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Cloudfogger verschlüsselt Daten in der Dropbox

Cloud-Speicherdienst versprechen einfachen Zugriff auf Ihre Daten über die Grenzen von Betriebssystemen und Geräten hinweg. Dank eines Gigabyte-großen Platzes in der Cloud, haben Sie die wichtigsten Daten immer dabei und schieben Sie ohne Kabel von Ihrem Handy auf das Laptop. Doch wie sieht es mit der Datensicherheit aus? Das Startup Cloudfogger aus dem beschaulichen Göppingen möchte transparente Verschlüsselung für alle gängigen Cloud-Dienste bieten.

In der Mai-Ausgabe der Android User hatten wir Ihnen verschiedene Cloud-Speicherdienste im Vergleich vorgestellt und auch Ihre Apps bewertet. Was auch uns im Test gestört hat, ist der mangelhafte Datenschutz fast aller Cloudspeicher-Anbieter. Nur Wuala verschlüsselt Ihre Daten mit Ihrem eigenen Schlüssel, so dass auch nur wirklich Sie selber Zugriff auf Ihre Daten haben. Bei den anderen Anbietern könnten Administratoren, Ploizeibehörden oder andere Dritte mit den entsprechenden Rechten auf Ihre Datzen zugreifen.

Wichtige Daten sollten daher erst gar nicht in der Cloud landen oder zumindest von Ihnen vor dem Upload verschlüsselt werden. Allerdings leidet darunter der Komfort, der die Cloud-Dienste ja erst so beliebt macht. Entsprechende Apps zum Ver- und Entschlüsseln muss es unter allen gängigen Systemen geben, sonst werden die Daten zwar abgeglichen, dank der Verschlüsselung ist das Öffnen jedoch nicht möglich.

Cloudfogger 

In der aktuellen Print-Ausgabe zum Thema Sicherheit haben wir Ihnen daher zahlreiche Methoden vorgestellt, Daten auf dem Handy und in der Cloud zu verschlüsseln. Ein neuer Dienst, den wir in dem Beitrag noch nicht berücksichtigen konnten, stammt aus dem beschaulichen Göppingen. Das Startup Cloudfogger bietet sein Programm bislang für Windows und Android an, es soll Daten transparent bei verschieden Cloud-Anbietern verschlüsseln, Apps für iOS und Mac OS X sollen noch folgen.

Die Installation unter Windows läuft intuitiv, wer möchte kann einfach immer nur auf Weiter klicken. Beim ersten Start wird man gefragt, ob man einen Account bei Cloudfogger erzeugen möchte, für die wichtigsten Funktionen ist dieser jedoch nicht nötig, die Frage kann man also auch überspringen.

Anschließend wird ein virtuelles Laufwerk im Windows-System angelegt. Alles, was man hier speichert, wird verschlüsselt und dann im Dropbox-Ordner gespeichert. So bemerkt man unter Windows gar nicht, dass man mit verschlüsselten Daten arbeitet, die Verschlüsselung erfolgt transparent.

Cloudfogger verschlüsselt alle Inhalte, die im Ordner X gespeichert werden.
Cloudfogger verschlüsselt alle Inhalte, die im Ordner X gespeichert werden.

Die Android-App befindet sich aktuell noch in einer Beta-Phase und ist noch nicht im Play Store verfügbar. Sie lässt sich aber von der Download-Seite des Unternehmens als APK-Datei herunterladen, die sich auf unseren Testgeräten problemlos installieren lies. Beim ersten Start sollen in der Cloudfogger-App Zugangsdaten eingetragen werden, was für Verwirrung sorgt.

Während der Windows-Installation hatten wir ja nur ein Schlüssel für die Verschlüsselung eingegeben und auf einen Account bei Cloudfogger verzichtet, woher soll man nun eine E-Mail oder ID bekommen? Die Lösung bringt ein Blick in die Einstellungen der Windows-Anwendung, hier finden Sie Ihre automatisch erzeugte Cloudfogger-ID, die Sie nun auch in die App übertragen können.

Die Cloudfogger-ID finden Sie in den Einstellungen der Windows-Anwendung.
Die Cloudfogger-ID finden Sie in den Einstellungen der Windows-Anwendung.

Anschließend ist die Installation der App abgeschlossen, Sie können sie auch in Zukunft links liegen lassen. Die Android-App verknüpft sich automatisch mit cfog-Dateien, also mit den von Cloudfogger verschlüsselten Dateien, die sich dann direkt mit der jeweiligen Anwendung öffnen lassen. So haben Sie trotz der Verschlüsselung direkten Zugriff auf alle wichtigen Dateien.

 

Mit Cloudfogger verschlüsselte Dateien, lassen sich auch unter Android öffnen.
Mit Cloudfogger verschlüsselte Dateien, lassen sich auch unter Android öffnen.

Allerdings läuft der Zugriff bislang nur in einer Richtung. Öffnet man etwa eine mit Cloudfogger verschlüsselte Textdatei über Dropbox, so kann man die Inhalte der Datei mit einem Texteditor lesen. Ändert man allerdings jetzt etwas und speichert die Datei wieder, so wird nur die temporär entschlüsselte Datei gespeichert, ein Abgleich mit Dropbox erfolgt bislang leider noch nicht.

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