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Ein Blick über den Tellerrand – Preisprognose für das iPhone XR, iPhone XS und das iPhone XS Max

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(Bildqelle: Apple)

In letzter Zeit haben wir uns öfters einmal das Thema “Preisverfall bei Smartphones beziehungsweise beim Galaxy Note 9” aufgegriffen. Und gerade im Herbst ist dieses Thema aktueller denn je, da die großen Hersteller nun alle ihre neuen Flaggschiffe ins Rennen schicken. Und diese Rennen möchten von dir bezahlt werden, das heißt, möchtest du sofort eines dieser Flaggschiffe dein Eigen nennen, musst du tief in die Tasche greifen. Jedoch war in unserem Artikel über den Wertverlust bei Smartphones die Rede davon, dass ein iPhone relativ stabil im Preis bleibt. Wie man im nachfolgenden Artikel feststellt können jedoch auch beim iPhone Kosten gespart werden. Und so werfen wir einen Blick aus dem Android-Kosmos hinaus in Richtung iPhone-Galaxie.

Android oder iPhone

Sobald du dir ein Smartphone zulegen möchtest stellt sich für dich die Frage: Android oder iPhone. Android ist Open Source, das heißt, jeder kann ein wenig daran herumschrauben und basteln und sich somit sein Smartphone zusammenstellen, ganz wie er es benötigt. Das Herumbasteln ist beim iPhone nicht gegeben. Das iPhone hat sein eigenes in sich geschlossenes Betriebssystem. Da ist kein Schrauben und Basteln möglich. Android-Nutzer dürfen sich bei neuen aus dem Hause Google gekauften Geräten (ab Pixel 2017) über drei Jahre Sicherheits-Updates und drei Jahre Versions-Updates freuen. Bei vorherigen Geräten ist mit den Versions-Updates schon nach zwei Jahren Schluss. Und ist die Zeit auch für Security-Updates abgelaufen sind die Geräte nicht mehr auf dem neuesten Stand und können somit ein leichtes Ziel für Angreifer werden. Nutzer von Android-Smartphones anderer Anbieter (Samsung sticht hier besonders heraus) haben eine noch schlechtere Versions-/Sicherheits-Update-Garantie. Hier kann es teils bis zu einem Jahr dauern, bis eine neue Version auf den Smartphones aufgespielt wird, Security-Updates kommen nur in unregelmäßigen Abständen. Hier sind die iPhone-Nutzer doch klar im Vorteil. Apple bietet für seine iPhones einen Support von fünf Jahren an (einzige Ausnahme stellt das iPhone 5c dar, welches “nur” einen vierjährigen Support erhält). Die Updates kommen schnell und unabhängig von einem Netzbetreiber auf den Smartphones an.

Preisprognose des iPhone X

In unserem ersten Artikel über den Wertverlust bei Smartphones haben wir die Preisstabilität des iPhones ins Auge gefasst. Im letzten Jahr, also 2018, wurde das iPhone X für 1.149 Euro vorgestellt und erlebte einen regelrechten Hype in den Medien. Dann wurde ein Produktionsengpass publik. Ob dieser echt war oder es sich nur um eine reine Werbemasche handelte war den Käufern egal. Es gab Leute, die jeden noch so absurden Preis für das iPhone X bezahlen wollten. Somit blieb der Preis stabil beziehungsweise stieg sogar leicht an. Auch jetzt noch kurz vor der Veröffentlichung der neuen Modelle ist das iPhone X im Apple Store ab 1.149 Euro gelistet. Und gerade dieser Direktvertrieb über die Apple-Stores sowie einiger weniger ausgesuchter Einzelhändler sind ebenfalls Punkte für die Preisstabilität der Apple-Geräte. Bei dieser Unabhängigkeit gegenüber dem Handel gibt Apple den Ton an und nicht der Händler. Somit sind Preissenkungen nur dann möglich, wenn Apple es will.

