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UGREEN NASync DXP4800 Plus im Test

Die UGREEN NASync DXP4800 Plus ist ein leistungsstarkes NAS-System (Network Attached Storage), das für den Heimgebrauch und kleine Büros entwickelt wurde. Es bietet eine benutzerfreundliche Einrichtung und leistungsstarke Funktionen, die über die bloße Datenspeicherung hinausgehen. Mit dem UGREEN UGOS-Betriebssystem erhältst du ein flexibles Tool zur Verwaltung und Sicherung deiner Daten, das auch erweiterte Features wie RAID, Cloud-Synchronisation und Medienstreaming umfasst.

In diesem Testbericht erfährst du alles über die technische Ausstattung und die Benutzeroberfläche. Auch beleuchten wir die Funktionen und die Möglichkeiten der Software, die das NAS zu bieten hat.

UGREEN DXP4800 Plus

Unboxing und Anschlüsse

Bereits auf den ersten Blick macht das UGREEN NASync DXP4800 Plus einen hochwertigen und robusten Eindruck. Das Gehäuse misst etwa 26 × 18 × 18 cm und besteht überwiegend aus stabilem, grau-mattem Aluminium, während Front- und Rückseite aus Kunststoff gefertigt sind. UGREEN setzt auf ein schlichtes, funktionales Design, ohne auffällige optische Spielereien, was dem Gerät einen professionellen Touch verleiht.

Im Lieferumfang enthalten sind neben dem NAS selbst ein 150-Watt-Netzteil des renommierten Herstellers HuntKey. Dieses leistungsstarke Netzteil sorgt für eine zuverlässige Stromversorgung des Systems. Zusätzlich liegen dem Paket ein Netzwerkkabel und eine detaillierte Bedienungsanleitung bei, die den Einstieg und die Einrichtung des NAS erleichtern.​ Weiteres Zubehör:

  • 1x Bedienungsanleitung
  • 1x Garantiekarte
  • 2x Festplattenfach-Schlüssel
  • 1x HuntKey-Netzteil
  • 2x Ethernetkabel CAT7
  • 2x SSD-Silikon-Pads zur Wärmeableitung der M.2
  • 1x Schraubendreher + Schrauben

An Anschlüssen findest du auf der Vorderseite des NAS die Einschalttaste, Kontrollleuchten für Netzwerk und Festplatten sowie:

  • 1x USB 3.2 Gen 2
  • 1x USB Typ-C Gen 2
  • 1x SD-Kartenleser

Auf der Rückseite befinden sich neben dem Stromanschluss und dem Reset-Loch folgende Anschlüsse:

  • 1x HDMI (bis zu 4K)
  • 1x USB 3.2 Gen 1
  • 2x USB 2.0
  • 1x 2.5 GbE Ethernet
  • 1x 10 GbE Ethernet

Außerdem ist hier ein 140 mm Lüfter verbaut. Ein magnetischer Staubfilter über dem Lüfter sorgt dafür, dass nicht übermäßig viel Staub ins Gehäuse zieht.

Auf der Unterseite des UGREEN DXP4800 Plus findest eine Abdeckung, die du abschrauben kannst. Unter der Abdeckung findest du einen QR-Code für die Gerädeanbindung sowie:

  • 2x M.2 Steckplatz (optional)
  • 2x Speichersteckplatz (8 GB RAM vorinstalliert)

Technische Daten des UGREEN NASync DXP4800 Plus

Modell
DXP4800 Plus

Prozessor
Intel Pentium Gold 8505 (5 Kerne, 6 Threads, 4,4 GHz, x86 Architektur)

Arbeitsspeicher
8 GB DDR5 (erweiterbar bis zu 64 GB)

Flash-Speicher
128 GB SSD (Systemlaufwerk)

Speichererweiterung
  • 4 x 3,5″ SATA Einschübe (max. 24 TB pro Laufwerk)
  • 2 x M.2 SSD-Einschübe (max. 8 TB pro SSD)

