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Im Test: upCam Tornado HD PRO

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Heute möchte jeder seine eigenen vier Wände sowie den Hof und Garten im Blick behalten. Dies funktioniert ganz einfach mit einer Überwachungskamera. Schon einmal haben wir von upCam die Cyclone HD in der Redaktion gehabt. Nun bekamen wir freundlicherweise die upCam Tornado HD PRO für einen Testbericht zur Verfügung gestellt.

upCam Tornado HD PRO – Unboxing

Die upCam wird in einem stabilen, aufklappbaren und reich bebilderten Karton geliefert. Auf dem Karton befinden sich sämtliche Spezifikationen. Inliegend ist die Kamera samt Montagematerial, ein LAN-Kabel, Netzkabel, Anschlusskabel, Anleitungs-CD mit Download-Dateien für Mac/Windows, Schnellstart-Anleitung sowie Garantiekarte und WLAN-Antenne. Der Montagehalter kann wahlweise am oberen oder am unteren Ende der Kamera angebracht werden, sodass die Kamera auch über Kopf betrieben werden kann. In der Kamera ist eine 8GB Speicherkarte eingelegt, welche gegen eine größere getauscht werden kann.

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Die Kamera wird mit LAN-Kabel, Netzkabel, WLAN-Antenne und Montagematerial geliefert.

upCam Tornado HD PRO – Aussehen

Auf der Oberseite befindet sich ein Deckel, welcher mit einem Kreuz-Schraubenzieher entfernt beziehungsweise umgebaut werden kann. Ist der Deckel entfernt, kann die Kamera aufgedreht und die SD-Karte ausgetauscht werden. Die Kamera selbst hat die Form einer Taschenlampe und ist silber/perlmuttfarben. Auf der Front ist die Linse mit den LEDs verbaut. Auf der Unterseite wie auch auf der Oberseite befinden sich zwei Bohrlöcher für den Montagehalter und den Deckel. Weiterhin ist seitlich ein QR Code mit Usernamen und Passwort zu sehen. Auf der Rückseite sind die Anschlüsse verbaut.

upCam Tornado HD PRO – Spezifikationen

ArtikelnameupCam Tornado HD PRO
Größe18 x 7 x 7,5 cm
Gewicht699 g
SensorSONY EXMOR IMX222LQJ
ObjektivUltra Weitwinkel Objektiv (2,8mm Brennweite)
Blickwinkelca. 100°
ZoomNein, fixe Brennweite
VideoformatH.264, JPG
Videoauflösungen1920×1080 (FULL-HD), 1280×720 (HD-720p), 640×360 (VGA), 320×180 (QVGA)
Max. Bildwiederholungsrate25 fps [1080p] / 30 fps [720p/360p/180p]
Bild drehen/spiegelnJa (somit Kopfüber- bzw. Deckenmontage möglich)
Infrarot-Nachtsicht (IR)Ja (Überwachung auch bei vollkommener Dunkelheit)
Integrierter IR-Cut FilterJa (Korrekte Farbdarstellung Tagsüber)
Anzahl IR-LEDs36
Max. Nachtsicht-Reichweite25-30m 
Integriertes MikrofonNein
Integrierter LautsprecheNein
Audio-FormatG.711 / G.726
Audio Eingang / AusgangJa
Internet-VerbindungDirektverbindung via P2P, Fernzugriff via IPv4 / IPv6, Einrichtung via QR-Code, Kostenlose DDNS-Adresse, Drittanbieter DDNS: DynDNS.org, DynDNS.us, 3222.org, No-IP.com
NetzwerkverbindungLAN-Anschluss: RJ-45, 10/100 MBit/s, WLAN: Ja, 108MBitMax, WLAN Reichw. (innen): 8-10m (durch 2 normale Wände oder 1 Stahlbeton-Decke), Max WLAN Reichw. (außen): 15-20m (Freifeld), WPS-Funktion: Ja
Betriebstemperatur-20 °C bis +50 °C (Frostsicher bis -20° ohne zusätzliche Heizung dank unseren hochwertigen Komponenten)
StromzufuhrDC 12V 1A
Unterstützte BetriebssystemeWindows, MacOS, Linux
Unterstützte BrowserInternet Explorer,Edge ,Firefox, Google Chrome, Opera, Safari
Unterstützte SmartphoneiPhone, iPad, Android Phones, Android Tablets

upCam Tornado HD PRO – Inbetriebnahme

Zuerst schließt du, wie in der Betriebsanleitung gezeigt, das LAN-Kabel und das Netzteil an deine Kamera an. Anschließend verbindest du das andere Ende des LAN-Kabels mit deinem Router oder dem Switch und den Netzstecker mit einer Steckdose.

