Start Aktuell Das ist neu an Android 4.2.2, manueller Download inside

Das ist neu an Android 4.2.2, manueller Download inside

Google startet mit dem Update auf Android 4.2.2 keine große Revolution, die großartige neue Features oder tolle Verbesserungen bringt. Vielmehr heißt es Bugs zu beheben und sanfte Veränderungen einzubinden, die das Leben eines Android Users etwas einfacher machen. Wir haben uns das Update schon einmal angesehen und die Neuerungen zusammengetragen.

Hierzulande hat Google das Update für die Nexus-Geräte noch nicht aktiviert, so melden unsere Geräte in der Redaktion nach wie vor sie seien auf dem aktuellen Stand. Dies ist allerdings nicht sonderlich ungewöhnlich, um die Download-Server nicht zu überlasten rollt Google das Update in Wellen aus. Kurios ist einzig, dass bisher nur die Nexus-Tablets und das ältere Galaxy Nexus das Update melden, das aktuelle Nexus 4 jedoch bleibt bisher still.

Allerdings haben findige User die URLs zu den Update-Paketen herausgesucht, so dass man sich die erneuerte Firmware direkt herunterladen kann. Wer bereits ein Custom-Recovery wie ClockworkMod oder TWRP installiert hat, kann diese Dateien direkt flashen. 

Allerdings müssen wir darauf hinweisen, dass diese Builds von Google nicht für den europäischen Markt gedacht sind. Eine Sicherung des bestehenden Systems ist vor dem Flashen dieser Version auf jeden Fall Pflicht.

Bei unserem Versuch ein Galaxy-Nexus mit der europäischen Yakju-Version der Firmware per Sideload mit der Takju-Variante zu flashen, scheiterten wir allerdings. Power-User, die sofort auf Android 4.2.2 umsteigen möchten, müssen daher erst das Takju-Build komplett flashen und dann das Update einspielen.

Quicksettings-Schalter

Mit Jelly Bean 4.2 hat Google neue Quick Settings in die Benachrichtigungsleiste eingebaut. Auf Handys gelangen Sie in diese in diesen Modus, wenn Sie Nachrichtenleiste von oben herunter ziehen und auf das Aktionen-Icon rechts oben drücken. Auf Tablets reicht es von der Uhr ausgehend die obere Leiste nach unten zu ziehen.

Es ist nicht zu erkennen, aber ein länger Fingerzeig auf WLAN oder Bluetooth de-/aktiviert das jeweiligen Funkmodul.
Es ist nicht zu erkennen, aber ein länger Fingerzeig auf WLAN oder Bluetooth de-/aktiviert das jeweiligen Funkmodul.

Hier haben Sie Zugriff auf die WLAN- oder Bluetooth-Einstellungen, oder de-/aktiveren das automatische Drehen und den Flugmodus, stellen die Helligkeit des Displays ein oder rufen letztendlich den Wecker auf.

Allerdings war es bislang noch nicht möglich direkt WLAN oder Bluetooth ab- bzw. anzuschalten. Die entsprechenden Schaltflächen riefen einfach nur den jeweiligen Einstellungs-Dialog auf, wo der Schalter dann von Hand umgelegt werden.

Mit Android 4.2.2 lernen diese beiden Buttons nun eine weitere Funktion. Ein kurzer Klick auf das WLAN- oder Bluetooth-Symbol öffnet wie gewohnt die Einstellungen. Drücken Sie aber ein klein wenig länger auf die Buttons, dann wird das jeweilige Funk-Modul allerdings de-/aktiviert. 

Google Play Benachrichtigungen

Keine Weltneuheit, aber ein Detail das App-Junkies mit Sicherheit entgegen kommt. Wer wie wir in der Android-User-Redaktion viele Apps installiert hat, wird jeden morgen mit neuen Updates begrüßt. Bis diese eingespielt sind, kann es durchaus ein kleines bisschen dauern.

