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Ab heute werden WhatsApp-Backups nicht mehr vom kostenlosen Speicherplatzkontingent von Google Drive abgezogen

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Jeden Tag schreiben wir mindestens eine, meist sogar mehrere WhatsApps. Wir versenden Fotos, Gifs oder Videos. Und damit nichts von den „wertvollen“ Nachrichten verloren geht, bietet WhatsApp ein tägliches automatisches Backup aller Daten an. Das Backup wird auf Google Drive gespeichert. Bisher ging das allerdings zulasten deines kostenlosen Speicherplatzkontingents. Im August kam jedoch die Nachricht, das WhatsApp bald nicht mehr auf dieses Speicherplatzkontingent zugreift. Der Stichtag für diese Neuerung ist der 12. November – welchen wir heute haben.

Nutzt du WhatsApp gern und oft und ausgiebig und versendest viele Videos, Gifs oder anderen Kram, so dürfte es nicht allzu lange dauern, bis dein WhatsApp-Medien-Archiv riesige Ausmaße annimmt. Und dieses Medien-Archiv wird ja ebenfalls in der Google-Drive-Cloud gespeichert, um im Fall der Fälle bei einem Reset deines Smartphones alles wiederherstellen zu können.

Google Drive bietet jedem Nutzer 15 GB kostenlosen Speicherplatz, welcher durch die WhatsApp-Backups schnell in Mitleidenschaft gezogen wird. Doch ab heute muss man sich nicht mehr um die Schrumpfung des kostenlosen Speicherplatzes kümmern, wir haben nämlich den 12. November. Und genau für diesen 12. November hat WhatsApp angekündigt, dass der für das Backup benötigte Speicherplatz nicht mehr vom Google Drive Speicherkontingent des Nutzers abgezogen wird. Alle deine WhatsApp Daten werden bei Google zwar nicht verschlüsselt gespeichert, aber um die Daten zu nutzen gibt es nur den Weg über die WhatsApp-Wiederherstellung

Man sollte also in den nächsten Tagen einmal die Anzeige des benötigten Speicherplatzes im Auge behalten. Dieser dürfte nämlich ein Stück weit größer geworden sein. Jedoch ist Google Drive kein Speicher für alle Ewigkeit. Denn Backups, welche länger als ein Jahr nicht aktualisiert wurden (bei einem nicht mehr genutzten Account), werden automatisch aus dem Google-Drive-Speicher entfernt.

Google selbst dürfte den nun „kostenlosen“ Speicherplatz für die WhatsApp-Nutzer nicht einfach kostenlos herausgegeben haben. WhatsApp muss mit Sicherheit dafür bezahlen. Vielleicht gibt es auch deshalb in einer der nächsten Versionen Werbung beim beliebten Messenger. Denn ein Manager von WhatsApp, Chris Daniels, hat erste Details verraten: „Zukünftig werden Anzeigen im WhatsApp-Status geschaltet. Dies wird für eine geeignete Position gehalten, um innerhalb von WhatsApp Werbeanzeigen zu schalten. Der Messenger ist weiterhin kostenlos nutzbar und die Nachrichten werden weiterhin Ende-zu-Ende-Verschlüsselt.

Bisher hat eine Vertragsklausel die Werbeeinblendungen verhindert. Jan Koum und Brian Acton, die beiden WhatsApp-Gründer, hatten sich immer gegen eine Finanzierung des Messengers durch Werbung ausgesprochen. Beim Verkauf des Messengers 2013 an Facebook ließen sie vertraglich festhalten, dass WhatsApp bis 2019 keine Gewinne erwirtschaften muss. Nun haben Koum und Acton Facebook verlassen und 2019 steht vor der Tür. Die Klausel ist danach unwirksam und die Werbung kann kommen.