Die Preisentwicklung des iPhone X zeigt nach einem Jahr einen Preisverfall an. Aktuell ist das iPhone X bei einigen Anbietern für 864 Euro erhältlich (Bildquelle: Idealo)

iPhone-Modelle 2018

Nun steht die nächste Apple-Keynote ins Haus. Am 12.09.2018 stellt Apple die neuen Geräte vor. Experten sind sich einig, dass sich darunter drei neue iPhone Modelle befinden:

  • Das Nachfolgemodell des iPhone X mit einer Zollgröße von 5,8 und einem OLED-Display, welches den Namen iPhone XS tragen könnte
  • Ein entsprechendes Plus-Modell, welches iPhone XS Max heißen könnte und mit einem 6,5 Zoll OLED-Display ausgestattet ist
  • Ein günstigeres Modell, welches als iPhone XR und als Nachfolgemodell der 8er Reihe beschrieben wird, mit einem 6,1 Zoll LCD-Display

Verkaufsstart der neuen iPhone-Modelle

Bereits ab dem 14.9. sollen die Modelle iPhone XS und iPhone XS Max vorbestellbar und ab dem 21.9. zu kaufen sein. Bereits jetzt soll es allerdings Schwierigkeiten in Sachen Fertigstellung des iPhone XR geben, dessen Verkaufsstart vier Wochen (vorher sechs Wochen) hinter dem der beiden großen Geräte liegt. Wer schon jetzt die neuen Modelle vorbestellen will hat bei der Telekom und bei O2 die Möglichkeit, ein Ticket zu lösen und somit eine bevorzugte Behandlung bei der Verteilung der neuen Geräte zu bekommen.

Apple X-Reihe

Es gab wilde Spekulationen: Das iPhone X ist ein Flop, überteuert, nicht innovativ genug riefen viele. Doch da gab es ja noch die Käufer, welche begeistert waren ob des neuen Smartphones. Die Gestensteuerung und vieles mehr ließen das iPhone X empor steigen wie Phönix aus der Asche und bescherten Apple einen großen Umsatz. Auch in unserem Bekanntenkreis müssen wir uns immer mal wieder anhören wie toll doch das Gerät ist und was es alles kann. Und dank der Begeisterung der Nutzer wird das iPhone X nun auch in neuen Varianten weiterentwickelt.

Waren die alten Modelle iPhone 5S, iPhone 6S und iPhone 7 noch normal groß und handlich, so sind die diesjährigen Modelle deutlich größer. Das kleinste der neuen Geräte, das iPhone XS, hat eine Zollgröße von 5,8 und ist damit genauso groß wie das iPhone X (2017). Das iPhone XS Max hat eine Display-Größe von 6,5 Zoll und das iPhone XR von 6,1 Zoll.

Kosten der neuen Geräte bei Markteinführung

Gerüchten zufolge soll das günstige LCD-Modell iPhone XR für 849 Euro in der 64 GB Version erhältlich sein. Das Gerät wird auch schon in der doppelten Auflage geplant, um Lieferengpässe zu vermeiden. Die X-Modelle kosten in der XS-Version 999 Euro sowie in der XS MAX-Variante 1.250 Euro. Wer es nicht abwarten kann und eines der neuen Geräte in Händen halten will muss also erst einmal die Penunzen locker machen. Wer sich in Geduld übt, für den gibt es eine Übersicht der Preisprognose, welche von der Webseite Idealo erstellt wurde. Hier ist die Rede von einer Preisersparnis von über 10 Prozent in den ersten vier Monaten. Laut Idealo haben vorhergehende Prognosen schon häufiger gezeigt, dass Apple zwar deutlich preisstabiler ist als Konkurrenten aus dem Android Markt, doch auch die brandneuen iPhone-Modelle werden nach einer gewissen Zeit etwas günstiger (jedoch ist bei weitem kein derart massiver Preisverfall wie zum Beispiel bei Samsung-Geräten drin) erhältlich sein.