Die Benachrichtigungen teilen Ihnen nun mit wie lange der App-Download noch dauert.
Die Benachrichtigungen teilen Ihnen nun mit wie lange der App-Download noch dauert.

Mit dem Update zeigt Android nun auch in den Benachrichtigungen den Download-Status des Updates bzw. der Neuinstallation einer App an. Gerade bei Spielen oder Apps mit großen Downloadvolumen haben Sie nun etwas mehr Übersicht über die Vorgänge bei der Installation.

Sicherheit für USB-Debugging

Dieser Punkt betrifft hauptsächlich Power-User, er ist aber durchaus auch für den Alltag relevant. Viele Android User haben den USB-Debugging-Modus in den Entwickler-Einstellungen des Android-Handys bzw. -Tablets aktiviert. Diesen braucht man zum Beispiel, um über das Android SDK ein Custom-Recovery zu flashen, Screenshots aufzunehmen oder Daten in Systemverzeichnisse zu schaufeln.

Was aber viele dabei nicht beachten, ein aktivierter Debugging-Modus kann eine veritable Sicherheitsschwachstelle sein. Es gab bislang keine Funktion, die überprüfte ob der via USB-Kabel angeschlossene Rechner überhaupt Zugriff auf das USB-Debugging haben sollte, daher wäre es eigentlich angebracht den USB-Debugging-Modus zu deaktivieren, wenn man ihn gerade nicht braucht.

Das System verhindert nun den Zugriff unbekannter Rechner auf den USB-Debugging-Modus.
Das System verhindert nun den Zugriff unbekannter Rechner auf den USB-Debugging-Modus.

In der Theorie wäre es zum Beispiel ein Leichtes eine manipulierte Ladestation an einem öffentlichen Ort aufzustellen (an Flughäfen gibt es bspw. oft kostenlose Ladestationen) und die Daten ahnungsloser User mit aktivierten USB-Debugging abzugreifen oder das Handy zu manipulieren.

In Zukunft melden Androiden mit der Version 4.2.2 aufwärts beim Starten der Verbindung zum Android SDK den digitalen Fingerabdruck des jeweiligen Rechners. Nur wenn man die Anfrage (dauerhaft) akzeptiert, wird der USB-Debugging-Modus gestartet. 

Mehr Akkulaufzeit für das Nexus 7

Google hat es sich auf die Fahne geschrieben die Akkulaufzeit von Android-Geräten zu verbessern. So sehen es zumindest Larry Page und Motorola, die beim beim sagenumwobenen Motorola X-Phone eine deutliche Steigerung in der Akkuleistung erzielen möchten.

Das Nexus 7 hat angeblich zwei Stunden Akkulaufzeit hinzbekommen.
Das Nexus 7 hat angeblich zwei Stunden Akkulaufzeit hinzbekommen.

Anscheinend hat Google nun auch bei Android 4.2.2 an der Akkuschraube drehen können, denn im Play Store wird auf einmal das Nexus 7 mit einer Akkulaufzeit von bis zu zehn Stunden im aktiven Betrieb gelistet, zuvor stand an dieser Stelle nur eine Laufzeit von acht Stunden. 

Updates unter der Haube

Abseits der direkt ersichtlichen Änderungen gibt es mit Sicherheit weitere Änderungen, die man allerdings erst entdeckt, wenn unter die Haube des Android-Systems blicken kann. User berichten bereits, dass der die Verbindung beim Streaming von Audio-Daten über Bluetooth stabiler geworden ist, dieser Bug hatte besonders Käufer eines Nexus-7-Tablets verärgert.

Ansonsten listet das offizielle Changelog viele Änderungen im Detail auf, die Bugs im System und den von Google vorinstalliertenApps beheben oder aber auch die Leistung des Systems verbessern. Weitere größere Überraschungen lassen sich aber auf den ersten Blick nicht entdecken.

Quellen: Android Police [12], Android Authority, Reddit

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