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Im Test – Google Nest Hub 2. Generation, smartes Display mit Schlaftracking

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Seit einem Monat ist der Nest Hub der 2. Generation bei uns über den Google Store erhältlich. Für 99 Euro erhältst du dabei ein smartes Display mit Google Assistant sowie bis zum Ende des Jahres 2021 als Testphase ein smartes Schlaftracking (anschließend kostenpflichtig). Wie der Nest Hub 2. Gen. sich im Alltag schlägt erfährst du hier.

Google Nest Hub 2. Generation – Unboxing

Der Nest Hub 2. Gen. wird im typischen Google Karton geliefert. Inliegend befinden sich neben dem Hub noch ein Stromkabel sowie eine kurze Bedienungsanleitung, Datenschutzerklärung und Informationen zu Sicherheit und Gewährleistung. Alles ist gut verpackt, der Hub fühlt sich hochwertig an.

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Google Nest Hub 2. Generation – Spezifikationen

AbmessungenHöhe: 120,4 mm
Breite: 177,4 mm
Tiefe: 69,5 mm
Kabel: 1,5 m
Gewicht558g
FarbenKreide/Carbon
Display/AuflösungTouchscreen mit 7 Zoll (176,5 mm, 1.024 x 600 Pixel)
Lautsprecher/MikrofoneBreitbandlautsprecher mit 43,5-mm-Treiber
3 Far Field-Mikrofone
Mikrofon-Ausschalter
TechnologieGoogle Assistant integriert
Voice Match-Technologie
Ultraschallerkennung
SensorenSoli-Sensor für Motion Sense
EQ-Umgebungslichtsensor
Temperatursensor
AnschlüsseGleichstrom-Buchse
Stromversorgung15-W-Netzteil (im Lieferumfang enthalten)
KonnektivitätWLAN 802.11b/g/n/ac (2,4 GHz/5 GHz)
Bluetooth® 5.0
Integrierte Chromecast-Technologie
802.15.4 (bei 2,4 GHz) Thread – Funktionalität noch nicht verfügbar
ProzessorQuad-Core-ARM-CPU mit 64 Bit und 1,9 GHz
High-Performance Machine Learning-Hardware-Engine
NachhaltigkeitDas Gehäuse besteht zu 54 % aus recyceltem Kunststoff.
SprachenWeitere Informationen hierzu findest du unter g.co/nesthub/language.

Google Nest Hub 2. Generation – Design/Aussehen

Der Nest Hub 2. Generation besitzt ein 7 Zoll großes Touch-Display mit einer Auflösung von 1024 x 600 Pixel. Das ergibt damit eine Pixeldichte von 170 ppi. Somit ist das Bild ausreichend scharf und kontrastreich. Das Display ist von einem weißen Rahmen umgeben. Am oberen Rand befindet sich mittig der EQ-Lichtsensor, um die Bildschirmhelligkeit automatisch an das Umgebungslicht anzupassen. Das Display ist fest verbaut und liegt dabei leicht schräg auf dem Lautsprechersockel auf. Des Weiteren sind auf der Rückseite der Anschluss für das Stromkabel zu finden sowie ein manueller Schalter, um das Mikrofon zu deaktivieren. Auch ein manueller Lautstärke-Regler ist auf der Rückseite zu finden.

Google Nest Hub 2. Generation – Inbetriebnahme

Um den Nest Hub 2 in Betrieb zu nehmen, verbindest du diesen mit der Stromquelle und öffnest anschließend die Google Home-App auf deinem Smartphone. In der Google Home-App klickst du dann auf den Button Nest Hub einrichten. Der Nest Hub wird sofort gefunden und unter Anleitung der App in den Smart Home eingebunden. Dazu scannt die Home-App einen auf dem Hub-Display angezeigten QR-Code, um die WLAN-Verbindung herzustellen. Anschließend gibst du noch an, wo sich der Hub befindet, aktivierst (sofern noch nicht geschehen) Voice Match und kannst dann Verknüpfungen für Bilderrahmen anpassen, Musik und Radio hören, Filme und Serien ansehen, Freunde und Familie anrufen auswählen. Weiterhin gibt es noch einige Informationen, wie du über Assistant-Befehle Musik hören, über Duo telefonieren (keine Videotelefonie, da der Hub keine Kamera besitzt), das Display mit eigenen Fotos anpassen oder Filme und Videos über YouTube (oder Netflix-Verknüpfung) ansehen kannst. Es ist auch möglich, dass du den Hub von unterwegs über Duo anrufst, um so mit Personen in deinem Zuhause zu sprechen. Des Weiteren kann der Hub per Gestensteuerung (Motion Sense) genutzt werden.