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Du verbindest das Strom- und das LAN-Kabel mit den Anschlüssen der Kamera.

Ansicht via PC: Du installierst das „upCam Such-Tool“ von der mitgelieferten CD oder lädst dir das Tool von der upcam-Webseite herunter. Nach der Installation öffnest du das Programm und klickst auf den Button „Suchen“. Deine Kamera wird angezeigt. Du klickst die Kamera an und dann auf den Öffnen-Button.

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Die Verbindung mit dem PC war nicht ganz so einfach wie beschrieben.

Anschließend kann die Ansicht sowie das Anpassen der Funktionen über den PC erfolgen. Du änderst hier die Helligkeit, Kontrast, Farbintensität, Belichtung und vieles mehr. Weiterhin kann über den PC mit den Bearbeitungs-Buttons unterhalb des Live-Bildes ein Schnappschuss erstellt sowie eine Videoaufnahme aktiviert werden. Die anderen Buttons waren bei unserem Test ohne Funktion.

Um die Kamera via PC zu verbinden war es bei uns notwendig, mehrmals das Netzwerk des PCs zu ändern sowie weitere Suchen nach der Kamera zu unternehmen. Anschließend funktionierte die Verbindung aber problemlos.

Falls es doch einmal zu Problemen bei der Einbindung kommen sollte hast du die Möglichkeit bei der Hotline anzurufen. Deine upCam wird dann schnell und kostenlos per Fernwartung eingerichtet.

Ansicht via App: Du lädst dir die upCam-Connect-App aus dem Play Store herunter. Es gibt laut Anleitung auch alternative unterstützte Apps: P2PCamLive (hier stammt die letzte Aktualisierung von 2016), P2PCamCeo (die App ist aktuell nur noch im Apple-App Store zu finden) und TinyCam Monitor (ein mal in einer Free Version und in einer Pro Version für 3,99 Euro). Es wird jedoch empfohlen die upCam-Connect-App zu nutzen, da diese vom Hersteller entwickelt wird und die beste Kompatibilität mit der upCam bietet.

Nach dem Öffnen der upCam-App erfolgt der Hinweis, dass die App möglicherweise nicht richtig funktioniert, da sie für eine ältere Android-Version entwickelt wurde. Das letzte Update der App im Play Store ist vom 26. September 2017. Nach Rücksprache mit upCam erfuhren wir, dass das letzte Update von Ende 2018 ist. Dies wird laut upCam im Google Play Store durch einen Fehler des Aktualisierungsdatums falsch angezeigt. Somit kann der Hinweis, dass die App möglicherweise nicht richtig funktioniert, ignoriert werden.

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Die App wird nicht mehr aktualisiert. Der Hinweis kann aber ignoriert werden.

In der App klickst du auf den Plus-Button oben rechts, um die Kamera mittels QR-Code, Smart Config oder über die Suche im LAN/WLAN in die App einzubinden. Wir fügen die Kamera mittels QR-Code ein. Die Kamera wird gefunden. Anschließend gibst du das Geräte-Passwort ein und bestätigst es mit dem Häkchen-Button.

Auf der Startseite der App ist nun das Stand-Bild der letzten Aufnahme der Kamera sichtbar. Der Status „online“ wird oben rechts eingeblendet. Im Live-Bild sind die Buttons (v.l.n.r.) für Ereignisse, Schnappschuss, Geräte-Einstellungen und Mülleimer. Über den Mülleimer-Button entfernst du die Kamera wieder.

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Auf der Startseite ist ein Bild der letzten Live-Aufnahme zu sehen sowie die Buttons für die Galerie und Ereignisse.

In den Geräte-Einstellungen kannst du den Namen sowie das Passwort der upCam ändern. Ebenfalls fügst du sie hier zu deinem WLAN-Netzwerk hinzu, setzt ein Alarm-Limit oder aktivierst die Aufnahme auf der SD-Karte. Es kann dabei eine Daueraufnahme stattfinden, oder nur, wenn ein Alarm erkannt wird. Ebenfalls änderst du hier die Zeitzone oder formatierst die SD Karte.

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In den Geräteeinstellungen formatierst du die SD-Karte oder gibst an, ob eine Daueraufnahme gewünscht wird.

In den Aufnahme-Einstellungen aktivierst du die Bewegungserkennung, gibst die Empfindlichkeit an und wählst aus, ob du eine E-Mail-Benachrichtigung wünscht. Beim Aktivieren der Bewegungserkennung wird automatisch das komplette Sichtfeld der Kamera zum Alarmbereich 1. Um den Alarmbereich manuell einzustellen muss die Weboberfläche genutzt werden.

