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Grepolis: Online-Strategiespiel mit Suchtfaktor für Android im Test

Bei Grepolis bauen Sie eine Stadt in der Antike und bringen diese durch geschicktes Handeln und wenn nötig auch mit Gewalt zum Blühen. Wir haben den Browser-Klassiker von Innogames in der Android-Version getestet. Hier unsere Eindrücke.

Warum Candy Crush zocken, wenn es auch richtig großartige Spiele bei Google Play gibt? Eines davon ist Grepolis der Hamburger Innogames GmbH, und es sorgt für tagelangen oder sogar wochenlangen Spielspaß. 

Einstiegshürden

Bei Grepolis handelt es sich um die Umsetzung des recht bekannten Browserspiels mit dem Ziel, eine Stadt im antiken Griechenland zum Blühen zu bringen. 

Die Spielfläche besteht aus zahlreichen Inselwelten. Auf Insel 195417 im 56. Ozean in der Welt Kos bauten wir unsere erste Stadt ,,AndroidUserDE„, um an den unendlichen Weiten von Grepolis teilzunehmen und unsere Gegner das Fürchten zu lehren!

Kennen Sie die Browserversion schon, und besitzen Sie einen Grepolis-Account, dann werden Sie sich in der Android-Version sehr schnell zuhause fühlen. Spielen Sie zum ersten Mal, dann gibt es ein paar Hürden beim Einstieg. Wir empfehlen Ihnen deshalb, die Registrierung und das Bestätigen der E-Mail-Adresse über den Browser vorzunehmen, da es bei uns über die App nicht geklappt hat (und Sie nur so an die versprochenen 100 Gold gelangen). Sie können Grepolis aber auch ohne Registrierung recht lange spielen und ausgiebig testen, ohne einen Account anzulegen.





Über die ersten 30 Spielminuten unterstützt Sie die schöne Helena beim Aufbau Ihrer Stadt.

Die ersten paar Quests sind wie bei den meisten Strategiespielen ausführlich erklärt und Sie können quasi nur den Aufforderungen der App folgen. Anschließend gilt es, selbst Hand anzulegen. Sollten Sie dabei auf Probleme stoßen, hilft das ausgezeichnete Grepolis-Wiki weiter.

Generell geht es beim Spiel darum, diverse Dinge zu bauen und auszubauen und dadurch neue Fortschritte freizuschalten. Grepolis ist aus dieser Hinsicht ein klassisches Aufbauspiel. Später kommt dann auch Strategie hinzu und Sie können mit anderen Spielern interagieren. Für jeden Ausbau benötigen Sie bestimmte Rohstoffe und Zeit. Mangelt es Ihnen daran, dann kommt das Spielgeld zum Einsatz. Für 5,99 Euro sichern Sie sich 600 Gold als In-App-Kauf, über die Browser-Version erhalten Sie die gleiche Menge Gold um einen Euro günstiger.

Verfügen Sie über genügend Zeit und Geduld, lässt sich Grepolis problemlos ohne Geld spielen. Über die Webseite gibt es zudem Möglichkeiten mit Umfragen oder bestimmten Produktbestellungen an Grepolis-Münzen zu gelangen.





Zu Beginn sind die meisten Quests schnell erledigt. Später dauert es länger.





Die Registrierung der E-Mail-Adresse hat bei uns über die App nicht funktioniert.

Dörfer und Krieger

Die Dörfer sind ein nicht zu unterschätzendes Element in Grepolis. Ihre eigenen Dörfer erkennen Sie an der grünen Flagge. Rote Dörfer müssen Sie zuerst noch erobern. Auch wenn Sie zu Beginn des Spiels wohl eher an Rohstoffknappheit als überfluss leiden, sollten Sie ab und zu etwas Rohstoffe an eines Ihrer Dörfer schicken, damit es sich entwickeln kann. Sie können dann im Gegenzug mehr Holz und Stein fordern oder plündern (je nach Lust). Auch wenn ein Dorf Ihnen gehört, gehört es nicht unbedingt nur Ihnen alleine. Auch die anderen Spieler können Dörfer mit Rohstoffen beliefern. Je besser ein Dorf ausgebaut ist, desto mehr produziert es.





Ohne zusätzliches Gold dürfen Sie maximal zwei Aufträge in der Bauschleife plazieren.