Ebenfalls bietet der Nest Hub 2 einen Schlafsensor (derzeit bis nächstes Jahr als Testfunktion/Preview – später als Abo) an. Der Schlafsensor analysiert deinen Schlaf und erstellt personalisierte Schlafstatistiken, welche dann über eine Verknüpfung mit der Google Fit-App ausgelesen werden. Das Erfassen der Daten funktioniert, indem der Hub per Motion Sense dein Schlafmuster, Bewegungen, deine Atmung, Licht und Temperatur aufzeichnet. Ebenfalls ist es möglich, deine Geräusche (Husten, Schnarchen) aufzuzeichnen. Die Audioaufzeichnungen werden dabei nicht an Google gesendet, Geräuschereignisse oder Zeitstempel aber schon. Während des Schlaftrackings werden dabei jedoch keine erkennbaren Bilder deines Körpers oder Gesichtes aufgezeichnet. Der Schlafsensor kann über die Google Home-App oder den Button auf dem Hub deaktiviert werden.

Google Nest Hub 2. Generation – Nutzung

Die Nutzung des Nest Hub 2 erfolgt per meist per Sprache. Des Weiteren sind Gesten oder auch die Touchbedienung des Displays möglich. Wischt du von unten nach oben über das Display öffnest du die Buttons für die Helligkeit, Lautstärke, Bitte-Nicht-Stören-Modus, Wecker, Verbesserungen und Einstellungen mit Geräteinformationen, Display, Bilderrahmen, Motion Sense, Schlafsensor und Gesten.

Durch eine Wischbewegung vom oberen an den unteren Bildschirmrand öffnest du die Kategorien Uhr, Dein Morgen, Smart-Home-Steuerung, Medien, Kommunizieren, Wellness und Entdecken. Die Kategorien können per Wischbewegung nach links oder rechts ausgewählt werden.

Weitere Bedienmöglichkeiten erfolgen mit OK Google-Befehlen, welche meiner Meinung nach auf dem Nest Hub 2 besser erkannt werden als auf dem Pixel 5.

Google Nest Hub 2. Generation – Kalibrierung und Einrichten des Schlafsensors

Das Kalibrieren und Einrichten des Schlafsensors erfolgt über das Display selbst. Dazu muss der Hub auf den Nachtschrank gestellt werden. Die Höhe sollte dabei dieselbe sein, wie auch die Matratze, auf der du liegst. Der Hub sollte des Weiteren nur eine Armlänge von dir entfernt sein, um die Bewegungen aufzuzeichnen. Das Display muss auf deinen Körper ausgerichtet sein. Anschließend musst du dich flach auf dein Bett legen und ruhig atmen. Der Soli-Sensor im Hub erkennt dann die Bewegungen und legt den Erfassungsbereich fest, sodass nur der Nutzer, nicht aber der Partner aufgezeichnet wird. Nach weniger als einer Minute mit Entspannungsmusik ist der Schlafsensor fertig eingerichtet. Ein Icon am Displayrand oben rechts zeigt den aktiven Schlafsensor an. Über diesen Schnellzugriff lässt sich der Schlafsensor jederzeit wieder deaktivieren.

Des Weiteren bietet der Nest Hub 2 einen Tageslichtwecker, der das Display langsam heller werden lässt, um dich zu wecken. Der Schlummer-Modus des Weckers wird per Geste aktiviert.

Das Schlaftracking über den Nest Hub per Soli Sensor funktioniert ziemlich gut und deckt sich mit den Ergebnissen der Fitbit Versa 3. Die Ergebnisse können direkt auf dem Hub sowie in der Google Fit-App abgelesen werden. Sofern du jedoch morgens direkt nach dem Aufstehen den Assistant nach deinem Schlaf fragst kann es sein, dass dieser dich aufgrund der Müdigkeit in deiner Stimme nicht versteht ;-)

Google Nest Hub 2 – Motion Sense Gestensteuerung

Über den Radar Soli Sensor hast du die Möglichkeit, den Nest Hub 2 eingeschränkt per Geste zu steuern. Beim Abspielen von Medien kann per Heben und Senken der Hand beziehungsweise per Geste zum Display hin die Wiedergabe pausiert und wieder fortgesetzt werden. Bei der Nutzung des Weckers kannst du diesen per Geste in den Schlummermodus versetzten oder auch einen Timer stoppen. Ebenfalls können Antworten des Google Assistant per Geste gestoppt werden.

