Start Aktuell Bottom Navigation: Google frischt Material-Design-Richtlinien für Menü am unteren Rand auf

Bottom Navigation: Google frischt Material-Design-Richtlinien für Menü am unteren Rand auf

Material Design? Richtig, das sind die bunten Rechtecke und Kreise im Papierstil, die das Design von Android seit Version 5.0 bestimmen. Die Google-Designer frischen die zugehörige Dokumentation immer wieder mal auf, jetzt gibt es ein neues Kapitel zur Bottom Navigation.

Feinde der Bottom-Navigation müssen jetzt stark sein. Die bei Google+ und Google Fotos bereits eingeführte untere Navigationsleiste wird und schon bald auch in anderen Apps begrüßen. Zumindest legt die jetzt veröffentlichte Dokumentation diesen Schluss nahe. Denn wozu hätte man sich sonst die Mühe für die ganzen Mockups und Erklärungen gemacht, wenn nur zwei Apps davon betroffen wären? Das in der Aufmachergrafik gezeigte Bottom-Menü passt zum Beispiel wunderbar zur Unterhaltung im Play Store.

Worum geht’s? Wenn du Google+ aktiv benutzt, dann ist dir vielleicht schon das (relativ neue) Menü am unteren Rand aufgefallen. Sobald du mit dem Scrollen nach unten aufhörst, und stattdessen nach oben scrollst, dann erscheint es automatisch, um schnell zu den Sammlungen, Communities oder Benachrichtigungen zu wechseln.

Google+ zeigt vier der möglichen fünf Einträge an. Für die Beschriftung ist aber nicht genügend Platz vorhanden.
Google+ zeigt vier der möglichen fünf Einträge an. Für die Beschriftung ist aber nicht genügend Platz vorhanden.

Dieses Menü gibt es seit kurzem auch in der Google Fotos App. Hier verschwindet es jedoch beim Scrollen nicht, sondern bleibt permanent eingeblendet.

 

Das Hauptfenster von Google Fotos in Version 1:15. neu sind die drei Einträge ganz unten.
Das Hauptfenster von Google Fotos in Version 1:15. neu sind die drei Einträge ganz unten (Bottom Menü) über der Navigationsleiste.

Beides ist laut den aktuellen Richtlinien für das Material Design von Google möglich, allerdings hält sich Google mal wieder selbst nicht an seine eigenen Spielregeln. Denn laut Specs dürfen als Beschriftung nur Begriffe benutzt werden, die in ganzer Länge Platz finden. Ein Abschneiden oder ein Umbruch ist nicht erwünscht. Mit dem Wörtchen „Benachrichtigungen“ haben die Design-Gurus bei Google+ wohl nicht gerechnet…

Schematischer Aufbau einer Android-App laut Material-Design-Richtlinie. Der blaugrüne Bereich  ist das neue Menü am unteren Rand.
Schematischer Aufbau einer Android-App laut Material-Design-Richtlinie. Der blaugrüne Bereich ist das neue Menü am unteren Rand. Bild: Google

Abgesehen davon sehen die neuen Richtlinien vor, dass in die Bottom Navigation mindestens 3 Elemente müssen und maximal 5 dort Platz finden. Zudem darf immer nur ein Eintrag (der aktive) farblich hervorgehoben werden, damit es nicht zu bunt wird.

Wenn du ein App-Designer oder -Entwickler bist, dann mach dich mit den Neuerungen vertraut. Wir freuen uns schon auf eine möglichst stringente Umsetzung von Google in den neuen Apps für Android N.

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