Start Im Test Im Test: Choetech Solar Ladegerät mit 2 USB-Ausgängen und 19W

Im Test: Choetech Solar Ladegerät mit 2 USB-Ausgängen und 19W

Der Sommer ist endlich da und somit auch die Urlaubszeit. Doch wer viel unterwegs ist, kommt nicht immer an einer Stromversorgung vorbei. Bei größeren Wanderungen oder Radtouren empfiehlt sich deshalb eine alternative Lösung, um das Smartphone zu laden, zum Beispiel über Sonnenenergie.

Beim Solar Ladegerät vom chinesischen Hersteller Choetech handelt es sich um ein dreigeteiltes, faltbares Panel mit einer nominalen Höchstleistung von 19 Watt und mit zwei USB-Ausgängen. Das von mit getestete Modell SC001 kostet bei Amazon 46,99 Euro.

Ich hatte bereits früher zwei Solarladegeräte im Test. Dabei handelte es sich aber stets um Solar-Akkupacks, die auch gleich eine Batterie mitbringen. Dabei trat in den Tests stets das Problem auf, dass es entweder für den Akku zu heiß war oder die Sonne nicht genügend Energie produzieren konnte, um das Handy dann über Nacht zu laden.

Die Choetec-Lösung bietet keinen integrierten Akku. Das Panel lässt sich somit problemlos in die Sonne legen, das ist ja auch Sinn und Zweck dahinter. Im ersten Panel gibt es aber auf der Rückseite ein per Reißverschluss geschütztes Netz, das die zwei USB-Ausgänge beherbergt. Beide Ausgänge liefern gleich viel Strom, maximal 2 Ampere auf beiden Buchsen zusammen.

Der erste Eindruck

Das Solar-Ladegerät von Choetech kommt in einer schlichten Pappschachtel ohne viel Drumherum daher. Es finden sich in der Box lediglich ein USB-Kabel (Micro-USB auf Type-A) und ein paar Folien, aber keine Gebrauchsanweisung. Diese gibt es stattdessen in Englisch aufgedruckt auf der Innenseite. Demnach funktioniert das Panel nur, wenn die Sonne direkt darauf scheint, aber nicht bei bewölktem Himmel. Dass das Ladegerät überhaupt Strom produziert, zeigt eine rote LED zwischen den zwei USB-Ausgängen an. Eine leuchtende LED bedeutet aber noch nicht, dass darüber auch dein Smartphone geladen werden kann: Hier hilft also nur Trial & Error.

Eine bildliche Gebrauchsanweisung findet sich auf der Innenseite.
Eine bildliche Gebrauchsanweisung findet sich auf der Innenseite.

Das stimmte (leider) auch im Praxistest, etwas Wolken verträgt das Panel bei sehr starkem Sonnenschein aber noch.

Das Panel macht einen soliden Eindruck und ist laut Hersteller auch immun gegen Wasser. Ich würde es aber bei einem Gewitter oder in der Nacht mit ins Zelt nehmen bzw. einpacken, damit die rückseitig angebrachte Elektronik inklusive USB-Buchsen garantiert trocken bleiben. Die Idee mit der Netztasche an der Rückseit ist gut, denn so bleiben Akkupack und/oder Smartphone im Schatten und bekommen auch etwas Luft. Das Panel selbst wird in der Sonne recht heiß.

An der Oberseite gibt es eine ca. 2cm große Öse, um das Choetech Solar-Ladgerät aufzuhängen. Für die Befestigung an einem Rucksach oder ähnlichem hat der Hersteller zudem an jedem der drei Panels rechts und links eine Schlaufe angebracht. Auch hier gibt es an der Qualität nichts auszusetzen. Das Solar Panel riecht nach dem ersten Auspacken noch etwas stark, nach den ersten zwei Tagen an der Sonne ist der Geruch jedoch kaum noch wahrzunehmen.

