Start Magazin Fünf Tricks, die jeder Android-Nutzer kennen muss

Fünf Tricks, die jeder Android-Nutzer kennen muss

Android hat ja nun schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Dennoch gibt es immer noch Dinge, die nicht allen Nutzern bekannt sind. Zum Beispiel wie man einen Screenshot erstellt oder sogar den kompletten Bildschirm abfilmt oder wie man das Android-Easter-Egg öffnet. Doch es gibt auch relativ einfache Dinge, die viele Nutzer nicht wissen. Unsere fünf Tipps verraten sie dir!

Wie man einen Screenshot erstellt, weiß inzwischen wohl jeder Android-Nutzer: Unter den normalen Android-Geräten musst du dazu einfach den Einschaltknopf und die Leiser-Taste zusammen gedrückt halten. Eine Ausnahme bildet Samsung. Hier musst du den Home-Button und die Leiser-Taste zusammen gedrückt halten oder — bei ganz wenigen Modellen — mit der Handkante von rechts nach links über das Display streifen. Doch Screenshots aufnehmen muss ja nicht jeder Android-Anwender, deshalb gehört dieser Tipp auch nicht zu unseren fünf Top-Tipps, sondern ist quasi die Zugabe ;-) genauso wie die Android-Easter-Eggs, über die du hier einen ausführlichen Beitrag findest.

Nummer Eins: Gerät mit fest verbautem Akku neu starten

Android läuft zu 99 Prozent stabil, aber es kommt alle paar Wochen oder Monate doch mal vor, dass sich das System komplett aufhängt. Wer einen wechselbaren Akku besitzt, nimmt hier einfach die Rückabdeckung ab und den Akku raus. Doch was tun, wenn der Akku fest verbaut ist? Dann hilft nur eines: Den Power-Button alias Einschaltknopf für mindestens 10 Sekunden gedrückt halten. Das System startet dann automatisch neu. Das nützt auch, wenn das Display schwarz bleibt, und du dir sicher bist, dass der Akku geladen ist. Einfach mal ausprobieren.

Bei Geräten mit fest verbautem Akku, wie hier dem Nexus 7, musst du den Power-Button mindestens 10 Sekunden gedrückt halten, um das Gerät neu zu starten.
Bei Geräten mit fest verbautem Akku, wie hier dem Nexus 7, musst du den Power-Button mindestens 10 Sekunden gedrückt halten, um das Gerät neu zu starten.

Den Power-Button gedrückt zu halten, funktioniert auch bei den meisten Androiden mit wechselbarem Akku. Wenn du also keine Lust hast, die Rückabdeckung zu entfernen, dann probiere es einfach mal aus.

Nummer zwei: Rufnummer anzeigen/unterdrücken

Dass man bei jedem Telefon die eigene Nummer mit vorgestelltem #31# unterdrücken und mit *31# anzeigen kann, ist hoffentlich hinreichend bekannt. Aber wie stellt man das systemweit ein? Bestimmt hast du dich in den Einstellungen von Android schon blau und grün gesucht, um eine Option zu finden, um die eigene Rufnummer anzuzeigen oder zu verbergen. Dieses Stück an Information findet sich aber nicht in den Android-Einstellungen, sondern in den Settings zur Telefon-Anwendung.

In den Einstellungen der Telefon-App legst du fest, ob deine Nummer sichtbar oder verborgen sein soll.
In den Einstellungen der Telefon-App legst du fest, ob deine Nummer sichtbar oder verborgen sein soll.

Tippe nach dem Start der Telefon-App auf die drei Punkte unten rechts oder oben rechts (je nach Hersteller) und wähle Einstellungen. Anschließend Anrufe (oder Anruf-Eintellungen) | Zusätzliche Einstellungen. Hier findest du nun einen Eintrag Anrufer-ID, über den du deine Nummer anzeigen oder verbergen kannst.

Bei Dual-SIM-Smartphones ist das Ganze noch eine Ecke komplizierter, hier musst du die Einstellungen für die richtige SIM-Karte finden. Auch dabei gilt: Nicht in den System-Einstellungen suchen, sondern in den Einstellungen zur Telefon-App.

Bei zwei SIM-Karten brauchst du einen Fingertip mehr, um an die richtige Einstellung zu gelangen.
Bei zwei SIM-Karten brauchst du einen Fingertip mehr, um an die richtige Einstellung zu gelangen.

