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Großer Browser Test: 10 Android-Browser im Vergleich – Das sind die drei besten

Was sind wir? Bestimmt kennst du die Grafik, die Chrome, Firefox und den Internet Explorer miteinander vergleicht. Dabei werden den drei Browsern verschiedene Fragen gestellt. Die erste Frage lautet zum Beispiel: „Was sind wir?“, die zweite „Was möchten wir?“ und so weiter. Der Clou dabei: Der Internet Explorer bleibt quasi bis zum Schluss stumm und spuckt erst dann die Antwort „Browsers!“ aus.

Langsame Browser gibt es auch unter Android. Doch in den meisten Fällen sind die Unterschiede weniger spürbar als auf dem PC. Zudem schreibt man die Unterschiede in erster Linie auf das Konto einer schlechten Datenverbindung, nicht auf den Browser. Doch welcher Browser ist denn nun wirklich der schnellste, und welcher verfügt über die coolsten Funktionen?

Android User hat sich aus der riesigen Auswahl im Play Store zehn Apps geschnappt und diese in verschiedenen Kategorien gegeneinander antreten lassen. Hier unsere Top-Liste!

Die Kandidaten: WebKit, Gecko, Presto

Eigentlich ist es einfach: Alle Browser treten gegen Google Chrome an, Firefox steht mit Gecko alleine auf weiter Flur. Denn Chrome ist nicht nur der Browser unter Android schlechthin, sondern Google gibt mit den sehr fleißigen Updates auch das Tempo vor. Zudem benutzen praktisch alle Browser unter Android die WebKit-Rendering-Engine bzw. den von Google aus WebKit abgespaltenen Fork „Blink“, den auch Android selbst seit Version 4.4 als Rendering Engine benutzt, um HTML-Inhalte darzustellen.

Blink bietet die Basis für das Open-Source-Projekt Chromium, an dem sich die meisten Browser für den Quellcode bedienen. Mit Ausnahme von Firefox, das auf seine eigene Rendering Engine „Gecko“ setzt, und von Opera Mini, das weiterhin Presto als Renderding-Engine benutzt, setzen somit sämtliche Browser im Test auf irgendeine Form von WebKit als Engine. Draus ergeben sich auch die teilweise sehr ähnlichen Benchmark-Resultate.

Opera gehört mit Chrome zusammen klar zu den schnellsten Browsern -- nicht nur unter Android.
Opera gehört mit Chrome zusammen klar zu den schnellsten Browsern — nicht nur unter Android.
Der freie Browser des Mozilla-Projekts erfreut sich auch unter Android großer Beliebtheit, hat aber immer noch etwas mit dem Image einer lahmen Krücke zu leben.
Der freie Browser des Mozilla-Projekts erfreut sich auch unter Android großer Beliebtheit, hat aber immer noch etwas mit dem Image einer lahmen Krücke zu leben.
Wenn es um das Einhalten von Standards geht, dann ist Chrome immer ganz vorne mit dabei.
Wenn es um das Einhalten von Standards geht, dann ist Chrome immer ganz vorne mit dabei.

Die Browser

Zu den Browsern im Detail: Chrome, Firefox und Opera dürften bekannt sein. Opera setzt seit 2013 ebenfalls auf WebKit als Enigine, führt aber parallel dazu mit dem Opera Mini auch einen Presto-basierten Browser im Play Store. Opera Mini haben wir deshalb in die Tests miteinbezogen, weil hier das Rendering nicht komplett auf dem Smartphone oder Tablet selbst stattfindet, sondern auf den Servern von Opera. Der Browser bekommt also quasi die fertige Seite geliefert, was Datenvolumen spart und theoretisch auch für eine schnellere Darstellung sorgen sollte. Inzwischen gibt es eine solche Funktion aber auch in Google Chrome und anderen Browsern.

Opera Mini war einst der große Star am Browser-Himmel, heute gilt die Presto-Engine aber eher als veraltet.
Opera Mini war einst der große Star am Browser-Himmel, heute gilt die Presto-Engine aber eher als veraltet.
Bevor Chrome für Android veröffentlicht wurde, galt Dolphin bei vielen als der Geheimtipp schlechthin.
Bevor Chrome für Android veröffentlicht wurde, galt Dolphin bei vielen als der Geheimtipp schlechthin.

