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Android Q – Apple-ähnliche Face-ID Ensperrung geplant und weitere News

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Android Q Icon | Android-User.de
(Bildquelle: XDA-Developers)

Vor kurzem gab ein erster Leak einen Ausblick auf die kommenden Neuerungen der nächsten Android Version Android Q. So kommt ein systemweiter Dark Mode, neue Entwickler-Optionen und nun auch noch der Hinweis auf eine Smartphone-Entsperrung mittels Face-ID, ähnlich wie man es von Apples iPhones kennt.

Android Q – Apple-ähnliche Face-ID Ensperrung geplant

Während Android-Geräte den Fingerabdruck-Scanner lange vor dem iPhone unterstützten hinkten die Geräte bei der Gesichts-Authentifizierung (Face-ID) lange hinterher. Zwar gibt es auf Android-Geräten die vorhandene Face-Unlock Funktion und auch Trusted Face ist ein Teil der Google Play Services, jedoch war Face-ID nie Bestandteil des Betriebssystems.

Mit dem iPhone X kam das erste Smartphone, welches einen Time-of-Flight-Sensor (TOF-Sensor), einen IR-Illuminator, Punkt-Projector und andere Sensoren für die Gesichtserkennung von Hardware kombiniert. Mittlerweile sind auch bei anderen Herstellern wie Huawei und Xiaomi Face-ID-ähnliche Optionen zu finden. Hier musste jedoch Android stark angepasst werden, um diese Option zu unterstützen. Es scheint jedoch, dass Google in Android Q daran arbeitet, native Unterstützung für sichere Gesichtserkennungshardware bereitzustellen.

Im Framework, SystemUI und den Settings sind viele Hinweise auf eine Face-ID Entsperrung entdeckt worden. Das Gesicht kann dann nicht nur zum Ensperren des Smartphones sondern auch zum Autorisieren von Einkäufen oder Anmelden von Apps genutzt werden. Android Q erwartet, dass das Smartphone über die für die Gesichtserkennung benötigten Hardware-Sensoren verfügt, im Gegensatz zu den Funktionen der Gesichtsentsperrung, welche auf den meisten modernen Phones zu finden ist (Xiaomi, Huawei/Honor und OnePlus).

Android Q Face ID | Android-User.de
(Bildquelle: XDA Developers)
Android Q Face ID 1 | Android-User.de
(Bildquelle. XDA Developers)

Genau wie beim Einrichten des Fingerabdrucks muss der Nutzer beim Einrichten der Gesichtsauthentifizierung ein Kennwort, PIN oder Muster als Backup festlegen.

Quelle: xda-developers

Android Q – Unterstützung für App-Downgrades

Weiterhin soll es unter Android Q möglich sein, das letzte Update einer App zu entfernen. Immer dann, wenn Entwickler ein Update einer App im Play Store veröffentlichen kann es sein, dass die App durch das Update nicht mehr stabil läuft und du es ziemlich schnell bereust, auf den Aktualisieren-Button geklickt zu haben. Ist das Update jedoch installiert kannst du nichts mehr dagegen unternehmen. Der Entwickler hat hoffentlich genügend Rückmeldungen erhalten und kann reagieren indem er einen Fix hinterherschickt. Du selbst als Nutzer kannst nur warten. Ein Downgrade einer App ist nämlich nur bei einem gerooteten Geräte mit einer App wie TitaniumBackup möglich. Nun sind bei Android Q wieder Hinweise aufgetaucht, dass ein Downgrade einer App durch den Nutzer möglich sein soll.

Android Q Rollback | Android-User.de
(Bildquelle: XDA Developers)

Android Q – Blockierter Zugriff auf die Zwischenablage

Jede App in Android kann, auch ohne Berechtigung, deine Zwischenablage auslesen. Und da viele Leute in die Zwischenablage viele Sachen wie Namen, Daten, Passwörter und vieles mehr hineinkopieren, ist es für jede App leicht diese Daten auszulesen. Der Grund, warum jede App den Android-Clipboard-Manager auslesen kann ist, dass keine App ohne Zugriff einen kopierten Text einfügen kann. Android Q will das nun ändern und den Zugriff beschränken. Eine neue Berechtigung namens READ_CLIPBOARD_IN_BACKGROUND wurde hinzugefügt, welche den Zugriff von Apps auf den Clipboard Manager beschränkt und so verhindert, dass im Hintergrund Daten ausgelesen werden. Die Schutzstufe dieser Berechtigung ist “Signatur”. Das bedeutet dass nur vom OEM signierte Apps diese Berechtigung erhalten können.

Android Q - Clipboard | Android-User.de
(Bildquelle: XDA Developers)

Android Q – Sichern von Dateien auf externem Speicher

In Android speicherst du Daten auf dem internen und/oder dem externen Speicher (SDKarte). APKs werden im internen Speicher gespeichert, Medien, Dokumente, Bilder im externen Speicher. Erteilt der Nutzer eine Berechtigung für den externen Speicher kann eine App beliebige Dateien im externen Speicher lesen oder schreiben. Hieraus ergibt sich das Problem, dass viele Daten gesammelt werden können. Um das Problem zu beheben werden in Android Q einige neue Berechtigungen für den externen Speicher eingeführt:

  • Möglichkeit die Standorte von den Medien zu lesen
  • Möglichkeit des Zugriffs auf Musikdateien
  • Möglichkeit des Zugriffs auf Fotos
  • Möglichkeit des Zugriffs auf Videos

Apps, welche bereits vor dem Update auf Android Q über die Berechtigung zum Lesen und Schreiben auf dem externen Speicher verfügen erhalten neue Leseberechtigungen, nicht jedoch neue Schreibberechtigungen. (Eine App mit der Berechtigung READ_EXTERNAL_STORAGE erhält automatisch READ_MEDIA_IMAGES nicht jedoch WRITE_MEDIA_IMAGES

Quelle: xda-developers

Mehr über die geplante Face-ID-Unterstützung und andere Neuerungen erfahren wir wahrscheinlich auf der diesjährigen Google I/O, welche vom 7. bis 9. Mai 2019 geplant ist.

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