17. Oktober 2021
StartIm TestIm Test - Canary Flex HD-Kamera mit Nachtsicht

Im Test – Canary Flex HD-Kamera mit Nachtsicht

Im letzten Jahr bekamen wir bereits die Canary View, eine Indoor Kamera, zur Verfügung gestellt. Für unseren heutigen Testbericht erreichte uns die Canary Flex, eine HD-Kamera mit Nachtsicht.

Canary Flex – Unboxing

Auf dem Karton der Canary Flex befinden sich sämtliche Infos rund um die Kamera sowie Spezifikationen. Im Karton selbst befindet sich sehr gut und sicher verpackt die Canary Flex, ein magnetisches Ladekabel mit MicroUSB-Anschluss und Netzstecker, eine magnetische Basis-Anschlussmöglichkeit, Schraube und Dübel sowie eine Kurzanleitung.

Canary Flex – Spezifikationen

Kamera ModellCanary Flex, 1080p HD-Videokamera
Video-Auflösung1280 × 720 Pixel
Weitwinkel116° Weitwinkellinse
FeaturesAutomatische Nachtsicht, Bewegungssensor, 3-Achsen Beschleunigungssensor, weitere Funktionen nur mit Abo nutzbar (2 Wege Audio, Videoaufzeichnung 30 Tage und Download)
Temperatur / Nutzung-20 und 45 Grad
KonnektivitätDual-Band Wifi (802.11 a / b / g / n), Bluetoot Low Energy
Sicherheit und SpeicherAES-256-bit. Verschlüsselung, Verschlüsselter Cloud-Speicher, Secure Web Transfer SSL / TLS
Akku / StromLong-Life Li.-Ion-Batterie 6700 mAH, 100-240 V Power Supply
Abmessungen / Gewicht11 cm x 4,8 cm, Gewicht 240g

Canary Flex – Design

Die Canary Flex ist aus schwarzem Metall gefertigt. Auf der Vorderseite befindet sich die Linse, das Mikrofon und der Bewegungssensor. Auf der Oberseite liegt der Lautsprecher. Das magnetische Ladekabel wird an der Rückseite angebracht. Hier liegt auch der Kopplungs-Button. An der Unterseite sieht man ein Schraubgewinde. Die Canary Flex kann auch mit einem magnetischen Blumenstecker sowie einer schraubbaren flexiblen Halterung angebracht werden.

Canary Flex – Inbetriebnahme

Über dein Smartphone rufst du die URL canary.is/app auf und scrollst hier herunter bis unterhalb des Anmeldeformulars. Dort findest du den Hinweis auf den Download der Canary App. In der App erfolgt das Anmelden der Canary Flex. Zuerst musst du dir jedoch ein Konto erstellen (E-Mail und Passwort). Danach vervollständigst du dein Nutzerprofil mit Name, Vorname, Sprache und Telefonnummer. Die Angabe der Telefonnummer und vollständiger Adresse ist auch hier wieder (wie schon bei der Canary View) zwingend erforderlich.

Nach allen Angaben wählst du die Kamera aus, welche du verbinden möchtest. Die Canary Flex muss nun mit dem Strom verbunden werden, ebenfalls muss der Standort aktiviert werden. Sobald das Licht am Bewegungsmelder der Kamera blau leuchtet, drückst du den Button auf der Rückseite, um den Kopplungsprozess zu starten. Die Kamera wird schnell gefunden. Anschließend erfolgt die Verbindung mit deinem WLAN.

Weiterhin gibt es noch einige Tipps für die Nutzung im Außenbereich. Du gibst nun an, ob die Canary Flex innen oder außen nutzen möchtest. Ebenfalls gibst du an, wo genau sich die Kamera befindet beziehungsweise vergibst einen benutzerdefinierten Namen. Als Nächstes erfolgt die Aktualisierung der Firmware.

In der Zeit der Aktualisierung gibt es sieben Schritte zur Nutzung der Kamera. So wechselt die Flex automatisch den Modus, sobald du kommst oder gehst. Auch kannst du angeben, dass, wenn alle Standortmitglieder abwesend sind nur Personen oder alles aufgenommen werden soll. Ebenfalls gibst du an, ob Benachrichtigungen nur bei erkannten Personen oder bei jeder Aufnahme gesendet werden.

Ist ein Standortmitglied zu Hause, kann der Live-Stream aktiviert oder deaktiviert sein. Bei schlafenden Mitgliedern kann ebenfalls angegeben werden, ob alles oder nur Personen aufgenommen werden. Du gibst noch an, wann du ins Bett gehst und aufstehst, um einen Zeitplan für die Aufnahmen zu aktivieren. Die Canary kann jedoch jederzeit per Knopfdruck aktiviert oder deaktiviert werden. Beim Ansehen des Livestreams oder auch bei der Aufnahme von Bildern wird der LED Ring um den Bewegungssensor weiß leuchten. Bei der Einstellung Privat leuchtet die LED nicht.

