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Cloud-Anbieter-Vergleich: 7 gratis Dienste und ihre Android-App

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Daten in der Cloud zu speichern bietet viele Vorteile: Geräteübergreifende Synchronisation und Datensicherheit gegen Verlust sind nur zwei davon. Anbieter gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Der Preiskampf wird härter, und wir Nutzer profitieren von teilweise großzügig dimensioniertem kostenlosen Speicherplatz, und immer moderateren monatlichen Gebühren für größere Speicherpläne. Aber welcher Dienst eignet sich für Android am besten und welcher Anbieter punktet bei welchem Szenario? Unser Artikel verrät es dir!

Die Wahl des passenden Cloud-Anbieters hängt auch vom persönlichen Nutzungsszenario ab: Geht es mir darum Fotos, die ich mit meinem Handy schieße, zu speichern? Oder möchte ich ein zusätzliches Backup meiner riesigen Musiksammlung anlegen? Speichere ich die Daten ab und gucke sie nie wieder an, oder möchte ich komfortabel durch alle meine Smartphones, zwei Tablets, drei FireTVs und diverse Laptops synchronisieren? Liegt mein Schwerpunkt eher beim Preis-Leistungsverhältnis oder lege ich hochbrisante Daten (alias Nacktfotos ;-) in die Cloud und benötige eine durchgehende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung?

So unterschiedlich die Bedürfnisse der Verbraucher im Konsumbereich sind, so unterschiedlich sind mittlerweile auch die Schwerpunkte der Cloud-Anbieter, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Wir schauen uns die folgenden sieben Dienste genauer an:

  • Google Drive
  • Dropbox
  • Microsoft OneDrive
  • Mega
  • Copy
  • Telekom Cloud
  • Amazon Cloud

Mein Szenario sieht folgendermaßen aus: Mein Android-Smartphone steht im Mittelpunkt, und rundherum organisiert sich dann der Rest (Tablet, Notebook, Chromecast usw.) Aber der Mittelpunkt bleibt immer das Handy! Damit schieße ich enorm viele Fotos und drehe sehr viele Videos. Ich bin Vater von zwei Jungs und bald eines Mädchens, und da fällt wirklich einiges an Daten an! Von einer — für mich — guten Cloud-Lösung erwarte ich hauptsächlich einen zuverlässigen automatischen Fotoupload.

Und das ist auch gleich der Grund weshalb der Anbieter Box, den ich ursprünglich auch für diesen Vergleich herangezogen hatte, hier keine Rolle spielt: Diese Möglichkeit ist bei Box  nur in der kostenpflichtigen Version enthalten. Für mich eine völlig unverständliche Entscheidung. Ich möchte mal behaupten, dass es eine der quasi meist gebrauchten Funktionen auf Nutzerseite ist. Und nicht jeder schießt so viele Fotos, dass er mehr als den kostenlosen Speicher benötigt. Vielleicht will man auch einfach gar nichts bezahlen, und nur gratis die Möglichkeit mitnehmen, einige Fotos zu sichern. Ansonsten macht der Dienst eine gute Figur. Wenn du also kein Problem damit hast etwas Geld auszugeben, kannst du dir Box auf jeden Fall mal ansehen.

Weiterhin benötige ich eine brauchbare Fotoverwaltung auf all meinen Geräten mit einer guten Suchfunktion, einfach um mich durch die schiere Masse an Fotos durcharbeiten zu können, falls nötig. Außerdem muss das nahtlose Bearbeiten einiger Dokumente auf all meinen Geräten möglich sein (mobiles Office). Und da Musik für mich enorm wichtig ist, möchte ich meine nicht unerheblich große Musiksammlung auch überall und jederzeit zur Verfügung haben.

Ihr merkt vielleicht schon worauf es hinausläuft. Ja, Google deckt mit seinem breit aufgestellten Portfolio im Prinzip schon alles ab. Aber wir wollen mal über den Tellerrand schauen und sehen, ob andere Anbieter uns nicht vielleicht noch besser bedienen oder als zusätzliche Alternative in Frage kommen.

