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[Update] Android-Firmware von Hand auf Nexus-Handys und Tablets installieren, so gehts!

Android 4.3 steht in den Startlöchern international ausgerollt zu werden. Updates werden für das alte Nexus 7, das Nexus 10 und auch für die Google-Handys Nexus 4 und Galaxy Nexus in den kommenden Tagen über die Update-Funktion automatisch zum Download angeboten werden. Doch Sie können schon heute das Update einspielen, dafür braucht es nur ein kleines bisschen Handarbeit.

Google stellt alle Factory Images, also die original Firmware der Geräte, auf Google Developers direkt zum Download zur Verfügung. Android 4.3 wird es jedoch nicht für alle bisherigen Nexus-Geräte geben, das Galaxy Nexus bildet das Ende der Update-Reihe, das Nexus S wird nicht mehr weiter mit Updates versorgt. Zur Installation des aktuellen Systems laden Sie in einem ersten Schritt das für Ihr Handy oder Tablet passende Paket herunter.

WARNUNG 

Diese Anletung funktioniert nur problemlos und ohne Datenverlust, wenn der Bootloader Ihres Geräts bereits entsperrt ist. Falls der Bootloader noch gesperrt ist, müssen Sie diesen zuerst entsperren, um die komplette Firmware einspielen zu können. Dabei werden sämtliche Daten gelöscht. Möchten Sie das Update selbst installieren, ohne den Bootloader zu entsperren, dann müssen Sie dazu die OTA-Firmware-Datei herunterladen (nicht die hier verlinkten Dateien) und via adb sideload Firmwaredatei einspielen.

Android 4.4 für Google Handys

Android 4.4 für Google Tablets

Android 4.3 für Google-Handys

Android 4.3 für Google-Tablets

Anschließend benötigen Sie noch die Entwickler-Tools adb und fastboot aus dem Android-SDK. Sie müssen jedoch als Windows-User nicht unbedingt das komplette SDK installieren, es reicht wenn Sie die zwei kleinen Programme über Minimal ADB & Fastboot einspielen.

Auch Linuxer können es sich bequemer machen, viele Distributionen wie Ubuntu oder Arch führen die Tools in ihren Paketquellen. Bei aktuellen Ubuntu-Installationen finden Sie adb und fastboot etwa in den Paketen android-tools-adb und android-tools-fastboot.





Booten Sie Ihr Nexus in den Fastboot-Modus.





Ein Google Nexus 7 im Fastboot-Modus.

Sind die zwei Tools installiert, aktivieren Sie den USB-Debugging-Modus auf Ihrem Nexus-Gerät und schließen es per USB-Kabel an Ihren Rechner an. Um die Firmware einzuspielen müssen Sie in den Fastboot-Modus starten, am einfachsten geht dies über einen simplen Befehl. Damit dieser aber Ihr Nexus auch erreicht, prüfen Sie zuerst, ob sich ADB auch mit dem Handy versteht.

$ adb devices
List of devices attached
015d2d42263c1c0e device

Sollte die Ausgabe leer sein, verstehen sich Handy und Computer noch nicht. Eventuell müssen Sie den Zugriff über adb von diesem Rechner aus, auf Ihrem Nexus erst einmal bestätigen, schauen Sie daher kurz auf das Display. Liefert der Befehl die Code-Nummer des Geräts, können Sie Ihren Nexus in den Fastboot-Modus starten lassen.

$ adb reboot bootloader

Anschließend geht es nun darum die neue Firmware auf Ihrem Nexus-Handy bzw. -Tablet einzuspielen. Wir machen dies im Rahmen dieser Anleitung am Beispiel eines Google Nexus 7, bei anderen Nexus-Geräten lauten die Dateinamen ein wenig anders, am Vorgehen ändert sich jedoch prinzipiell nichts.

Android flashen

Entpacken Sie dazu die von Google heruntergeladene TGZ-Datei (unter Windows geht dies zum Beispiel mit dem Open-Source-Packer 7-Zipnakasi-jwr66v-factory-d341d356.tgz und wechseln anschließend in das neue entstandene Verzeichnis nakasi-jwr66v. Dort finden Windows-User das Skript flash-all.bat, Linuxer und Mac-User greifen zur flash-all.sh.

Beide Skripte müssen jeweils mit Root- bzw. Administrativen Rechten auf Ihrem PC ausgeführt werden. Unter Windows tippen Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei und wählen "Als Administrator ausführen", unter Linux rufen Sie das Skript aus einem Terminalfenster heraus mit einem vorangestellten "sudo" auf.

$ sudo ./flash-all.sh

Bevor Sie das Skript aber ausführen, überlegen Sie sich bitte, ob Ihr Handy oder Tablet im Zuge des Updates zurückgesetzt werden soll. Ohne eine Änderung am Flash-Skript geschieht dies nämlich auf jeden Fall. So werden Probleme durch das Update umgangen, allerdings verlieren Sie alle auf dem Handy gespeicherten Daten. Den Reset können Sie verhindern, indem Sie das Flash-Skript mit einem beliebigen Texteditor öffnen und in der letzten Zeile das "-w" entfernen.





Die Option -w setzt Ihr Handy im Anschluss an das Flashen zurück.

Der Flash-Vorgang läuft nach dem Aufruf des Skripts automatisch durch. Am Ende bootet das Android-Gerät mit dem neuen System neu. Daten, sollten beim Upgrade keine verloren gegangen sein — wenn Sie die Option "-w" aus dem Skript entfernt haben. Sollten Sie allerdings ihr Gerät zuvor gerootet haben, so ist der Root-Patch erst einmal wieder weg.





Das Nexus 7 wurde auf Android 4.3 aktualisiert.

Wer keine Lust auf Basteleien hat, muss das Update auf Android 4.3 nicht manuell auf seinem Nexus-Androiden installieren. Google wird das Update über kurz oder lang auch Online über die in Android integrierte Updateroutine einspielen, Sie müssen sich nur etwas in Geduld üben.

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