Bonustipp: Wenn du ein Dual-SIM-Smartphone benutzt, kannst du in den Einstellungen der Telefon-App auch ausgehende Anrufe komplett verbieten, um zum Beispiel bei einer reinen Datenkarte keine ungewollten Kosten zu verursachen.

Nummer drei: Geduld und Original-Ladegerät bei Tiefenentladung

Du hast dein Tablet schon eine ganze Weile lang nicht mehr benutzt, und auf einmal ist es kaputt? Keine sorge, vermutlich ist einfach der Akku zu fest entladen. Das kann vorkommen, wenn sich das Gerät nicht von selbst ausschaltet, sondern crasht und anschließend die CPU den Akku leersaugt, oder wenn du es wirklich lange nicht mehr benutzt hast. In diesem Fall brauchst du zwei Dinge: Das Original-Ladegerät und etwas Geduld. Denn oft dauert es bis zu 15 Minuten, bis auf dem Bildschirm der Ladevorgang angezeigt wird (es können auch 30 Minuten sein). Sollte sich nach eine Stunde nichts tun, dann ist das Gerät aber definitiv ein Fall für den Service.

Erscheint diese oder eine ähnliche Anzeige auch nach 30 Minuten Laden mit dem Original-Ladegerät nicht, erst dann ist dein Android-Gerät ein Fall für den Service.
Erscheint diese oder eine ähnliche Anzeige auch nach 30 Minuten Laden mit dem Original-Ladegerät nicht, erst dann ist dein Android-Gerät ein Fall für den Service.

Nummer vier: (Keine) Icons auf dem Desktop

Android legt bei der Installation einer neuen App automatisch eine Verknüpfung auf dem Desktop ab. Das kann praktisch sein, ist aber eigentlich doppelt gemoppelt, denn schließlich finden sich alle Apps auch im App-Drawer. Gehörst du nicht zur Gruppe der Nutzer, die ein Android-Handy im iOS-Stil — also ohne separaten App-Drawer — benutzen, dann möchtest du dieses Verhalten vermutlich ausschalten. Dazu öffnest du den Play Store (die App Play Store mit der Einkaufstüte). Hier tippst du oben links auf das Hamburgermenü mit den drei Strichen und öffnest die Einstellungen. Um keine automatischen App-Icons zu erhalten, musst du die Checkbox bei Symbol zu Startbildschirm hinzufügen“ entfernen, willst du welche haben, muss sie markiert sein.

In der Grundeistellung legt Android für jede neu installierte App auch eine Verknüpfung auf dem Desktop an.
In der Grundeistellung legt Android für jede neu installierte App auch eine Verknüpfung auf dem Desktop an.

Bonustipp: An gleicher Stelle kannst du auch die automatischen App-Updates ausschalten oder via mobile Datenverbindung und WLAN zulassen. Standardmäßig aktualisiert Android alle Apps ohne zusätzliche Rechte, wenn dein Smartphone/Tablet mit einem WLAN verbunden ist.

Nummer fünf: Flashen nur mit Original-USB-Kabel!

Ja, man möchte es eigentlich nicht glauben, aber es ist so: Nicht jedes Micro-USB-Kabel ist gleich und vor allem nicht gleich gut. Deshalb solltest du zum Einspielen einer neuen Firmware oder eines größeren Updates via PC immer nur das Original-Kabel vom Hersteller benutzen. In unseren Tests ist es uns gleich zwei Mal passiert, dass ein Firmware-Update bzw. Flash-Vorgang nicht geklappt hat. Einmal beim Update eines Xperia-Geräts via Sony Update Service (PC Companion hat es gar nicht auf die Reihe gekriegt) und einmal beim Flashen via SP-Flash-Tool für ein Noname-Smartphone aus China. Der Vorgang hat erst geklappt, als wir das Micro-USB-Kabel aus der Box benutzten. Welche Unterschiede zwischen den Kabeln wirklich bestehen, ob diese messbar, bewusst oder unbewusst sind, bleibt uns weiterhin ein Rätsel, aber behalte diesen Tipp im Hinterkopf, wenn du beim nächsten Mal Probleme mit dem Einspielen oder Auffrischen einer Firmware hast.

Und klar: in 99 Prozent aller Fälle tut es auch das Micro-USB-Kabel, das gerade zur Hand liegt, aber das eine Prozent, das hat es in sich!

Haben dir unsere Tipps gefallen und war mindestens einer dabei, den du noch nicht kanntest? Dann teile diesen Beitrag bitte mit deinen Freunden. Vielen Dank!

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