 





Für kulturelle Unterhaltung ist es zu Beginn des Spiels noch zu früh.

Um weitere Dörfer für die Rohstofflieferung zu gewinnen, müssen Sie diese erobern. Sobald Sie den nötigen Fortschritt erreicht haben und eine Kaserne gebaut haben, können Sie darüber weitere Krieger ausbilden. Ab zehn Kriegern sind Sie für einen Angriff gerüstet. In den ersten sechs Tagen stehen Sie zudem unter einem Anfängerschutz, sodass Ihre Stadt nicht von anderen Spielern angegriffen werden kann.





Im Adventskalender gibt es aktuell jeden Tag eine tolle Belohnung.





Einmal am Rad drehen und einen der Preise einstecken oder gleich anwenden.

Der Marktplatz

Zu Beginn werden Sie schnell merken, dass der Marktplatz eines der wichtigsten Elemente ist, ohne das Sie nicht weiterkommen. Investieren Sie die 100 Gold, die Sie für die Registrierung Ihrer E-Mail-Adresse bekommen haben am besten in den Händler, damit Sie immer genügend Holz, Steine und Silber haben. Denn steht erst einmal der Marktplatz, dann stehen Ihnen damit Tür und Tor für den Handel mit anderen Dörfern und Städten offen. Versuchen Sie also, möglichst schnell das Lager auf Stufe 5 auszubauen, um einen Marktplatz zu erstellen. Anschließend können Sie mit den befreundeten Dörfern handeln, um zum Beispiel mehr Holz oder mehr Ziegelsteine zu erhalten. Dabei gibt es bei jedem Dorf eine andere Überproduktion: Klicken Sie die befreundeten einfach durch.





Die Ansicht der Stadt ist in der Android-Version hübscher als im Browser.

 





Bauen Sie Dörfer aus, dann erhalten Sie auch mehr Ressourcen.

Unterschiede zur Browserversion

Obwohl sich das Gameplay nicht unterscheidet, gibt es sehr viele Differenzen zur Browserversion. Während Sie auf dem PC das ganze Spiel stets vor Augen haben, müssen Sie in der Android-App stets hin und her wechseln. Auch sind nicht alle Quests auf der Android-Version problemlos spielbar. Ebenfalls nicht funktioniert hat der Bonus für den täglichen Login. Den erhielten wir nur in der Browserversion. Unzufrieden waren wir in den Tests zudem mit den Inselquests, die sich nur schwer oder gar nicht lösen ließen. Last but not least fehlt das Forum komplett. Dafür gibt es die etwas bessere Grafik, zum Beispiel bei der Auswahl einer Göttin für den Tempel, und insgesamt macht das Spielen am Tablet mehr Spaß als mit der Maus stets hin und her zu klicken. Den vollen Spielumfang können Sie aber aktuell nur im Browser nutzen, die Android-App eignet sich mehr als mobile Alternative, um mal schnell einen neuen Quest anzunehmen oder einen Bauauftrag zu starten.





In der Android-Version kostet das Gold einen Euro mehr als im Browser.





Bereits nach wenigen Spielstunden hat sich unsere Grepolis-Welt prächtig entwickelt.

Fazit

Die Android-Version von Grepolis eignet sich für alle, die das Spiel bereits am Browser spielen und ab und zu auch über Android ein paar Gebäude ausbauen oder in den Krieg ziehen möchten. Aktuell ist das Spiel noch kein vollständiger Ersatz für die Browserversion, da unter anderem das Forum fehlt. Nicht nachvollziehen konnten wir auch den Umstand, dass Gold in der Android-Version teurer ist als wenn man es über den Browser kauft. Auch gibt es in der Android-App keine Sonderangebote, um gratis an Goldmünzen zu kommen. Dennoch können wir das Spiel empfehlen, denn nach den ersten paar Stunden macht es einfach unheimlich viel Spaß.

Die in den Google-Play-Kommentaren geäußerten Serverprobleme oder sogar Abstürze konnten wir auf unseren Testgeräten (Nexus 7, Nexus 5) nicht nachvollziehen. Grepolis stürzte kein einziges Mal ab, die Server waren stets erreichbar. Der Einstieg lohnt sich jetzt ganz besonders, da es im Grepolis-Adventskalender jeden Tag tolle Dinge zu gewinnen gibt.

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