Raid-Unterstützung
JBOD, Basic, RAID 0, RAID 1, RAID 5, RAID 6, RAID 10

LAN-Ports
  • 1 x 2,5 Gbit/s Ethernet
  • 1 x 10 Gbit/s Ethernet

USB-Anschlüsse
  • 1 x USB 3.2 Gen 2 (vorderseitig, 10 Gbit/s)
  • 1 x USB-C Gen 2 (vorderseitig, 10 Gbit/s)
  • 1 x USB 3.2 Gen 1 (rückseitig, 5 Gbit/s)
  • 2 x USB 2.0 (rückseitig, 480 Mb/s)

HDMI
1 x HDMI 2.0 (unterstützt 4K)

Kartenleser
SD 3.0

Betriebssystem
UGREEN UGOS Pro

Maximaler Speicher
24 TB pro Festplatteneinschub (3,5″) + 8 TB pro M.2 SSD

Abmessungen
257 mm (L) x 178 mm (B) x 178 mm (H)

Gewicht
4,3 kg

Einbau der Hardware

An der Unterseite der UGREEN NASync DXP4800 Plus schraubst du den Deckel ab und montierst die RAM-Bausteine und die M.2 SSD Festplatten.

M.2 SSD Speicher installieren

Wir haben den vorhandenen 8 GB RAM-Baustein gegen einen 32GB Crucial DDR5 RAM 4800MHz SODIM ausgetauscht sowie zwei Samsung 990 PRO NVMe M.2 SSD eingebaut. Bei den M.2 SSD ist wichtig, dass du die Silikon-Pads zur Wärmeableitung auf die M.2 aufklebst.

Tipp

Achte darauf, dass auch der Controller mit dem Silikon-Pad abgedeckt ist, da dieser die meiste Wärme erzeugt. Du findest ihn am vorderen Ende des Speicherchips in der Nähe des Anschlusses.

Um die Festplatten ins das DXP4800 Plus einzusetzen sind keine Schrauben notwendig. Du ziehst den Festplatteneinschub heraus und ziehst den Klammerarm mit der kleinen Taste „Press“ auf der Rückseite heraus.

Anschließend setzt du die Festplatte ein und achtest darauf, dass die Montagestifte auf dem Einschub mit den Schraubenlöchern an der Festplatte korrekt ausgerichtet sind. Nachdem du den Klemmarm wieder rein gedrückt hast, schiebst du die Festplatte in das NAS-Gehäuse zurück. Optional kannst du den Festplattenslot noch mit dem Festplattenschlüssel sichern.

Statt 3,5 Zoll-Festplatten kannst du auch 2,5 Zoll-Festplatten einbauen. Zur Befestigung im Einschub nutzt du hierfür die mitgelieferten Schrauben.

UGREEN NAS Festplatten einbauen

Ein wichtiger Punkt ist, dass UGREEN kein flexibles RAID-Management wie Synology SHR bietet. Dadurch wird bei der Nutzung von Festplatten mit unterschiedlicher Kapazität immer die kleinste als Referenzgröße verwendet. Kombinierst du also eine 12-TB- und eine 8-TB-HDD, bleibt der überschüssige Speicherplatz der größeren Festplatte ungenutzt.

Tipp

Eine Liste kompatibler Hardware wie Festplatten, M.2, Arbeitsspeicher, SD-Karten, USV’s, etc. findest du auf der Herstellerwebseite in der Produkt-Kompatibilitätsliste.

Im Gegensatz zu z.B. Synology verlierst du bei UGREEN nicht die Garantie, wenn du beispielsweise Arbeitsspeicher von Drittanbietern einbaust.

Der verbaute Standard-Lüfter der UGREEN NASync DXP4800 Plus war in unserem Test recht gut hörbar. Daher haben wir diesen kurzerhand gegen einen günstigen be quiet! Pure Wings 3 ausgetauscht.

UGREEN DXP4800 Plus Lüfter austauschen.

