Start Magazin Tipp: Was ist Google G Suite und Takeout sowie der Google+ Exporter?

Tipp: Was ist Google G Suite und Takeout sowie der Google+ Exporter?

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Nachdem Google nun seinen Messenger Hangouts für G Suite Nutzer bald nicht mehr zur Verfügung stellt und auch Google Plus für den Normalnutzer im April einstellt, hört man immer mal wieder von Google G Suite. Und wenn der arme, bald Google+-lose, Normalnutzer seine Daten exportieren möchte, stellt Google dafür Google Takeout zur Verfügung. Was es damit und auch mit dem Google+ Exporter auf sich hat erklären wir in unserem heutigen Tipp-Artikel.

Was ist Google G Suite?

Jeder von uns kennt und nutzt Google Produkte. Unsere Mails schreiben wir über Gmail, im Google Kalender halten wir unsere Termine fest und mit Google Keep machen wir uns Notizen. Mit G Suite von Google haben alle diese Produkte auch ihren Weg zu den kommerziellen Kunden gefunden.

G Suite ist eine Sammlung von Google Produkten für den Business-Einsatz. Es gibt einige Unterschiede zu den Normalnutzern.

  • E-Mails können von geschäftlichen Mail-Adressen versandt werden; auch können Mailinglisten für Gruppen erstellt werden
  • In G Suite Basic steht dem Nutzer 30 GB Speicherkontingent zur Verfügung. Mit einem Upgrade auf G Suite Business oder G Suite Enterprise bekommt der Nutzer unbegrenzten Speicherplatz
  • G Suite Nutzer haben jederzeit die Möglichkeit von telefonischem Support oder per E-Mail
  • Administratoren können über die Admin-Konsole Nutzer hinzufügen oder entfernen, Gruppen einrichten und Sicherheitsoptionen hinzufügen (Bestätigung in zwei Schritten oder Einmalanmeldung SSO)
  • Über die Geräteverwaltung kann der Admin bei Bedarf Mobilgeräte lokalisieren, Passwörter erzwingen oder Daten löschen
  • Einfach Datenmigration wichtiger Unternehmensdaten durch verschiedene Tools und Dienst

Was kostet G Suite?

G Suite ist also eine verbesserte Version der kostenlosen Google-Apps. Und hier ist noch ein weiterer Unterschied: G Suite ist nicht kostenlos.

Google G Suite | Android-User.de
G Suite hat diverse Google Apps für Business Nutzer im Angebot.
  • G Suite Basic, die professionelle Office-Suite mit 30 GB Speicherplatz kann für 4 Euro pro Monat und Nutzer abonniert werden. Hier kann der Nutzer Gmail für sein Unternehmen nutzen, Hangouts Chat und Meet sowie den Google Kalender für gemeinsame Termine und einiges mehr.
  • G Suite Business (bestes Preis-Leistungsverhältnis), die Optimierte Office-Suite mit unbegrenztem Speicherplatz und Archivierungsfunktion kann für 8 Euro pro Nutzer und Monat abonniert werden.
  • G Suite Enterprise, die Premium-Office-Suite mit erweiterten Einstellungen und Funktionen kann für 23 Euro pro Monat und Nutzer abonniert werden.

Laut Ankündigung im G Suite Blog sollen die Preise für G Suite um 20 Prozent steigen. Dies wäre die erste Preiserhöhung seit dem Start von G Suite. In den USA kostet die Basis-Version mit flexiblem Tarif ab April 1 US-Dollar mehr (künftig 6 US-Dollar), die Business-Version kostet künftig 12 statt 10 US-Dollar. Kunden die einen Jahrestarif nutzen müssen erst mit der nächsten Verlängerung den neuen Preis zahlen.

Konkrete Preise für Deutschland gibt es noch nicht – die Preiserhöhung soll aber auch für Europa gelten. Im Admin-Bereich von G Suite zeigt Google für den Business Tarif jedoch schon einen künftigen Monatspreis von 10,40 Euro an.

Von der Preiserhöhung ausgenommen sind die Nutzer von G Suite Enterprise.

Wer zählt als Nutzer bei G Suite?

Als Nutzer zählt jede personalisierte E-Mail-Adresse (Name@Unternehmen.de). E-Mail-Aliase von Gruppen (Vertrieb@Unternehmen.de, Support@Unternehmen.de) sind jedoch im jeweiligen Tarif enthalten und zählen nicht als extra Nutzer.

Wo bekomme ich G Suite her?