Neben Chrome, Firefox und Opera gehört Dolphin zu den Klassikern unter den Android-Browsern. Dolphin erfreute sich vor allem unter Android 2.x sehr großer Beliebtheit, bevor Google Chrome für Android brachte. Nach sehr vielen Änderungen und Neuerungen basiert nun auch Dolphin auf WebKit. Zudem gibt es mit Dolphin Zero noch eine spezielle Variante des Browsers, die mit einer Downloadgröße von unter 600 KByte nicht nur sehr klein ist, sondern auch per Default in einem anonymen Modus startet und Anzeigen blockiert. Dolphin wirbt weiterhin dafür, Flash-Inhalte abzuspielen, Flash ist aber definitiv tot! Dolphin und Dolphin Zero basieren ebenfalls auf WebKit.

„Flash ist tot, vergiss es!“

Neben diesen vier Browsern gibt es mehr als 50 diverse Browser im Play Store, bei denen es sich aber in vielen Fällen um „Anzeigenschleudern“ handelt, die dir Bookmarks und Favoriten unterjubeln, die du eigentlich gar nicht möchtest. Von diesen „modernen“ Browsern haben wir uns den CM Browser des Cheetah-Mobile-Teams und den UC Browser aus China für den Test herausgepickt. Ebenfalls mit an Bord ist der Yandex-Browser aus Russland, quasi als Gegenstück zu Chrome. Yandex ist der einzige Browser im Test, der die URL-Zeile in der Grundeinstellung am unteren Displayrand anzeigt. Das erleichtert das Tippen, da die Eingabe wie bei einem Chat-Fenster gleich oberhalb der Tastatur erscheint. Es erfordert jedoch auch etwas Umgewöhnung.

Der Yandex-Browser aus Russland macht vieles anders als die Konkurrenz und vieles auch besser.
Der Yandex-Browser aus Russland macht vieles anders als die Konkurrenz und vieles auch besser.
Der UC Browser verfügt über eine Nutzerbasis von mehr als 500 Millionen, die meisten davon aus China und Indien.
Der UC Browser verfügt über eine Nutzerbasis von mehr als 500 Millionen, die meisten davon aus China und Indien.
 Einer der vielen Konkurrenten aus China. Der CM Browser verfügt über viele integrierte Funktionen und einen umfangreichen Homescreen.
Einer der vielen Konkurrenten aus China. Der CM Browser verfügt über viele integrierte Funktionen und einen umfangreichen Homescreen.

Last but not least gibt es Browser, die sich auf eine spezielle CPU-Architektur bzw. einen speziellen Chipsatz spezialisiert haben. Stellvertretend dafür steht der RSBrowser von Samfisher83 (https://goo.gl/Q2HGwa), der wiederum auf dem CAF-Browser von Qualcomm (http://goo.gl/NzBeM9) basiert. Dabei handelt es sich um eine spezielle Version von Chromium, die vom Code Aurora Forum (CAF) auf Snapdragon-Chipsätze von Qualcomm optimiert wurde. Was so eine Optimierung ausmachen kann, zeigen dir unsere Benchmark-Resultate.

Außen vor gelassen haben wir bei diesem Test die Beta-/Entwicklerversionen der einzelnen Browser. Diese basieren auf den neuesten Engines und produzieren so — je nach Status — noch einmal bessere Benchmark-Resultate. Ein Vergleich der „stabilen“ Releases bringt aber aufschlussreichere Vergleichsdaten. Hier also die komplette Liste der Testkandidaten:

  • Google Chrome
  • Firefox
  • Opera
  • Opera Mini
  • Dolphin
  • Dolphin Zero
  • CM Browser
  • UC Browser
  • Yandex Browser
  • RSBrowser

Erwähnt werden muss auch noch, dass insgesamt zwei Browser in den Tests negativ auffielen: Der UC Browser nistet sich nicht nur in der Benachrichtigungsleiste ein, sondern auch auf dem Sperrbildschirm und nervt mit der Zeit. Zudem will er auch recht aufdringlich andere Apps empfehlen. Ebenfalls viel Platz in der Benachrichtigungsleiste beansprucht der Yandex Browser. Dieses Verhalten lässt sich aber in den Einstellungen des Browser abschalten (Einstellungen | Mitteilungen | Anzeigetafel in der Symbolleiste anzeigen).