Wichtig zu beachten beim Lüfter-Austausch ist der Luftstrom. Der Lüfter sollte bei der DXP4800 Plus als Ansauglüfter montiert werden. Auf dem Lüfter ist ein Pfeil für den Luftstrom und ein Pfeil für die Rotation angebracht. Der Pfeil für den Luftstrom sollte in das Gehäuse zeigen.

Betriebssystem UGOS PRO

UGREEN setzt bei seinen NAS auf das hauseigene Betriebssystem UGOS PRO, das auf Debian Linux basiert.

Dateisystem

Bei der Einrichtung von Speicherpools bietet UGOS Pro die Wahl zwischen den Dateisystemen ext4 und Btrfs:

  • Btrfs bietet moderne Funktionen wie Snapshots, Datenintegritätsprüfungen und Copy-on-Write (CoW), wodurch es besonders für NAS-Systeme mit hoher Datensicherheit attraktiv ist.
  • ext4 ist ein bewährtes und weit verbreitetes Linux-Dateisystem, das für seine Stabilität und Performance bekannt ist, allerdings keine nativen Snapshots oder CoW-Funktionen bietet.

Wenn du also mehr Datenintegrität und flexible Snapshots möchtest, ist Btrfs die bessere Wahl. Wenn du hingegen maximale Kompatibilität und Performance bevorzugst, könnte ext4 sinnvoller sein.

Docker und VMs

Ein herausragendes Merkmal von UGOS Pro ist die Integration von Docker, wodurch sich eine Vielzahl von Container-Anwendungen (wie z.B. Git) betreiben lassen. Zudem unterstützt das System die Erstellung und Verwaltung von virtuellen Maschinen (VMs).

Netzwerkprotokolle

UGOS Pro unterstützt eine breite Palette von Netzwerkprotokollen, darunter:

  • SMB (Windows-Dateifreigabe)
  • NFS (Linux-Netzwerkfreigaben)
  • FTP und FTPS (Dateiübertragungen)
  • Rsync (für inkrementelle Backups)
  • WebDAV (zur Nutzung als Cloud-Speicher)
  • SSH und Telnet (Terminal-Zugriffe)
  • UPnP und Bonjour (Automatischen Erkennung im Netzwerk)

Inbetriebnahme und Einrichtung

Nachdem du das UGREEN NASync DXP4800 Plus das erste Mal eingeschaltet hast, musst du das Gerät noch initialisieren.

Initialisierung

Du erreichst den Setup-Assistenten zur Ersteinrichtung über die URL find.ugnas.com. Hier klickst du auf Verbinden und startest die Geräteinitialisierung. Anschließend rufst du die NAS-Oberfläche über deinen Browser auf und meldest dich mit deinem lokalen Admin-Konto an.

Vergib in deinem Router für die DXP4800 Plus noch eine feste IP-Adresse und einen eindeutigen Namen, über die du das NAS dann erreichen möchtest.

UGREEN NASync DXP4800 Plus Webinterface.jpg

Speicherpool und Volume erstellen

Nun erstellst du einen neuen Speicherpool bzw. ein Volume. Dazu wählst du alle HDD-Festplatten aus, die du dafür nutzen möchtest. Wir haben 4x 4TB ausgewählt und erstellen das Volume in RAID 6. Das heißt, dass 2 Festplatten gleichzeitig ausfallen können und du die Daten dennoch wiederherstellen kannst.

UGREEN NAS Speicherpool und Volume erstellen

Die Initialisierung bzw. Synchronisation von RAID 6 dauerte bei uns ca. 9-10 Stunden. Während der Initialisierung kannst du das NAS weiter verwenden und einrichten.

M.2 SSD Speicherpool erstellen

Für deine SSDs solltest du einen eigenen Speicherpool erstellen, anstatt sie mit den HDDs zu kombinieren. Dadurch kannst du die höhere Geschwindigkeit der SSDs optimal für Anwendungen wie Docker nutzen, ohne dass langsame HDDs die Performance ausbremsen. Zudem schützt ein separater Pool die SSDs vor unnötiger Abnutzung und ermöglicht eine bessere Speicherverwaltung.

