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Im Test: Arlo Pro 2, 1 Wire Free HD Security Camera

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Vor zwei Jahren hatten wir bereits die Überwachungskamera Arlo Pro für einen Testbericht in unseren Händen. Nun bekamen wir freundlicherweise die Arlo Pro 2, 1 Wire Free HD Security Camera für einen Testbericht zur Verfügung gestellt.

Arlo Pro 2 – Unboxing

Im grün weißen Karton befinden sich die Arlo Pro 2, eine Arlo Basisstation, ein Kamerakabel, ein Netzteil für die Basisstation mit europäischem und amerikanischem Steckeraufsatz, ein wiederaufladbarer Akku, eine Halterung für die Wandmontage, ein Netzwerkkabel, ein Kameranetzteil mit europäischem und amerikanischem Steckeraufsatz, Montageschrauben und Dübel, ein Aufkleber für die Überwachung sowie eine mehrsprachige Bedienungsanleitung und Garantiekarte.

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Die Arlo Pro 2 wird mit allerhand Zubehör geliefert.

Arlo Pro 2 – Aussehen

Die hochglänzend, weiße Arlo Pro 2 hat in etwa die Größe einer Computer-Maus. Seitlich ist der Name Arlo in Silberbuchstaben eingeprägt. Die schwarze Front beherbergt die Linse. Auf der Unterseite findet sich der Lautsprecher sowie auf der magnetischen Rückseite der Port für das MicroUSB-Ladekabel/oder Netzkabel, falls die Kamera mit Strom läuft. An der magnetischen Rückseite wird die magnetische Wandhalterung befestigt. Auch ein Schraubgewinde ist zu sehen. Mit diesem kann die Kamera zum Beispiel auf ein Stativ geschraubt werden. Auf der Oberseite der Kamera liegen der Sync-Button sowie ein Knopf, mit dem du das Hinterteil der Kamera entfernen kannst, um die Batterie einzulegen.

Die Basisstation ist matt weiß und erinnert an einen normalen Router. An der Oberseite der Basisstation befindet sich der Sync/Siren off-Button. Auf der Rückseite sind der Lautsprecher, Reset-Button sowie die Ports für USB1, USB2 und LAN-Kabel zu sehen. Ebenfalls befindet sich dort der Eingang für das Netzkabel und der On/Off-Button. Auf der Vorderseite der Basisstation sind drei LEDs für Power, Überwachung und Verbindung angebracht.

Beide Geräte sind hochwertig verarbeitet und weisen keinerlei spitze Kanten oder Ecken auf.

Arlo Pro 2 – Spezifikationen Kamera

VideoauflösungAuflösung: bis zu 1080p HD
VideoformatH.264
ImagingFarbsensor, CMOS, Automatischer Schwarz-Weiß-Abgleich und automatische Belichtung
GeräuschLautsprecher und Mikrofon, 2 Wege Audio
DetectionEinstellbare Empfindlichkeit
Automatische E-Mail- und Push-Benachrichtigungen
Wire-Free motion detectionPassive Infrarottechnologie, Bis 7 m einstellbar
Plugged-in motion detectionVideobasierte Technologie, Bis zu 3 Aktivitätszonen
3-Sekunden-Vorschau, Anpassbare Geräuscherkennung
Digitales Schwenken und Zoomen8facher Digitalzoom
Nachtsicht850 nm LEDs mit einer Reichweite von ca. 7–8 Metern, IR-Sperrfilter
BatterieWiederaufladbarer Akku (2.440 mAh)
Die Akkubetriebsdauer variiert je nach Einstellungen, Nutzung und Temperatur.
BatterieanzeigeJa
Sichtfeld130°
Fokusbereich (ST)Fester Fokus (600 mm bis unendlich)
Betriebstemperatur-20 bis 45 °C
Maße3,1 x 1,9 x 2,8 Zoll (79,3 x 48,6 x 70,5 mm)
Gewicht136g
SchutzklasseIP65

Arlo Pro 2 – Spezifikationen Basisstation

SchnittstelleFast Ethernet
LED-AnzeigePower, Internet, Kamera
IP-KonfigurationDHCP
AntenneIntern
Drahtlos-ReichweiteMehr als 100 m Sichtverbindung
Drahtlos2,4 GHz, 802.11n
Prozessor und Arbeitsspeicher900 MHz ARM Cortex A7
128 MB Flash, 128 MB RAM
ZertifikateFCC, IC, CE, UL
Betriebstemperatur0 bis 50 °C
Maße2,3 x 6,9 x 5,0 Zoll (58,6 x 174,5 x 126,5 mm)
Gewicht316 g

Arlo Pro 2 – Inbetriebnahme

Die Arlo Pro 2 kann kabellos mit Akku oder mit dem Netzteil betrieben werden. Nutzt du die Version mit Netzteil, sind zusätzliche Funktionen freigeschaltet. Für die Outdoor-Nutzung muss ein separates Arlo Pro 2 Outdoor Netzteil verwendet werden.