Der UC Browser (gleich doppelt) und Yandex Browser nisten sich in der Benachrichtigungsleiste ein.
Der UC Browser (gleich doppelt) und Yandex Browser nisten sich in der Benachrichtigungsleiste ein.

Die Tests

Ein Browser muss nicht nur schnell sein, sondern sich auf dem Android-Gerät auch einfach bedienen lassen und nach Möglichkeit über diverse Zusätze verfügen. Für diesen Test beschränkten wir uns mehrheitlich auf die Geschwindigkeit der einzelnen Apps und weniger auf die Erweiterungen. So bringen einige Apps von Haus aus einen Reklameblocker mit, bei anderen muss man diesen zusätzlich installieren oder es gibt keinen Adblocker, wie zum Beispiel bei Google Chrome. Auch Features wie Synchronisierung zwischen mobilem Browser und Desktop-Version, wie sie zum Beispiel Chrome und Firefox bieten, haben wir für diesen Artikel nicht speziell getestet.

Wir konzentrierten uns also auf Tests, die zeigen wie schnell eine Seite lädt und wie gut die Darstellung des Browsers ausfällt. Dazu benutzten wir die Benchmarks Vellamo (von Qualcomm), Basemark und den klassischen HTML-5-Test unter verschiedenen Geräten (Moto X 2014, Nexus 5, Nexus 9, OnePlus X, LG G5) und diversen Android-Versionen von 5.1 bis Android „N“. Vellamo ist dabei der umfangreichste Test, der zahlreiche bekannte Webtests in einer schicken Android-App integriert. Dazu gehören zum Beispiel auch der JavaScript-Test Sunspider oder CSS-Rendering-Tests. Basemark ist eine vergleichbare Lösung, die wir allerdings über den Browser testeten, nicht via App. Browsermark und Vellamo liefern dabei kein absolutes Ergebnis, sondern die Punktezahl hängt auch stark von der Performance des Testgeräts ab. Nicht so beim HTML-5-Test, der schlicht die Konformität der Browser mit dem HTML-5-Standard misst. Hier gilt eine maximale Punktzahl von 555 Zählern, unabhängig davon auf welchem Gerät der Test durchgeführt wird.

Diese etwablierten Benchmarks ergänzten wir durch einen eigenen Praxistest, bei dem wir hintereinander die folgenden fünf Webseiten aufriefen und auf der Seite nach dem kompletten Ladevorgang jeweils den ersten Artikel:

Dabei lief die Stoppuhr, sodass wir den Ladevorgang von android-user.de bis android.com messen konnten. Je kürzer die Ladezeiten, desto besser. Hier sorgte vor allem trainrobber.com für recht große Unterschiede. Der UC Browser benötigte fast eine Minute, um die Seite komplett zu laden, ein anderes Mal klappte es überhaupt nicht. Bei diesem Test warteten wir jeweils nicht darauf, bis die Seite komplett geladen war, sondern nur darauf, dass der sichtbare Bereich komplett mit allen Bildern und Elementen gefüllt war. Auch hier gibt es große Unterschiede bei den einzelnen Browsern. Chrome und Opera zeigen zum Beispiel sehr schnell Textbereiche der Seite an und lassen sich mit den Grafiken etwas Zeit. Der UC Browser und der CM Browser zeigen zunächst gar nichts an, um dann gleich die komplette Seite darzustellen.

Für das Laden der Webseite trainrobber.com benötigten einige Browser über eine Minute, Firefox blieb unter 30 Sekunden.
Für das Laden der Webseite trainrobber.com benötigten einige Browser über eine Minute, Firefox blieb unter 30 Sekunden.

Ebenfalls ergab sich keinerlei Vorteil durch die intergrierten Adblocker: Die Browser ohne Blocker waren genau gleich schnell oder teilweise deutlich schneller als die Konkurrenz mit intergriertem Blocker. Auch hier zeigte sich, dass der RSBrowser recht schnell arbeitet, Opera lud unsere fünf Testseiten jedoch noch schneller.

