Start Aktuell Mobile Kepler: Nvidia bringt revolutionären Grafikchipsatz für mobile Geräte

Mobile Kepler: Nvidia bringt revolutionären Grafikchipsatz für mobile Geräte

Nvidia hat heute auf der Siggraph2013 seine neueste mobile GPU vorgestellt. Sie macht möglich, was viele für unmöglich gehalten haben: Grafikleistung über dem Level einer PlayStation 3 mit dem Stromverbrauch einer typischen mobilen GPU. Mobile Kepler nennt sich das Ganze und ist Teil der Logan-Plattform (Tegra 5).

Der Tegra 4 ist nicht besonders beliebt bei den Geräteherstellern. Das liegt unter anderem daran, dass die Grafikleistung des neuen Chipsatzes im Vergleich zur Konkurrenz nicht wirklich besser ausfällt. Doch schon Anfang 2014 könnte sich das ändern. Dann werden ersten Produkte mit der neuen Kepler-GPU von Nvidia auf den Markt kommen. Und die hat es faustdick hinter den Ohren. 

In einem aktuell veröffentlichten Video zeigt Nvidia, wie man die auf der GPU Technology Conference veröffentlichte Realtime-Demo mit "Ira" erfolgreich auf Mobile Kepler portiert hat, wobei portieren hier der falsche Ausdruck ist, da es im Prinzip der gleiche Code ist. Lediglich die Kepler-Hardware wurde auf die Anforderungen von mobilen Geräten angepasst. Im Klartext bedeutet das, dass das Demosystem nicht wie auf der GTC 250 Watt Strom verbraucht, sondern gerade mal 2 Watt. Sichtbare Unterschiede gibt es kaum, abgesehen davon, dass Kepler für mobile Geräte die Demo ledliglich in 1080p beherrscht, die Desktop-Variante hingegen auch mit 4k. 





Praktisch gleiches Feature-Set aber deutlich geringerer Stromverbrauch: Das ist Kepler for Mobile.

Mobile Kepler ist aktuell Realität. Nvidia hat diese Woche erste Samples an die Gerätehersteller ausgeliefert. Die Grafikleistung liegt laut Nivida über dem Level der PS3 und beträgt in etwa das Vierfache des aktuell schnellsten mobilen Grafikprozessors des iPad 4. Gleichzeitig beträgt aber der Stromverbrauch von Mobile Kepler laut Nvidia beim GLBench gerade mal ein Drittel des Energieverbrauchs des iPad 4 beim gleichen Benchmark.





Laut Nvidia liegt die Grafikleistung von Mobile Kepler weit über dem iPad 4 und auch weit über der PlayStation 3.

Mobile Kepler unterstützt folgende Grafikstandards mit einem der Desktop-Version identischen Feature-Set:

  • OpenGL ES 3.0
  • OpenGL 4.4
  • DirectX 11
  • Tesselation
  • Cuda 5.0

Die Leistung von Mobile Kepler entspricht in etwa der Grafikpower einer Nvidia Geforce 8800 GTX. Auch wenn diese Karte schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, gehört sie bei vielen Gamern immer noch zur Referenz für Topgrafik auf dem PC. Mit praktisch identischen Grafikfähigkeiten ausgestattete Android-Geräte erwartet Nvidia für die erste Jahreshälfte 2014. Diese werden ziemlich sicher nicht nur von Nvidia stammen, da Nvidia Mobile Kepler auch an andere Hersteller gegen Lizenzgebühren vergibt. Es kann also durchaus sein, dass zum Beispiel Qualcomm oder Samsung seine bisherigen GPUs durch Kepler-GPUs ersetzt. Äußern wollte sich Nvidia zu konkreten Daten und Chipsätzen aber im Rahmen eines Telefoninterviews noch nicht. Auch die konkreten Spezifikationen der Mobile Kepler GPU sollen erst später bekanntgegeben werden.





Spieleentwickler können dank Mobile Kepler auf das volle Feature-Set an Effekten zugreifen.

Die Demovideos zeigen, wozu mobile Grafik von Nvidia heute fähig ist. Noch vor rund drei Monaten benötigte man für die gleiche Vorführung eine dedizierte Grafikkarte in einem PC-System. Jetzt ist es auch mobil möglich, solche Realtime-Effekte hervorzuzaubern.

Android User meint…

Auch wenn uns Nvidia außer den Demovideos und ein paar Versprechungen aktuell noch keine weiteren konkreten Angaben machen konnte: Mobile Kepler ist durchaus in der Lage, die mobile Gaming-Branche umzukrempeln. Mobile Kepler unterstützt die Unreal Engine 4 und dank OpenGL 4.3 und DirectX 11 läuft quasi jedes aktuelle Spiel auch mit der mobilen GPU von Nvidia. Für Spielehersteller könnte dies bedeuten, dass Sie ihr Game nicht nur über die Play Station 4 und die Xbox One verkaufen können, sondern gleichzeitig auch für Android. Das wäre ein großer Gewinn für alle Beteiligten, inklusive Gamern.

Quelle: Nvidia Blog

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