Start Im Test Im Test: AUKEY EP-C2 In-Ear-Kopfhörer mit Freisprechfunktion

Im Test: AUKEY EP-C2 In-Ear-Kopfhörer mit Freisprechfunktion

AUKEY ist eine relativ neue Marke, die sich vor allem im Zubehörbereich für Smartphones platziert. Wir haben von den Chinesen die In-Ear-Kopfhörer EP-C2 für einen Test via Amazon zugeschickt bekommen. Hier unser Fazit nach ein paar Tagen mit den Kopfhörern.

Bei den AUKEY-Kopfhörern vom Typ EP-C2 handelt es sich um ein sehr günstiges In-Ear-Headset in drei Farben, das aktuell bei Amazon für 9 Euro erhältlich ist. Das Headset überzeugt in erster Linie durch ein großes Klangvolumen und satte Bässe.

Durch das verbaute Mikrofon und die kleine Steuereinheit mit einem Button eignet es sich auch als Freisprechanlage, wobei die Sprachqualität durchschnittlich bis gut abschneidet. Zum Lieferumfang des Headsets, das wie alle anderen AUKEY-Produkte in einer schlichten Kartonbox von der Größe einer Zigarettenschachtel geliefert wird, gehören drei zusätzliche Ohrstöpselpaare in unterschiedlichen Größen sowie eine Kurzanleitung in mehreren Sprachen, darunter auch Deutsch.

Das In-Ear-Headset von Aukey kommt in einer schlichten Pappschachtel daher. Das ist positiv.
Das In-Ear-Headset von Aukey kommt in einer schlichten Pappschachtel daher. Das ist positiv.

Dank des recht dünnen 3,5mm-Steckers passt das AUKEY-Headset an praktisch jedes Smartphone, auch wenn du ein Case benutzt.

Musik und Tragekomfort

Das EP-C2 Headset ist sehr leicht und verfügt dadurch über einen recht guten Tragekomfort. Die mitgelieferten Aufsätze sind aber zu kurz, um im Ohr wirklich Halt zu finden, fürs Joggen oder andere sportliche Tätigkeiten eignen sich die Kopfhörer deshalb nicht.

Bei der Musikqualität fallen sofort die große Lautstärke und der dominante Bass auf. Wer auf Laut und viel Bummbumm steht, wird am Headset deshalb gleich Gefallen finden. Sehr mager sieht es hingegen mit den Mitteltönern aus. Diese fallen praktisch weg und werden vom Bass übertönt. Etwas besser sieht es mit Vocals aus, die wiederum recht gut zur Geltung kommen.

Die Höhen wirken im Gegenzug wieder übersteuert, ein Trompetensolo tut bereits Weh in den Ohren, auch wenn es noch zu keinerlei Verzerrungen kommt. Hier bieten andere Kopfhörer ein deutlich ausgeglicheneres und besseres Klangbild, wenn auch nicht unbedingt in dieser Preisklasse. Unterm Strich bringen die AUKEY-Kopfhörer deshalb nicht wirklich mehr, als die 50-Cent-Teile, die bei den meisten Billigsmartphones mitgeliefert werden, sehen dafür optisch aber deutlich besser aus.

Je nach Hersteller, Android-System und benutzem Musikplayer tut die Taste am Bedienfeld, was man von ihr erwartet.
Je nach Hersteller, Android-System und benutzem Musikplayer tut die Taste am Bedienfeld, was man von ihr erwartet.

Hier könnte meinen Review eigentlich zu Ende sein. Da das Produkt aber ausschließlich über Amazon vertrieben wird, hier noch ein kleiner Exkurs:  Es ist schon erschreckend, wie viel Geld einige Firmen in das Marketing via Amazon investieren, AUKEY mit inbegriffen. Die meisten der 5-Stern-Reviews stammen ziemlich sicher von (bezahlten) Reviewern oder von Testern, welche die Kopfhörer wie ich gratis bekommen haben. Das ist an und für sich kein Problem, macht die meisten Reviews aber unbrauchbar, da die Tester die grundlegenden Schwächen der Kopfhörer entweder nicht beschreiben wollen oder über ein derart schlechtes bzw. geschädigtes Gehör verfügen, dass sie die Mängel einfach nicht hören.

Fazit

Ich würde die Kopfhörer auch zum wirklich günstigen Preis von 9 Euro nicht empfehlen, da die Höhen zu grell sind, Mitten fehlen und der Bass zu stark dominiert. Zudem sitzen die Dinger nicht wirklich fest. Ich würde aber vermutlich kein einziges Headset in dieser Preisklasse kaufen.

Wer noch ein paar Euro drauflegt, bekommt zum Beispiel für etwas mehr als 13 Euro die Xiaomi Piston 3 Kopfhörer und damit das viel bessere Gesamtpaket. Wer wirklich nur auf Bass und laut steht, wird mit den AUKEY EP-C2 aber glücklich sein.

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