu sehen, soll das SpO2-Ziffernblatt herunterladen oder auch eine eigene Tracker-App für die Fitbit Versa 3 installiert werden.

Durch das Update auf Fitbit OS 5.1 wird die Sauerstoffsättigung jedoch auf jedem Watchface angezeigt.

Fitbit Versa 3 – Akku/Akkulaufzeit

Fitbit stellt bei der Versa 3 eine Akkulaufzeit von bis zu 6 Tagen in Aussicht. Dieser ist jedoch abhängig von deinem Nutzerverhalten. Je öfter du also das GPS einschaltest, desto eher geht der Akku zur Neige. Aber selbst bei durchgehend aktiviertem GPS verspricht Fitbit eine Laufzeit von 12 Stunden. Auch die Nutzung des Always-On-Displays kann die Akku-Zeit verringern. Das Aufladen erfolgt per magnetischem Ladedock. Mittels Schnellladefunktion kann der Akku in 12 Minuten wieder für einen ganzen Tag geladen werden.

Meine Versa hat nun, nach dreimaliger GPS-Nutzung und sonstiger normaler Nutzung am 6. Tag eine Warnung bei niedrigem Batteriestand (22%) abgegeben. Demzufolge sind die vom Hersteller versprochenen 6 Tage durchaus realistisch.

Allerdings hatte ich nun einmal das Problem, dass ich die Versa voll aufgeladen angezogen haben und diese sich, während der Nacht, komplett entladen und abgeschaltet hat. Somit war ab dem Zeitpunkt der Abschaltung natürlich auch keine Aufzeichnung mehr gegeben. Dieser Fehler kam bisher jedoch nur einmalig vor (23. Januar 2021)

Fitbit Versa 3 – Fazit

Die Versa 3 ist im Gegenzug zu meiner vorherigen Versa Classic mit einem etwas größeren und kontrastreicheren Display ausgestattet. Das Einrichten stellte kaum ein Problem dar, sämtliche bereits vorhandenen Tracking-Daten der vorherigen Versa wurden während der Einrichtung von der Versa 3 übernommen und nahtlos weitergesammelt. Während die Tracking-Funktionen gleich bleiben sind bei der Versa 3 noch zusätzliche Gesundheitsdaten verfügbar sowie das eingebaute GPS, welches ein Mitnehmen des Smartphones während des Trainings unnötig macht. Gut gefällt mir auch die Verarbeitung des Armbandes, auch wenn das Schließen desselben zuerst einmal einer Wissenschaft für sich gleicht. Insgesamt ist das Armband jedoch stabiler verarbeitet. Durch das eingebaute Mikrofon sowie den Lautsprecher ist es nun möglich, Textnachrichten per Spracheingabe zu verfassen und auch Anrufe entgegenzunehmen und über die Uhr zu beantworten (das Smartphone muss jedoch in der Nähe sein). Für mich persönlich ist der Lautsprecher bei Telefongesprächen jedoch etwas zu leise. Ich warte nun noch auf den bald verfügbaren Google Assistant, um zu schauen, wie dieser funktioniert.

Die Fitbit Versa 3 ist zum Preis ab 194,95 Euro bei Vergleichsportalen wie idealo erhältlich.

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