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Google Assistant – Privatsphäre-Einstellung wird verbessert

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Der Google Assistant, unser geliebter, teils unfolgsamer Sprachassistent. Vor kurzem wurde bekannt, dass abgehörte Audio-Mitschnitte des Assistant an die Öffentlichkeit kamen. Google hat reagiert und sich in einem Blog-Eintrag entschuldigt sowie Verbesserungen der Privatsphäre-Einstellungen vorgenommen.

Google Assistant – Verbesserte Privatsphäre-Einstellungen

Der Google Assistant, ein kleiner Helfer im Alltag, verbunden mit dem Internet. Du gibst per Codewort einen Befehl, welcher entweder ausgeführt oder nicht verstanden wird. Um das Verstehen zu verbessern hängen auf der „anderen Seite“ Sprachexperten, die 0,2 Prozent der Audio-Mitschnitte anhören und transkribieren. Damit soll die Spracherkennung verbessert werden. Das Vorgehen ist kein unbekanntes, auch bei Amazons Alexa werden die Sprachdaten von einem internen Team analysiert. Dieses Mithören kann jedoch in den Einstellungen der Alexa-App unterbunden werden. Einige der Assistant-Snippets gelangten jedoch an die Öffentlichkeit. Die Empörung war groß, Google versprach dem nachzugehen.

In einem Eintrag im Google-Blog folgte jetzt eine Entschuldigung sowie die Ankündigung, dass man nun der Meinung sei, dass der Nutzer selbst entscheiden müsse, wie und wofür die Daten genutzt werden.

Das Verfahren der durch „Menschen vorgenommenen Transkriptionen“ wurde nach Bekanntwerden des Skandals „weltweit pausiert und unsere Systeme und Kontrollmechanismen umfassend überprüft“.

Anschließend folgen eine nähere Erläuterung sowie bald folgende Änderungen:

  • Eure Sprachaufnahmen werden standardmäßig nicht gespeichert.
  • Wer dennoch die Spracheingaben speichern möchte aktiviert beim Einrichten des Assistant die „Sprach- und Audioaktivitäten„. Damit erkennt der Assistant die Stimme mit der Zeit deutlicher. Alle getätigten Spracheingaben kannst du jederzeit anhören und sie nach Belieben löschen.
  • Bei aktivierter Sprach- und Audioaktivität erfolgt nun ein Hinweis, dass ggf. Menschen die Spracheingaben anhören, um die Spracherkennungstechnologie zu verbessern.
  • Nutzt du den Assistant bereits kannst du in den Sprach- und Audioaktivitätseinstellungen angeben, ob das Abhören weiter fortgesetzt wird. Ohne erneute Bestätigung deinerseits sind die Spracheingaben vom Verfahren ausgeschlossen.
  • Strengere Datenschutzregeln für den Transkriptionsprozess: Abgehörte Daten werden nun durch verschiedene Maßnahmen geschützt. Unter anderem lassen sich die Spracheingaben niemals einem konkreten Nutzerkonto zuordnen. Die Experten hören außerdem nur einen kleinen Teil (0,2 Prozent) der Aufnahmen, diese sind auch nur von Nutzern mit aktivierten Sprach- und Audioaktivitäten. Ebenfalls sollen die Sicherheitsmaßnahmen bei diesem Verfahren erhöht werden, inklusive weiterer Filter zum Schutz der Privatsphäre.
  • Automatisches Löschen von weiteren Audiodaten: Schon heute löscht der Assistant automatisch jegliche Sprachaufnahmen wenn er erkennt, dass er unbeabsichtigt aktiviert wurde. Auch sollen zusätzliche Maßnahmen implementiert werden, die ein Erkennen solcher falscher Aktivierungen verbessern.
  • In Kürze kann eingestellt werden, wie empfindlich der Assistant auf das Codewort „OK Google“ reagieren soll. So sollen Fehlaktivierungen vermieden werden.
  • Später im Jahr soll bei aktivierten Sprach- und Audioaktivitäten bald ein automatisches Löschen der Mehrheit der Spracheingaben erfolgen die mit den Konten verknüpft und ein paar Monate alt sind.

Deine Daten und Einstellungen bei Assistant findest du hier.

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