Wir haben 2x 1TB SSD’s verbaut und nutzen diese in RAID 1. Auf den SSD’s werden wir dann Docker-Container und andere Anwendungen laufen lassen.

Benutzerverwaltung und Sicherheit

Du solltest dir für jedes Familienmitglied und auch für dich selbst ein eigenes Benutzerkonto in den Einstellungen des NAS anlegen. Hier vergibst du die Rolle „Normaler Benutzer“, aktivierst einen persönlichen Ordner für diesen Benutzer und teilst ihm ggf. einen Speicherbedarf auf der HDD zu.

Falls du Docker installiert hast, kannst du diesem Nutzer noch Rechte auf das Docker-Verzeichnis erteilen, oder den Zugriff verweigern.

2-Faktor-Authentifizierung

Jeder Benutzer kann selbst eine 2FA für seinen Login einrichten. Dazu klickst du rechts oben auf dein Benutzer-Icon. Hier gelangst du zu deinem Konto. Unter dem Menüpunkt Sicherheit findest du die Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Um sie zu aktivieren kannst du entweder den Microsoft Authenticator installieren (wird angeboten), oder du verwendest den Google Authenticator.

Die 2FA ist eigentlich immer sinnvoll aber im lokalen Betrieb optional. Solltest du den Remote-Zugriff verwenden, würde ich auf alle Fälle 2FA aktivieren.

Firewall aktivieren

Das UGREEN NAS besitzt eine integrierte Firewall. Diese findest du ebenfalls in den Systemeinstellungen unter Sicherheit und solltest du aktivieren. Folgende Regeln kannst du hier eingeben:

IP-BereichAktionHinweis
192.168.0.0 – 192.168.255.255Zugriff auf alle Ports erlaubtLokales Netzwerk
10.0.0.0 – 10.255.255.255Port 443 (HTTPS) freigebenOptional, falls du VPN oder Subnetze verwendest
172.16.0.0 – 172.31.255.255Port 443 (HTTPS) freigebenOptional, falls du VPN oder Subnetze verwendest

Für den externen Zugriff würde ich dir empfehlen nur die Ports freizugeben, deren Dienste du im externen Zugriff nutzen möchtest. Zum Beispiel:

  • Port 443 (HTTPS)
  • Port 22 (SSH)
  • Port 445 (SMB)

Festplattenverschlüsselung

Leider fehlt bei dem UGREEN NASync DXP4800 Plus derzeit eine native Verschlüsselung der gespeicherten Daten.

App Center

Im App Center stehen dir die wichtigsten Apps für Foto, Video, Musik, Sync&Backup, Online Office und einige mehr für die täglichen Aufgaben zur Verfügung. Für Profianwender gibt es auch eine App für Virtuelle Maschinen (VMs) und Docker.

App Center UGREEN NAS

Jede App einzeln in diesem Artikel zu behandeln, würde den Umfang sprengen. Daher beleuchten wir die Apps wie Sync&Backup, Fotos, usw. in separaten Artikeln und verlinken sie dann an dieser Stelle.

Jegliche Freiheit mit Docker

Unter Docker kannst du dir eine Umgebung vorstellen, in der Anwendungen in sogenannten Containern ausgeführt werden. Diese Container enthalten alles, was das Programm braucht (Code, Bibliotheken, Abhängigkeiten), um zu funktionieren – egal, auf welchem Computer es später läuft.

Mit Docker kannst du solche Container ganz einfach auf verschiedenen Systemen wie Windows, Linux oder macOS ausführen – ohne die Programme extra anpassen zu müssen. Alles läuft zuverlässig, weil in der Box (dem Container) schon alles drin ist, was die Anwendung braucht.

UGREEN NAS Docker Git

Möchtest du also Paperless NGX, Invoice Ninja oder andere Software über dein NAS nutzen, kannst du das über Docker realisieren.