Unterschiede im Detail: Die verschiedenen Anbieter bauen ihre Dienste unterschiedlich auf. Bei einigen sind die wichtigsten Funktionen, wie verschiedene Dateiversion vorzuhalten, schon in den Basisversionen vorhanden und für mehr Geld gibt es im Prinzip nur mehr Speicher. Bei anderen müsst ihr blechen für mehr Funktion, die es bei vorigen kostenlos gibt.

Vorweg und eigentlich als erstes: Sobald du Daten in der Cloud speicherst, solltest du dir auch Gedanken zum Thema Sicherheit machen. Die meisten Anbieter verschlüsseln ihre Server. Das bietet eine gewisse Sicherheit vor Hackerangriffen, einen wasserdichten Schutz gibt es jedoch nicht. Anbieter wie zum Beispiel Mega oder Tresorit verwenden eine Client-seitige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, was die sicherste Art und Weise darstellt, Daten im Netz zu speichern. Viel sicherer, einfacher und konsequenter ist es jedoch absolut keine sensiblen Daten im Netz zu speichern, wenn man nicht unbedingt muss. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass selbst wenn ein Anbieter die absolute Datensicherheit verspricht, man selbst keine Möglichkeit hat das zu kontrollieren. Und will man seine sensibelsten Daten wirklich blind einem Cloud-Anbieter anvertrauen? Das muss man sich vorher zumindest sehr gut überlegen!

Nachfolgend möchte ich euch einen Überblick geben über die, aus unserer Sicht, besten Cloud-Anbieter für dein Smartphone. Dabei werde ich immer die kostenlosen Varianten zum Vergleich heranziehen. Mein Augenmerk liegt auf der hauptsächlichen Nutzung mit mobilen Geräten.

 

Google Drive & Co

google-drive.pngIch spreche hier absichtlich nicht nur von Google Drive. Als Android User sehe ich nicht nur die App Drive als Googles Cloud-Speicher. De facto gehören für mich auch die Dienste „Fotos“, „Play Music“ und „Notizen“ dazu. Denn diese Musik, Fotos und Notizen würde ich bei einem anderen Cloud-Anbieter auch abspeichern. Somit lässt sich Googles Cloud-Lösung schlecht mit anderen vergleichen, weil das Angebot deutlich umfangreicher ausfällt.

Die 15 GByte kostenloser Speicherplatz sind im Prinzip rein für Dokumente vorgesehen, denn im allermeisten Fall werde ich mit den kostenlosen Kontingenten an Speicherplatz für Fotos, Videos und Musik hinkommen. Hier bekomme ich 15 GByte kostenlosen Speicher für Dokumente aller Art.

Ich speichere meine Handyfotos und -videos in guter Qualität kostenlos und unbegrenzt ab. Außerdem synchronisiere ich 6500 Songs kostenlos in der Cloud, das maximale Limit liegt hier bei 50.000 (!) Songs. Ich frage mich ernsthaft ob es Menschen gibt die an dieses Limit stoßen. Falls ja, meldet euch doch mal in den Kommentaren ;)

Die Möglichkeiten Dokumente, Fotos und Videos zu teilen sind grandios. Außerdem kann ich riesige Dateien ganz einfach per Link aus meiner Cloud versenden. Dazu kommt die volle und einfache Kontrolle meiner Daten, bis hin zum Todesfall.

Und seit der Einführung der neuen Fotos App, habe ich hier eine geniale Suchfunktion an der Hand die es mir wirklich sehr einfach macht zu guten Ergebnissen zu kommen.

Ein komplettes Office Paket, welches sich zur Not auch offline verwenden lässt, habe ich immer dabei. Ebenfalls mit einer genialen Suchfunktion (OCR), die so in der Form kein anderer Anbieter hat. Google bietet mir hier also wirklich eine allumfassende Lösung die weit über die eines reinen Cloud-Speichers hinausgeht. Einen deutlichen Patzer leistet sich Google allerdings dann doch wieder, und implementiert keinen Passwortschutz in der Android-Variante seiner Drive-App.