Das Update war erfolgreich, nun erfolgt der Hinweis auf Canary Premium mit 30 Tage Videoverlauf in voller Länge, 2 Wege Audio und unbegrenzt vielen Video-Downloads. Der Premium-Dienst kostet 99 Euro pro Jahr oder 9,99 Euro pro Monat. Mit dem Erwerb der Flex kann eine einmonatige Testmitgliedschaft der Premium-Version gestartet werden. Diese startet jedoch nur, wenn du direkt deine Zahlungsinformationen eingibst. Nach einem Monat verlängert sich die Mitgliedschaft automatisch. Per Klick auf zurück ist es möglich, die Gratismitgliedschaft zu überspringen. Das Setup ist nun fertig, es folgen die Grundlagen der Canary App (kann aber auch übersprungen werden).

20210809 Canary Flex | Android-User.de12

Canary Flex – Nutzung der App

Nach dem Start der App zeigt sich mittig ein Live-Button. Per Klick darauf wird das Live-Bild gestartet. Des Weiteren siehst du hier deine WLAN-Verbindung und den Akku-Stand. Am unteren Bildschirmrand findet sich der Button zum Wechseln des Modus (Unterwegs, Zuhause und Nachtmodus). Daneben liegt dein Konto-/Profil-Button mit den Einstellungen und der Möglichkeit zum Abmelden. Per Wischgeste von unten nach oben rufst du die Timeline auf mit allen Aktionen wie Updates, Aufnahmen, Moduswechsel usw. Die Timeline kann durch die Tabs am oberen Bildschirmrand in alle Ereignisse, Ereignisse im Unterwegs-Modus und Gespeicherte Ereignisse unterteilt werden.

20210809 Canary Flex | Android-User.de13

Per Klick auf den Menü-Button oben rechts gelangst du zur Übersicht, um die Standort-, Geräte- und Service-Einstellungen aufzurufen. Die Service-Einstellungen bringen dich zum Premium-Abonnement.

20210809 Canary Flex | Android-User.de16

In den Standorteinstellungen bearbeitest du die Adresse, Geofence, Nutzer und Notrufnummern.

In den Geräteeinstellungen können weitere Geräte hinzugefügt und das Geräteverhalten angepasst werden. Hierzu zählen die verschiedenen Modi mit automatischer Anpassung, Benachrichtigungen zum Akkustand, zur Verbindung und für die Anwesenheit.

20210809 Canary Flex | Android-User.de17

Per Klick auf deine verbundene Kamera kannst du das derzeit erstellte Video um 180° drehen, die LED-Leuchten dimmen oder das Mikrofon stumm schalten.

Klickst du auf der Übersichtsseite auf den Zuhause-Button, gelangst du zur Live-Überwachung. Hier kann per Mikrofon-Button mit dem Gegenüber kommuniziert werden (nur in der Premium-Version).

20210809 Canary Flex | Android-User.de18

Des Weiteren ist es möglich, zuvor hinterlegte Notrufnummern anzurufen. Per Doppeltipp oder Switch-Geste kann das Bild vergrößert werden. Das Scharfstellen des Bildes nach einer Vergrößerung/Verkleinerung kann jedoch teilweise bis zu 20 Sekunden in Anspruch nehmen.

Insgesamt ist die App einfach zu bedienen, jedoch sind die Funktionen der Kamera nur mittels Premium-Abo nutzbar. Ohne Premium-Abo kannst du lediglich ein Live-Bild ansehen beziehungsweise eine 24-stündige Timeline nutzen sowie eine automatische Nachtsicht, Bewegungs- und Personenerkennung. Ein Videodownload oder ähnliches ist nicht möglich.

Weiterhin hat die Canary während des Tests die WLAN-Verbindung verloren, sodass eine erneute Kopplung vonnöten war. Laut Fehlermeldung wäre kein WLAN mehr gegeben gewesen, allerdings hat sich die Kamera während des Tests nicht von ihrem Platz bewegt.

Canary Flex – Fazit

Die Canary Flex ist eine schick aussehende Kamera für den Außen- und Innenbereich (mit oder ohne Stromkabel, frei stehend oder an der Wand montiert). Das Einrichten gelingt schnell und einfach. Allerdings ist die Kamera ohne Premium-Abonnement nur für das Ansehen des Live-Bilds nutzbar. Erst mit Premium-Abo sind zwei Wege-Audio und 30-tägige Videoaufzeichnung sowie unbegrenzter Video-Download nutzbar. Weiterhin dauert das Laden des Kamera-Akkus sehr lange (innerhalb 1 Stunde 6 Prozent, Netzstecker an Steckdose). Auch stört mich, wie auch schon bei der View, dass beim Einrichtungsprozess die Telefonnummer sowie die postalische Adresse angegeben werden müssen.

Die Canary Flex ist zum Preis von 199 Euro bei Amazon erhältlich.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

EMPFEHLUNGEN DER REDAKTION

MAGAZIN

APPS & SPIELE