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Tegra 3 offiziell vorgestellt – Bis zu 5x mehr Leistung bei besserer Akkulaufzeit

Gleichzeitig mit dem Launch des neuen Transformer-Prime-Tablets von Asus gab nVidia gestern auch den Startschuss für seinen neuen Tegra-3-Chipsatz. Er verspricht Leistung auf dem Level eines Intel Core 2 Duo bei längerer Akkulaufzeit als dem Vorgänger Tegra 2.

Über die wichtigsten Neuerungen des Tegra 3 "Kal-El" berichteten wir hier bereits ausführlich. nVidia gab nun noch einige weitere Details bekannt und zeigte erstmals auch Screenshots von aktuellen oder geplanten Android-Spielen in der Tegra-3-Version. Basis der neuen Kombilösung mit Fünfkern-CPU und Zwölfkern-GPU bietet eine ausgeklügelte Technik namens Variable SMP. Sie besteht in der Grundausstattung aus Vier schnellen Kernen mit maximal 1,4 GHz und dem mit maximal 500 MHz arbeitenden Companion-Kern. Dank der von nVidia gebauten GeForce-Grafikeinheit soll der Companion-Core alleine in der Lage sein, Full-HD-Videos in 1080p mit High-Profile abzuspielen.

Das Transformer Prime von Asus ist das erste Android-Gerät mit Tegra 3.
Das Transformer Prime von Asus ist das erste Android-Gerät mit Tegra 3.

Das jetzt angekündigte Transformer Prime Tablet von Asus und weitere Tablets und Smartphones mit Tegra 3, die 2012 erscheinen sollen, weisen noch eine weitere Neuerung auf: so soll der Tegra-3-Chipsatz auch eine Reihe weit verbreiteter Game-Controller unterstützen, darunter die Controller der PS3, Xbox 360, der Wii, von Logitech und einige weitere. nVidia sieht somit den Einsatz der Tegra-3-Geräte als Game-Console-Ersatz.

Leistung nach Bedarf

Bei der Leistung sieht nVidia die aktuelle Tegra-3-Lösung auf dem Level einer Core-2-Duo-CPU von Intel (dem T7200). Tegra 3 kommt aber auf deutlich längere Akkulaufzeiten. Möglich macht das Variable SMP: Die eigentlich Haupt-Cores werden nur bei Bedarf eingeschaltet. Als Beispiel nennt nVidia das Laden einer großen Webseite. Hier kommen alle vier Kerne zum Einsatz, um die Seite möglichst schnell zu laden. Danach übernimmt wieder der Companion-Core die Leitung und spart dabei mächtig Strom gegenüber konventionellen Dualcore-Lösungen. Alle vier Kerne kommen in der Regel nur bei CPU-Intensiven Aufgaben wie Spielen oder Video-Transcoding zum Einsatz.

Beim Laden einer Webseite kommen je nach Inhalt zwei bis vier Kerne zum Einsatz.
Beim Laden einer Webseite kommen je nach Inhalt zwei bis vier Kerne zum Einsatz.

Ein weiterer Vorteil der neuen Architektur liegt darin, dass sich die einzelnen Kerne bei Nichtgebrauch nicht nur heruntertakten, sondern komplett ausschalten lassen. So erreichen Tegra-3-Geräte hervorragende Laufzeiten im Standby-Modus.

Neue, bessere Spiele

Tegra-3-Tablets und Smartphones sind in erster Linie auf Gamer ausgerichtet. Hier sollen noch dieses Jahr erste auf Tegra 3 optimierte Titel folgen und einige weitere sind bereits in Entwicklung. Laut nVidia soll die Liste der THD-Spiele bis Jahresende auf über 40 Titel anwachsen und mehr als 16 Titel seien explizit für Tegra 3 in Entwicklung. Bei einigen dieser Spiele handelt es sich um Verbesserungen der aktuellen Version, zum Beispiel Shadowgun und Riptide. Zu den Neuentwicklungen gehören Big Top, Bladeslinger, Da Vinci und Chidori. 

Einige der neuen Spiele, die explizit auf Tegra 3 angepasst werden.
Einige der neuen Spiele, die explizit auf Tegra 3 angepasst werden.

Bei einigen Spielen -- hier der Third-Person-Shooter Shadowgun -- soll Tegra 3 für mehr und realistischere Effekte sorgen.
Bei einigen Spielen — hier der Third-Person-Shooter Shadowgun — soll Tegra 3 für mehr und realistischere Effekte sorgen.

Wer sich einen schnellen Überblick über die Neuerungen des Tegra-3-Chipsatzes machen will, findet bei Youtube drei offizielle Videos von nVidia:

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