So sieht eine gewachsene Drive-Struktur aus, alles immer dabei
So sieht eine gewachsene Drive-Struktur aus, alles immer dabei
Musik (u. Fotos) werden nicht auf eure 15 GByte angerechnet, wenn ihr Googles explizite Dienste dafür nutzt
Musik (u. Fotos) werden nicht auf eure 15 GByte angerechnet, wenn ihr Googles explizite Dienste dafür nutzt

One Drive

icon_onedriveEiner der fleißigsten Mitbewerber in Sachen gute Cloud-Lösungen für Smartphone Nutzer heißt Microsoft. Sie hatten mit OneDrive von Anfang an ein passables Angebot vorgelegt das ich seitdem auch nutze. Und sie haben mittlerweile einen wirklich starken Auftritt. Hier bekomme ich sehr viel maximalen Gratisspeicher (35 GByte). Auch hier bekomme ich eine sehr gute Backupfunktion für meine Fotos und Videos. Musikstücke kann ich auch hier ablegen, allerdings geht es darüber nicht hinaus. Das Ganze ist natürlich aber auch bei Google Play Music unschlagbar gut gelöst. Und Microsoft wäre nicht Microsoft wenn sie nicht auch ein wirklich großartiges mobiles Office mit rein packen würden. Das Ganze ist kostenlos und auch offline nutzbar. Leider gibt es die tolle OCR Suchfunktion hier nur im Zusammenspiel mit Windows Phone. Dafür sind aber die Fotos mit einer Google Fotos- ähnlichen Suchfunktion dursuchbar. Das ist schon mal ein riesiger Pluspunkt. Die genialen Auto-Awesomes von Google gibt es hier natürlich nicht.

Was ich jedoch sehr gut finde ist das seit Windows 10 sehr schöne Zusammenspiel mit meinem Notebook. Auch wenn es in diesen Artikel um die kostenlosen Varianten gehen soll, möchte ich hier das geniale Preis- Leistungsverhältnis erwähnen, was mich dann auch gleich dazu gebracht hat das ganze Mal als kostenlose Probeversion zu testen. Was spricht dagegen, wenn man eines der Smartphones hat die mit einer höheren Fotoauflösung dienen können, seine Fotos kostenlos in einer guten Qualität bei Google Fotos zu sichern aber gleichzeitig sie in voller Auflösung zu OneDrive ‚rüberzuschieben. Aus meiner Sicht gar nichts. Ihr bekommt richtig viel Speicher, der richtig gut mit eurem Laptop zu Hause zusammen zu benutzen ist, für echt wenig Kohle.

Microsoft bietet, wie die meisten, einen Passwortschutz für Ihre App
Microsoft bietet wie die meisten Cloud-Anbieter einen Passwortschutz für seine App.
Die Fotosuche in OneDrive ist ähnlich gut wie die in Googles Fotos
Die Fotosuche in OneDrive ist ähnlich gut wie die in Google Photos.

Zum echten Schnäppchen wird das Angebot dann dadurch dass ihr das  komplette Office 365 dazu bekommt. Wenn ihr also sowieso auf Microsoft Office setzt dann bleibt euch eigentlich fast gar nichts anderes mehr übrig als auch die Microsoft Cloud ausgiebig zu nutzen. Für umgerechnet knapp 6€/mtl. bekommt ihr 1000MB Cloud-Speicher, ein komplettes Office sowie Skype Freiminuten (wenn ihr das 69€-Jahrespaket nehmt). Da kann man echt nicht meckern. Das vergleichbare Paket von Google kostet mich knapp 10€/mtl.

Ein weiterer Pluspunkt ist die vorhandene native Chromecast-Unterstützung, das bietet selbst Googles eigener Cloud-Speicher nicht. Weder Drive noch Fotos.