Die Bewegungserkennung funktioniert so, dass das Bild vom aktuellen Moment mit dem Bild von vor 0,1 Sekunden verglichen wird. Wenn sich die Bilder unterscheiden, liegt eine Bewegung vor und die in der Web-Oberfläche eingestellte Alarm-Aktion wird ausgelöst. Die beste Lösung ist allerdings ein PIR-Sensor (Wärme-Sensor). Dieser kann mit dem vorhandenen I/O-Anschluss der upCam Tornado HD PRO verbunden werden und die upCam gibt anschließend nur dann einen Alarm ab, wenn die Körperwärme eines vorbeilaufenden Menschen erkannt wird. Der PIR-Sensor ist allerdings nicht im Lieferumfang enthalten und kann einfach nachgerüstet werden.

Die gelben Bereiche sollten sich dabei nicht überlappen, da ein Bereich genügt, um dort einen Alarm auszulösen. Sinnvoller ist, die Alarmbereiche auf wichtige Bereiche zu setzen, beispielsweise bei einem Haus: Bereich 1 über die Haustür, Bereich 2 über das Fenster im Erdgeschoss, Bereich 3 über das Garagentor. Somit wird eine optimale Abdeckung erreicht. Alternativ kannst du auch den Alarmbereich 1 über das komplette Bild setzen, sodass ein Alarm ausgelöst wird, sobald irgendwo in dem abgedeckten Bereich eine Bewegung auftritt.

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Die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung stellst du in den Einstellungen ein.

Weiterhin findest du in den Einstellungen noch die Kamera-Information, kannst die Kamera neu verbinden oder aus der App entfernen.

Per Klick auf das Stand-Bild der Kamera gelangst du zur Live-Übertragung. Dort wird die Übertragungsqualität angezeigt sowie die Anzahl der Betrachter. Auf die Überwachungsbilder kann von mehreren zugegriffen werden.

Weiterhin kann in der Live-Übertragung das Mikrofon eingeschaltet werden. Dazu klickst du auf den Lautsprecher-Button. Per Klick auf das angezeigte Mikrofon kannst du über die App Kontakt zur überwachten Person aufnehmen. Allerdings muss, um diese Funktion zu nutzen, ein externer Lautsprecher sowie ein externes Mikrofon an die beiden Cinch-Kabel der upCam angeschlossen werden.

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Mikrofon und Lautsprecher müssen extern angeschlossen werden.

Weiterhin kann ein Video oder ein Schnappschuss erstellt werden. Mit den weiteren Buttons wird die Aufnahme gespiegelt und gedreht. Ebenfalls kann noch die Videoqualität geändert werden. Hier nutzt du am besten die hohe Auflösung. Die niedrige Auflösung ist für eine schwache Internetverbindung geeignet, da sie weniger Daten benötigt.

Das Live-Bild selbst kann noch per Fingerwisch herangezoomt werden. Eine bildschirmfüllende Darstellung der Live-Ansicht gelingt nur, indem du in den Smartphone-Einstellungen das automatische Drehen des Bildschirmes zulässt. Jedoch sind dann die Bedien-Buttons der Kamera nicht mehr aufrufbar.

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Die bildschirmfüllende Darstellung gelingt nur, in dem du in den Einstellungen des Smartphones die Drehung erlaubst.
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Der Nachtsichtmodus leuchtet den Bereich vor der Kamera-Linse gut aus.

Im Menü der App findest du alle Aufnahmen der upCam, die Aufnahmen des Android-Gerätes, die Aufnahmen aus der (kostenpflichtigen) Cloud sowie weitere Infos über upCam und upCam Connect.

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Über das Menü gelangst du zu den Aufnahmen der UpCam.
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In der Galerie befinden sich alle erstellten Schnappschüsse.

upCam Tornado HD PRO – Fazit

Die Verbindung der Kamera ist stabil und die beidseitige Montagemöglichkeit (Stand- oder Deckenmontage) ist gut durchdacht. Die Bildqualität ist in der höchsten Stufe gut. Die mittlere beziehungsweise niedrige Qualität kann hingegen genutzt werden, sofern eine schlechte Internetverbindung besteht. Weiterhin können an der upCam Mikrofon, Lautsprecher oder eine externe Alarmanlage angebracht werden. Ebenso können die Linsen getauscht werden.

Die App UpCam Connect erhält in Kürze ein Update. Dieses ist für iOs auch schon verfügbar. Dort steht dann die Push-Server-Funktion zur Verfügung. Diese kann, im Gegensatz zur bisherigen Android-App, auch bei abgeschalteter App laufen. Nachrichten werden dann über einen Push-Service versandt. Du kannst also die App komplett beenden und erhältst dennoch Push-Nachrichten. Damit soll auch die Akkulaufzeit geschont werden.

Die upCam Tornado HD Pro ist zum Preis von 199,95 Euro bei Amazon erhältlich.

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