Die Resultate

Den umfangreichsten Test führten wir mit dem Vellamo-Benchmark von Qualcomm durch damit testeten wir acht Browser auf vier unterschiedlichen Android-Geräten. Um ein möglichst verlässliches Resultat zu bekommen, ließen wir die Testläufe fünf mal durchführen, wie wir es auch sonst bei unseren Hardware-Tests tun. Als Vergleichswert diente anschließend der Durchschnitt aus den fünf Durchläufen. Überraschend aber zugleich auch erwartet gibt es hier sichtbare Parallelen über die Chipsätze hinweg: Dolphin muss sich zum Beispiel auf allen Plattformen gegenüber der Konkurrenz geschlagen geben, auch Firefox liegt klar hinter Chrome und Opera, mit einer Ausnahme: Auf dem Nexus 9 mit Android „N“ schneidet der Mozilla-Browser am besten ab.

Firefox und Dolphin müssen sich beim HTML-5-Benchmark von Vellamo klar geschlagen geben.
Firefox und Dolphin müssen sich beim HTML-5-Benchmark von Vellamo klar geschlagen geben.

Nicht messen in Vellamo konnten wir die Leistung des UC Browsers und des CM Browser. Beide verweigern in Vellamo ihren Dienst und weisen auch andere Gemeinsamkeiten hinsichtlich Design und Rendering einzelner Seiten auf. Den RS-Browser konnten wir nur auf den Snapdragon-Plattformen testen, da er dafür optimiert wurde. Er erreichte auf dem LG G5 mit über 6000 Zählern einen absoluten Bestwert und war hier deutlich schneller als alle anderen Browser, beim schon etwas älteren Snapdragon 801 waren jedoch Opera, Yandex und Chrome gleich schnell.

Im HTML-5-Test (http://html5test.com) spiegelt sich weitgehend die benutzte Browser-Engine wieder: Sämtliche Browser mit der aktuellen WebKit-Version 537 erreichen Resultate von über 500 Zählern. Lediglich Dolphin fällt aus dem Raster: Trotz aktueller Webkit-Version schafft er nur 415 Punkte, obwohl es Dolphin Zero auf 507 Zähler schafft. Die Details zeigen, dass Dolphin in den Kategorien Audio, 2D-Grafik und 3D-Grafik deutlich schlechter abschneidet als Dolphin Zero und die anderen Browser. Auch bei Streams und Web Components fährt Dolphin zweimal Null Punkte ein.

Beim HTML-5-Test liegen mit Ausnahme von Dolphin sämtlicher Browser mit der aktuellen Webkit-Version über 500 Punkten.
Beim HTML-5-Test liegen mit Ausnahme von Dolphin sämtlicher Browser mit der aktuellen Webkit-Version über 500 Punkten.

Neben Dlophin schafft es auch der UC Browser nur auf etwas mehr als 400 Zähler. Hier gibt es Defizite bei Peer-to-Peer (0 von 20 Punkten), User Interaction, Video, Web Applications und Storage. Auch bei Streams und Web Components kann der UC Browser keine Punkte holen. Das Schlusslicht bildet allerdings ganz klar Opera Mini mit der Presto-Engine und gerade mal 208 von maximal 555 Punkten. Firefox bzw. die Gecko-Engine hält sich gut hinter Chrome & Co. mit 485 Zählern.

Ein ähnliches Bild zeigt auch der Browsermark in der Version 2.1.3 (http://goo.gl/aRZtXA). Opera Mini fehlt hier komplett in der Statistik, weil der Browser die Daten ja nicht auf dem Gerät selbst rendert, sondern auf den Opera-Servern in der Cloud. Das Schlusslicht bildet einmal mehr der UC Browser mit rund 1000 Punkten auf dem Moto X 2014 und einem Totalausfall auf dem Nexus 9 mit Android „N“. Chrome muss sich auf dem Moto X Firefox, dem RSBrowser und Dolphin geschlagen geben, punktet dafür auf dem Nexus 9 mit Opera, Dolphin, dem Yandex Browser und dem CM-Browser zusammen bei über 2500 Zählern.

Beim Browsermark zeigt sich das Feld auf dem Moto X 2014 recht homogen, beim Nexus 9 gibt es größere Unterschiede.
Beim Browsermark zeigt sich das Feld auf dem Moto X 2014 recht homogen, beim Nexus 9 gibt es größere Unterschiede.