OneDrive herunterladen

 

Dropbox

Dropbox_IconDer Klassiker unter den Cloud-Apps, und für viele ein Synonym dafür, ist Dropbox. Durch sie wurde das Cloud-Thema sozusagen erst salonfähig. Was natürlich in weiten Teilen mit ihrer einfachen und benutzerfreundlichen Handhabung zu tun hat. Zum anderen mit dem Jagdtrieb der, durch die Möglichkeit sich zusätzlichen Gratisspeicher zu verdienen, ausgelöst wurde. Außerdem gab und gibt es immer mal wieder Promotion Aktionen durch die man temporären Zusatzspeicher bekommt. Ich hatte damals mit dem Galaxy S2 20 GByte für 2 Jahre dazu bekommen. Ich muss sagen die Aktionen gefallen mir eigentlich gar nicht. Ich finde diese temporären Geschichten machen irgendwie keinen Sinn. Das macht mich eigentlich nur sauer, wenn ich auf mal für etwas bezahlen soll, was vorher gratis war. Deshalb hatte die Dropbox für mich immer so einen Beigeschmack, weil ich wusste dass der Speicher irgendwann weg ist. Auch die Präsentation der Fotos hat mich irgendwie nie so angesprochen, auch Carousel hat daran nichts geändert. Ich muss auch sagen, dass ich es irgendwie ständig geschafft habe, die App entweder zum Crash zu bewegen, oder dazu nicht mehr zu synchronisieren.

Dropbox gehört zu den am besten durch Drittanbieter unterstützten Diensten
Dropbox gehört zu den am besten durch Drittanbieter unterstützten Diensten.

Ich vermute das es einfach die schiere Masse war die da eine Rolle gespielt hat. Bei einem Tagesausflug mache ich durchaus auch mal hundert+ Fotos und eine Handvoll Videos. Ich hatte also immer irgendwie geartete Probleme mit dieser App. Das mag nun bei euch anders liegen. Ich will jetzt Dropbox nicht schlecht reden. Die Teilen-Funktionen sind richtig klasse, das Benutzer Interface ist aufgeräumt, und ein großer Vorteil ist die riesige Verbreitung.

Um als Fotobackup zu dienen ist der Gratisspeicher etwas zu gering
Um als Fotobackup zu dienen ist der Gratisspeicher etwas zu gering.

Wenn man in anderen Apps oder Programmen eine Cloudunterstützung integriert hat, kann man sich zu 100% sicher sein das Dropbox dabei ist! Aber in diesen googlefizierten Zeiten ist das echt zu wenig. Zumindest im Konsumbereich, und im speziellen für meinen Smartphone-ausgerichteten Alltagsgebrauch.

Außerdem ist der kostenlose Speicherplatz heutzutage echt zu mickrig, gerade wenn man Fotos und Videos in der Cloud speichern möchte.

DropBox herunterladen

 

Copy

copy-iconDer große Vorteil dieser App ist die  Chromecast-Unterstützung. So lassen sich Bilder und Videos ganz einfach beim Stöbern durch die unendlichen Weiten des Speichers auf den Fernseher casten. Unendlich deshalb, weil eine vernünftige Suchfunktion wie bei Google oder Microsoft fehlt. Aber im Gegensatz zum Mediencenter der Telekom (siehe unten) ist wenigstens eine vorhanden.

Netterweise fragt die App beim Installieren, ob auf dem Gerät vorhandene Fotos und Videos hochgeladen werden sollen. Das macht wirklich Sinn, dem Nutzer diese Entscheidung zu überlassen. Außer Google Fotos (die ich hier zu Drive zähle) hat das keine der anderen Apps gemacht. Sie haben einfach ungefragt alles was vorhanden ist angefangen hochzuladen. Copy bietet ein, wie ich finde, sehr schönes User Interface.

Copy ist einer der wenigen Dienste die Chromecast unterstützen
Copy ist einer der wenigen Dienste die Chromecast unterstützen.
Ihr werdet gefragt bevor Copy anfängt vorhandene Fotos hochzuladen
Ihr werdet gefragt bevor Copy anfängt vorhandene Fotos hochzuladen.