Sofern deine Kamera eine Bewegung registriert, wird diese per WLAN an die Basistation und von dort über den verbundenen, heimischen Router an die Arlo Cloud gestreamt.

Zuerst lädst du dir die kostenlose Arlo App aus dem Play Store herunter. Hier erstellst du dir als Neunutzer ein Konto bestehend aus Vor- und Nachname, E-Mail-Adresse und Passwort. Nachdem die E-Mail verifiziert ist, kann noch eine zusätzliche Sicherung in Form einer Push-Mitteilung oder einer SMS an ein vertrauenswürdiges Gerät erfolgen. Anschließend wählst du dein Arlo Gerät sowie das Modell aus.

Die App führt dich nun durch die Installation. Zuerst verbindest du die Basisstation per LAN-Kabel mit deinem Router. Anschließend verbindest du das Netzteil mit der Basisstation und einem Stecker und schaltest die Basisstation ein. Die App sucht nun nach Geräten. Die Basisstation wird gefunden. Du vergibst einen Namen für die Station, anschließend wird die Firmware aktualisiert. Dies dauert bis zu fünf Minuten.

Als Nächstes setzt du den Akku in die Arlo Kamera ein und drückst die Sync-Taste auf der Kamera. Sobald die LED blau leuchtet drückst du den Weiter-Button in der App, beziehungsweise die Einrichtung geht automatisch weiter. Die Kamera wird ebenfalls gesucht und gefunden und auch hier vergibst du bei Bedarf einen neuen Namen. Du klickst auf den Weiter-Button.

Es erfolgt ein Hinweis, dass du nun Arlo Smart einen Monat lang kostenlos ausprobieren kannst. Arlo Smart beinhaltet verbesserte Benachrichtigungen (direkt auf dem Sperrbildschirm), Personenerkennung, Bewegungserkennungszonen und 30 Tage Cloud-Aufzeichnung.

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Es erfolgt ein Hinweis auf Arlo Smart.

Die Arlo Kamera bietet standardmäßig 7 Tage durchgehende Aufnahmespeicherung in der Arlo Cloud. Wer mehr möchte, greift zu den Arlo Smart Abos:

  • Arlo Smart Add-On für 2,79 Euro pro Kamera pro Monat mit verbesserten Benachrichtigungen und benutzerdefinierten Bewegungserkennungszonen, Personenerkennung
  • Arlo Smart Premier für 8,99 Euro pro Monat für bis zu 10 Kameras und 30 Tage Aufnahmespeicherung sowie Weiterleitung von Notrufkräften
  • Arlo Smart Elite für 13,99 Euro pro Monat bis zu 20 Kameras und 60 Tage Aufnahmespeicherung
  • Durchgängige 24/7 Videoaufzeichnung für 14 Tage pro Kamera 8,99 Euro
  • Durchgängige 24/7 Videoaufzeichnung für 30 Tage pro Kamera 17,99 Euro

Anschließend befindest du dich auf der Startseite der App beziehungsweise im Tab Geräte. Hier muss nun die Firmware der Kamera aktualisiert werden. Weiterhin fügst du im Tab Geräte über den Plus-Button weitere Geräte hinzu. Über den Button Basisstation verwaltest du deine Basisstation beziehungsweise gelangst in deren Einstellungen. Hier gibst du die Zeitzone an, die Flacker-Anpassung, erhältst eine Geräteinfo, siehst die verbundenen Geräte, gelangst zu den Speichereinstellungen und entfernst die Station wieder. In den Speichereinstellungen gibst du an, ob ein automatisches Überschreiben der Aufnahmen erfolgen soll. Somit werden ältere Aufnahmen überschrieben, wenn der freie Speicherplatz auf weniger als 10 sinkt.

Sobald die Firmware der Kamera aktualisiert ist, drückst du auf den Live-Button in der App, um die Kamera in Aktion zu erleben.

Die Kamera Box besitzt den Play-Button für die Live-Ansicht sowie eine Anzeige des Batteriestandes. Ebenfalls wird eine WLAN-Verbindung angezeigt. Falls ein USB-Speichermedium verwendet werden sollte, wird auch dieses in der Kamera Box angezeigt.

Sofern du auf den Play-Button klickst, sind der aktivierte Lautsprecher und das aktivierte Mikrofon sichtbar. Per Klick auf die Icons können diese deaktiviert werden.

Während der Live-Ansicht ist es möglich Videos und Screenshots zu erstellen. Allerdings waren im Test die Buttons manchmal ausgegraut und funktionierten dann nicht.

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Die Bildqualität der Arlo 2 ist nicht ganz zufriedenstellend.

Über die beiden Pfeil-Buttons oben rechts kann eine bildschirmfüllende Ansicht der Live-Aufnahme erfolgen. Insgesamt ist die Bildqualität der Arlo Pro 2 ok, mehr aber auch nicht. Sofern eine bildschirmfüllende Darstellung gewählt wird ist das Bild unscharf. Wird das Bild herangezoomt, verstärkt sich die Unschärfe.

