Start Aktuell Mit dem neuen Android O soll der gefürchtete Bootloop zur Geschichte werden

Mit dem neuen Android O soll der gefürchtete Bootloop zur Geschichte werden

Ein Smartphone-Junkie fürchtet nichts so sehr wie fehlendes WLAN, einen leeren Akku und den Bootloop. Dieser kommt meist unverhofft, kann von der Soft- sowie von der Hardware ausgelöst werden und verhält sich wie ein Tag aus “Und täglich grüßt das Murmeltier”: Dein Smartphone startet zwar, aber nur bis zu einem gewissen Punkt, an dem ein kritischer Fehler erkannt wird, welcher den kompletten Start des Smartphones verhindert (das kann bis zum Start-Logo sein, bis zur Benutzeroberfläche und dann erfolgt der Neustart). Also erfolgt ein neuer Versuch. Das Spiel wiederholt sich solange, bis du sein Smartphone vor Wut an der Wand zerschellen lässt, oder du den Fehler findest und behebst. Da aber die meisten von uns keine Geeks sind ist es schwer, einem solchen Fehler auf die Schliche zu kommen, denn dein Smartphone wird dir bei einer Fehlerdiagnose nicht wirklich behilflich sein. Doch nun kommt der Android Oreo Superheld auf den Plan.

Im aktuellen Android Oreo wurde eine Rettungs-Funktion entdeckt, welche dein Smartphone vor einem Bootloop schützt und, falls es doch passiert ist, wieder herausholen kann. Diese Rettungs-Funktion nennt sich Rescue Party und wird erst dann aktiv, sofern ein Problem beim Starten des Betriebssystems erkannt wird. Rescue Party unternimmt sofort einige Schritte, um die gefundenen Probleme direkt zu beheben. Sollte das erfolglos bleiben, startet die App das Betriebssystem erneut im Recovery Modus, um es dem Nutzer zu ermöglichen, das Betriebssystem zurückzusetzen. Die App befindet sich unter diesem Pfad.

Rescue Party ist standardmäßig bei Android Oreo aktiviert und wird auch auf allen OEM-Smartphones ausgeliefert. OEM bedeutet Original Equipment Manufacturer – auf deutsch Erstausrüster. Das heißt, Google stellt den Smartphone-Herstellern die Android Versionen unter Auflagen zur Verfügung. Google bestimmt zum Beispiel, welche Apps vorinstalliert sein müssen, wie weit der Play Store vom HomeScreen entfernt sein darf, usw. Mit dem “frei” verplanbaren restlichen Android können die Hersteller dann ihr eigenes Süppchen kochen und es für ihre Geräte anpassen. Die Hersteller haben nun die Möglichkeit Rescue Party zu deaktivieren, dazu besteht aber kaum ein Grund, außer sie bieten eine eigene Lösung an.

Im Alltag (der ja noch längst nicht eingekehrt ist) wird sich dann zeigen, ob Rescue Party seinen Zweck erfüllen kann oder nicht. Denn funktioniert Rescue Party bekommt es der Nutzer nicht einmal mit und alles ist gut. Funktioniert sie nicht hängt das Gerät im Bootloop fest und der Nutzer steht im Regen. Somit ist Rescue Party ein Rettungsfallschirm, welcher im besten Falle reibungslos funktioniert. Eventuell meldet sich Google selbst noch einmal zu Wort und beleuchtet die Funktionsweise noch besser. Böse Zungen behaupten schon, das Rescue Party vorsorglich für die Pixel-2-Geräte entwickelt wurde, da eines der Geräte wieder aus dem Hause LG kommt, welches in der Vergangenheit mehrmals mit solch endlosen Bootloops zu kämpfen hatte.

Rescue Party ist nur eine der zahlreichen neuen Funktionen bei Android O, welche bisher nicht offiziell angekündigt worden sind, nicht in den Developer Previews enthalten warenm oder nicht entdeckt wurden. Möglicherweise sind die Funktionen auch nicht vollständig zur Nutzung bereit, oder werden erst mit dem ersten Update oder serverseitig aktiviert.

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