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Im Test: Boompods Aquapod wasserdichter Bluetooth-Lautsprecher

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Bluetooth-Lautsprecher sind klein und im Trend. Doch die meisten Mono-Speaker haben nicht wirklich viel Saft unter der Haube, was gut klingt ist selten portabel. Ich habe mir den Aquapod von Boompods genauer angeschaut und verrate euch hier, ob er die 50 Euro wert ist.

Bluetooth-Speaker sind praktisch, da die Dinger klein sind und man sie überall mitnehmen kann. Je nach Akku, Größe und Gewicht hört der Praxisnutzen aber schon bald auf. Ein Schutz gegen Spritzwasser ist für ein Outdoor-Produkt ein Muss, der Aquapod verfügt sogar über eine IPX7-Zertifizierung, lässt sich also unter Wasser halten ohne Schaden zu nehmen.

Auspacken und die erste Inbetriebnahmen bereiten keinerlei Probleme. Der Speaker meldet sich nach dem Einschalten mit einer weiblichen Stimme und gibt an, dass er bereit für das Pairing ist. In diesem Moment kann sich jedes Gerät in Bluetooth-Reichweite mit dem Lautsprecher verbinden. Die Chancen dafür, dass der Nachbar hier schneller ist als du selbst, sind aber sehr gering. Einmal gekoppelt lässt sich der Speaker nur dann unfreiwillig übernehmen, wenn keine Bluetooth-Verbindung mehr vorhanden ist. Sonst ist der Zugriff gesperrt.

Gute Akkulaufzeit, nette Add-Ons

Mit einer Reichweite von 3 Metern kommt der Aquapod üblicherweise gut zurecht, bei 4-5 Metern sind Aussetzer aber unvermeidbar. Das gilt bei größeren Distanzen auch, wenn der Akku sich langsam dem Ende zu neigt. Je nach Lautstärke geschieht das bereits nach 3 Stunden oder aber erst nach 4-6 Stunden Spielzeit. In meinen Tests mit Spotify gab der Aquapod bei minimaler Lautstärke auf meinem Schreibtisch nach 5 Stunden und 32 Minuten den Geist auf, lag damit also sogar leicht über der vom Hersteller angegebenen Akkulaufzeit. Dank des eigebauten Mikrofons lässt sich der Aquapod auch als Freisprechanlage nutzen.

Mit dem USB-Kabel inklusive 3,5mm-Anschluss (im Lieferumfang) lässt sich der Aquapod auch kabelgebunden betrieben.
Mit dem USB-Kabel inklusive 3,5mm-Anschluss (im Lieferumfang) lässt sich der Aquapod auch kabelgebunden betrieben.

Die Audioqualität ist bei leiser Musik angenehm, wobei der Aquadpod eher die mittleren und hohen Frequenzen bedient. Im direkten Vergleich zum Punk von Sol Republic fehl es dem kleinen Lautsprecher allerdings nicht nur an Bässen, sondern auch an Klangvolumen. Die maximale Lautstärke verzerrt recht stark, es sollte aber niemand auf die Idee kommen, mit der rund 9 cm großen Scheibe wirklich laut Musik zu hören. Schön, dass Boompods auch ans Zubehör gedacht hat. So kann man den Bluetooth-Speaker dank Saugnapf nicht nur ans Fenster pappen (gibt einen recht guten Sound, fast so gut wie Holz als Unterlage), sondern auch am Lenker des Fahrrads befestigen oder via Karabiner an einem beliebigen Gegenstand. Zudem befindet sich ein Y-Kabel im Lieferumfang, über das sich der kleine Speaker nicht nur aufladen, sondern auch via 3,5mm Klinke benutzen lässt. Die Sound-Qualität ist via Bluetooth und Kabel in etwa identisch.

Dass der Lautsprecher wasserdicht ist, habe ich bei 30 Minuten Musik im strömenden Regen getestet. Ihn unter Wasser zu setzen, ist möglich, halte ich aber für sinnlos und höchstens für einen Spaß-Faktor bei einer Party am Pool.

Fazit

Ja, er ist trendy, schick und wasserfest. Und es ist cool, einen Lautsprecher mit unter die Dusche zu nehmen und einfach so an die Fliesen zu pappen. Aber mit schöner Musik hat das nicht mehr viel zu tun. Im direkten Vergleich mit dem Punk von SOL Republic (Amazon-Preis ab 35 Euro) bleibt der Aquapod hinsichtlich der Musikqualität klar zurück, vor allem wenn es etwas lauter sein soll. Zudem störten mich persönlich die Geräusche beim Ausschalten des Speakers, was aber bei der Outdoor-Nutzung vernachlässigbar ist.

„Mit qualitativ hochwertiger Musik haben die meisten Bluetooth-Speaker nicht viel gemeinsam!“

Mit der mitgelieferten Fahrradhalterung fährt der Aquapod einen klaren Pluspunkt ein, allerdings hätte ich mich über ein Norm-Gewinde noch mehr gefreut. Denn ist die Halterung einmal hin oder geht der Adapter verloren, dann muss man sich ans Basteln machen. Zudem gibt es den Lautsprecher hierzulande aktuell nur bei comtech.de zum Kauf, nicht wie andere Boompods-Produkte auch bei Amazon. So kommen zum Preis von 49,99 noch 4,99 Euro Versandkosten via DHL hinzu.

Insgesamt reicht es für eine Bewertung von 3,4 von maximal 5 Punkten.

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