  • Medien wiedergeben und pausieren – Tippe vor dem Display in die Luft
  • Klingelnde Timer ausschalten und die Schlummerfunktion aktivieren – Hand vor dem Display von einer Seite zur anderen bewegen
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Die Gesten werden gut erkannt und funktionieren wie beschrieben.

Google Nest Hub 2 – Klang

Laut Google bietet der Nest Hub 2 50% mehr Bass als der Nest Hub 1. Unter der Haube ist ein 43,5mm Breitbandtreiber eingesetzt. Der Bass ist auch merkbar, bei hoher Lautstärke verflüchtigt sich dieser jedoch wieder. Insgesamt ist der Klang bei normaler Nutzung zum Musik hören in Ordnung, kann jedoch nicht für eine raumfüllende Party oder ähnliches genutzt werden.

Google Nest Hub 2 – Nutzung von YouTube, YouTube Musik, Netflix u.a.

Über deinen Google Account sind YouTube Musik und YouTube bereits verfügbar. Weitere Dienste wie Netflix, Spotify oder auch Philips Hue werden per Verknüpfung über die Google Home-App hinzugefügt. Das Aufrufen der Inhalte erfolgt per Sprache. Die Titel müssen dabei aber sehr genau gesprochen werden, damit der Hub diese auch korrekt abspielt. Bei der Nutzung von YouTube oder YouTube Musik fehlt jedoch eine Tastatur oder auch ein Shuffle-Button, um zum Beispiel Inhalte einer Playlist nicht immer nach dem gleichen Muster abzuspielen. Eine Mediensteuerung kann jedoch über die Google Home-App auf deinem Smartphone erfolgen.

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Bei Netflix oder ähnlichen verknüpften Streaming-Anbietern werden nach dem Aufrufen nur Empfehlungen angezeigt. Diese kannst du per Wischgeste über das Touch-Display durchsuchen. Menüs, Filter oder weitere Suchmöglichkeiten werden nicht geboten. Einfacher ist es da, die Videos per Chromecast von deinem Smartphone auf den Hub zu streamen. Insgesamt ist jedoch für die Nutzung von Netflix und Co ein TV Geräte/Laptop die bessere Wahl.

Google Nest Nest Hub 2 – Einstellungen

Die Einstellungen des Nest Hub 2 erfolgen teils über das Gerät selbst und teils über die Google Home App. Hier ist gerade bei der Funktion Display eine Aufspaltung zu sehen. Über den Hub selbst kannst du unter den Einstellungen -> Display lediglich angeben, ob das Design Hell, Dunkel oder Automatisch an das Umgebungslicht angepasst wird. Über die Google Home-App rufst du per Klick auf den verbundenen Hub die Einstellungen auf. Dort findest du unter der Option Display das Standardstreaming-Gerät, Aktivierung des Modus „bei wenig Licht“, wie der Bildschirm bei wenig Licht gestaltet wird (Uhr anzeigen, Bildschirm ausschalten), die Mindesthelligkeit, Zeitlimit zum Ausschalten des Displays, Design (mit den gleichen Anpassungen wie auf dem Display), Ambient EQ für den automatischen Helligkeitsunterschied sowie die Farbanpassung. Ebenfalls können in der App die Audioeinstellungen angepasst werden (Equalizer, Wecker, Gruppen usw.) sowie die OK-Google-Empfindlichkeit.

Google Nest Hub 2 – Fazit

Der Nest Hub 2 sieht gut aus und ist einfach einzurichten. Das Schlaftracking funktioniert sehr gut, jedoch ist das Gerät für mich primär dafür da, um in der Küche Musik zu hören sowie die Tagesereignisse angezeigt zu bekommen. Auch das kurze Schauen eines Videos auf YouTube ist in Ordnung. Schade finde ich aber, dass der Hub keine Möglichkeit bietet, um „frei“ im Internet zu surfen. Es ist kein Chrome Browser oder ähnliches vorinstalliert oder eine On-Screen-Tastatur. Auch ist es nicht möglich, YouTube Music Playlisten per Shuffle-Button wiederzugeben, hier muss dann jedesmal der Zwischenruf per OK-Google Befehl erfolgen. Insgesamt reagiert der Assistant auf dem Hub jedoch ganz gut, wenn nicht sogar besser als auf dem Pixel 5. Für einen Preis von 99 Euro bietet der Hub einen funktionalen Schlaftracker sowie einige kleine Spielereien, die jedoch, gerade bei der Motion Sense Steuerung noch Luft nach oben haben.

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