Hier findest du ein paar Installationen, die wir über Docker gelöst haben:

Die Docker-Integration des UGREEN NAS ist durchdacht: Anders als bei klassischen Docker-Umgebungen, wo Container nach einem Neustart oft zurückgesetzt werden, speichert das UGREEN NAS Änderungen automatisch im lokalen Image. So bleiben Anpassungen auch nach einem Neustart erhalten – ganz ohne zusätzliche Dockerfile.

Docker Container Image exportieren

Virtuelle Maschinen einfach aufgesetzt

Virtuelle Maschinen in UGOS Pro einzurichten ist mehr als einfach. Du lädst zunächst ein ISO-Image auf einen USB-Stick und steckst diesen in einem USB-Port. Anschließend startest du den Setup-Assistenten.

 Virtuelle Maschinen anlegen mit UGOS Pro

Einmal eingerichtet kannst du dich mit einem Klick auf die VM verbinden. Hierbei wird ein Fernzugriff-Sitzung im Browser aufgebaut. Weiterhin stehen dir bei den VM’s noch einige Features zur Verfügung, wie z.B. Snapshots, Freigabeverwaltung sowie Energiemanagement.

Dateizugriff vom PC über SMB

Möchtest du auf deinem PC direkt mit dem Datei-Explorer (Windows) oder Finder (Mac) auf das NAS zugreifen ist das einfach über SMB (Server Message Block) möglich.

SMB-Freigabe

Dazu aktivierst du in deinem Admin-Konto in den Systemeinstellungen unter Dateidienste den SMB-Dienst. Ist das geschehen, kannst du dich mit einem Benutzerkonto anmelden und auf deinen persönlichen Ordner zugreifen.

Im Finder (Mac) klickst du unter Netzwerk auf „Mit einem Server verbinden“ und trägst dort die Adresse deines NAS ein, z.B.: smb://DXP4800PLUS oder smb://192.168.178.185. Anschließend meldest du dich mit deinem Benutzernamen an, wählst den „personal_folder“ aus und schon kannst du auf die Inhalte zugreifen.

SMB Dateizugriff mittels Finder

Remote-Zugriff

Der Remote-Zugriff erweist sich ebenfalls als sehr einfach. Du benötigst hierfür als Erstes ein kostenloses UGREEN-Cloud-Konto. Während der Account-Erstellung registrierst du dein NAS in deinem UGREEN-Konto. Anschließend aktivierst du den Remote-Zugriff in den Systemeinstellungen deines NAS.

UGREEN NAS Remotezugriff aktivieren.

Anschließend kannst du von unterwegs aus mittels der angezeigten Webpage-URL auf dein NAS mittels App, Browser, etc. zugreifen.

Tipp

Solltest du ein aktives VPN auf deinem Smartphone nutzen, ist die Verbindung zu deinem NAS auch nur über diesen Remote-Zugriff möglich.

Energieverbrauch

Wir haben einen durchschnittlichen Verbrauch bei normaler Benutzung mit 36 Watt gemessen. Wenn sich die HDD-Festplatten in den Standby schalten, sinkt der Stromverbrauch auf ca. 23 Watt. Wenn Du eine Virtualisierung laufen lässt, kann der Stromverbrauch schonmal 65 Watt betragen.

Hierzu eine Einschätzung:

  • Leerlauf (Idle): ca. 20-30 Watt
  • Normale Nutzung (z.B. Dateiübertragung, Docker läuft): ca. 35-50 Watt
  • Volllast (mehrere Contrainer, Transcoding, etc.): 50-65 Watt oder leicht darüber

Performance

In unserem Test war die Performance des UGREEN NASync DXP4800 Plus überzeugend. Egal, ob beim Betrieb von Docker-Containern oder der Nutzung virtueller Maschinen, das NAS liefert stets eine stabile und schnelle Leistung. Besonders hervorzuheben ist die Kombination aus dem leistungsstarken Intel Pentium Gold 8505 Prozessor und bis zu 64 GB erweiterbarem DDR5-RAM. Bei allen getesteten Anwendungen, vom einfachen Dateizugriff bis hin zum intensiven Virtualisierungsbetrieb, blieb das System stets reaktionsschnell und zuverlässig.

