6. Dezember 2022
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User Experience – Designtrends 2022

Was ist 2022 bei der User Experience zu erwarten? Entdecke hier Designtrends, die das Nutzererlebnis steigern, wie 3D Elemente oder Micro Interactions.

User Experience 2022 – Was erwartet dich im Design?

Simpler, raffinierter, cooler – das Jahr 2022 verspricht spannende Neuerungen. Mit aktuellen Trends und Trendfortsetzungen im User Experience Design gibt es auch einige Änderungen, die eine noch bessere Nutzererfahrung erahnen lassen. Wir haben mal geschaut, was in diesem Jahr noch alles in puncto User Experience auf uns zukommt.

User Experience: Minimalismus auf dem Vormarsch

Viele Tech-Unternehmen leben es schon seit einiger Zeit vor – immer mehr Unternehmen machen es für eine optimale Nutzererfahrung nach: Minimalismus. Die Seiten sehen generell aufgeräumter und luftiger aus, für dich als User erscheinen sie übersichtlicher. In Bezug auf die User Experience heißt das, du findest schneller und leichter, was du suchst. Es gibt weniger Elemente, die vom Wesentlichen ablenken. Das Design folgt also noch mehr der Funktion.

Ein positiver Nebeneffekt minimalistischer Designs: Sie wirken auf Besucher professionell, klar und bringen sie einfacher an die Stelle, an die sie selbst wollen – und dahin, wo du sie haben möchtest.

Nutzererlebnis: Mobile First

Die Zahl der User, die in Deutschland mit mobilen Endgeräten surfen, hat 2021 die 80-Prozent-Marke geknackt (Statista GmbH: Anteil der mobilen Internetnutzer in Deutschland in den Jahren 2015 bis 2021). Der Trend ist also ungebrochen. Darauf stellen sich immer mehr Webseiten ein und optimieren ihre User Experience sowie das Design vor allem mobil. Da auch die Endgeräte immer differenzierte Fähigkeiten bekommen, darfst du dich bei Smartphone und Co. auf kompakte, übersichtliche Designs und jede Menge Zusatzfunktionen freuen.

Personalisierung steht hoch im Kurs

War es früher nur die direkte Ansprache in Newslettern oder im Seiten-Login, werden Webseiten inzwischen insgesamt immer persönlicher im Nutzererlebnis. Unmengen an Daten und Spuren, die du jeden Tag im Netz hinterlässt, machen es zusammen mit lernenden Programmen und künstlicher Intelligenz möglich.

Der Vorteil in der User Experience: User bekommen Content angezeigt, der sie wirklich interessiert. Die Relevanz steigt also. Dieser Trend sorgt übrigens auch dafür, dass zum Beispiel deine Streaming-Seite anders aussieht als die deiner Freunde, denn Filme-Portale sind bei dem Trend ganz vorne mit dabei. Folgen Nutzer also den maschinellen Empfehlungen, kreieren die Seiten so nach und nach für sie sehr individuelle Angebote.

User Experience: 3D kommt

Ganz neu sind 3D-Elemente in der User Experience nicht. Doch es tut sich was im UI- und UX-Design. Dreidimensionale Elemente greifen ebenfalls den Minimalismus-Trend auf. Sie werden schlichter und nutzen neuerdings immer öfter den sogenannten Claymorphismus. Der steht für klare Formen, die ein wenig fluffig wirken und durch innere sowie äußere Schatten eine gute dreidimensionale Wahrnehmung kreieren.

Bei der Optimierung von Webseiten helfen sie der User Experience vor allem in einem Punkt. Die Elemente haben einen guten Wiedererkennungswert. Sie schaffen Aufmerksamkeit und ergänzen ein zweidimensionales Design optimal. Egal ob bei Social Media, auf der eigenen Webseite oder anderen Plattformen – gekonnte, einzigartige 3D-Designs helfen, eine Marke zu festigen.

UX-/UI-Trend: Neo-Brutalismus

Neo-… was? Dieser Trend ist eine Neuauflage aus dem Brutalismus und der Tendenz zu mehr Minimalismus. Starke Kontraste, Asymmetrie, fette Typografien, und betonte Umrandungen brennen sich ins Gedächtnis und bleiben dort hängen. Mit dem Neo-Brutalismus wird das Design insgesamt schlichter, bleibt aber markant.

Du liebst es? Dann musst du dieses User Experience Design auch bei deiner Webseite konsequent umsetzen. Der Neo-Brutalismus ist ein Ganz-oder-gar-nicht-Design. Hier und da ein bisschen wirkt auf deine User sonst schnell unkoordiniert und planlos. Ziehst du es durch, kann es aber auch kalt wirken. Wenn du also darauf umsteigen willst, frag dich vorher: Passt dieses Design wirklich zum Projekt?

User Experience Optimierung: Micro Interaction

Ganz neu sind Micro Interactions nicht mehr – aber bisher kaum im deutschsprachigen Raum verbreitet. Das dürfte sich dieses Jahr noch ändern, denn die Micros haben viele Vorteile für die User Experience. Sie geben nämlich dem sozialen Wesen Mensch ein Feedback und erzeugen so langfristig auch eine emotionale Bindung. Außerdem machen sie einfach Spaß und animieren User zu einer gewünschten Interaktion.

Typische Micro Interactions im User Experience Design sind zum Beispiel taktile oder akustische Reaktionen auf eine Nutzeraktion wie das Drücken von Tasten oder Seitenelementen. Aber auch animierte Übergänge, visualisierte Ladevorgänge oder wechselnde Farben nach Aktionen gehören zu den Micro Interactions.

Sie sind also vor allem dafür da, den Usern ein Feedback zu geben, sie zu unterhalten und ihre Bindung an Webseiten zu erhöhen. Zusammengefasst stehen sie für eine kurzweilige, gezielte und irgendwie auch menschlichere User Experience.

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