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Wir rauchen Ananas: Ein Abend mit Bridget, Ruta, Carl und David von OnePlus

OnePlus expandiert nicht nur in Europa sondern weltweit extrem schnell. Fast eine Million Geräte hat man bisher vom OnePlus One verkauft. Das mit einem Budget das weit hinter den finanziellen Möglichkeiten anderer Firmen steht, dafür mit viel Engagement, Leidenschaft und harter Arbeit.  Ich hatte die einmalige Gelegenheit, Bridget, Ruta, Carl und David vom OnePlus-Team in Budapest persönlich kennenzulernen und  konnte dabei auch einen Blick hinter die Kulissen und auf das OnePlus mit Oxygen OS werfen.

Das OnePlus-Team stattete drei Besuche in Osteuropa ab. Nach Warschau und Prag war gestern Budapest an der Reihe. Wer schon einmal in Budapest war, kann sich vielleicht daran erinnern, dass die Stadt — ähnlich wie Berlin — sehr viele coole Locations bietet. Ich war deshalb etwas enttäuscht, dass man sich für den Event den Kellerraum des H13 ausgesucht hatte. Die Begrüßung war einfach aber herzlich. Jeder Besucher (hauptsächlich OnePlus-Fans aus Ungarn, aber auch ein paar von weiter angereiste Fans und etwas Presse) bekam einen Adressaufkleber mit einer Nummer, um darauf den eigenen Namen zu schreiben und den weißen Sticker ans T-Shirt oder den Pulli zu kleben. Die Stimmung war in etwa wie auf jedem kleineren Event an der Uni — von Studis für Studis.

Kurz nach 19 Uhr geht es los, Bridget vom Marketing-Team begrüßt die Gäste (und entschuldigt sich dafür, dass noch nicht genügend Bier da ist :). Carl zeigt anschließend in einem rund 15 Minuten dauernden Vortrag, wie das OnePlus One startete und wo man heute steht. Dann kommt die erwartete Ankündigung, dass das OnePlus ab sofort auch in Ungarn verkauft wird. Zum Preis von 94 199 Forint für die 16-GByte-Version und 104 999 Forint für die 64-GByte-Version. Das Publikum klatscht, denn die Preise sind zwar für unsere Verhältnisse günstig, machen für die meisten Ungarn aber immer noch einen halben oder ganzen Monatslohn aus. Dennoch sind viele Leute mit einem OnePlus One im Saal, das üblicherweise aus Deutschland importiert wird.

Die Preise in den Landeswährungen entsprechen weitgehend dem umgerechneten Euro/Dollar-Preis.
Die Preise in den Landeswährungen entsprechen weitgehend dem umgerechneten Euro/Dollar-Preis.

Carl erzählt vom Mobile World Congress. Dass man mit Spannung den darauffolgenden Open-Sale-Dienstag erwartet habe und deutlich mehr Bestellungen als erwartet verbuchen konnte. Er erklärt es so, dass viele Käufer noch bis zum MWC abgewartet  und die Bestellung erst jetzt aufgegeben hätten, da auf dem Mobile World Congress keine wirklich interessante Alternative zum OnePlus One gezeigt wurde — zumindest nicht für unter 300 Euro.

Dann stellt Carl auch noch die neue Powerbank mit 10000 mAh vor, über die sich das OnePlus One bis zu drei Mal aufladen lässt. Für 5599 Forint. Hier ist der Applaus deutlich stärker und ich merke, dass das etwas ist, was sich die Leute hier in Budapest auch leisten können.

Zum Preis von rund 17 Euro bietet die OnePlus PowerBank sehr viel Akku und ein tolles Design.
Zum Preis von rund 17 Euro bietet die OnePlus PowerBank sehr viel Akku und ein tolles Design.

Zum Abschluss zeigt uns Carl ein neues PR-Video für OnePlus, das zum Slogan „Never settle“ passt, und Bridget versichert uns, dass das Team schon in vielen Ländern war, aber der Saal nirgends so voll und die Stimmung nirgends so gut war wie in Budapest. Dann gibt es Pizza, mehr Bier, Snacks und Erfrischungsgetränke. Ein paar OnePlus-Taschen, T-Shirts, PowerBanks und ein OnePlus werden verlost, später gibt es auch noch ein paar spontane Geschenke.  Fleißige Helfer stapeln Stühle, jemand macht endlich die Fenster und Türen etwas auf und im Hintergrund werden Tische für das Hands-On aufgestellt.

Von Barcelona nach Budapest

Der Kontrast zum Launch-Event des Samsung Galaxy S6 in Barcelona könnte nicht größer sein. Keine Riesenleinwände, keine Security-Leute und Hostessen ohne Ende. Kein Glanz und Gloria. Hier stehen tatsächlich die Produkte und die Menschen im Mittelpunkt.

Ruth und David kümmern sich um die Hands-On mit dem OnePlus One, der Powerbank und den Kopfhörern.
Ruta und David kümmern sich um die Hands-On mit dem OnePlus One, der Powerbank und den Kopfhörern.