Nutzung in der Praxis

Ich versuchte über eine Woche hinweg mit meinem OnePlus X komplett ohne „Festnetz“ auszukommen und mein primäres Smartphone komplett über das Choetech-Panel bzw. Solarenergie zu laden. Das klappte an den ersten zwei Tagen auch problemlos, allerdings musste ich dazu tagsüber jeweils für drei bis vier Stunden komplett auf mein Handy verzichten, denn so lange brauchte das Panel, um den 2525-mAh-Akku des OnePlus X auf rund 70 Prozent zu füllen (reicht bei mir dann bis zum nächsten Tag).

Am dritten Tag hatte ich diese Möglichkeit nicht und deshalb musste dann doch das Ladegerät des OnePlus her, um es per Quick Charge innerhalb von 30 Minuten schnell auf die benötigte Kapazität aufzuladen. Dafür steckte ich dann ein 10000-mAh-Akkupack in die Tasche und ließ es einfach mal laden.

Bei strahlendem Sonnenschein reicht auch ein einziges Panel aus, damit das Ladegerät funktioniert.
Bei strahlendem Sonnenschein reicht auch ein einziges Panel aus, damit das Ladegerät funktioniert.

Interessanterweise lädt das Choetech-Panel das Akkupack etwas langsamer als das OnePlus-Smartphone und kommt bei 8 Stunden Sonnenschein auf rund 3000  bis 4000 mAh. Das klappt aber nur dann, wenn es als einziges Gerät an der USB-Buchse hängt. Möchtest du zwei Smartphones gleichzeitig laden, dann benötigt das Solarpanel von Choetech dafür einen ganzen Tag — und du musst es ab und zu justieren, außer du hast den perfekten Standort gefunden, der von morgens bis abends komplett in der Sonne ist.

Ab dem vierten Tag benutzte ich das Solar-Ladegerät von Choetech deshalb nur noch, um das Akkupack jeweils auf rund 50 Prozent zu füllen. Damit ließ ich dann über Nacht mein Smartphone laden und das klappte eigentlich problemlos.

Bei der täglichen Nutzung hat sich der Umweg über ein Akkupack als am praktischsten erwiesen.
Bei der täglichen Nutzung hat sich der Umweg über ein Akkupack als am praktischsten erwiesen.

Zumindest bis zu dem Tag, als ich das 10.000-mAh-Powerpack von Aukey meinen Kids überließ und stattdessen ein 2500-mAh-Pack benutzte,das ich mal als Werbegeschenk erhalten hatte. Dieses konnte ich mit dem Solar Panel von Choetech zwar problemlos füllen, aber am nächsten Morgen war mein Akku trotzdem leer. Vermutlich war die Kapazität des Akkupacks zu früh erschöpft und danach saugte das Akkupack den Akku des Smartphones leer.

Theoretisch kannst du zwei Smartphones gleichzeitig laden, das geht dann aber sehr, sehr langsam...
Theoretisch kannst du zwei Smartphones gleichzeitig laden, das geht dann aber sehr, sehr langsam…

Das soll die Leistung des Choetech-Solar-Ladegeräts aber nicht schmälern, lediglich ein Hinweis darauf sein, dass du ein möglichst großes Akkupack benutzen solltest, damit dieses über Nacht garantiert nicht leer geht (oder nach dem Laden vom Handy trennen).

Fazit

Das Choetec-Panel ist ein gutes Solar-Ladegerät, wenn du es in Kombination mit einem schön großen Akkupack zusammen einsetzt. Denn so kannst du das Smartphone gewohnt über Nacht bzw. dann laden, wenn du den Saft gerade benötigst und bist nicht auf die konkreten Sonnenstunden angewiesen. Um tatsächlich zwei Smartphones zu laden, müsste die Ausgangsleistung dann doch noch etwas stärker sein, sonst braucht man damit ewig. Alternativ gibt es das Ladegerät auch etwas günstiger mit zwei Solar-Panels statt dreien für 36 Euro. Insgesamt reicht es somit für die Note „gut“.

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