Sobald das Mikrofon aktiviert ist, kannst du über den dann erscheinenden grünen Mikrofon-Button zu den überwachten Personen sprechen sowie deren Antworten über den Lautsprecher deines Smartphones hören. Hier sind jedoch trotz guter Verbindung bei der Nutzung mit Akku 12-14 Sekunden Verzögerung aufgetreten. Bei der Nutzung mit Kabel lag die Verzögerung bei maximal 2-3 Sekunden.

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Ein Kontakt kann über das Mikrofon erfolgen.

Auf der rechten Seite der Kamera Box zeigt eine Zahl die bereits erkannten Bewegungen an. Per Klick darauf gelangst du zur Bewegungsübersicht. Über die drei Punkte rufst du die Zeitachse und den Geräteeinstellungen auf. Die Zeitachse kann jedoch nur genutzt werden, wenn die Kamera über Netzstrom läuft. Damit können Aktivitätszonen eingerichtet werden.

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Die Aktivitätszonen können nur über Netzstrom genutzt werden.

In den Geräteeinstellungen der Kamera schaltest du diese ein- oder aus, siehst den genauen Batteriestand, die Verbindung mit der Basisstation, aktivierst die Kamera LED oder deaktivierst sie und findest weiterhin die Gerätedienstprogramme. Hier gibt es einen Test zur Bewegungserkennung sowie einen Test für die Kamerapositionierung.

Ebenfalls befinden sich in den Geräteeinstellungen die Videoeinstellungen. Hier gibst du die Helligkeit an, aktivierst die automatische Nachtsicht oder kannst das Bild um 180° drehen. Mit dem Energiemanager verringerst oder erhöhst du die Videoqualität. Je höher die Videoqualität, desto schneller geht der Akku zur Neige.

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Die Videoqualität kann angepasst werden.

Auch gibt es die schon genannten Aktivitätszonen, welche markiert werden können. Du erhältst dann nur eine Benachrichtigung, sobald in den markierten Zonen eine Bewegung stattgefunden hat. In den Geräuscheeinstellungen aktivierst du Mikrofon und Lautsprecher und stellst die Lautsprecherlautstärke ein. In den Geräteeinstellungen der Kamera entfernst du die Kamera auch wieder.

Über den Tab Modus können verschiedene Modi zur Überwachung hinzugefügt werden. So kann die Bewegungserkennung aktiviert oder deaktiviert werden, ein Zeitplan erstellt oder über Geofencing die Kamera mithilfe deines Standortes verwaltet werden, was bedeutet, dass zum Beispiel die Bewegungserkennung deaktiviert ist, wenn du dich im Haus befindest oder die Bewegungserkennung nur nach Zeitplan erfolgt.

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Der Tab Bibliothek zeigt das aktuelle Datum, welches über einen Zeitstrahl am oberen Displayrand ausgewählt werden kann sowie den Namen der Kamera und alle erkannten Bewegungen. Die gespeicherten Bewegungen können abgerufen werden.

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Alle erkannten Bewegungen werden gespeichert.

Weiterhin befindet sich auf der Startseite der App oben rechts ein roter Button mit einem Ausrufezeichen. Über diesen kann die (wirklich sehr ohrenbetäubend laute) Sirene der Arlo Pro 2 aktiviert und wieder deaktiviert werden. Die Deaktivierung der Sirene erfolgt auch über den Siren-Off Button auf der Basisstation.

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Die Sirene ist wirklich sehr laut.

Wer möchte kann auch über das Webportal auf die Arlo Pro 2 zugreifen. Hier wird ebenfalls nochmal auf ein Abo hingewiesen, um auch von unterwegs auf die gespeicherten Clips Zugriff zu haben. Weiterhin benötigt das Webportal Adobe Flash, welches jedoch nicht mehr von allen Geräten unterstützt wird.

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Die Nutzung kann auch über das Web erfolgen.

Arlo Pro 2 – Fazit

Die Verarbeitung der Arlo Pro 2 sowie der Basisstation ist gewohnt gut. Auch die Einrichtung sowie der 7tägige Cloudspeicher sind ein Pluspunkt der Kamera. Bemängeln muss man jedoch die teils bis zu 14sekündige Verzögerung bei der Übertragung von Ton und auch Bild bei der Nutzung der Kamera im Akku-Modus. Denn genau damit wirbt Arlo, mit einer kabellosen Kamera, welche aber genau hier im Test bei Bild und Ton schwächelt. Die Akkulaufzeit ist jedoch sehr gut. Auch die Bewegungserkennung sowie die bereits 3sekündige Aufzeichnung vor einer Bewegung sind ein Pluspunkt. Die Bildqualität der Arlo Pro 2 kann uns jedoch nicht so ganz überzeugen, da diese (gerade beim Zoom) unscharf sind und man somit einen wirklichen Eindringling nur schwer identifizieren kann.

Die Arlo Pro 2 mit Basisstation ist derzeit zum Preis von 189,99 Euro bei Amazon erhältlich. Im Normalfall kostet unser Testset 339,99 Euro

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