Die ganze App lässt sich klasse benutzen. Außerdem ist hier wieder der Jagdtrieb gefragt, denn man kann sich bis zu 40 GByte an kostenlosen Speicher verdienen. Ansonsten finde ich den Dienst irgendwie etwas gesichtslos, keine Ahnung woran das liegt. Aber er ist nicht schlecht, vielleicht gefällt er euch ja?

Copy herunterladen

 

Mega v2

icon_megaMöchte man wirklich sicherheitsrelevante Informationen/Dokumente/Fotos in der Cloud speichern, sollte man sich Kim Dotcoms Cloud-Speicher Mega genauer anschauen. Er wirbt als einziger mit einer End-to-End Verschlüsselung dessen Schlüssel nur auf eurem Gerät gespeichert wird. Das bedeutet Mega selbst hat keinen Zugriff auf eure Daten. Sie werden auf euren Geräten ver- und entschlüsselt. So sind eure Daten bei der Übertragung und auf den Servern von Mega sicher vor neugierigen Blicken.

Ansonsten wird nicht viel Spezielles geboten. Es gibt kein mobiles Office, keine gute Suchfunktion für Fotos und Videos. Die Unterstützung für Drittanbietern-Apps ist auch nicht besonders gut und eine Streaming Funktion wie bei Copy sucht man ebenfalls vergeblich. Alles in allem für Smartphone-Cloudnutzer die nichts vor irgendwelchen Geheimdiensten zu verstecken haben eher uninteressant, und wer etwas zu verstecken hat, dürfte es ziemlich sicher auch nicht zu Mega hochladen…

 

Der Füllstand wird nur in ganzen GByte angezeigt, sehr ungenau
Der Füllstand wird nur in ganzen GByte angezeigt, sehr ungenau.
Die Ver- und Entschlüsselung findet rein auf eurem Gerät statt
Die Ver- und Entschlüsselung findet auf eurem Gerät statt.

Mega ist etwas für dich, wenn den Anbieter mit dem größten kostenlosen Speicher suchst: Mehr als Megas 50 GByte gibt es nirgends.

Mega herunterladen

 

Telekom Media Center

icon_telekom-mediacenterGar nicht mal so wenig kostenlosen Speicher bietet die Telekom an. Bis zu 25 GByte gibt es je nach Vertrag. Die Server stehen in Deutschland (Datenschutz). Wenn ihr zu denjenigen gehört die sowieso schon das Mailpostfach nutzen ist es natürlich ein leichtes diesen Cloud-Speicher mitzunehmen. Das Userinterface ist typisch Telekom modern und übersichtlich gestaltet. Alles wirkt sehr aufgeräumt. Aber vielleicht hat die Telekom es mit dem aufräumen etwas übertrieben, denn ich vermisse schmerzlich eine Suchfunktion. Die gibt es einfach nicht. Einzig und alleine eine Sortierfunktion nach Name oder Datum hat der rosa Riese hier springen lassen. Leider gibt es auch hier wieder keine Möglichkeit die App durch ein Passwort zu schützen.

Was diese Cloud für mich aber dennoch sehr interessant macht ist die Tatsache, dass sie sich direkt in der Fritz Box als Onlinespeicher einrichten lässt. Somit kann ich alle Inhalte direkt von jedem smarten Fernseher im Haushalt über mein Netzwerk abspielen. Die Einrichtung ist ein Kinderspiel: Es wird im Prinzip nur das Passwort fällig, der Rest läuft von alleine. Das bedeutet für mich, dass ich mir überlege welche Videos ich manuell in die Telekom Cloud schiebe. Denn die habe ich dann ohne weiteres Zutun auf allen meinen Fernsehern über mein Fritz Box-NAS verfügbar. Entspricht jetzt nicht der klassischen Cloudnutzung, macht aber Spaß und ist eine tolle unkomplizierte Lösung für mich.

