Start Aktuell Sony SmartEyeglass SED-E1 ab 670 Euro als Entwicklerkit vorbestellbar

Sony SmartEyeglass SED-E1 ab 670 Euro als Entwicklerkit vorbestellbar

Auch Sony steigt ins Wettrennen um die coolste und praktischste Augmented-Reality-Brille ein. Mit der SmartEyeglass-Lösung hat man sich für ein Produkt entschieden, das eher die Hochpreisstrategie fährt. Entwickler können nun ein entsprechendes Set für 670 Euro vorbestellen.

Als eine Firma mit vielen Film-Materialien und Spielen ist Sony prädestiniert, seinen Nutzern und Fans auch ein möglichst realistisches, virtuelles Erlebnis via AR-Brille zu bieten. Die jetzt verfügbare Lösung gleicht am ehesten der Moverio-Brille von Epson, allerdings setzt Sony nicht auf einen Mini-Projektor in Farbe, sondern ein einfarbiges Overlay.

Gesteuert wird die Brille zudem nicht am Gestell, wie etwa bei Google Glass, sondern über einen per Kabel verbundenen Controller, der ebenfalls wie bei Epson auch den Akku enthält. Von einer echten Handsfree-Lösung ist also auch Sony noch weit entfernt.

Wie es sich für ein Entwicklerkit gehört, gibt es auch ein passendes SDK und eine Android-App (mindestvoraussetzung ist Android 4.4) zum Download. Die Akkulaufzeit des Kits gibt Sony mit bis zu 180 Minuten bzw. mehr als 150 Minuten an.

Der Preis für das aktuelle Entwicklerset beträgt in Deutschland 670 Euro zuzüglich Steuern. Die Vorbestellung für Sony SmartEyeglass ist bereits offen, verschickt werden die Einheiten im März.

So in etwa sieht der Nutzer das Geschehen vor ihm. Bild: SONY
So in etwa sieht der Nutzer das Geschehen vor ihm. Bild: SONY

Android User meint…

Kann sein, dass wir in 15 oder 30 Jahren mal so verblödet sind, dass wir für den Weg vom Zuhause aus bis zum Shopping Center eine Datenbrille mit virtueller Navigation brauchen, das halte ich dann aber doch eher für den Worst-Case. Warum Sony jetzt ein Consumer-Produkt auf den Markt bringen möchte (oder zumindest im Werbespot den Eindruck erweckt, es handle sich um ein solches), nachdem Google bereits mit Glass gezeigt hat, dass die Entwicklung wenn überhaupt im professionellen Umfeld Sinn macht, bleibt mir ein Rätsel. Die SmartEyeglass ist für mich ein typischer Fall von „Der Nutzer ist für die Technik da“. Um langfristig damit Erfolg zu haben, müsste es aber genau andersrum sein.

Die von Sony gewählte Lösung kränkelt zudem am gleichen Problem wie andere Datenbrillen mit Durchsicht: Das Auge muss stets zwischen den virtuellen Informationen und dem realen Drumherum hin und her fokussieren. Das ist nicht nur anstrengend, sondern im normalen Straßenverkehr auch gefährlich. Ein echtes, entspanntes Durchschauen und einfach mal so die Informationen verarbeiten gibt es nicht, so lange die Informationen nicht direkt auf die Netzhaut gebeamt werden.

Zur SmartEyeglass Produktseite

via: androidpolice.com

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