Jeder Nutzer kann G Suite mit einer kostenlosen 14tägigen Testversion per Klick auf der Startseite von G Suite starten, beziehungsweise das G Suite Team kontaktieren. Nach Ablauf der Testphase wird per Kreditkarte bezahlt. Je nach Standort des Unternehmens kann aber auch ein Bankeinzug erfolgen. Auch kann durch eine Vorauszahlung (Überweisung auf das G Suite Konto) im Voraus bezahlt werden. Der ausstehende Betrag wird dann am Monatsanfang direkt über das Konto eingezogen.

Die Abrechnung ist weiterhin flexibel gestaltet. Du fügst Nutzer hinzu oder entfernst diese und einmal im Monat erfolgt die Rechnungsstellung mit den angemeldeten Personen.
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Was ist Google TakeOut ?

Nun, da Google wieder diverse Programme zu Grabe trägt, allen voran Google+, fragst du dich vielleicht, wie du an alle deine Daten kommen kannst, welche sich dort im Laufe der Jahre angesammelt haben. Hier gibt es Google TakeOut.

In TakeOut wählst du die Google Programme aus, die du in dein Archiv aufnehmen möchtest. Für jedes Programm können die Einstellungen konfiguriert werden. Nur du kannst auf dieses Archiv zugreifen. Die heruntergeladenen Daten werden jedoch nicht von den Google Servern gelöscht.

Google Takeout | Android-User.de
Mit Google Takeout lädst du ebenfalls Daten herunter.

Nachdem alle Google Produkte ausgewählt sind, klickst du auf den Weiter-Button und wählst dann den Datei-Typ aus. Google+-Kreise können z.B. in vCard Dateien gespeichert werden, um später direkt in die Kontaktanwendungen integriert zu werden. Hangouts-Chats werden im JSON-Format gespeichert. Sofern der Download der Daten beendet ist wählst du aus, wie du an dein Archiv gelangen möchtest. Google bietet hier die Möglichkeit eines Links per E-Mail zu senden, mit dem du die Daten aufrufst. Auch kann direkt ein Upload der Daten in Google Drive, Dropbox und Microsoft OneDrive erfolgen.

Google+ Beiträge exportieren mit dem Google+ Exporter

Um jedoch Google+ Beiträge auch zu WordPress und Blogger zu exportieren gibt es noch ein weiteres Tool, nämlich den Google+ Exporter. Du wählst zuerst deine Plattform aus (Mac, Linux oder Windows) und lädst dann die passende App herunter. Nun erfolgt ein Hinweis, das du derzeit die kostenlose Version nutzt und somit maximal 800 Posts pro Feed herunterladen kannst. Sofern das nicht ausreicht, muss die Bezahlversion genutzt werden. (19,99 US-Dollar für unbegrenzten Download). Du klickst auf den Button “Login to Google+”, um dem Exporter Zugriff auf deinen Google Account zu gewähren.

Google Exporter 1 | Android-User.de
Du wählst die Plattform aus, für den du den Exporter nutzen möchtest.
Google Exporter 2 | Android-User.de
Du gibst den Zugriff auf deinen Google+Account.

Nun erfolgt ein kurzer Scan, um alle verfügbaren Daten anzuzeigen. Du bekommst nun deinen Account angezeigt sowie sämtliche Beiträge, Gruppen oder Images. Per Klick auf den Download-Button kann jeder Eintrag separat heruntergeladen werden. Der Download ist in den Formaten Blogger, WordPress 4.x, WordPress 5.x oder als JSON-Datei möglich. Dadurch können alle Beiträge inklusive Kommentare auf andere Plattformen verschoben werden.

Google Exporter 3 | Android-User.de
Nachdem alle Daten gescannt sind kann der Download beginnen.
Google Exporter 4 | Android-User.de
Sämtliche vorhandene Feeds und Seiten werden angezeigt.

Der Google+ Exporter exportiert alle deine Beiträge von Google+ inklusive Profile, Seiten, Sammlungen, Communitys und Kommentaren. Alle Downloads werden zu Importdateien für deinen WordPress-Blog umgewandelt. Jedoch hat der Google+ Exporter keine Unterstützung von Google.

Google Exporter 6 | Android-User.de
Die Daten werden heruntergeladen und danach umgewandelt.
Google Exporter 5 | Android-User.de
Die Liste kann exportiert werden.

Fazit

Google gibt und Google nimmt. Während wir “Normalos” uns vom sozialen Netzwerk Google+ verabschieden und uns eine neue Heimat suchen, müssen können Nutzer der G Suite weiter auf Google+ zugreifen. Wir können nur noch unsere Daten sichern und weiterziehen.

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