 

Die Telekom bietet euch eine WebDav-Schnittstelle an
Die Telekom bietet euch eine WebDav-Schnittstelle an
Die Telekom lässt leider eine Suchfunktion und einen Passwortschutz vermissen
Die Telekom lässt leider eine Suchfunktion und einen Passwortschutz vermissen.

Wenn du also bereits Kunde bei der Telekom bist, dann lohnt sich ein Blick auf die integrierte Lösung in jedem Fall!

Mediencenter - Telekom Cloud herunterladen

 

Amazon Cloud Drive

Seit geraumer Zeit bietet der Versandhändler seinen zahlenden Kunden, zu denen ich von Beginn an zähle, den kostenlosen Upload ihrer Fotos in die hauseigene Cloud an. Wenn ich mich recht erinnere war das ganze schon vor Google Fotos. Genau wie bei Google finde ich hier verschiedene Apps vor, die aber prinzipiell zur gleichen Cloud gehören. Es gibt Amazon Cloud Drive, Amazon Photos und Amazon Music.

Mein Geheimtipp für alle Amazon-Prime-Mitglieder die auch noch einen FireTV und/oder mehrere Sticks besitzen heißt: Amazon Photos!

Die Einrichtung ist einfach wenn ihr die klassische  Shopping App schon drauf habt, außer herunterladen brauchst Du nichts machen. Das Passwort zieht er sich selbst. In meinem Haushalt sind 75% der Fernseher mit FireTV-FireTVsticks ausgestattet, und das ganze funktioniert sowas von reibungslos: Ein Knopfdruck auf der Fernbedienung, Fernseher springt samt FireTV an, kurz zu den Videos oder Fotos navigiert, Play. Im Gegensatz zu Google ist mir bei unser aller Amazon nicht bekannt dass sie die Fotoqualität der hochzuladenen Fotos einschränken, allerdings können meine in Benutzung befindlichen Smartphones auch nicht mit Knipsen jenseits der 13MP Grenze dienen. Videos hingegen werden euch auf den, mit 5 GByte knapp bemessenen, Gratisspeicher angerechnet. Das finde ich sehr schade, denn genau das ist eine ganz tolle Sache bei mir im Haushalt. Es soll ein tagsüber gedrehtes Video eben auf dem Fernseher angeschaut werden? Wenn ich nicht mein Telekom Mediencenter bemühe, schmeiße ich den FireTV an, der ist aus dem Standby direkt da und es geht los! Ich könnte natürlich auch mein Handy zücken und das ganze per DLNA erledigen, aber den Griff zur FireTV-Fernbedienung habe ich einfach intuitiv drauf ;)

Musiktechnisch ist dort leider nicht so viel los. Du kannst natürlich bequem von allen Fire-Geräten die du so benutzt auf deine bei Amazon gekaufte Musik zugreifen. Aber deine bestehende Sammlung hochladen kannst du vergessen, mickrige 250 Songs sind drin. Für mehr (250.000) werden ca. 25 Euro im Jahr fällig. Ist irgendwie klar das Amazon da nicht über seinen eigenen Schatten springen kann.

Ein Mobiles Office finde ich hier nicht vor, genau so wenig wie eine vernünftige Suchfunktion. Fotos und Videos finden geht nur über Aufnahme- oder Upload-Datum, das ist zu wenig. Die optische Aufmachung der App finde ich allerdings klasse. Dunkles Design und große Vorschaubilder, super! Eine Möglichkeit die App per Passwort zu schützen vermisse ich hingegen wieder.

 

Amazon Cloud Drive hat neuerdings einen eigenen IFTTT-Channel
Amazon Cloud Drive hat neuerdings einen eigenen IFTTT-Channel

 

Eine ganz aktuelle Änderung die die App erfahren hat ist die IFTTT-Unterstützung. Und davon können sich so einige Cloud-Anbieter eine Scheibe abschneiden. Ich als alter IFTTT-Fan bin natürlich völlig geflasht. Aber mal im Ernst, wer hat was gegen Rezepte wie: 1.) Speichere alle Facebook Fotos in denen ich getagged wurde oder 2.) Speichere alle Fotos die ich auf Instagram geliked habe. Das finde ich vorbildlich, wie Amazon die App pflegt. Und es zeigt, da liegt noch mehr drin!