Gerätestatus

Nachfolgend findest du zwei Tabellen mit den Statusmeldungen der LEDs und Warnsummer.

LED-Indikatoren

LEDFarbeStatusBeschreibung
StromanzeigeWeißStatischEinschalten
StromanzeigeWeißBlinkend (1x pro 0,5 s)Ausschalten
StromanzeigeWeißPulsierendSystem im Ruhezustand
StromanzeigeOrangeLangsames Blinken (1x pro 1 s)Fehler im Laufwerk
DISK 1-4WeißBlinkendLaufwerk aktiv
DISK 1-4WeißPulsierendLaufwerk im Ruhezustand
DISK 1-4OrangeLangsames Blinken (1x pro 1 s)Fehler im Laufwerk
LANWeißStatischNetzwerk verbunden
LANWeißBlinkendDatenübertragung (kein Netzwerk)
LANOrangeStatischKein Netzwerk
LANOrangeBlinkendDatenübertragung (kein Netzwerk)

Warnsummer

StatusPiepser
EinschaltenEinmal kurzer Piepton
SystemzurücksetzungEinmal kurzer Piepton
LaufwerksfehlerEinmaliger Piepton im 3-Sekunden-Takt
SystemfehlerEinmaliger Piepton im 2-Sekunden-Takt

Ausgezeichneter Support

Falls du bei der Verwendung deines UGREEN NAS auf Probleme stößt, kannst du unter deinem UGREEN-Benutzerkonto ein Support-Ticket erstellen. Ich hatte ein paar Anfragen unter meiner privaten E-Mail-Adresse gestellt und der UGREEN-Support hat bei jeder Anfrage extrem schnell und hilfsbereit geantwortet.

Fazit zum UGREEN NASync DXP4800 Plus

Mit dem NASync DXP4800 Plus liefert UGREEN ein rundum gelungenes NAS-System, das sich sowohl an ambitionierte Privatanwender als auch an kleine Büros richtet. Die hochwertige Verarbeitung, moderne Anschlüsse inklusive 10-Gbit-LAN und die starke Hardwareausstattung mit Intel Pentium Gold CPU und erweiterbarem DDR5-RAM bis 64 GB lassen kaum Wünsche offen – vor allem in dieser Preisklasse.

Besonders positiv hervorzuheben ist die Flexibilität: Ob Docker, virtuelle Maschinen oder Medienserver – das System bietet genug Power für vielseitige Einsatzszenarien. Auch der offene Umgang mit Drittanbieter-Hardware und die Möglichkeit, alternative NAS-Betriebssysteme wie Unraid oder TrueNAS zu installieren, sind ein klarer Pluspunkt.

Natürlich gibt es auch Schattenseiten: Das fehlende flexible RAID-Management (z. B. SHR) und die nicht vorhandene native Festplattenverschlüsselung birgt Verbesserungspotential. Dennoch: UGOS Pro entwickelt sich kontinuierlich weiter und macht bereits jetzt einen stabilen und benutzerfreundlichen Eindruck.

Wenn du ein zukunftssicheres, performantes NAS suchst und bereit bist, aktuell kleinere Abstriche bei der Software zu machen (oder diese durch alternative Systeme ersetzt), findest du mit dem UGREEN NASync DXP4800 Plus eine starke und preislich attraktive Alternative zu den großen Marken wie Synology oder QNAP.

Die UGREEN DXP4800 Plus ist hier bei Amazon erhältlich.

Pro
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Gutes Hardware-Preis-/Leistungsverhältnis
  • Drittanbieter-Komponenten wie RAM sind erlaubt
  • Unraid, TrueNAS kompatibel
  • Gute CPU-Leistung für Docker & VMs
Contra
  • Kein flexibles RAID-Management
  • Keine Festplattenverschlüsselung

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