Preisprognose iPhone XS

Als 2017 das iPhone X auf den Markt kam waren die Preisgrenzen nach oben geöffnet. Bis heute hat sich noch nicht gar so viel am Preis getan und so werden für die Preisprognose auch ältere iPhones (6 Plus, 6S Plus, iPhone 7 Plus und iPhone 8 Plus) herangezogen. Diese Vorgängermodelle waren nach nur drei Monaten über fünf Prozent günstiger erhältlich als bei Verkaufsstart. Danach fiel der Preis noch einmal um einige Prozentpunkte. Geht man nun von einem Startpreis der X-Modelle von 999 Euro aus (Stand 04.09.) könnte der Preis nach vier Monaten bereits unter 900 Euro liegen und damit 10 Prozent unter dem Ausgangspreis. Nach 12 Monaten könnte das iPhone XS dann schon 20 Prozent oder 200 Euro weniger kosten als bei Verkaufsstart. Geht man beim XS von einem Verkaufspreis von 1.149 Euro aus liegt die Ersparnis nach vier Monaten bei 120 Euro und nach weiteren zwei Monaten bei 180 Euro.

Die Preisprognose des iPhone XS zeigt einen leichten Abfall des Preises (Bildquelle: Idealo)

Preisprognose iPhone XL, X Plus oder XS Max

Beim iPhone XS Max lässt sich der Preisverfall schwerer prognostizieren. Es wird zwar von einer ähnlichen Preisentwicklung ausgegangen wie beim XS, jedoch bei einem deutlich höheren Startpreis. Laut Gerüchten soll ein Startpreis von 1.149 Euro möglich sein, wobei ich eher an einen höheren Preis über 1.300 Euro glaube, wenn man sich die Größe und Ausstattung ansieht. Denn warum sollte ein größeres und neueres Gerät genau so viel kosten wie das Vorjahresmodell im Apple Shop? Oder wird das Vorjahresmodell gar nicht mehr im Apple Shop vertrieben, da die Geräte sich sonst zu ähnlich sind? Gehen wir also von einem höheren Preis, vermutlich 1.399 Euro aus, könnte das neue Flaggschiff nach vier Monaten zehn Prozent (150 Euro) und nach sechs Monaten fünfzehn Prozent (220 Euro) günstiger werden.

Preisprognose iPhone XR

Das iPhone XR soll verhältnismäßig günstig und sowohl optisch als auch technisch an das 2017er iPhone X angelehnt sein. Schaut man sich die Prognosen preislich ähnlicher iPhone-Modelle an kann hier nach drei Monaten eine Ersparnis von sieben Prozent (60 Euro) erreicht werden. Nach sechs Monaten sind es dann über fünfzehn Prozent (ca. 120 Euro). Und wer sich noch ein ganzes Jahr gedulden kann, könnte das iPhone XR für zwanzig Prozent (160 Euro) weniger haben.

Kostenersparnis beim iPhone-Kauf im EU-Ausland

Wer zum Start der neuen iPhones ein “Schnäppchen” machen möchte könnte in UK Glück haben. Dort starten die Apple-Geräte mit einem günstigeren Preis, welcher außerdem verhältnismäßig schnell fällt. So war das iPhone X 2017 in UK zum Verkaufsstart für 1008 Euro (offizieller Verkaufspreis laut Apple.com 1.107 Euro) erhältlich, in Deutschland startete es mit 1.149 Euro.

Eine schnellere Reduktion des Preises kann in Italien erwartet werden. Hier sanken die Preise für die Vorgängermodelle schneller (durchschnittlich zwölf Prozent nach drei Monaten, nach sechs Monaten bereits zwanzig Prozent) als in anderen EU-Ländern.

Fazit

Man darf also gespannt sein, ob die Preispolitik, wie Apple sie seit Jahren betreibt, bestehen bleibt. Eine Kostenersparnis ist möglich, jedoch definitiv nicht zu solchen Konditionen wie bei Android-Geräten. Wer trotzdem sparen möchte kann eventuell über einen Erwerb der Geräte im EU-Ausland nachdenken. Hier müssen allerdings Liefer- sowie Retourenbedingungen vor dem Kauf beachtet werden, um böse Überraschungen zu vermeiden.