Bridget kümmert sich ums Essen und Trinken, Carl stellt sich in einer wärmenden Pelzmütze den Fragen der anwesenden Fans und Journalisten. Ruta und David beaufsichtigen die Hands-On-Tische und geben hier Rede und Antwort. Der Andrang ist recht groß, vor allem auf die zwei Geräte, die bereits mit Oxygen OS ausgestattet sind. Die neue Firmware von OnePlus, die auf Paranoid Android basiert, wird noch im März über das Forum zum Download bereitstehen. Sie ist aber noch nicht ready für den täglichen Gebrauch, Bridget bittet mich deshalb darum kein Video zu drehen, nur Fotos zu machen.  Das Lollipop-Update für das OnePlus auf CM12S wird ganz normal per OTA-Update verteilt. Wer also nicht zu Oxygen OS wechseln möchte, muss nichts unternehmen.

Die Kacheln für die Schnelleinstelungen lassen sich beliebig anordnen. Die Unterschiede zum Google-Android liegen in den Details.
Die Kacheln für die Schnelleinstelungen lassen sich beliebig anordnen. Die Unterschiede zum Google-Android liegen in den Details.

 

Ich stelle mich zur Gruppe, die sich mit Carl unterhält und frage (gaaanz unauffällig), ob man die Displayeinheit für das OnePlus Two schon bestellt habe. Carl lächelt freundlich, gibt sich eine Sekunde Bedenkzeit und antwortet dann „Für die Engineering Samples, ja.“ Beim OnePlus One hatte man sich beim Timing des Displays etwas verrechnet. Jetzt weiß man, dass von der Bestellung bis zur Lieferung mindestens drei Monate vergehen. Damit wird also auch klar, dass das OnePlus Two nicht im April erscheint sondern erst später im Jahr. „Das OnePlus One wird vermutlich noch bis Jahresende im Shop sein“, beantwortet Carl eine weitere Frage. Und zum neuen Produkt das noch im April gelauncht wird: „Es wird ein interessantes, neues Produkt sein, aber keine Smart Watch und kein Tablet.“

So langsam aber sicher leert sich gegen 22 Uhr der Saal und es verbleibt nur noch ein harter Kern von OnePlus-Fans. Das Bier ist nun tatsächlich alle und Bridget fragt die Anwesenden, ob wir nicht Lust hätten, zusammen noch ein Bier trinken zu gehen. Das machen wir natürlich gerne und finden uns dann nach einem kurzen Spaziergang im Szimpla Romkert wieder. Dort gibt es Free Wifi. Das ist wichtig, denn die Roaming-Kosten aus China sind nicht gerade billig und deshalb haben die Gäste kein mobiles Internet.

Carl hätte gerne alle zu einem Bier eingeladen, aber man kann nicht mit Karte bezahlen. Also bestellt jeder sein Getänk selbst. Er erzählt uns dabei von den Anfängen, wie er die Idee hatte, ein Android-Smartphone zu machen, das den gleichen „Haben-Möchte-Effekt“ wie das iPhone auslöst und dass so auch der Slogan „Never Settle“ zustande kam. Er klärt uns aber auch darüber auf, dass er 14 bis 16 Stunden am Tag, sechs Tage die Woche arbeitet, und deshalb froh ist, etwas hier in Budapest ausschalten zu können. „Das Reisen ist weniger anstrengend als die tägliche Arbeit in Shenzhen.“  Wir unterhalten uns über den Mobile World Congress und er kommt ganz leicht ins Schwärmen über das Galaxy S6 edge.  Ich gebe ihm Recht, dass Verarbeitung und Design wirklich top sind.

Später unterhalte ich mich auch etwas mit Bridget, Ruta und David, die alle für OnePlus in China arbeiten. Bridget kommt aus den USA und war quasi von Beginn an mit dabei: „Das Team ist enorm schnell gewachsen. Ich finde die Gelegenheit cool, bei einem solch erfolgreichen Startup von Anfang an mit dabei zu sein. Wobei wir langsam aber sicher aus der Startup-Größe herauswachsen.“ Dafür nimmt sie es auch in Kauf sechs bis sieben Tage die Woche zu arbeiten. Auch ihr Arbeitstag dauert üblicherweise eher 14 als 10 Stunden. Sie wirkt stets gut gelaunt, muss sie auch als Communications Manager. Deutlich ruhiger verhalten sich Ruta und David. „Wir hatten heute noch fast nichts zu essen,“ lacht Ruta, der man die Müdigkeit etwas anmerkt.

So gegen 23 Uhr schleppt Carl von irgendwoher eine Wasserpfeife mit einer Ananas an und man raucht friedlich vor sich hin. Die Musik ist deutlich lauter als zu Beginn, was die Kommunikation auf Englisch zwischen den ungarischen Fans und dem vierköpfigen OnePlus-Team etwas erschwert, aber dafür ist die Stimmung nach dem zweiten oder dritten Bier nun noch lockerer, also werden wir auch alle lauter und lustiger. Die Profis bleiben Profis: Es gibt keine weiteren Infos zum OnePlus Two oder zur neuen Geräteklasse, „just small talk“ und einen netten Abend.

Vielen Dank an Bridget, Ruta, Carl und David (und die ungarischen Freunde) für den netten Abend! OnePlus ist definitiv kein Hype, und das OnePlus One weiterhin eines der besten Android-Smartphones überhaupt, auch wenn es schon ein paar Monate auf dem Buckel hat! Das OnePlus Two wird hohe Erwartungen erfüllen müssen, ich wünsche dem Team dazu viel Erfolg!

 

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