Die Möglichkeiten der App sind spartanisch
Die Möglichkeiten der App sind spartanisch.
Das Design von Amazon Photos ist hingegen sehr gelungen
Das Design von Amazon Photos ist hingegen sehr gelungen.
Amazon macht sich auf dem Handy breit!
Amazon macht sich auf dem Handy breit!

Alles in allem bietet Amazon hier aber zu wenig um wirklich zu überzeugen. Bei mir sammeln sie trotzdem Symphatiepunkte, das liegt aber daran das ich hier wirklich einen “FireHaushalt” habe. Hat man keines der Geräte, hält sich der Nutzen stark in Grenzen. Was man dem Internethändler lassen muss ist, er war zuerst da mit der Idee, Fotos kostenlos in der Cloud zu speichern, und die App wird intensiv gepflegt.

Amazon Cloud Drive herunterladen

 

Fazit

Um online ein Backup meiner Fotos und Videos anzulegen, muss ich heutzutage im besten Fall nichts mehr bezahlen. Das bekomme ich bei einem Android Smartphone, wenn ich es mit einem Google Konto nutze, inklusive. Um das volle Paket zu haben, mit Chromecast- und/oder FireTV-Unterstützung oder Fotos in voller Auflösung zu speichern, muss ich jedoch mehrere Dienste parallel nutzen.

Das beste Gesamtpaket bietet aber mit Abstand immer noch Google: Mit den hauseigenen Apps Fotos, Play Music und Drive mit seinen vielfältigen Office-Funktionen wird einfach alles abgedeckt. Einer der Hauptgründe als Smartphone Nutzer die Cloud zu nutzen ist bei den meisten wahrscheinlich der Wunsch mit dem Handy gemachte Fotos zu sichern. Hier liegt Google Fotos ungeschlagen vorne. Ein Grund ist unter anderem die grandiose Gesichtserkennung. Der Upload klappt zuverlässig. Die Suchfunktion ist unübertroffen, alleine OneDrive hat eine ähnlich gute. Und für Leute wie mich, die extrem viele Fotos schießen, sind die Auto-Awesomes wie „Diesen Tag neu entdecken“ oder die ganzen Foto Collagen, Videos und stilisierten Bilder die automatisch vorgeschlagen werden und direkt abgespeichert werden können, einfach richtig klasse. Um das allerdings voll auszunutzen, muss man wahrscheinlich schon so viele Fotos und Videos machen wie ich.

Falls man auch noch einen Windows-PC nutzt kann man ruhigen Gewissens auch noch OneDrive in der kostenpflichtigen Version dazu nehmen. Hier bekommt man eine sehr gute Cloud-Lösung auf Android, die ebenfalls eine gute Suchfunktion hat. Kombiniert mit allen Vorzügen eines kompletten Office Pakets für den heimischen Computer für wirklich sehr wenig Geld. Und im Zusammenspiel mit Windows 10 ist das Gespann wirklich genial!

Größtmögliche Sicherheit im Sinne von Verschlüsselung und am meisten kostenlosen Speicherplatz bietet Mega. Wobei man natürlich daran denken muss, dass auch jedes Foto und jedes Video auf diesen Platz angerechnet wird.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Nutzung eines Cloud-Speichers in Verbindung mit deinem Smartphone wirklich Sinn macht. Im besten Fall gehen bei einem Diebstahl keine Daten verloren. Denn sobald du dein neues Handy einrichtest, sind alle Dokumente wieder da. Welchen Anbieter du für dieses zusätzliche Backup benutzt, bleibt dir überlassen, mit Google Drive & Co. kannst du aber nicht viel falsch machen.

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