Zu guter letzt maßen wir die zehn Browser auch in einem umfangreichen Praxistest mit fünf Webseiten aus unterschiedlichen Sparten. Um Probleme bei der Datenverbindung auszuschließen, führten wir diese Tests im WLAN durch. Jeder Browser musste die gleichen fünf Seiten dreimal hintereinander laden, als Resultat nahmen wir das jeweils beste Ergebnis, um serverseitige Probleme auszuschließen. Den Praxistest führten wir auf dem LG G5 durch.

Im Praxistest schaffte Opera die gestellte Aufgabe in 80 Sekunden und war fast 20 Sekunden schneller als der Durchschnitt.
Im Praxistest schaffte Opera die gestellte Aufgabe in 80 Sekunden und war fast 20 Sekunden schneller als der Durchschnitt.

Nicht ganz unerwartet konnte sich hier Opera als schnellster Browser durchsetzen und schaffte eine Bestleistung von 80 Sekunden, gefolgt vom RSBrowser mit 82 Sekunden. Die Ergebnisse sind gleichzusetzen, da sich im Workflow durchaus kleine Unterschiede ergeben können, die eine Abweichung von 2 Sekunden zulässt. Doch mit Blick auf alle drei Tests zeigt sich, dass Opera die Seiten durchs Band schneller lädt als die Konkurrenten, die im Schnitt bei 100 Sekunden lagen.

„Gravierende Darstellungsfehler traten bei keinem der Browser auf!“

Opera Mini musste sich im Praxistest gleich mehrmals geschlagen geben. Der Browser benötigt nicht nur mehr Zeit, um die Seiten zu laden, sondern stellt diese auch komplett anders dar mit einer sehr kleinen Schrift und teilweise chinesischen Schriftzeichen. Auch hier bildet der UC Browser das Schlusslicht. Gut möglich, dass die Resultate bei einer 3G-Verbindung anders aussehen würden, aber Opera gewannn das Rennen auch ohne Adblocker und lud auch die Anzeigen am schnellsten.

Erfreulich: gravierende Darstellungsfehler traten im Test bei keinem Browser und keiner Webseite auf, lediglich bei der Intro-Seite von trainrobber.com gab es ein paar Abweichungen.

Fazit

Es gibt keinen klaren Gewinner. Schaut man allein auf die Geschwindigkeit, dann ist auf Smartphones und Tablets mit Snapdragon-Chipsatz aktuell der RSBrowser der schnellste Browser, aber Opera kann ihm im Praxistest nicht nur das Wasser reichen, sondern lud unsere Testseiten sogar noch etwas schneller. Allerdings verfügt der RSBrowser wie Chromium nicht über alle Features von Google Chrome, auch Opera kann hier nicht mithalten. Bei der täglichen Nutzung machen diese Features oft den entscheidenden Unterschied aus.

Google Chrome gibt sich nirgends eine Blöße: Der Google-Browser schneidet in allen Tests in den Top-Rängen ab und führt das Feld beim HTML-5-Test an. Chrome, Opera und der RSBrowser nehmen somit die ersten drei Ränge ein. Die klaren Schlusslichter sind Opera Mini und der UC Browser. Sie schlagen nicht nur beim HTML-5-Test deutlich schlechter ab als die Konkurrenz, sondern auch in unserem Praxistest. Das Mittelfeld besteht aus Dolphin/Zero, dem Yandex Browser, CM Browser und Firefox. Hier gibt es aber gerade bei der Bedienung sehr große Unterschiede. Einen Geschwindigkeitsvorteil aufgrund von integriertem Adblocker konnten wir keinen festmachen: Der RSBrowser arbeitet auch bei deaktiviertem Adblocker deutlich schneller als Chrome, das zeigt sich auch bei den synthetischen Benchmarks. Android User empfiehlt einen der drei Top-Browser oder einen aus dem Mittelfeld zu benutzen. Opera Mini und den UC Browser können wir hingegen nicht empfehlen.

Unser Dank gilt den Entwicklern von KHTML, WebKit und Blink, aber natürlich auch der Mozilla Foundation für Firefox! 
Unser Dank gilt den Entwicklern von KHTML, WebKit und Blink, aber natürlich auch der Mozilla Foundation für Firefox!

 

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