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Android P – Zweite Developer Preview zum Download freigegeben sowie die wichtigsten Neuerungen

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Am 8. März diesen Jahres hat Google die erste Developer Preview von Android P veröffentlicht. Auf der gestrigen Google I/O wurden nun die zweite Developer Preview zum Download freigegeben. Diese ist gleichzeitig auch die erste Beta-Version.

Auch die zweite Developer Preview bringt wieder einige Neuerungen mit sich. Diese wurden bereits im Google Blog vorgestellt. Die erste Beta-Version wird für die 1. und 2. Generation Pixel-Phones zur Verfügung stehen. Nexus-Geräte werden nicht mehr unterstützt. Auf der Developer-Webseite erfährst du jedoch auch, dass das Essential Phone, Nokia 7 Plus, Oppo R15 Pro, Sony Xperia XZ2, Vivo X21 UD, Vivo X21 und das Xiaomi Mi Mix 2S Zugriff auf die Beta-Version bekommen.

Um die Beta-Version von Android P auf dein Smartphone zu holen gehst du wie folgt vor:

  • Öffne die Android P Beta Webseite
  • Dort meldest du dich mit deinem Google-Account an
  • Unter “Meine berechtigten Geräte” klickst du auf den Anmelden Button und erklärst dich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden
  • Danach wartest du einige Minuten und suchst über die Einstellungen deines Smartphones nach dem Update

Bevor du allerdings die Beta auf dein Smartphone spielst sichere alle Daten. Denn die Beta ist noch keine stabile Version und es gibt auch keine Sicherheitsupdates oder ähnliches. Sofern du die Beta nicht mehr möchtest, klickst du hier auf das angemeldete Gerät beziehungsweise den Abmelden-Button. Innerhalb von 24 Stunden wird dann ein Update an dein Smartphone gesendet, welche alle Beta-Daten löscht (vorher sichern!) und die aktuellste, offizielle Android-Version wieder aufspielt.

Die finale Version von Android P wird sehr wahrscheinlich im Herbst diesen Jahres auf den Smartphones ankommen.

Eine Neuerung ist, dass Android P sich von den Navigationsbuttons verabschieden und auf Gestensteuerung umstellen wird. Statt 3 Navigationsbuttons gibt es nur noch einen länglichen Button, welcher per Geste gesteuert wird.

  • Schiebt man den Button nach oben öffnet sich der App Drawer.
  • Klickt man einmal darauf springt man zum Homescreen.
  • Wird er gedrückt gehalten erscheint der Assistant.
  • Schiebt man den Button nach links oder rechts erscheint der Task Manager und man kann zwischen den derzeit aktiven Apps wechseln.

Der Zurück-Button ist standardmäßig nicht mehr zu sehen und wird nur noch bei Bedarf eingeblendet.

Adaptive Battery
Die Akkuleistung wird nur für Apps und Dienste priorisiert, welche du am häufigsten nutzt, damit du das Beste aus deinem Akku herausholst. Das System soll also dank künstlicher Intelligenz lernen, welche Apps du wann und wie oft nutzt. Wenig genutzte Apps liegen dann auf der Prioritätenliste ganz unten und bekommen dementsprechend weniger Energie zugeteilt. Öfter genutzte Apps dürfen dagegen mehr Energie verbrauchen. Insgesamt soll sich damit die Akku-Laufzeit erhöhen.

Adaptive Brightness
Die Helligkeit des Display soll in Zukunft ebenfalls über KI angepasst werden. Hier wird ein Profil angelegt, welche dann das Display automatisch heller oder dunkler stellt. Adaptive Brightness arbeitet mit Adaptive Battery zusammen, da ein zu helles Display ein Grund für einen schneller zur Neige gehenden Akku ist.

App-Aktionen
Öffnest du den App-Drawer so findest du am oberen Bildschirmrand schon einige Apps, welche du oft verwendest. Bei Android P gibt es dann noch die App Aktionen, das heißt, mittels KI erhältst du von den App Aktionen Vorschläge, was du als nächstes machen möchtest, beziehungsweise welche App du benötigst. Schließt du zum Beispiel Kopfhörer an schlägt die KI zum Beispiel gleich deine Spotify-Wiedergabe-Liste vor.

Slices
Slices geben dir einen tieferen Einblick in deine Lieblings-App. Slice bedeutet Scheibe und genau in diese können die App-Entwickler ihre Apps nun “schneiden”. Verschiedene Funktionen einer App können also einzeln in Scheiben angeboten werden. Ruft der Nutzer zum Beispiel einen bestimmten Dienst über die Google Suche auf bekommt er sein Suchergebnis in mehreren Häppchen unterteilt angezeigt und kann sich so genau die Funktion auswählen die er gerade benötigt. Damit die Slices funktionieren müssen die Apps allerdings von den Entwicklern angepasst werden.

Dashboard
Das neue Dashboard zeigt dir an, wieviel Zeit du am Smartphone verbringst, die Zeit die du an Apps verbracht hast, wie oft du dein Smartphone entsperrt hast, oder wie viele Benachrichtigungen du bekommen hast.

App-Timer
Der App-Timer legt Zeitlimits für Apps fest. Befindest du dich in der Nähe des festgelegten Limits bekommst du eine Meldung und das Symbol wird grau dargestellt, um dich daran zu erinnern, dass das Limit bald erreicht ist.

Neuer Nicht-Stören-Modus
Im neuen Nicht-Stören-Modus werden nicht nur die Telefonanrufe und Benachrichtigungen deaktiviert, sondern auch alle visuellen Unterbrechungen. Als Geste genügt es, dass Smartpone auf dem Tisch zu drehen, um automatisch in den Nicht-Stören-Modus zu wechseln.

Wind Down
Wind Down aktiviert den Nachtfilter, indem es das Display zur von dir gewählten Zeit in Graustufen abblendet, wenn es dunkel wird. Auch der Nicht-Stören-Modus wird aktiviert.

New System Navigation
Android P soll mit einer neuen Systemnavigation besser zu bedienen sein. Über Gesten wird die Navigation direkt von deinem Homescreen ermöglicht. Somit kann, trotz größer werdender Smartphones, immer noch mit einer Hand das Smartphone bedient werden. Wechselst du ständig zwischen mehreren Apps erkennt die intelligente Textauswahl die Bedeutung des Textes und schlägt relevante Aktionen vor. Außerdem bietet Android P neu gestaltete Schnelleinstellungen, eine bessere Möglichkeit zum Aufnehmen und Bearbeiten von Screenshots , vereinfachte Lautstärkeregelung, einfachere Verwaltung von Benachrichtigungen und vieles mehr.

Fazit

Wir dürfen also gespannt sein auf all die Neuerungen, welche im Herbst mit Android P veröffentlicht werden.