Start Aktuell Samsung und Oppo in China wegen Bloatware verklagt

Samsung und Oppo in China wegen Bloatware verklagt

Zum Glück lassen sich viele vorinstallierte Apps deinstallieren

Zu viel Bloatware? Eine Verbraucherschutzorganisation hat in China die Hersteller Samsung und Oppo auf Grund von zu vielen vorinstallierten Zusatzapps verklagt. In Korea war ein entsprechender Prozess gegen Samsung bereits erfolgreich.

Das Thema rund um Bloatware gehört wohl eher zu den unangenehmen Themen. Viele Android-User dürften wohl sogar geradezu allergisch auf dieses Wort reagieren. Allerdings ist diese Reaktion auch verständlich, denn mit den gewissen Extras an Software zwängt der Hersteller dem Kunden Anwendungen auf, die dieser eigentlich gar nicht braucht. Und im schlimmsten Fall lassen sich die Apps nicht mehr deinstallieren, oder ganz kurios, lassen sich diese zwar entfernen, landen aber mit dem nächsten Firmware-Update wieder im System. Eine Verbraucherschutzorganisation ging in China nun sogar soweit, dass sie vor einem Gericht in Schanghai Klage eingereicht hat. Die Verbraucherschützer sind der Ansicht, dass auf den Geräten der Unternehmen zu viele extra Anwendungen installiert sind und man diese, wenn überhaupt, nur schwer wieder entfernen kann. Zu einem ähnlichen Schluss kam früher bereits in Gericht in Korea und hat Samsung dazu verdonnert, die unnötige Bloatware deinstallierbar zu machen.

Bei dieser Klage geht es genauer gesagt um die Smartphones Samsung Galaxy Note 3 und Oppo Find 7a. Bei Tests an dort erhältlichen Modellen kam die Organisation zu dem Ergebnis, dass auf dem Note 3 ab Werk 44 Apps vorinstalliert sind. Beim Oppo Find 7a sind es sogar 71 Apps. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass die Verbraucherschützer nicht ganz klar definiert haben, was als Bloatware tatsächlich gezählt werden kann. Beispielsweise ist es beim Find 7a so, dass es bei vielen der zusätzlichen Anwendungen einfach nur um Bedienungsanleitungen mit Short-Cuts handelt. Auch Provider könnten eine Mitschuld an der Misere haben, da sie auch ihre Apps in die Systeme quasi draufpacken.

Das Ziel der Verbraucherschützer ist es, dass Unternehmen künftig auf allzu viel Bloatware verzichten und User über die ganzen Apps in Kenntnis setzen sollten sowie einen einfachen Weg beschreiben, um die Anwendungen entfernen zu können. Samsung und Oppo haben nun zum Verfassen der Antworten bzw. Verteidigung zwei Wochen Zeit.

Quellen: bbc.com, engadget.com

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